• Mister Lava Lava

    29. Januar 2023 in Kenia ⋅ 🌙 23 °C

    Hallo Ihr lieben GeologInnen, hier ist Charlotte!
    Heute sind wir in einem echten Dilemma. Holger hat heute das Safariabzeichen in Silber absolviert. Elfeinhalb Stunden auf dem Landrover, das will erst mal geschafft werden. Das Dilemma? Wir kommen im Dunklen ins Camp, Expressduschen, Highspeedaperitif ( GT ist wichtig gegen Malaria), Abendessen gibts erst zu Zeiten, wo man zuhause schon die Tagesschau am Flimmern hat.
    Jetzt schreiben wir unser Tagebuch und sechs Uhr geht es morgen wieder auf die Piste. Ohne Frühstück. Aber nicht, weil Montag ist sondern die Chancen, vollgefressene Löwen zu sehen, am höchsten sind. DAS ist das Dilemma, schreiben und schlafen sollen. Wir kämpfen uns voran. Was ist denn heute alles passiert? Wo fange ich an?
    Mit Chemie am Besten: Fe3O2
    Das ist roter Eisenstaub. Dafür ist der Tsavopark berühmt und bekannt. Rote Erde überall, in allen Ritzen und Falten….auf dem Elefanten, am Baumstamm, an dem der Elefant sich rubbelt, in der Luft und eben in jeder Pfütze. Und schon muss ich grad mal die Berichterstattung unterbrechen. Ich schreib ja bei Kerstin am Tisch - unter freiem Himmel mit Sternen dran - und soeben schwimmt hier ein Krokodil vorbei mit einer Antilope im Maul. Und glaubt es oder nicht, grad hat er den Schädel zermalmt… Alter… DAS hat geknackt.
    Ok, zurück zum Thema:
    Ihr müsst wissen, daß so eine Safari kein Kindergeburtstag ist. Es ist anstrengend und manchmal auch langatmig. Doch was man eben erleben kann löscht im nu den Speicher , der langweilige Phasen registriert hat. Da ist man auch mal drei Stunden vegetarisch unterwegs, vielleicht, weil jemand vergessen hat, die Käfige zu öffnen, die Tiere auf Versammlung sind oder weil Sonntag ist, wie heute.
    Jetzt, wo Ihr das wisst und endlich sicher sein könnt, dass wir hier nicht zum Vergnügen sind, gehts Euch bestimmt besser.
    Weiter mit Geologie: eigentlich wollten Kerstin und ich nicht noch mal in den Tsavo West, denn wir sind Savannenfans. Hier gibt es richtig hohe Berge, baumlose Schotterfelder, Lavaflüsse‼️, Vulkankrater und noch mehr hitzewerfendes unwegsames Gelände. Doch Pferd und Holger sollten sich selbst ein Bild machen und das schien den beiden ziemlich gut zu gefallen, was sie da sahen….
    Das erste war ein Leberwurstbaum, der erst beglaubigt wurde, als Paul, unser Fahrer, erklärte, wie die Einheimischen aus den Früchten Bier brauen.
    Einem Leoparden kamen wir auf die Fährte, aber eben nur darauf. Man kann schließlich nicht jeden Tag im Lotto gewinnen. Bei den Mziwa Springs, die Quellen die Mombasa mit Wasser speisen, ging das Anglerherz auf, als Holger blaue barbenartige Fische ausmachte und sogar unter Wasser beobachten konnte. Ja ja, gibts nicht nur im Zoo solche Bunker! Wie man die Rückstände von den Hippos, Krokodilen und dem Waran rausmacht, bevor es in die Leitung gespeist wird, darum kümmert sich hoffentlich jemand anders.
    Dann ging es in größter Hitze zum Highlight, dem Teufelsstrom von Lava. Wie in alten Märchen spricht man hier vom Scheitan… und als wir Holger so über die schwarzen Brocken klettern sahen, kam uns die Idee zum Titel des Tages. Wie überall auf der Welt, wollen Menschen die fruchtbaren Gegenden um Vulkane besiedeln und beackern, denn was dort wächst, gedeiht prächtig. Am Kilimandscharo war das gut zu beobachten, hier im Nationalpark genügt die Natur sich selbst.
    So Ihr Lieben, gleich fängt bei Euch der Tatort an, und bevor ich Euch vorbereite, dass es den heutigen Tag in zwei Teilen gibt, noch der Hinweis auf den Kracher am Nachmittag. Eine Büffelherde wälzte sich gen Wasserloch. Eine Herde …. Zweihundert gezählt, hochgerechnet auf vierhundert. Jung und alt, groß und klein, alle durstig. Holger hatte einen Flash . Das wird sicher schon im Clip zu sehen sein.
    Jetzt ist aber schon knackig spät für Safari-Hippos und weil wir morgen vom Frühstück bis zur Teatime Pause machen, geht es an dieser Stelle nach dem Frühstück munter weiter.
    Fetzt ja nicht, wenn es Stress macht, denn ich hab noch ne Menge zu tippen, doch irgendwann müssen auch kleine Hippos pennen.
    Außerdem muss ich erst mal das Schädelknacken vom Kroko verarbeiten.
    Also bis morgen Ihr WissenschaftlerInnen,
    Eure Charotte
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