• Sokrates und die Wizzleblower

    28. September 2023 in Kenia ⋅ ⛅ 23 °C

    Hallo Ihr Darwinisten und solche, die keinn Bock auf Bio hatten,
    hier ist Eure Charlotte!
    Wusstet Ihr, dass die Schimpansen in 98,6% ihrer DNA mit dem Homo sapiens, also den meisten von uns, übereinstimmen? Kein Wunder, dass die Wissenschaftler vom Max Planck Institut den 25 geretteten und fünf Frischlingen Namen gegeben haben, die unseren Ohren schmeicheln. Max, is klar, aber auch Edward, Victoria, Jane und Julia. Romeo auch, aber der Hit war…… Sokrates. Ein Affe eben. Jane Godall hat hier ganze Arbeit geleistet, denn die Tiere wurden von Typen konfisziert, die diese Exemplare als Kuscheltiere hielten, so lange sie kuschelig waren und dann entsorgten ( kommt bekannt vor? Wenigstens sind Hippos zu groß fürs heimische Wohnzimmer). Außerdem als Attraktion in Käfigen ausstellten, nicht größer als ein Hasenstall. So was gehört selbst an die Leine genommen und in den Käfig gesperrt. Apropos Käfig, wir hatten auch einen, als Rettungsbox für den Notfall. Allerdings ist uns beim Besuch des Schimpansen Sanctuary keiner der - sorry - gestörten Affen - um den Hals gefallen, so dass es bei einem Schnappschuss bleiben konnte. Die Pampe an den Schuhen nach dem Sturzregen gestern fühlte sich an wie Mafia - Betonschuhe. Kleister, der nicht abgehen wollte. Sogar die Elen Antilopen stiefelten mit den Klumpen übers Feld. Und wir…. schleppten es ins frischgeputzte Auto. Hakuna matata, heut Nacht wird wieder gewienert. Da kann man profitieren, dass der Veranstalter vor Ort „ very british „ ist, was bei der Sauberkeit und correctness in Kombination mit unserem deutschen Reisebüro an charmante Perfektion gereicht. Grad, dass Paul keine Krawatte trägt 😂😂😂
    Weil wir grad beim Reisebüro sind…. Da hat die Frau Svenja, die unsere Abenteuer plant, was gebucht, was wir erst schräg anschauten und dann volle Kanne cool fanden. Wer darf schon offroad fahren in Kenya‘s Parks? Filmcrews und Wissenschaftler. Na ja, mit dem Kieling haben die bestimmt schlechte Erfahrungen gemacht, darum bekommen wir keinen Freifahrtsschein. Aber mit zwei Rangern und einer Antenne ( so wie wir Sachsen sie früher unterm Dach hatten….) machten wir uns auf die Radio - Spur einer Löwin mit Funkhalsband. Über Stock und Stein und keinesfalls normal auffindbar, entdeckten wir dann eine Ansammlung der Miezen. Siehe Fotoproof.
    Dann kam Patrick. Der bewachte die Hippos , was natürlich der wichtigste Job im Park ist !!! Nur drei wollten sich zeigen, aber wir haben noch ein paar Tage, fürs Erste war es schon mal ok, mit meinen Verwandten.
    Ach ja, was hat es mit den Wizzleblowern auf sich?
    Die seltenen Netzgiraffen und die Spitzmaulnashörner fliegen regelrecht drauf!
    Das Lieblingsfutter der Pelzzungen sind die „whistling Thorn Büsche“, also Akazien mit Bullerkügelchen. Gemacht von Ameisen, die als Dank für süßen Pflanzensaft Murmeln an die Zweige anbacken, die nach Aufbrechen Musike machen durch die Luftlöcher.
    Und bei dem Wind untertags wäre ganz schön Musike in der Luft. Ohne Rainer Süß…
    So viel gesehen und erlebt heute, die Menschen sind regelrecht froh, dass der Pool kälter als die Ostsee ist und man kein schlechtes Gewissen haben muss, wenn die Badehose trocken bleibt. Ich hab mein Mäntelchen heute auch nicht ausgezogen, nur kurz ausgestaubt. Es geht bald in die Koje, damit ich nach dem Packen in aller Früh dann Richtung Nord / Nordost aufbrechen kann. Deshalb geh ich jetzt ein paar Salatblätter futtern und soll Euch von den Menschen grüßen ! Denen gehts gut und sie genießen den Trip. Logisch, bei dieser tierischen Begleitung.
    Also, Kwaheri badai
    Eure Charlotte
    Weiterlesen