Sri Lanka - Von Colombo bis zum Hochland
Aug 12–20, 2024 in Sri Lanka ⋅ ☁️ 27 °C
Von Glühwürmchen bis Elefanten, wilden Tuktuk-Safaris über noch wilderen Stadtverkehr…
Unsere Sri-Lanka-Reise startete in Colombo, wo wir nicht nur direkt bei unserer Late-Night-Ankunft funkelnden Glühwürmchen gesehen, sondern am Folgetag auch die turbulente Stadt erkundet haben.
In einem Stadtpark mitten in Colombo, dessen unaussprechlicher Name „Viharamahadevi Park“ ist, stellte uns ein freundlicher Gärtner ungefragt diverse Pflanzen und Tiere vor, sodass wir direkt etwas dazu gelernt hatten.. Über den schönen Galle Face Green am Meer entlang gingen wir weiter Richtung Altstadt.
Die Altstadt war zwar mit ihrer roten Moschee und dem ganzen Trubel sehr sehenswert, aber auch ziiiiemlich wuselig.
Negombo:
Am nächsten Tag ging es auch schon nach Negombo, wo der offizielle „Müsli-Tuktuk-Führerschein“ erworben wurde. Nach einer Wartezeit, die sich wie eine Ewigkeit anfühlte (kein Scherz, Jelena hätte in der Zeit ein komplettes Buch lesen können), gab es als Belohnung wenigstens einen richtig geilen fudgy Brownie. Backwaren sind in Sri Lanka offensichtlich ziemlich günstig, was uns als Naschkatzen nicht unbedingt aus gesundheitlicher Sicht zugute kommt.
Negombo selbst? Na ja, sagen wir mal so: Ein zweites Mal wollen wir dort wirklich nicht hin, aber wegen des Rückflugs wird uns das wohl nicht erspart bleiben.
Kurunegala:
Unsere erste lange Tuktuk-Fahrt nach Kurunegala war schweißtreibend – im wahrsten Sinne des Wortes. Nichtzuletzt wegen des warmen Wetters, sondern auch aufgrund des wilden und uns noch unbekannten Gefährt, das erstmal richtig kennengelernt werden musste. Und der Verkehr aus Negombo war teilweise mehr als nur ein wenig verrückt. Aber die Belohnung wartete in Form einer tiptop Unterkunft mit allem, was das Backpacker-Herz begehrt: Küche, Waschmaschine und nette Gastgeber.
Die Erkundung des Ortes bedeutete natürlich auch, lokale Delikatessen zu probieren. Die Vade, eine Art deftiger Donut, bestrichen mit Chilipaste, waren so lecker, dass wir die nicht zum letzten Mal verspeisten. Ein Spaziergang um den See brachte dann die nächste Überraschung: Baby-Bindenwarane, die für „Jungtiere“ schon riesig waren – einer schnabulierte sogar einen abgestandenen Fisch. Nachdem wir den See umrundeten, ging es zum Buddha-Tempel auf den angrenzenden kleinen Berg, wir genossen die schöne Atmosphäre und begegneten auf dem Rückweg einer riesigen Affenfamilie mit lustigen Frisuren - ein bisschen so als hätte man ihnen einen Pisspott-Haarschnitt verpasst.
Sigiriya:
Die Fahrt nach Sigiriya war nicht weniger ereignisreich. Kurz vor unserem Ziel hörten wir ein Krachen und dachten nur: „Das klang verdächtig nach zersprungenem Glas.“
Wir dachten uns beide noch, dass das sicherlich nicht von uns kam, weil wir kein Glas oder Porzellan transportieren, nur unsere riesigen Rucksäcke, die den Platz hinter und der Rückbank und z.T. auf der Rückbank einnahmen. Bei der Unterkunft angekommen, stellten wir dann fest „kam doch von uns - wir hatten bei der Fahrt unsere Rückscheibe verloren“.
Zum Glück konnten wir das schnell über die Tuktuk-Vermietung und eine Partnerwerkstatt regeln. Der Tag wurde mit einer eigenen kleinen Tuktuk-Safari und der Sichtung von sieben Elefanten belohnt!
Unsere Unterkunft war auch hier wieder ein kleines Highlight: Das Zimmer war gemütlich und die liebevolle Familie servierte uns unser erstes echtes sri-lankisches Frühstück – super lecker, aber seeehr deftig. Curry, String Hoppers (Nudeln), Coconut Sambol und Obst.
Kandy:
Nächster Stopp: Kandy!
Unsere Ankunft in Kandy fiel mit einem der größten buddhistischen Feste des Jahres zusammen – dem Esala Perahera. Die gesamte Stadt war im Ausnahmezustand. Schon die Fahrt in die Stadt war eine Herausforderung für sich: Die Straßen waren so vollgestopft mit Autos, Tuktuks und Menschen, dass wir dachten, wir würden nie ankommen. Auf den Bürgersteigen hatten sich schon ab dem Morgen Hunderte Menschen eingefunden, um sich die besten Plätze für den abendlichen Umzug zu sichern.
Unsere Unterkunft erreichten wir über eine abenteuerliche Bergstraße, die so steil und eng war, dass Jelena sicherheitshalber ausgestiegen ist – das war nichts für schwache Nerven! Söri hingegen hat das Tuktuk wie ein echter Profi bis zum Parkplatz unserer Unterkunft manövriert und wir wurden in einer tollen Unterkunft empfangen. Ein älteres, sehr herzliches Ehepaar nahm uns auf und sorgte dafür, dass wir uns sofort wohlfühlten. Unser Zimmer war geräumig und die Tage dort wurden wir mit weiteren deftigen sri-lankischen Frühstücken überrascht.
Trotz der Menschenmassen machten wir uns daran, die Stadt zu erkunden. Überall in Kandy gab es etwas zu sehen und zu entdecken. Elefanten marschierten durch die Straßen, und Jelena hatte das Glück, einen dieser majestätischen Tiere sogar zu streicheln – ein Moment, den ich so schnell nicht vergessen werde. Okay, hinterher wollte der Mahout dann Geld für das Foto und zwar einen riesigen Betrag, aber mit einem Lächeln und ihm ein paar wenige Rupien in die Hand drücken, verschwanden wir schnell.
Auf unseren Spaziergängen durch die Stadt stießen wir auch auf kleine Stände mit kulinarischen Köstlichkeiten. Ein Highlight war ein köstlicher Löffelkuchen und dazu ein erfrischender Oreoshake (sehr gesund).
Am Abend wollten wir natürlich den großen Umzug des Perahera-Festivals nicht verpassen. Die Straßen waren mittlerweile noch voller und es schien, als ob die gesamte Stadt auf den Beinen war. Wir fanden einen Platz, von dem aus wir hofften, einen guten Blick auf die Parade zu haben. Neben uns saß eine unglaublich liebe Familie, die uns nicht nur mit Snacks versorgte, sondern uns auch half, ein bisschen mehr über das Festival zu erfahren. Wir erfuhren, dass wir noch ganze 4 bis 5 Stunden warten müssten, bis der Festumzug an unserem Aussichtspunkt vorbeiziehen würde. Zumindest sahen wir aber aus nächster Nähe hinter dem Zahntempel wie Buddhas Zahn Zeremoniell auf den Rücken des Elefanten in ein bunt geschmücktes Gefäß verladen wurde.
Da wir schon seit 4 Uhr morgens auf den Beinen waren und die Vorstellung, so lange auf der Straße zu stehen, nicht wirklich verlockend klang, entschieden wir uns irgendwann, die festliche Stimmung lieber auf dem Rückweg zu unserer Unterkunft zu genießen. Die Stadt leuchtete in allen Farben, Elefanten in prächtigen Gewändern und Tänzer, die die Straßen mit ihren Trommeln und Tänzen zum Beben brachten – es war ein unvergessliches Spektakel. Die bunten Lichter und die Klänge der Trommeln begleiteten uns bis zu unserer Unterkunft. Der Abend in Kandy war ein einzigartiges Erlebnis, das uns noch lange in Erinnerung bleiben wird.
Am nächsten Tag stand ein kleiner Ausflug auf dem Programm: der Besuch des Botanischen Gartens in Peradeniya. Dort konnten wir endlich ein wenig dem Trubel der Stadt entfliehen und zwischen exotischen Pflanzen, riesigen Bäumen und bunten Blumen spazieren. Zu unserer Überraschung entdeckten wir in den Bäumen unzählige Flughunde, die kopfüber hingen und ein faszinierendes Bild abgaben – noch viel mehr als wir auf Tioman Island gesehen hatten!
Der Garten bot eine willkommene Ruhepause und eine ganz andere Seite von Kandy – ein friedlicher Rückzugsort, der perfekt war, um die Erlebnisse des vorherigen Tages Revue passieren zu lassen. So konnten wir unsere Zeit in Kandy in vollen Zügen genießen, mit all ihren Farben, Gerüchen und Eindrücken.
Und von Kandy aus ging es für uns dann höher hinaus!Read more

















Traveler
Welt-bester Tuktuk Fahrer
Traveler
Die sehen ja echt witzig aus mit der Frisur 😃😄
Traveler
Einfach nur schön 😊