Asphalt Cowboys
September 22, 2025 in Kenya ⋅ ☀️ 13 °C
Guten Morgen liebe Montagsmaler und all jene, die nicht (mehr) arbeiten müssen! Ich bin’s , Eure Charlotte! Seit kurz nach Sieben haben wir dem Talek River und damit der Masai Mara endgültig die Kofferklappe zugekehrt und machen uns auf in Richtung Norden. Die Ballons grüßten noch einmal zum Abschied und eine Rasselbande Mangusten sauste über den Rasen der Frühstücksterrasse. Der Barkeeper entlockte der “guten” Maschine sogar etwas, was man Kaffee nennen konnte.
Rege sich noch Einer auf über die Straßen zu Hause 😳 hier bist Du froh, dass Du am Ziel die Wirbel noch alle übereinander hast. Viele Safariautos holpern über Schotterpisten und so marode Asphaltstraßen, dass man wieder zurück auf die Schotterpiste will. Der Vorteil einer Kolonne ist, man weiß, wann man die Muskeln für eine weitere Sprungschanzenfahrt anspannen muss, wenn man auf den Vorderen achtet. Clever, was?
So eine Fahrt ist nie langweilig. Während man in den vorbeirasenden Landcruisern die Leute pennen sieht, stöbern wir in den Naturbüchern, beobachten die Kuh-und Ziegenhirten entlang des Weges oder wundern uns über so manches Dachgepäck, welches höher ist als das Gefährt darunter. Vorbei an Akazien und anderen Dornenbüschen, durch kleine Dörfer, in denen die Kids in ordentlicher Uniform wieder die Schule besuchen und über Brücken, bei denen man hofft, sie mögen uns bitte bitte noch aushalten. Farben wechseln zwischen Sandbraun und staubigem Grün. Ein rosa Schweinchen quert die Straße exakt am Zebrastreifen und die Händler breiten ihre Auslagen aus. Ein ganz normaler kenianischer Montag auf der Straße nach Narok. Weiter gibt es nun immer mehr Euphorbias, die giftigen Wollmilchbäume, welche ganz manierlich und “africa- like” ausschauen. Wir führen unser Höhentraining fort, denn es bleibt seit vier Tagen bei 1700-1800 Metern ü.N.. Bunte Werbetafeln wechseln sich mit Wegweisern ab, die kreuz und quer durch die Gegend zeigen. Hinter Naruk schrauben wir uns auf 2900 Meter hoch und japsen nach Luft. Is ‘n Scherz, passt aber 😆 Das sind im Vergleich die Gipfel des Olymp. Inzwischen tragen die Ziegenhirten Pudelmützen und Steppjacken. Es wird immer grüner und am Rand der Straße trocknen Maiskörner auf elend langen Folien, um bald zu goldgelbem Mehl verarbeitet zu werden. Weizenfelder dehnen sich auf den lang gezogenen Bergrücken des ostafrikanischen Grabenbruchs. Und wenn man oben angekommen ist, gehts drüben wieder runter. Pferd jammert wegen des Druckaussgleiches. Der Blick auf den Lake Nakuru hinter dem Bergmassiv lässt ihn respektvoll schlucken und peng ist der Druck wieder weg.
So schlängelten wir uns dem Ziel entgegen, nicht um zuletzt noch mal fein mit dem zweieinhalb Tonnen Gefährt den Schlamm umzuwälzen, fein mit dem Hinterteil die Kühlerhaube überholt und dann hatten wir es auch schon geschafft ins Mbweha Camp. Man erwartete uns als einzige Gäste des Camps mit mehr Hofstaat als ein Grosswesir zu zählen pflegt. Der Mindestlohn scheint hier ein anderes Level zu haben, sonst wären die hier längst bankrott…. Na dann mal los wir Helden!!Read more



















Traveler
😄😄😄
Traveler
Oha, ist nicht unbedingt gut für den Rücken, Bandscheiben u.a.🙄
Traveler🤣🤣🤣