Tschüss Vulkane - Hallo Inselleben!
Jul 2–8, 2024 in Indonesia ⋅ ☁️ 26 °C
Nun hieß es „Tschüss Java – wir werden dich noch sehr lange in guter Erinnerung behalten“ und „Hallo Bali, du kleine Touristenhochburg“!
Mit einer großen und gemütlichen Fähre ging es für uns von Banyuwangi aus nach Bali. Ehrlicherweise stellten wir uns die Anreise etwas kürzer und einfacher vor als sie am Ende war, aber hey… we made it!
Zunächst dauerte die Fährfahrt länger als gedacht, irgendwann kamen wir im nördlichen Teil der Insel an, weshalb wir uns strategisch klug unsere erste Bleibe im Norden (genauer gesagt am Lovina Beach) suchten.
Was wir zuvor nicht wussten: Bali wird von einer sogenannten Taximafia regiert, was so viel bedeutet, dass Apps wie Grab, Indrive etc. von dieser besagten Taxi Mafia nicht wirklich geduldet werden. Stattdessen wünschen sich die besagten Taxifahrer die Touristen für überteuerte Preise durch die Gegend zu kutschieren und am Ende möglichst noch abzuziehen.
Einen kleinen Vorgeschmack darauf bekamen wir direkt am Hafen bei Ankunft. Man sprach uns gefühlte 1.000 Mal an, dass man uns für sämtliche vorstellbare Preise zu unserer Unterkunft fahren könne, auch auf unser „nein“ reagierte man nicht, sondern lief uns nerviger Weise hinterher und bedrängte uns schon beinah mit den Fahrern mitzufahren.
Da wir aber bereits wussten, dass man sich auf deren Preisaussagen nicht verlassen könne, hatten wir wirklich keine große Lust die Dienste dieser nervigen Fahrer in Anspruch zu nehmen.
Also versuchten wir unser Glück trotzdem über Grab. Es nahm auch ein Fahrer an und wir waren schon völlig erleichtert bis sich herausstellte, dass der Fahrer uns nicht ohne weiteres abholen könne. Um eingesammelt zu werden, mussten wir einige Kilometer mit unserem absolut überdimensionierten Gepäck bei brütender Mittagshitze zurücklegen bis wir schließlich außerhalb des Hafengebietes und inmitten einer Wohnsiedlung angekommen waren und der Fahrer uns mehr oder weniger heimlich und schnell in sein Auto einladen konnte. Denn werden die Grab-Fahrer von der Taximafia erwischt, kam es in der Vergangenheit nicht selten vor, dass sie eine Tracht Prügel erwartete. Als unser Fahrer uns das erklärte, war dieser Umweg für uns nachvollziehbar und wir waren einfach nur froh, dass wir nun zur Unterkunft fahren konnten.
Irgendwann kamen wir dann an unserer Unterkunft in Lovina Beach an. Wir blieben dort 3 Nächte, die auch voll und ganz ausreichten, denn soooo schön war es dort im Ort ehrlicherweise nicht. Die Strände waren überfrachtet mit Ausflugsbooten für Delfintouren und luden nicht wirklich zum Baden ein.
Was aber umso schöner war: wir liehen uns einen Roller und fuhren auf abenteuerlicher Strecke quer durch die Berge auf schmalen und kurvigen Straßen bis zu einer Kaffeeplantage. Eine richtig untouristische familiengeführte Plantage. Die Tochter des Besitzers führte uns durch deren Plantage, die nicht nur voller Kaffeepflanzen, sondern auch Bananen, Passionsfrüchte, Mangobäume, Avocadobäume, Vanilleschoten, Zimtbäumen und viel mehr war, was wir sonst nur als „fertige“ Früchte oder Gewürze aus dem Supermarkt kannten. Das war schon ein ziemlich cooles Erlebnis.
Getoppt wurde es dann dadurch, dass wir deren Luwak-Katzen kennenlernen und mit Bananen füttern durften. Luwakkatzen sind sozusagen die Produzenten des weltweit teuersten Kaffees der Welt. Sie essen die Kaffeekirschen und veredeln sie quasi durch ihren Verdauungstrakt.
Im Anschluss bekamen wir noch ein Kaffeetasting. Man präsentierte uns sämtliche Kaffeesorten, die sich durch die verschiedenen Produktionsmethoden unterschieden. Auch den Luwak-Kaffee hielt man uns nicht vor. Somit war dieser Plantagenbesuch für uns am Ende eine richtig schöne und wertvolle Erfahrung und unsere Koffeein“bedarf“ für diesen Tag war mehr als gedeckt.
Den Tag rundeten wir dann noch mit einem Besuch von 3 Wasserfällen ab. Die wilde Fahrt durch die Berge hatte sich also gelohnt.
Ein weiteres Erlebnis, weshalb wir Lovina in guter Erinnerung behalten werden, war das unglaublich grandiose Frühstück. Eigentlich war in unserer Hotelbuchung Frühstück inkludiert. Nachdem wir aber am ersten Morgen dieses probierten, entschieden wir uns direkt die kommenden Tage anderweitig zu Frühstücken. Neben Pancake, der so dünn war wie Crêpes, aber so süß als wenn der Zuckerstreuer ausgekippt ist, gab es noch geschmackloses und kaltes Rührei mit zu schwarz getoastetem Toastbrot, wo man einfach ein wenig das Schwarze abkratze – Nee, danke, einmal reicht diese kulinarische Erfahrung. Also ging es für uns am nächsten Morgen in ein Café, welches von einem belgischen Auswanderer betrieben wurde und das Frühstück tröstete sehr über die Strapazen des Vortages hinweg. Man konnte sich verschiedene Backwaren aussuchen, die mit Aufschnitt und einer Eierspeise serviert wurden. So richtig europäisch. Das war für uns Mal wieder das 1. Europäische Frühstück auf unserer Reise – wir haben es sehr genossen.
Nach unserem Aufenthalt in Lovina reisten wir nach Ubud für weitere 3 Nächte. Die Stadt Ubud liegt im Hochland von Bali in Indonesien und ist als Zentrum für traditionelles Handwerk und Tanz bekannt. Der Ubud umgebende Regenwald und die Reisterrassen sowie die Hindu-Tempel und -Schreine gehören zu Balis wichtigsten Symbolen. Und genau das gibt dem Ort irgendwie eine völlig magische und spirituelle Atmosphäre. Ubud selbst ist wunderschön, besonders die vielen Tempel und Schreine sowie die saftig grünen Reisterrassen und die vielen vielen Palmen. Überall sind kleine Gassen und Boutiquen, die Lust darauf machen den Ort zu erkunden. Mitten in Ubud liegt auch der Monkey Forest, in dem wie der Name schon sagt, sehr sehr viele Affen zu erwarten sind. Eine Schattenseite hat der Ort trotz absoluter Schönheit dennoch: es gibt leider auch sehr sehr viele Touristen, für die Größe des Ortes für unseren Geschmack leider etwas zu viele Touristen und auch zu viel Verkehr. Trotzdem genossen wir unseren Aufenthalt, entdeckten Reisterrassen und tranken an dessen Rande die vermutlich größte Kokosnuss, ließen uns ein wenig treiben und fanden schließlich eines unserer absoluten Lieblingsrestaurants, in das wir schließlich jeden Abend gingen und auch jeden Abend das gleiche bestellten – und das soll etwas heißen.
Bali, du warst wunderschön, aber leider auch etwas zu überlaufen für unseren Geschmack.Read more





















Traveler
Die ist ja voll süß
Traveler
Da ist jemand voll in seinem Element 😂
Traveler100%!!! 😂🥰