• Eine Seefahrt, die ist lustig - Tag 2

    Aug 2–3, 2024 in Indonesia ⋅ ☀️ 28 °C

    Die erste Nacht neigte sich dank Reisetabletten dem Ende zu, ohne große Vorkommnisse. Ehrlich gesagt haben wir sogar ganz gut geschlafen, trotz des Schiffsgeschaukels. Um ca. 6:30 Uhr klopfte es auch schon an den Kabinentüren, man möge doch bitte aufstehen. Laut Aussage des Guides am Vortag sollte schließlich auch das Frühstück um 7 Uhr beginnen. Ja geil, dachten wir uns. Eine Runde frühstücken und dann völlig gestärkt dem ersten Event des Tages entgegen. Nö! Genauso war es nicht. Aufstehen, an Deck gehen, mehrere Boote um einen herum wahrnehmen, viele Menschen, die im Wasser schwimmen, und ein dezenter Fischgeruch in der Nase. Jetzt werden die Walhaie "gejagt". Also natürlich nur mit der Kamera! Frühstück gibt es erst danach. Am ersten Spot beobachteten wir die Menschen im Wasser noch vom Schiff aus, denn unsere Laune, direkt nach dem Aufstehen ins Meer zu hüpfen, war nicht sonderlich groß. Fischer schienen die Walhaie etwas anzufüttern und schmissen Fischabfälle oder sonstige nach Fisch riechende Dinge ins Wasser. Da war die Lust, ins Wasser zu gehen, nochmals mehr gehemmt, denn das wurde auch alles in Richtung der Menschengruppen geworfen. Glücklicherweise gab es am ersten Spot nichts zu sehen, sodass wir auch nichts verpassten. Am zweiten Spot angekommen, entschieden wir uns dann glücklicherweise doch dazu, ins Wasser zu hüpfen. Der Geruch blieb fischig und eine Menge Plankton war ebenfalls deutlich erkennbar und auch spürbar im Wasser. Plankton fühlt sich ein wenig wie Quallen an und sieht auch so durchsichtig, glibrig aus. Nicht schlimm, aber auch nicht geil. Jedoch genau dieses Zeug lieben Walhaie. Es sollte nicht lange dauern, bis der erste und auch letzte Walhai im Wasser unter uns auftauchte. Wow! So eine unfassbare und schöne Begegnung mit diesem riesigen Fisch. Er drehte sich auch direkt zu uns und kam uns entgegen. Das war fast schon unheimlich, weil man dachte, der will uns auch gleich verspeisen. Allerdings war da noch genug Platz und Abstand zwischen uns und dem Walhai. So richtig schmecken würden wir ihm auch nicht. Generell sind Walhaie sehr, sehr friedlich und ernähren sich lieber von Plankton. Eine Begegnung, die wir so schnell nicht vergessen werden und definitiv eine ist, die nicht an vielen Orten auf der Erde so zu erleben ist. Wer kann schon von sich behaupten, einen Walhai in der freien Natur beim Schnorcheln gesehen zu haben? Vermutlich die wenigsten. Schildkröten und Delfine sind da schon häufiger anzutreffen. Für uns das Highlight des Tages, welches auch das verschobene Frühstück schnell vergessen ließ.
    Nachdem wir dann unser Frühstück zu uns nehmen konnten, ging es weiter an den Savanna Beach. Wir hatten die Option, vom Schiff zum Strand zu schwimmen oder mit dem kleinen Beiboot hinüber zu schippern. Option 1 erschien uns als die beste, denn so hatte man doch etwas Bewegung und allzu weit war der Strand auch nicht entfernt. Bis auf ein paar wenige wählten auch die anderen Passagiere diese Option. Also Arschbombe von 5 m Höhe ins Wasser und los. Im Wasser pieksten uns winzig kleine Quallen, die sich wie kleine Nadelstiche anfühlten, in die Arme und Beine. Na geil, hoffentlich ist das jetzt nicht den gesamten Weg bis zum Strand so. Ergebnis - es waren nur ein paar Meter so. Am Strand angekommen und keine Lust auf eine weitere Schnorchelei, gingen wir einfach auf und ab und vertraten uns die Beine, je eher wir dann wieder zurück schwimmen wollten. Danach war der Tag auch nur noch für die Tonne. Wir schipperten bis zum nächsten Tag durch, ohne weitere Stopps, und kurz nach dem Mittagessen dachte sich das Meer, uns die Reise nochmal so richtig angenehm zu machen. Ohne Reisetabletten ging bei uns gar nichts mehr. So verbrachten wir den restlichen Tag im Bett in der Kabine und schauten uns für die nächsten 13 Stunden die Augen von innen an. Bisschen schade, denn draußen gab es schon ein wenig hübsche Natur zu sehen, aber was will man machen. Schön war das für uns nicht. Highlight des Tages blieb der Walhai.
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