Eine Seefahrt, die ist lustig - Tag 1
Aug 1–2, 2024 in Indonesia ⋅ ☀️ 28 °C
Eine Seefahrt, die ist schön - dachten wir uns. Denn so hörte man es schließlich schon in frühen Kinderliedern.
Ein großes Ziel in Indonesien war es für uns den Komodo Nationalpark zu besuchen, denn dort ist weltweit so ziemlich der einzige Ort an dem man noch eine große Population dieser riesigen lebendigen drachenartigen Wesen (Komodowarane) sehen kann.
Die beste Möglichkeit dorthin zu kommen ist mit dem Schiff. Es gibt Touren, direkt von Lombok aus mit diversen Zwischenstopps und am Ende kommt man auf Flores an - einer weiteren riesigen indonesischen Insel - an.
Nach langer Suche fanden wir dann auch eine Tour, die unsere „luxuriösen“ Anforderungen eine eigene Kabine mit eigenem Badezimmer zu haben, erfüllen konnte.
Nach unserem entspannten und ausgedehnten Aufenthalt in Lombok ging es dann also für uns los Richtung Flores. Wir wurden von unserer Unterkunft abgeholt und fuhren gute 2h zum Hafen, wo unser Boot schon bereit war – so dachten wir zumindest. Wir freuten uns, denn alles schien so dermaßen glatt zu laufen. Später sollten wir dann aber eines Besseren belehrt werden. Man sagte unserer Gruppe, dass wir uns umschauen könnten und schließlich auf dem Sonnendeck warten, dessen Name Programm war, denn es gab nur einen einzigen Schattenplatz, der natürlich schon besetzt war. Wir sollten eigentlich nur so lange warten bis die restlichen Mitfahrer ankommen sollten, also dachten wir uns, dass es ja nicht so lange dauern könne. Das Ende der Geschichte war, dass wir gute 4h auf die anderen warten mussten, nach 5h Wartezeit wurde das „Mittagessen“ serviert und wir segelten los. Nach dem vielen Warten, waren wir froh am Abend wenigstens noch einmal kurz anzulegen, um die schöne kleine Insel Kenawa Island zum Sonnenuntergang zu besuchen. Dort wandert wir kurz zu einem kleinen Aussichtsberg (der aber leider viel zu überfüllt war) und aufgrund von akutem Bewegungsmangel wegen der ganzen Warterei entschieden wir beide uns direkt wieder abzusteigen um noch einmal die kleine süße Insel zu umrunden.
Einige Zeit später wurde dann noch Abendessen serviert, leider mussten wir schon nach kurzer Zeit feststellen, dass es prinzipiell weitestgehend immer das gleiche gab: Reis, mit Glück auch Nudeln, zerkochtes Gemüse (Karotten & Kohl) sowie Hähnchen und Fischiges – all die genannten Köstlichkeiten erfüllten leider eher den Zweck satt zu werden als so richtig genüsslich zu speisen. Aber egal, davon, dass wir keine Sterneküche zu erwarten hätten, sind wir eigentlich schon bei der Buchung ausgegangen.
Kaum waren wir im Bett angekommen, gerade noch so Zähne geputzt und hingelegt, bewahrheitete sich leider aber auch unsere schlimmste Befürchtung: übler Wellengang. Im Vorwege sprachen wir bereits darüber, fühlten uns aber soweit auf der sicheren Seite, da wir beide noch Reisetabletten dabei hatten und wir uns auch beide völlig sicher waren, dass diese Tabletten bei unseren übrigen Medikamten sein würden – wo denn auch sonst?!
So lagen wir also beide gemütlich im Bett (und ja, unsere Kabine war glücklicherweise tatsächlich ziemlich gemütlich) und wir versuchten die Wellen zu ignorieren. Jelena - bereits voll ausgestattet mit Ohropax und Schlafbrille bereit tief in das Land der Träume abzutauchen – riss sich plötzlich wie von der Tarantel gestochen die Ohropax aus den Ohren und die Schlafbrille von den Augen mit den Worten „Ich brauche JETZT eine Reisetablette“. Damit hatte sie eigentlich nur ausgesprochen was auch Sören bereits fühlte. Beide versuchten iiiirgendwie in Teamwork an eine Reisetablette zu kommen, das Schaukeln hinderte uns jedoch daran länger als 5-10 Sekunden aufrecht zu sitzen oder zu stehen, denn dann kickte die Übelkeit so richtig und man wurde gezwungen direkt wieder in die Waagerechte zu gehen. Problem war: die Reisetabletten befanden sich nicht bei den anderen Medikamenten wie zuvor fälschlicherweise angenommen. Wie durch ein Wunder fanden wir aber noch 2 einzelne Reisetabletten von unserer Überfahrt von Bali nach Lombok, die wir auf der Fähre geschenkt bekamen und nicht brauchten, weil wir vorher schon unsere eigenen eingenommen hatten. In dem Moment dachten wir uns „die stecken wir ein, denn die können wir sicherlich nochmal brauchen“. Und dass dieser Augenblick, in dem wir die Tabletten so dringend wie nichts anderes brauchten, so schnell käme, hätten wir nicht gedacht. Kurz darauf schliefen wir dank Tabletten wie Babys und die erste Nacht war damit schnell vorbei.Read more








Ach du meine Güte...erst die lange Wartezeit und dann die Übelkeit 😞...aber letztendlich eure Bilder sind Traumhaft...❣️❣️ [Sigrid Zarske]