• Abenteuerfahrt nach Ishasha

    August 5 in Uganda ⋅ ⛅ 17 °C

    Nachdem es gestern Nachmittag mal wieder kräftig geregnet hat, hatte ich Zeit die Schlammhosen vom Gorillatrekking zu waschen. Doch leider sind sie heute früh noch nicht getrocknet. Es ist hier so feucht, dass die Wäsche sehr lange braucht, um zu trocknen.
    Nach diese intensiven Tagen in Kisoro und fahren nordwärts in Richtung Ishasha, dem südlichen Teil des berühmten Queen Elizabeth Nationalparks. Die Strecke führt durch sanfte Hügel, fruchtbare Täler und vorbei an kleinen Dörfern. Die herrlichen Ausblicke auf die üppige Vegetation des Albertine Rift Valley sind traumhaft. Zunächst ist es stark nebelig und die Landschaft erscheint mystisch und geheimnisvoll.
    Wir biegen von der Hauptstraße ab und schlängeln uns über hohe Gebirgspässe auf über 2000m Höhe. Langsam verlässt uns der Morgennebel und wir blicken auf die herrliche Bergwelt. Sie sind extrem steil und fallen direkt neben der Piste meist senkrecht ab. Alles ist mit Seidenkiefern bewachsen und erinnert mich an die Alpen. Allerdings krass steile Alpen. Wir erreichen ein wunderschönes Dorf, das von Banenenstauden, Bächen und Bergen umgeben ist. Plötzlich wird die Piste matschig. Auch hier hat es gestern offenbar stark geregnet. Und dann passiert es. Es geht nicht mehr weiter. Zwei LKW stecken im Matsch. Wir können sie umfahren und tanzen nun nach links und rechts völlig unrhythmisch durch den tiefen Matsch hin und her. Immer wieder darf das Auto seinen eigenen Weg suchen, in dem wir dem Lenkrad seine Freiheit geben. Die Montrolle über das Lenkrad haben wir längst verloren. Dann endet das Schlammbad glücklicherweise und ich atme schon auf. Doch zu früh gefreut. Die Matschparty geht in die zweite Runde. Ein PKW steckt fest und wird mit vereinten Kräften den Hang hinauf geschoben. Wie durch ein Wunder fährt er sich frei. Auch für uns geht es weiter.
    Um uns herum wächst nun Tee und zieht sich die Berge links und rechts der Piste hinauf. Die Ausblicke sind weiterhin spektakulär. Was für eine steile Landschaft. Dabei haben wir den tollsten Teil, nämlich die Virunga Vulkane nie gesehen, da sie immer in den Wolken versteckt lagen. Durch den ständigen Regen bilden sich die Nebelwolken natürlich auch immer neu und verdecken die Berge. Sehr schade.
    Leider haben wir das Schlammbad immer noch nicht hinter uns gebracht. Nach trockenen Passage schlingern und schlittern wir wieder den Berg hinauf und hinunter. Was für eine abenteuerliche und landschaftlich absolut spektakuläre Fahrt zum Ishasha Nationalpark.
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