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Pembetatu

Triangel - eine Exkursion ins Herz der Masai Mara Leggi altro
  • Inizio del viaggio
    16 settembre 2025

    EINE REISE, DIE WIRD LUSTIG

    14 settembre 2025, Germania ⋅ ⛅ 18 °C

    Hallo Ihr da vorm Display, hier bin ich wieder, Eure Charlotte! Ich muss mich ja langsam eingrooven für die große Reise ins Mara - Triangel. Die Packerei war ja gleich mal nervenaufreibend. Obwohl die Menschen schon kein gutes Nervenkostüm haben, weil sie seit der Karibikkreuzfahrt keine Pause mehr hatten, haben sie sich dann doch noch das eine oder andere Bein gestellt. Mannomann, kommt bloß runter Ihr beiden. Es reicht schon, wenn Pferd die Brillen und sich selber dann im Bücherregal versteckt! Der Rucksack war spurlos verschwunden. Na ja, von der Oma hat Kerstin ja auch was über Matrjoschkas gelernt. Hätte sie mal in alle Koffer innen rein geschaut… Aber wem sag ich das. Jetzt ist alles da und verpackt, obwohl wir erst am Dienstagabend starten. Warum, verrate ich Euch später. Morgen gehen die Menschen erst mal noch arbeiten, da kann ich mit Pferd noch etwas im Vogelbuch stöbern und dann melde ich mich am Mittwoch aus dem Flieger. Ach ja, gewogen werden Pferd und ich auch noch. Dürfen nicht mehr als 15 kg jeder wiegen. Ha, werdet Ihr lachen, aber mit allem drum und dran! Also musste ich schon zwei Sonnenbrillen wieder auspacken und Pferd hat das leichte Zaumzeug dabei. Also Ihr Reisebegleiter und -unterstützer, bleibt gesund und neugierig! Bis später!Leggi altro

  • Paper gate

    16 settembre 2025, Germania ⋅ 🌧 17 °C

    Hallo nach da draußen! Es wird ja höchste Eisenbahn, hier wegzukommen. Da draußen bläst ein Wind, als müssten Dünen verlegt werden. Die Warnow schäumt, als würde das Wasser gleich kochen und hier drinnen ist das Auge des Sturmes. Absolute (Mittags-)Ruhe. Alles fertig zum Start an diesem Papierdienstag. Jaha, so nennt man den ersten Hochzeitstag, habs im Lexikon nachgeschlagen. Gemächlich geht’s dann nach Hamburg, wo das Fest-Essen wartet und dann werden wir vier dem Reisestart entgegen schlummern. Sollte Nix mehr passieren, Paul, unser Fahrer, hat sich auf den Weg in die Mara gemacht, um uns dort aufzugabeln. Die zwei x 15 kg werden wohl ziemlich genau erreicht und dann wirds wohl auch schon losgehen. Mal sehen, ob es bei Helmut, dem Schmidti, was zu sehen gibt. (Ich meine den Flughafen) Dann zeig ich’s Euch heut noch. Also denn: ab geht die Luzi 🤞
    Vielleicht hat auch einer das mit der Papierhochzeit nicht so richtig interpretiert… so what.. wir haben bissl dekoriert, während ich Kerstin diktiere. Mit meinen Hippopfötchen komm ich nicht so gut auf die Tasten, also brauch ich einen Dienstleister…. Svenja vom Reisebüro hat auch noch mal angerufen… was für ein Betrieb wegen der Sonderwünsche unserer Menschen …alter Schwede… das Abendessen war himmlisch fleischig lecker und nun geht es Richtung Nachtruhe. Papier, Lendchen, Gepäck, ich bin schon ganz durcheinander. Morgen früh gehts auf die Piste. Nicht was Ihr denkt. Die STARTpiste. Und dann… abheben. Gute Nacht Ihr Papierhochzeitsgratulanten, Eure Charlotte
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  • In Hamburg sagt man Tschüß

    17 settembre 2025, Germania ⋅ ☁️ 12 °C

    …und das ist gut so. Das ging gleich schon gestern los, als in unserem Zimmer schon einer hockte.🙈🙈🙈Altaaaaa… der guckte genau so bedröppelt wie wir. Aber wir waren der Hase und nicht der Igel und so drohte uns eine weitere Stunde anstehen am Check in. Was auch immer der einsame junge Mann da machte, er tat uns leid. Beim zweiten Besuch nicht mehr. Das tolle Dinner ließ des nächtens nicht darüber hinwegtäuschen, dass es am Flughafen entweder laut durch die Düsen der Flugzeuge oder das Gebläse der Lüftung ist. Kannste wählen. Nicht wählen kannste, wenn das Queensize Bett nur eine Decke hat… drei gegen einen… Holger nahm mit dem Badetuch vorlieb. Kann also nur noch besser werden. Jetzt erst mal Frühstück und dann hat die Welt ne Chance, auch den Gremlins zu gefallen. Haut rein!Leggi altro

  • Nairobi calling

    17 settembre 2025, Germania ⋅ ☁️ 15 °C

    Hallo Ihr Erst- und Viel- und Nichtflieger, das wird ein heißer Ritt. Paul hat uns grad abgesagt, weil irgendwas in seiner Familie passiert ist. Bedauerlich. Wenn es jener John ist, der mit uns auch schon unterwegs war, dann kennen wir unseren Guide wenigstens schon. Ansonsten mal ein neuer Kollege. Wir werden sehen - im wahrsten Sinn. Ein Glück, dass die Klamotten vom Flug im Hotelkoffer bleiben. Gestern hat Kerstin die gelbe Strickjacke in der Autotür durch den Regen gefahren, heute Hosen und Shirt irgendwo rot an-/abgefärbt. Irgendwas is immer mit dieser schusseligen Frau…🙈🙈🙈🤓aber jetzt erst mal …. ATTACKE A330-300… wir melden uns am Abend.
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    .Hoppla und herzlich gegrüßt aus Nairobi ! Iss ja immer wieder trotz der vielen Reiserei aufregend. Wenn dann die Uschi‘s vom Flughafen a die dreihundert Passagiere wie Idioten durch die Gegend scheuchen..wirds irritierend. Da sind aber auch ein paar Besen mitgeflogen. Für uns ging das Ganze relativ relaxt vonstatten und die Zeit ziemlich schnell vorbei. Dann die Uhren eine Stunde vorgedreht und schon senkte sich der Flieger sanft auf die Landebahn der Fünf Millionen Einwohner zählenden Metropole. Und dannnnnn gabs nen neuen Rekord. Mit dem Bus direkt vor die Einreisekontrolle und Holger auf der Pole position! Die Koffer rutschten schon übers Band und Levella machte vor Freude fast nen Purzelbaum. Also kurzum, eine Stunde nach der Landung waren wir im Hotel. IRRE. Unsere Menschen hängen schon in der Bar und Pferd und ich passen auf die Geschenke auf. Neue Kopfbedeckungen, neues Layout der Agentur mit schicken Farben und draussen verbrennt einer Autoreifen. Also denn…Guts Nächtle fürs Erste, Eure Charlotte!
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  • Mara wir kommen

    18 settembre 2025, Kenia ⋅ ☁️ 17 °C

    So Ihr Lieben, ihr glaubt nicht, was uns heute alles so widerfahren ist… wir liegen mit Wärmflaschen im Bett und nutzen tansanisches Netz , um ein Lebenszeichen abzusetzen… wir sind so beeindruckt von diesem Tag, dass uns Worte und Netz fehlen… bleibt gespannt, was wir morgen zu berichten haben….IRRE IRRE IRRE…..Leggi altro

  • ATEMLOS I

    18 settembre 2025, Kenia ⋅ ⛅ 24 °C

    …durch den Tag…
    Hallo Ihr Migrations - Spezialisten, hier bin ich, Eure Charlotte. Die Fliegerei, na ja, so bei Lufthansa ist das schon ein bissl anders… Oben geblieben ist ja auch noch keiner und mit meinem Plüschpelzchen wäre ich eh weicher gefallen als die zehn anderen Passagiere. Oder waren es nur sechs ? Pferd hatte ja beschrieben, wie wir loskamen und dann kam (k)eine Überraschung, denn John hat direkt nach MIR gefragt! Ätsch. Die Menschen konnte er ja sehen, ich kam aus dem Rucksack gekrabbelt. Dann hab ich ihm noch Pferd vorgestellt und dann ging es direkt los. Logo, wenn man mitten im Nationalpark landet . Büffel standen Spalier am airstrip. So heißen die plattgewalzten Trampelfluglandeflächen, welche man manchmal nur durch den Windsack ausmachen kann. Die Kiebitze regten sich mächtig auf am Wegrand und der Nationalvogel, die Gabelracke, nahm die Parade ab. Geier besetzten fast jeden freien Baumwipfel und Holger verfiel ins dozieren beim Gelbkehlgroßsporn. Mannometer… ein Glück hatte Paul, der leider verhindert ist, John den Tip gegeben, das extra große Vogelbuch mitzunehmen. Hat er gemacht. Schwein gehabt. Ach ja, die Kenia - Express - Flitzer (umgangssprachlich auch Warzenschwein genannt) scheuchten ihre kleinen Ferkelchen über den Weg, weil sie wohl Angst hatten, dass wir sie zum BBQ mitnehmen wollten. Ein Gleitaar kreuzte unsere Route und der frische Wind plusterte einem Schopfadler die Perücke auf. Und wie aus dem Nichts passierte es. Ganz schnell. Ganz unerwartet. Ganz groß. Die großen Herden der Migration säumten den Weg und aus der Vogelperspektive muss das wie ein breitgeschossener Ameisenhaufen ausgesehen haben. -zigtausende der muhenden und brummelnden Weißbartgnus rannten, schritten, hüpften, standen und lagen um uns herum. Zebras, zu Hundertschaften verbandelt, mischten sich unter die Antilopen und ließen sich treiben von einer unsichtbaren Kraft, die ihnen Jahr für Jahr den rechten Weg zeigte. (Siehe Lehrtafel im Anhang)

    Die Natur hatte sich so auf unsere Ankunft gefreut, dass es am Vortag sehr stark geregnet hatte. Alles wirkte wie frisch abgespült und entstaubt. Wasserlöcher waren frisch aufgefüllt und kleine Tümpel luden allerlei Federtier zum Flanieren ein. Hammerköppe, Heilige Ibisse und Reiher klatschten ihre Flügel ab. Eine Schwarzbauchtrappe lugte hinter einem Termitenhügel hervor und Frankoline rannten den Wollhalsstörchen um die Staksbeine herum. Eine Federtierparty allererster Güte. Doch die Worte können nicht beschreiben, was der Anblick der Gnuherden auf den weiten Ebenen mit uns machte. Aus dem Fernsehen kennt man das vielleicht schon, aber es ist mehr als Bild und Ton mit Kuhgestank. Gemüffelt hat es übrigens nicht, weil der Regen hier eine echte Geruchsleistung abgeliefert hatte. John wies auf eine hohe Abbruchkante und meinte, dass wir dort hoch müssten, um unser Haupt zu betten. Hauahaua. Am Fuß des Hanges musste der Jeep stehenbleiben, weil er die Neigung nicht geschafft hätte. Wir wurden geshuttelt (und geschüttelt auch…) und das Vehikel schraubte sich 1800 Meter ü.N. nach oben. Was es von da zu sehen gab, raubte uns den Atem. Unendliche Weite, Wolken warfen Schatten auf Herden wilder Tiere, Schwalben zischten um unsere Ohren und der Barkeeper hatte Tusker kaltgestellt. Dieser Blick brennt sich in den Kopf ein, der nur noch dadurch tiefergedrückt wurde, dass man von der Terrasse des Zeltes noch näher dran war an allem. Allein. Geflasht. Ohne W-lan …Eine Behausung mit Platz für viel mehr als nur uns, inmitten von Sträuchern, Bäumen, sonnenwarmem Blumenduft und einer Kakophonie von Tierlauten, die das Herz höher schlugen ließen. Erschöpft von den vielen Eindrücken bogen wir um die Kurve zum Eingang des Zeltes und dann DAS: (siehe nächstes Kapitel)
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  • Atemlos II

    18 settembre 2025, Kenia ⋅ ⛅ 27 °C

    Durch die Nacht …ohne Helene, aber dafür mit Clement, Joseph und und und…na ja, wird schon nen Grund geben, warum ich nicht berichten konnte. Keine Bange, es gibt ne tolle Erklärung. Bis später!

    Macht Euch doch mal keinen Kopp daheim, moinzen hier von Charlotte! Wir waren etwas überfordert mit dem Verlauf gestern. Alter Schwede , die Menschen haben bald nichts mehr auf die Reihe gekriegt! Wollten sich frisch machen und zum Essen wieder ein paar Höhenmeter gut machen, derweil hatten sich unbekannte Heinzelmännchen auf der Terrasse nützlich (?) gemacht und Mobiliar angeschafft, Schüsseln, Töpfe und Pfannen in Stellung gebracht, Flaschen mit diversen Inhalten aufgereiht und eine Gasflasche samt Kocher aufgebaut. Hä? Dann kam der Chefkoch schmunzelnd um die Ecke und uns zum Abendessen auf der eigenen Terrasse eingeladen. Da hat sich unser Reisebüro in Bad Elster aber was cooles ausgedacht…. Privates Dinner mit gesponsertem Rotwein, alle hatten dichtgehalten. Während ich schon mal die Location abcheckte und Pferd sich auf einen Austausch mit dem Askari einließ (das sind die Aufpasser, wenn der Affe zum Angriff rüstet…) spülten sich die Menschen die Freudentränen vom Körper und hasteten fahrig vor den Zelteingang. Ok, pole pole sagt man hierzulande. Also runterkommen und einfach mitmachen. Schwierig, wenn Kerstin neuerdings nur rumpickert. Aber sie hat sich tapfer den Koriander- Tomatensalat (NICHT andersrum) von Holger für die Höflichkeitspunkte einverleibt und Holger im Gegenzug das Schweinsrippchen. Bei den gebrutzelten Rinderfiletstreifen waren sich beide über die Vorzüglichkeit einig und das Dessert haben die Jungs (Gottseidank) vergessen zu servieren. Der Wein floss gut und mit einem Swaheli-Englisch Gemisch auch die Kommunikation . Irgendwann wurde dem Chefkoch die Adresse zugesteckt, wo er sich in Mombasa für einen AIDA Job bewerben kann und irgendwann, nachdem die guten Geister vom Hof geritten waren, kamen die Menschen zur Ruhe. Ohne W-Lan. Hier noch in die Lobby zu sprinten um die Besorgnis der Leserschaft zu mildern fanden die beiden Safarigänger als übertrieben und sanken erschöpft in die Kissen, die von den bereits erwähnten Wärmflaschen auf Betriebstemperatur gehalten wurden. So, jetzt ist es raus.

    „Das Leben besteht nicht aus den Momenten, in denen wir atmen, sondern aus denen, die uns den Atem rauben.“
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  • Dhoruba, Joto na Kuruka

    19 settembre 2025, Kenia ⋅ ☁️ 16 °C

    Sturm, Hitze und Fliegen… so die Überschrift, die unseren Tag beschreibt. Jambo Ihr Vielflieger und Fliegenklatschenbesitzer, hier ist wieder Charlotte.
    Menno, kurze Nacht nach der Session gestern…Sechse ging der Wecker hoch, das Frühstücksei wollte noch nicht so recht rutschen und der Kaffee aus der Stempelkanne war sogar Holger zu dünn. Und DAS will was heißen…. Der Blick ins Tal entschädigt für ALLES was an so einem Tag passieren kann. Mehr als zehn Heißluftballons stiegen am Horizont in den Himmel. Allerdings hatte es bereits die Nacht in sich. Ein deftiger Sturm fegte über die Hänge und schüttelte das Zeltdach samt der obenauf sitzenden Affen. Da ja alles ganz gut durchlässig ist, waren wir gut belüftet nach dem Zähneputzen und fröstelten durchaus. Ich hatte mein Pelzchen, Pferd die Massaidecke und die Menschen aktivierten das Zwiebelprinzip für den Start in den Safaritag. Wieder den Hang runter, wobei man sich an eine wilde Fahrt mit der Achterbahn erinnerte, so wie wir gegen die Vordersitze gedrückt wurden. Am Hang grasten die Elefanten, nah unter unserer Zeltbehausung. Geier starteten ihren Patrouillienflug über die endlose Ebene. Unten angekommen, das Frühstück war glücklicherweise dringeblieben, kletterten wir in das neue Fahrzeug von Abercrombie & Kent und schlenzten Richtung Marafluss. Für die 30km brauchten wir dann doch drei, vier Stunden. Bei den hunderten Starts und Stops muss so ein Anlasser ganz schön was aushalten. Da hat der Japaner mal ordentlich geliefert! Vor allem an den Wasserflächen ließen wir uns Zeit, die Fauna zu beobachten. Zwischen lila strahlenden Wasser - Lillies trippelten Blatthühnchen wie Jesus übers Wasser, Mohrenrallen ließen ihr Gackern in den Himmel steigen und ein Habichtadler beobachtete das Ganze von einer schmächtigen Akazie herab. Holger hatte nach dem gestrigen lustigen Abend noch einen Schalk im Nacken und forderte (verbotenerweise) per Bluetooth-Lautsprecher eine Hyäne heraus. Dass dem Ruf gleich mehrere aus der Versenkung folgten, war eine Überraschung. Ein Wackelohr entdeckt, zehn tauchten auf. So viel zum Thema: “eine” Hyäne…
    Ein einsames Gnu unter Elefanten und Zebras suchte Anschluss mit wehem Rufen, der kleine Dumbo wollte uns Angst einjagen und die Giraffenkids waren brav alle in ihrer Kindergartengruppe unterwegs. Mamas gehen fressen (oder paaren sich ungesehen von den Kleinen) und die Krümel werden zentral beaufsichtigt.
    Die Mittagssonne stieg hoch und während die Hippos am Mara-Knie im kühlen Nass grunzten, suche ich mir ein schattiges Plätzchen unter einem Feigenbaum. Streitig gemacht wurde uns der Schatten von einem Neuzeitphänomen. Der Guide hatte sein’ Wagen vollgeladen, voll mit Jungen Asia-Damen… Altaaaaa… Pferd wurde ganz duselig vom Hingucken. Sechs Madamsen in Gucci, Dolce, Prada. Vor allem die hohen Reitstiefel fanden wir passend für so einen Trip, gleich nach dem rückenfreien Teil der Pickeligen. Die hatten die Weibsen bestimmt nur mitgenommen als hässliches Quotenentlein…. Früher die Russenweiber, heute junge Japanerinnen, die auf ihrem Wohnort in Korea bestanden. Klar. In Ländern, wo zwei Stunden für das Morgen make up normal sind, fühlen die sich wohl. Egal. Ich habe gemodelt und ein wenig Werbung fürs Reisebüro gemacht. John hat gleich mal den Putzlappen unten am Auto hängen lassen…. Die Fliegen, jaaaa, durch die Wärme auferstanden und den erregenden Geruch der großen Herden aufgestachelt, machen sie sich überall breit , wo es ihnen gefiel. Auf meiner Nase, Pferds Schwänzchen, den Krokodilen am Mara-Ufer, meinen Hippoverwandten im Brackwasser und auch den Geparden, denen wir auf die Spur gekommen waren.
    Da wir über Tag auf Achse waren und John ja auch nicht endlos arbeiten kann, kehrten wir am späten Nachmittag zurück. Die Ausruhzeit ging fürs Schreiben und Downloaden drauf, so dass die Menschen gut beschäftigt waren bis zum Dinner. Lecker Kenia - Buffett mit Ugali (Maisbrei wie Polenta), gehäckseltem Gemüse (wie Grünkohl) und ordentlichem Hühnchen. Der Bringer war ein toller Moscow Mule vom Barkeeper mit frischem Ingwer - Kerstin hat ihn dafür gefeiert. Und dann ging es auch schon gen Zelt Nummer 4 mit dem tollen Ausblick. Mara Engai - ein unvergesslicher Aufenthalt neigt sich dem Ende.
    Lala Salama,
    Eure Charlotte
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  • Samstag geht es in den Club…

    20 settembre 2025, Kenia ⋅ ⛅ 21 °C

    Hallo Ihr Stubenhocker und Clubgänger, hier bin ich wieder . Eure Charlotte!
    Der Sturm zottelte wieder am Zeltdach, als wir vier am Aufwachen waren. Wenn man von einem zum anderen Camp wechselt heisst dass meistens „Ausschlafen“. Also verhältnismäßig. Also bis 06 Uhr 30. Luxus pur am Wochenende!
    Wir nahmen sehnsüchtig Abschied vom Terrassenblick, schärften der Belegschaft ein, nicht zu vergessen, an welch‘ tollem Ort sie arbeiten und bewegten uns zu unserem Mobil. Ihr glaubt es nicht!? Deutsch - Östereichische Wertarbeit :PINZGAUER 712, Bj ‚73, direkt den österreichischen Gebirgsbrigaden abgeknöpft. Europäische Militärtechnik goes Africa. Wir fühlten uns sicher aufgehoben auf unserer „Downhill- Abfahrt“ mit dem „Klettermax“, wie Kerstin die Karre kurz taufte, wie Ihr dem Video entnehmen könnt. Da kam noch keinerlei Clubgefühl, doch es sollte nicht lang dauern. Obwooohl…Kerstin fand ihrerseits Opfer in eben diesem Vehikel, zwei junge Engländer und Africa-Erstfahrer. Die mussten sich ganz schön was anhören… Fragt sich, ob es pädagogisch und tourismusplanerisch klug ist, die Leute gleich am Anfang ihrer Touristenkarriere an den schönsten (Safari-) Platz der Welt zuschicken. Das hat Kerstin ja nicht mal mit Holger gemacht! Was soll denn da noch kommen, wenn gleich am Anfang das Füllhorn alles preisgibt? Nicht unser Bier. Bier-bringt uns der Clubnacht direkt näher. Wusstet Ihr, dass man in Kenia das Oktoberfest auch kennt? John erzählt uns, dass man in Restaurants mit Garten auch so etwas feiert. Na ja, wenn man das schon in Rostock macht, warum nicht in Nairobi? Wenn wir einen Afrikaner sehen, der uns in Lederhosen begegnet, machen wir direkt ein Selfie. Versprochen!
    Wir verließen das Mara - Triangel (namensgebenden Titel unserer Reise. Swaheli für DREIECK. So , Geheimnis von Pembetatu gelüftet) und bewegten uns Richtung Norden. Die grossen Flächen der Mara boten sich uns dar mit grünen Flächen, Akazien a den Flussniederungen und ab und an auch einer Euphobia. Der Schwiegermutterbaum mit der giftigen Milch…
    Ein Oribi, Miniantilope, stand Spalier und während einer vegetarischen Zone analysierte Holger mit John via Aufnahmen und App-Verzeichnissen die Vogelgeräusche seit gestern Abend. Wer kennt schon den Tropical Booboo oder hat Hartlaub‘s Turaco schon mal gesehen? WIR!

    Vielleicht denkt Ihr, Charlotte hat Sauerstoffmangel bei der Findung der Kapitelnamen, aber Ihr werdet schon sehen!! Als erstes begegneten wir einer Ansammlung alter Büffelbullen. Wenn die sich von ihren Herden absondern, nennt man sie „Old Boy‘s Club“. Wenig später, an weiten, gelbgefärbten Gräserflächen vorbei, sortierten sich Schwarzfersenantilopen ins Bild. Kennt kein Hippo. Aber Impala ist allen geläufig. Es gibt die Herden mit großer Zahl Weibchen und einem Chef ABER auch die unbeachteten jungen Kerle. Die schließen sich zusammen, um die Zeit zu überdauern, bis sie auch mal ran dürfen. Und DIE nennt der Kenner „Bachelor Club“. Kein Joke. Und dann kam mir eben die Idee und gleichzeitig die Suche auf mehr Sachen, die ins Club - Bild passen. Leider Leider hab ich einen Club verzeichnen müssen, der mir so gar nicht gefiel: ein Automobilclub sondergleichen. Es gibt ja die Regel in der Mara, nicht mehr als fünf Autos an einem Spot. Aber wenn wir hier schon sauberen Journalismus praktizieren, gehört die ganze Wahrheit auf den Tisch. Grad auch am Wochenende kommen Besucher aus den Städten Kenias zu den Touristen hinzu. Das ist nicht immer schön und zwei mal sind wir auch aus der Szene geflüchtet. egal um welchen Preis (etwas nicht gesehen zu haben…)
    Nach dem Autoclub ging es zu unserem nächsten Camp. Ein kleines Domizil am Talek River, die Selbstbeschreibung als Boutique Hotel ist nicht übertrieben. Ich bestellte mir ein Club Sandwich. Hihi. Nee, passt nur gut zum Text.

    Endlich mal Luft holen, den ersten Wäschebeutel für die Waschfrauen packen und hoffen, dass unsere Klamotten nicht neben den Arbeiterhosen am Flusslauf geschrubbt und in den Akazien getrocknet werden…. Der Trip am Nachmittag startete in großer Hitze. Heftiger Wind produzierte Wirbelwinde, die gleich kleinen Tornados alles Lose in die Luft wirbelten und peitschend gegen Hauswände und Autokarossen fegten.
    Wir haben verglichen, ob es in Schwaan mehr Maulwurfshügel gibt als hier die aufgehäuften Erdmassen der Termiten. In schlechten Zeiten verliert Africa vielleicht.
    Wir hakten zum vorletzten mal die Hoffnung ab, den Marafluss MIT Gnus zu sehen, Handtaschenlieferanten (Krokodile) gab es allerdings zuhauf. Die warten auf die Rückkehr der Gnuherden geduldig, können schließlich ein Jahr ohne Fressen aushalten. Grund gütiger, haben die es einfach!!

    Ob der Leopard, den wir wegwackeln sahen, in den Club ging, bleibt offen. Könnte aber sein, ist ja permanent Single… und dann, Spoileralarm… der Lions-Club .. as it‘s best. Eine Truppe junger Wilder hing im Busch ab und die vier Boys in Papas Begleitung (die Mutter hatte sich grad genervt unter einen anderen Busch geschlagen) boten einen entspannten Anblick. Anders der Frauenclub der Löwinnen. Sie hatten nach der großen Hitze entschieden, sich langsam auf die Jagd zu begeben. Drei prächtige Lioness‘ Prides hatten sich mit Blick auf kleine niedliche Warzenschweinferkelchen in Position gebracht und mit ihren vier jugendlichen Töchtern, die noch etwas zappelig waren und damit das Wild verscheuchten, den Abend eingeläutet. Was gibt es Besseres als Löwen bei Sonnenuntergang? Maximal ein kühles Clubgetränk am Lagerfeuer. Und genau das wartete auf uns. Angenehmes Dinner , verrückte Tschechinnen, die zu Hakuna Matata ums Feuer tanzten und ein Gin Tonic, wie er sich gehört. Wir sind mit Pferd jetzt schon mal vorgehoppelt, die Menschen chillen trotz dem Barden, der sämtliche Welthits mit Keniatexten versieht und suchen ihr Heil an der Bar. Lange wird die Clubnacht nicht mehr dauern, denn der Wecker schellt 05:30 Uhr. Und das auf‘n Sonntag. Na mal sehen, ab wann Kerstin ihre Sprache wiederfindet. Bleibt mal schön gechillt Ihr Fans der afrikanischen Mitleserwelt und Lala Salama!
    Eure Charlotte
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  • Cat Balloon

    21 settembre 2025, Kenia ⋅ ⛅ 15 °C

    Guten Morgen Ihr Sonntags-(Ballon-) fahrer, hier ist Eure Charlotte!
    Keine Bange, wir sind keine Fans von heißer Luft und sind lieber am Boden geblieben. Aber schön sah es schon aus…. Dann wollen wir mal den Miezen den Puls fühlen… bis später dann🖖

    Es war noch so früh am Morgen, dass nicht mal der Schwarm Mousebirds aufschreckte, als wir an ihm vorüberknatterten. Bis zum Gate des Masai Mara Nationalparks querten wir die Kleinstadt, in der bereits am Straßenrand Brot gebacken und per Eselkarren Wasser ausgefahren wurde. Ein LKW wirbelte Staub auf und das gab uns Anlass, mit John zu teilen, was so alles an einem Sonntag in Deutschland nicht erlaubt ist….Der Pfarrer hatte schon das Gatter zu seinem Kirchengelände geöffnet, doch wer geht vor sieben Uhr zum Gebet? Ins Gebet nehmen müsste man die jungen Männer, die ihren Hirtenpflichten bereits nachgingen. Nicht weil sie in der einen Hand ihren bekannten Stab halten, nein, in der andren haben sie alle ein Mobiltelefon und wenn wir John Glauben schenken, ist TikTok auch in Kenia seuchenartig verbreitet.
    Nicht traurig waren wir, die zwar netten doch aufdringlichen Souvenierhändlerinnen am Parkeingang zu missen.
    Ein Dik Dik schaute scheu aus der Wäsche und suchte irritiert seinen (lebenslangen) Partner. Am ersten Wasserloch, was wohl ständig Wasser führte, hatten die weißen Lilien ihre Köpfchen noch nicht geöffnet und doch lag ein erster Blumenduft in der noch frischen Luft des anbrechenden Tages. Ein Nimmersatt, für Kenner ein Gelbschnabelstorch, suchte bereits seine ersten Opfer unter der Wasseroberfläche. Der Turako ließ sich vom Morgenwind sein Häubchen bürsten, um gleich darauf seinen gellenden Laut auszustoßen, um auch ja alle fünf im Auto wach zu halten. Ich wollte John zwar nicht unter Druck setzen, hab ihm aber erzählt, wie das Kapitel heute heißen soll. Da musste er liefern. Hat er auch…nicht ganz allein. Kurz nach sieben. Na ja, wir waren doch nicht die Ersten im Park und so muss ein Hippomädchen nur die Augen aufmachen, wo mehr als zwei Autos stehen oder die Ohren spitzen, denn am Wochenende sind viele Inder aus Naruk hier und die schnattern wie ein Schwarm Nilgänse. Nervig. Also, wo waren wir stehengeblieben? Ah ja, geliefert. Die ersten beiden Löwinnen, da waren die Reifen noch nicht mal warm. Wir ließen sie und die schnatternden Handyfotografen links liegen. Nur um gleich ein paar wenige Kilometer weiter ein weiteres Geschwisterpaar des Stammes „Lion“ zu passieren, die wahrscheinlich gut vollgefuttert unter einem rotlaubigen Strauch ihre erste Verdauungsrunde abschnarchten. Elstern schwirrten über das Autodach und so langsam waren alle wach. In Äquatornähe ist es ein einfaches Spiel. Sechs Uhr Sonne an, achtzehn Uhr Sonne aus. Knips. Peng. Keine Dämmerung. Dann kam meine Rechenaufgabe. Trgzwmkfaxdnrng - zig tausend Streifen gezählt. Durchrechnen, wie viel Streifen auf ein Zebra daraufpassen (Fragt mal die „Echse“) und dann habt Ihr raus, wie viele Streifenhengste wir gesehen haben. Tausend auf eins kommen schnell zusammen, könnt Ihr glauben. Nicht nur die Gnus wandern, die Streifenponnys auch. Diese Eindrücke bleiben wohl für immer, auch, weil das Braun der Savanne in weiten Strecken von einem zarten Grün abgelöst wurde und es dem friedlichen Anblick (und wenn der Motor aus war auch dem beruhigenden Geräusch) schwer zuträglich war. Postkartenkulisse 360°. Das ist Frieden für die Augen. Kurz gestört von zwei eifersüchtigen Hengsten, die sich mal so echt eins mit dem Huf gegeben haben. Alle Achtung!

    Die Hügel auf und ab, über kantigen roten Schotter in weichen Kurven ließen wir uns von der Sehnsucht treiben und nicht von einer „Ticklist“, wie sie sogar Reiseführer hergeben. Storch: check, Elefant: check, Leopard: check alles abgehakt, heimfahren, hinlegen.
    Wenn man sich entspannt bewegt, bekommt man von der Natur auch etwas zurück. Die Gnus und Zebras mäanderten über die Ebenen im Gänsemarsch. Faszinierend, atemberaubend und auch respekteinflößend. Wie klein man doch ist, so einem Naturschauspiel direkt beiwohnen zu dürfen.
    Ganz ohne Pisten - Rambos ging es dann auch wieder nicht ab. Doch wenn, bedenklicherweise, die Park Ranger dem Treiben kein Ende setzen (und zuschauen), wie Einzelne eben DOCH einen Meter weiter ins Gebüsch vorrücken müssen, um als Erster am Wild zu sein, muss der brave deutsche Soldat zuschauen und die Klappe halten. Wir sind allerdings alle sicher, dass Holger im nächsten Leben Ranger wird. Ob in Africa oder an der Warnow - aber er wirds!
    Mittagessen verständlicherweise eher als sonst, denn wer sein Spiegelei (ungern aber irgendwas muss ja rein) schon sechs Uhr verzehrt, braucht sechs Stunden später Nachschub. Hier haben wir ein neues Phänomen entdeckt… die Marabus sind geeicht auf die Bush - Lunch-Breaks der Touris. Anfangs fühlten wir uns geehrt über den Besuch dieses Vertreters der „Ugly 5“ (das sind die fünf hässlichsten Tiere Africa‘s, wir hatten sie schneller als die „Big five“). Später beobachteten wir an jedem der Bäume, unter deren Schatten sich Safarigäste zum Lunch niederließen, einen oder mehrere Marabus, die sich auf die (essbaren) Hinterlassenschaften freuten. Wir haben ein Experiment erfolgreich abgeschlossen (siehe Videobeweis mit Hühnerknochen)

    Gut gestärkt und den Pistenrambo verabschiedend konnten wir mit nur einem anderen Auto die Sichtung des begehrten Leoparden ins Heft schreiben ( doch ne Tick-List???) . Gestern Schwanz und Hintern, heute eine Breitseite.
    Irgendwie lag auch heute ein besonderer Schalk in der Sonntagsluft. Holger, John und Pferd rissen am Stück Witze, Kerstin und ich schüttelten nur den Kopf. Ist wohl so ne Männersache, der wir nichts abgewinnen konnten…..
    Liebe Sonntagsleser,
    Wir Mädels waren zum dritten und möglicherweise letzten Mal hier im Mara-Triangel. Ohne Erfolg, was die Beobachtung einer crossing betrifft. Doch die Eindrücke des Aufenthaltes sind ein Geschenk und das wird niemals hergegeben. Mara auf Wiedersehen, wir haben uns bei Dir sehr wohl gefühlt!
    Und ganz am Ende, als alles schon vorbei schien, als die Parkgrenze schon in Sichtweite war, gab es das Abschiedsgeschenk. An einer Brücke kam eine Löwin auf uns zu und wählte das Outback Africa Gefährt als Schattenspender. Es blieb uns gar nichts anderes übrig, um für Svenja, Marco und wie die tollen Leute in Bad Elster alle heißen, ein einmaliges Werbefoto zu machen. (Überlassungspreis Verhandlungssache…) Was für ein Goodbye !

    Am Nachmittag verholten wir in unser Kuschelcamp und verzichteten auf die Gratis-Massage zu Gunsten eines Sonnenbades am Pool. Wurden verwöhnt mit Obstspiessen zum kühlen Wein und genossen die wärmenden Sonnenstrahlen, während zu Hause der Herbst Einzug hält.
    Der Abend wird hoffentlich ruhig, sonst nehmen wir dem Gitarristen seine Klampfe weg!
    Morgen geht es Richtung Norden zum Lake Nakuru und wir sind alle gespannt, was uns dort erwartet. Dann genießt mal noch den Tatortabend, bis die GEZ-Kündigung greift und kommt gut in die Woche!
    Eure Charlotte mit Pferd und den beiden Anhängseln!
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  • Asphalt Cowboys

    22 settembre 2025, Kenia ⋅ ☀️ 13 °C

    Guten Morgen liebe Montagsmaler und all jene, die nicht (mehr) arbeiten müssen! Ich bin’s , Eure Charlotte! Seit kurz nach Sieben haben wir dem Talek River und damit der Masai Mara endgültig die Kofferklappe zugekehrt und machen uns auf in Richtung Norden. Die Ballons grüßten noch einmal zum Abschied und eine Rasselbande Mangusten sauste über den Rasen der Frühstücksterrasse. Der Barkeeper entlockte der “guten” Maschine sogar etwas, was man Kaffee nennen konnte.
    Rege sich noch Einer auf über die Straßen zu Hause 😳 hier bist Du froh, dass Du am Ziel die Wirbel noch alle übereinander hast. Viele Safariautos holpern über Schotterpisten und so marode Asphaltstraßen, dass man wieder zurück auf die Schotterpiste will. Der Vorteil einer Kolonne ist, man weiß, wann man die Muskeln für eine weitere Sprungschanzenfahrt anspannen muss, wenn man auf den Vorderen achtet. Clever, was?
    So eine Fahrt ist nie langweilig. Während man in den vorbeirasenden Landcruisern die Leute pennen sieht, stöbern wir in den Naturbüchern, beobachten die Kuh-und Ziegenhirten entlang des Weges oder wundern uns über so manches Dachgepäck, welches höher ist als das Gefährt darunter. Vorbei an Akazien und anderen Dornenbüschen, durch kleine Dörfer, in denen die Kids in ordentlicher Uniform wieder die Schule besuchen und über Brücken, bei denen man hofft, sie mögen uns bitte bitte noch aushalten. Farben wechseln zwischen Sandbraun und staubigem Grün. Ein rosa Schweinchen quert die Straße exakt am Zebrastreifen und die Händler breiten ihre Auslagen aus. Ein ganz normaler kenianischer Montag auf der Straße nach Narok. Weiter gibt es nun immer mehr Euphorbias, die giftigen Wollmilchbäume, welche ganz manierlich und “africa- like” ausschauen. Wir führen unser Höhentraining fort, denn es bleibt seit vier Tagen bei 1700-1800 Metern ü.N.. Bunte Werbetafeln wechseln sich mit Wegweisern ab, die kreuz und quer durch die Gegend zeigen. Hinter Naruk schrauben wir uns auf 2900 Meter hoch und japsen nach Luft. Is ‘n Scherz, passt aber 😆 Das sind im Vergleich die Gipfel des Olymp. Inzwischen tragen die Ziegenhirten Pudelmützen und Steppjacken. Es wird immer grüner und am Rand der Straße trocknen Maiskörner auf elend langen Folien, um bald zu goldgelbem Mehl verarbeitet zu werden. Weizenfelder dehnen sich auf den lang gezogenen Bergrücken des ostafrikanischen Grabenbruchs. Und wenn man oben angekommen ist, gehts drüben wieder runter. Pferd jammert wegen des Druckaussgleiches. Der Blick auf den Lake Nakuru hinter dem Bergmassiv lässt ihn respektvoll schlucken und peng ist der Druck wieder weg.
    So schlängelten wir uns dem Ziel entgegen, nicht um zuletzt noch mal fein mit dem zweieinhalb Tonnen Gefährt den Schlamm umzuwälzen, fein mit dem Hinterteil die Kühlerhaube überholt und dann hatten wir es auch schon geschafft ins Mbweha Camp. Man erwartete uns als einzige Gäste des Camps mit mehr Hofstaat als ein Grosswesir zu zählen pflegt. Der Mindestlohn scheint hier ein anderes Level zu haben, sonst wären die hier längst bankrott…. Na dann mal los wir Helden!!
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  • NNN - Nakuru / Naturwunder / Nashörner

    22 settembre 2025, Kenia ⋅ ⛅ 19 °C

    Hallo liebe Freunde des gepflegten Lagerfeuers, hier ist Charlotte mit der Spätschicht!
    Was für eine Oase, hier auf 1700 Metern in der Höhe. Es zwitschert und tirilliert, knistert und zirpt, dass es sich gewaschen hat. Apropos: nach dem köstlichen Lunch, bei dem wir an selbst angebautem Salat und Avocado vom Wochenmarkt knabberten, gab es ein feines Gewitter. John hat sich kaputt gelacht, weil Kerstins WetterApp was anderes versprochen hatte. Ok. Pech gehabt. Mit dem Start gen Lake Nakuru Nationalpark hörte es auf, zu Donnern und zu Tröpfeln, nur der Schlamm hatte sich inzwischen in Schmierseife verwandelt und John wird am Abend zum ersten mal wirklich Auto putzen müssen… Wasserbock-Mamas grüßten am Tor des Camps und ein Mix von Kühen und Antilopen säumte die Fahrt zum Gate. Aloe Vera Pflanzen, von Menschenhand zur Saftgewinnung aufgereiht gepflanzt, ließen die roten Blüten im frischen Wind schaukeln.
    Grad über den Hügel hinter dem Gate hinweg und ZACK, ein Traumblick auf die Wasserlandschaft und Peng, das erste Nashorn vor der Linse. Ein Spitzmaul in diesem Fall. Bis zum Bauch im Wasser, hörten wir seine Stummelbeinchen bis hoch zum Weg im See schmatzen. Ein wundervoller Anblick, dankbar, das erleben zu dürfen. Die Natur lud eher zu einem Spaziergang ein als zu einer Fahrt im Landrover, aber wir haben die Regeln nicht gemacht. Hohe Fieberakazien bildeten einen dichten Wald und boten ein paar Lichtungen mit Blick auf den Sodasee dar. Sogenannte Candle Bushes hatten zu Holgers Erbauung gelbe Kerzen aufgesteckt und viele kleine weiße Blüten rechts und links der Fahrspur täuschten darüber hinweg, dass es sich um den gemeinen Stechapfel handelte. Hochgiftig das Zeugs und ausreichend vorhanden. Das zweite Rhino, in diesem Fall ein Breitmaulnashorn, graste ungestört von den Safarijeeps - lange nicht so viele , wie in der Mara - neben dem Weg. Gleich in Nachbarschaft eines Affen -Abendbrot - Baums (Charlottes Wortkreation), damit wenigstens einmal Paviane ins Tagebuch Eingang finden. Denn eigentlich sind das … ääääääääähhhhhh Viecher.
    Ein Weisskopfseeadler erinnerte uns daran, dass wir in Wassernähe kurvten und so kam das Ersehnte und Unausweichliche: die Flamingos und die Pelikane. Rechtzeitig, bevor die Sonne ihre letzten Strahlen sendete, gab es unglaubliche Eindrücke von der Waterkant. Die Scherenschnitt - Silhouetten toter Bäume im Wasser bildeten den Rahmen für ein bizarres Schauspiel verschiedener Federtiere. Flamingos stakten und wateten im Takt durch die Uferzone, ihre Jungtiere dagegen bewegten sich unförmig am Rande. Pelikane putzten ihr Gefieder oder schwärmten aus zum Truppenfischen. Eine von der Natur programmierte Inszenierung sondergleichen. Erst paddelt der Schwarm und treibt den Fisch zusammen und dann gehen alle Köpfe gleichzeitig unter Wasser, um die Beute einzusammeln. Cooler Plan!
    Die Euphorbia im Gegenlicht, das Willkommenskonzert der Vögel im Camp, der warme Kerzenschein in unserer Hütte… ein Reigen der Freude und Annehmlichkeiten. Der Chefkoch hat sich auch nicht lumpen lassen und während ich und Pferd frisches Gras futtern, bekommen die Menschen Chicken Wings, Red Snapper und Lamm aus dem obersten Regal. Inzwischen sind dann auch die zwei anderen Pärchen vom Feuerplatz verschwunden, ich diktiere noch den Rest und dann geht es ab in die Koje. Lala Salama Ihr da draussen, Eure Charlotte
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  • Ein’n Rothschild in Ehren…

    23 settembre 2025, Kenia ⋅ ☀️ 14 °C

    Hallo liebe Lang- und Kurz-, Wende- und (nicht) Geizhälse,
    Hier ist Charlotte ohne Halstuch, allerdings dafür mit einem wundervollen Perlenhalsband, falls Ihr das noch nicht gesehen hattet….

    Natürlich geht es nicht um den Roten aus Frankreich. wenn man Importwein aus Europa hier bestellt ist man auf SCHNIPP arm.
    Neee, heute haben es uns die Rothschildgiraffen angetan. Sie sind ganz ganz selten und wurden hier im Park ausgewildert oder eingebürgert. Ganz, aus welchem Winkel man es betrachtet. Wir hatten sie vor zwei Jahren in Nairobi besucht in der Aufzuchtstation und nun schauten wir, wie es denen hier in Freiheit so geht. Doch bereits bevor wir das Frühstück beenden konnten, stellte sich der erste Besucher ein. Eine Elen Antilope hatte sich wohl verlaufen und obwohl ziemlich jung aussehend, waren die Hörner schon ganz beachtlich. Wir erfuhren über das zutrauliche Tier, dass es als Waise hier mit der Flasche aufgezogen wurde. Ob den Jungs hier klar ist, dass diese Wesen bis zu einer Tonne schwer werden können? Ganz schöne Verdrängung, wenn die in den Pool springt. Hm.
    Vom Hof gerollt und Richtung Gate gerutscht für den letzten Game Drive dieser Reise, war die morgendliche Ruhe ein Geschenk. Der noch kühle Wind lässt die Adler auf ihren Baumspitzen weiter Aufsicht führen, noch nicht viel los mit Aufwinden. Das Gras war noch etwas feucht von der Nacht und doch hatten die Perlhühner schon alle Schnäbel voll zu tun mit Gefiederpflege. Einige Pärchen Kronenkraniche schwang sich über unseren Köpfen hinweg und ein Schakal war auf der Suche nach einem annehmbaren Frühstück. Die morgendliche Putzroutine inklusive Peeling und Massage bei den Zebras sah etwas zum Kichern aus. Aber sie wussten sich wenigstens zu helfen, ohne sich gleich in den Dreck zu schmeißen und zu wälzen, wie sie es sonst zu tun pflegen. Schlangenadler hatten auch noch nichts abbekommen (Gottseidank mussten wir bis heute keine Schlange sehen…obwohl beide Male, als eine Maus über den Weg huschte, wir die Augen zukniffen, ob was hintendrein schlängelt….)
    Zottelige Wegelagerer hinderten uns am Weiterfahren und scherten sich einen Kehricht, führten ihre Läusesuche am lebenden Pavian fort und ließen sich nicht verscheuchen. Unverrichteter Dinge folgten wir einem außerolympischen Wettkampf zweier Affenbengel im Freistilringen in der Klasse „unter 350 Gramm“. Bis, wie bei den Menschen, die Mütter einschritten und dem Gerangel ein Ende machten. Na ja, die müssen sich anstrengen und kämpfen, wie die meisten anderen, wenn sie Bestimmer sein wollen. Außer die Hyänen. Da biste Chefin durch Geburt. Dass die Männchen nichts zu melden haben, lassen wir beiseite. Aber die Queen Mum macht eben eine Queen und die eine Kronprinzessin. Peng. Ohne Stress.
    Zurück zu den Langhälsen. Wir waren es zufrieden, ausreichend der Spezies beobachten zu können. 12 auf einen Streich…In der Masai Mara haben die Masaigiraffen überall das schicke Muster. Doch die Rothschilder sind ausgestattet mit weißen Stiefeln bis zum Knie und auch das Bäuchlein ist farblos. Eben etwas edler könnte man sagen. Posen können alle gut, geduldig und wissend, dass fast Keiner ihnen was anhaben kann. Eine von so einem Langhals geditscht, Licht aus.
    Weiter ging es wie durch einen Märchenwald aus Akazien, wucherndem Grün und hohem Unterholz, dass alle Vogelstimmen hallten wie in der Elfi.
    Ein Schopfadler breitete seine Schwingen in der Morgensonne aus und wärmte das Gefieder und die Beute zwischen seinen scharfen Krallen auf. Wer will schon kaltes Essen? Dann schraubte John den Landcruiser auf einen Ausläufer des Grabenbruchs hinauf, etwas 100 Meter höher als die Piste. Der Name des Aussichtspunktes über den Lake Nakuru war vielversprechend: Viewpoint “Out of Africa”. Pustekuchen. Statt Picknickplatz, Ausguck und Toilette gab es : eine Löwin. Sie hatte Anspruch auf diesen Liegeplatz angemeldet und selbst WENN sie sich ins Dickicht geschlagen hätte, das Thema Aussteigen für heute war für uns erst mal ad Acta. Was haben wir wieder gelernt? Im Busch kann immer etwas Unvorhergesehenes passieren. Also Augen auf und Klappe zu! Wieder zurück geeiert kamen wir an einem Wasserfall vorbei. Und weil einige Touris sogar so unvorsichtig waren, sich einfach allein von der Truppe zu entfernen, beschlossen Pferd und ich für Euch heute ein Selfi zu machen. Schaut selbst!
    Auf unserer Tour die heute sechs Stunden am Stück dauerte, gab es noch zwei passable Löwinnen, ferne und nahe, spitze und breite Nashörner. Vögel aller Stimmlagen - nur keine Elefanten. Die gibts hier nicht, wäre kein Platz für die sanften Riesen. Die würden sich drei mal am Tag beim Hin- und Herwandern den Rüssel am Zaun klemmen, da bleiben sie lieber da, wo die Hügel weiter sind. Und dann kam der Moment, der bei jeder Safari irgendwann kommt, letzter Blick zurück und dann Kwaheri. Tschüß sagen, winken und Gatter zu. Kerstin sagt immer: „wunderschöne Stunden, nicht traurig, daß sie vorbei - sondern glücklich, dass sie gewesen.“ Dem ist wohl nichts hinzuzufügen. Und Safari heisst ja eigentlich „Reise“ und unsere ist noch nicht zu Ende.
    Wir bleiben noch hier und genießen ein weiteres Mal die mega tolle Küche von Sir Henry (geadelt hat ihn Holger…), weil das Fleisch hier nicht nur köstlich wie bei den anderen ist sondern auch zaaaaart. Wir haben ihn für den Chain de Rotisseur vorgeschlagen. Und er meinte, er braucht noch zwei für fünf gute Bewertungen, um befördert zu werden. Da wird doch was zu machen sein?
    Holger läßt sich, während ich Kerstin diktiere, eine „Masai Warriors Massage“ verpassen und falls er da heil durch kommt, werden wir bald am Lagerfeuer sitzen und die Fotos des Tages sichten und für unser Tagebuch auswählen. Morgen geht es nach Nairobi ins Karen Blixen Coffee & Garden Hotel. Da werden wir im Museum nebenan noch mal eine Blüte für den Robert hinlegen, da wo er den Film gedreht hat. Und dann werden wir vier uns drei Tage ausruhen, bis die Lufthansa uns wieder verschluckt. Also erst mal nen schöne Abend in die Heimat und bis denne!
    Eure Charlotte
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  • Heading Nairobi

    24 settembre 2025, Kenia ⋅ ⛅ 15 °C

    Guten Morgen liebe Reiseleiter und Reiseleidenden, heute konnten wir ausschlafen! Kurz nach sieben Uhr zog Kerstin die Vorhänge auf und samt der Gardinenstange ab… Pech, aber Nix kaputt. Holger hatte mir aufgetragen, das zu verpetzen. Die Belegschaft wartete auf uns Spätaufsteher mit einem tollen Buffet und der üblichen Eierpfanne. Man wollte uns mit einem Tisch in der langsam wärmenden Sonne den Abschied besonders schwer machen. Aber was muss das muss. 128 km sind in Afrika so viel wie 500 auf einer deutschen Autobahn. Lkw’s, die vermeintlich mit Holzkohle fahren, Mopedtaxis , die Bewehreisen wie einen Schlepprechen hinter sich herziehen und völlig überladene Matatus (Personennahverkehr im Kleinbus), die sich an den vielen Polizei check points mit kleinen Scheinen den Weg freikaufen. Berge von Kartoffeln, Zwiebeln und Avocados, sauber an der Straße zum Verkauf aufgeschichtet wechseln sich mit grünem Piniensaum ab. Wieder 2600 Höhenmeter - Druckausgleichstraining für Pferd.

    Wir waren zur Mittagszeit in Karen Blixens Coffee&Garden und hielten ein Abschiedslunch mit John, der über Nacht mit dem Bus nach Mombasa zu seiner Familie fahren wird. Ab jetzt geht es etwas langsamer, denn so ein Trip schlaucht alle ganz schön. Wir spazierten zwischen Kaffeesträuchern und tropischen Blumen umher und hielten eine späte Siesta. Der hinterlassene Koffer ist auch da und es wurde hin und hergebuddelt. Hauptsache, wir können noch draußen bleiben und müssen nicht in einem Rucksack verschwinden. Also heute findet nicht mehr viel statt, außer einem Schlaftrunk und eine lange Nacht mit Ohrstöpseln haben wir wenig vor. Dann gehabt Euch mal wohl und Lala Salama aus Nairobi! Eure Charlotte
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  • Donnerstag RUHETAG

    25 settembre 2025, Kenia ⋅ ☁️ 20 °C

    Guten Morgen in die herbstliche Heimat!
    Morgens um zehn gibt’s kein Knoppers sondern Frühstück und ein Sonnenbad. Die Einrichtung hier lebt mehrheitlich von ihren beiden angesagten Restaurants. Die Leute, die hier übernachten, überbrücken meist, wie wir vor zwei Jahren, die Nacht zur Fluganbindung. Da sind die vier Liegen am Pool eher Attrappe, aber heute UNSER. Die nette Kellnerin von gestern Abend hat uns verraten, dass das Mittagsgeschäft gegen eins losgeht. Und so lange keiner neben unserem Planschbecken einen Burger vertilgt, bleiben wir hier liegen.So.

    Einen Snack in Ehren kann keiner verwehren. Danach begann das Abenteuer. Wer durch den Bush pirscht, kennt keine Angst. Die 800m zum Museum von Karen Blixen fest im Visier, wurde direkt am Zugang zur Straße jemand ausgeraubt und uns der Spaziergang untersagt. Hm. Ein Glück , Kerstin ist uber - User und nach Hickhack ums wifi und Standortsuche fand sich auch für diese kurze Strecke ein Fahrer. Der war ein wenig dusselig und wartete am Zielort, aber wirklich SEIN Fehler… der Aufenthalt bei Karen B. war interessant und machte Spaß. Die alten Kaffee-Maschinen samt neuer “Nutzer”, Originalgeschirr eines königlichen Dinners, 50cm Abstand zu den Kostümen von Meryl und Robert, eine Zinkbadewanne wie bei Oma. Uber zurück ging besser. 2€. Der Tag ist und war entspannt. Regen zieht auf. Egal. Morgen wird es noch mal spannend. Wir besuchen die Hotelfachschule, wo die AIDA-Crew ausgebildet wird. Ein interessanter Ausflug erwartet uns!! Später schnabulieren wir sicher noch was und Holger liest uns wieder ne Gute-Nacht-Geschichte vor. Toll!!
    Also bis morgen dann, Ihr “Jenseits-von-Africa”Gucker! Eure Charlotte
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  • Wie Lenin schon sagte…

    26 settembre 2025, Kenia ⋅ ⛅ 16 °C

    Lernen , lernen und nochmals lernen.

    Plock, plockplockplock,….plockplock. Die Natur bereitet uns auf die Heimkehr vor. Waren wohl keine Eicheln, doch irgendwas Nussiges, was uns des Nächtens aufs Dach fiel. Warum auch immer, das Kopfkino lieferte als erstes Alfons Zitterbacke , wie er uns irgendwo aus einer Astgabel mit der Zwille auflauert. Doch beim Blick in den aufwachenden Garten von Karens Cottages war keiner zu sehen außer der Mann mit dem Schlauch. Eine Windböe bestätigte mit einem Plockplock-Regen, dass keiner mit Arg die Hand im Spiel hatte. Was lernen wir daraus? Weiß noch nicht. Ist auch zu früh.
    Der Hadada Ibis sendet seinen unverkennbaren Ruf über die Dächer, kann den Benzinrasenmäher um 9 Uhr morgens aber nicht übertönen. Leider.
    Die Katze im Restaurant lernt auch den dritten Tag in Folge nicht, dass es bei uns nichts zu holen gibt. Bedauerlicherweise schätzen zu viele Gäste die Situation falsch ein und füttern die Stubentiger. Jetzt betteln die Miezen an allen Tischen. Lerneffekt halt.
    Nach dem Frühstück geht’s nach Utalii, die Hotelfachschule. Vielleicht darf ich mit? Ich berichte!

    Haua Haua,
    Ein Glück, Pferd und ich sind am Pool geblieben ! Die beiden Menschen kamen nach acht Stunden ziemlich geschlaucht, aus unterschiedlichen Gründen, zurück. Kerstin hat berichtet und während die beiden ihren letzten Abend in Kenia geniessen, schreib ich meinen Bericht. Kerstin war im Prinzip direkt in ihren Job versetzt, denn der Direktor der Universität ließ sie wissen, dass er ihretwegen einer wichtigen Konferenz ferngeblieben ist. Keinnn Druck Leute!! Klar, alle wollen von Anfang an das große Business und fragen nach Investitionen und so. Doch wenn man bei der bekanntesten und besten Hotelfachschule Ostafrikas anklopft, muss man damit auch rechnen. Die Leute, die ihren ersten Einsatz auf einem AIDA Schiff hinter sich hatten, nutzten die Gelegenheit, Ihre Meinung kundzutun. Und das war kein Kindergeburtstag. Nur ist das eben Kerstins Job, zuzuhören, das auszuhalten und Dinge zu ändern, wenn es berechtigt ist. Also ein voller Arbeitstag und nicht langweilig und auch lehrreich. da war er wieder, der Lenin.
    Im TV über dem Bartresen laufen die aktuellen Nachrichten und so gesehen haben die Menschen so gar kein Interesse, was sie da über den Newsticker lesen. Auch das ist Seelenhygiene. Nicht gleich auf jeden Zug aufspringen und sich mitreißen lassen. Holger war tapfer bei all dem Tun im College dabei. Chapeau!! Auf dem Rückweg nutzten die Menschen die Gelegenheit, dass der Fahrer sich auskennt und ENDLICH bekommt Holger seine original Safarischuhe im zweiten Anlauf!

    Ein Weinhändler machte seine Aufwartung am Restauranteingang und inmitten eines kenianischen Freitagabend, inklusive Geschubse und der Lerneinheit,dass es schick ist, wenn jeder brav auf sein eigenes mobile Display schaut (oh weh) in einem hochklassigen Restaurant mit Western Music auf den Ohren wie in einem American Pub… verabschieden wir uns von einer kosmopolitischen Stadt, in der man genau so wie auf unserem Kontinent dazugehören, mitmischen will, weil man dran glaubt, dass „es „ möglich ist. So ein Trip ist nicht machbar im Busch, wenn nicht in der großen Stadt Menschen lernen, sich entwickeln, daran arbeiten und vor allem glauben, dass es möglich ist. „Yes, we can!“ klingt wie eine Phrase, stimmt aber.
    So Ihr Cowboys, ich checke jetzt mal ein für unsern Rückflug morgen und melde mich noch mal ,
    Nichtsdestotrotz war das der letzte lange Kommentar und ich erinnere Euch gern:
    Es war uns eine Ehre, dass Ihr uns begleitet habt auf unserer Reise! Das Tagebuch war bestimmt für uns als Reisende und wir ließen Euch gern daran teilhaben!
    Jedoch schreiben wir all diese Eindrücke nicht auf, um zu beeindrucken sondern um alles festzuhalten, was wir erleben. Manche kleinen Dingen gehen verloren, wenn man sie nicht notiert und wir wollen uns gern auch noch in ein paar Jahren an all das hier erinnern. Dafür benötigen wir unser online- Tagebuch.
    Wie man so schön sagt: be our guest!
    Ihr Verrückten, Ihr Neugierigen, Ihr Freunde da draussen… gehabt Euch wohl.
    Spoiler Alarm: wir melden uns spätestens im Mai aus Botswana, vielleicht auch eher, who knows?
    Bleibt gesund und an unserer Seite,
    Herzlichst Eure
    Charlotte
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  • Ab nach Hause

    27 settembre 2025, Kenia ⋅ 🌙 19 °C

    Hallo liebe digitale Reisebegleiter,
    Hier ist Charlotte, last and final.
    Ach war das ein schöner fauler Tag. Bissl aufgeregt, weil die Menschen dann doch schon früh packen und das Zimmer wechseln mussten, aber dann….
    Die Ibisse tröteten mit ihrem Vuvuzela - Schrei ab Sonnenaufgang, doch der Wein von gestern Abend und Kuscheln am Kamin war viel zu schön, als dass wir vier gegen sieben schon raus wollten. Ein fürstliches Frühstück und zwei Lesestunden später gammelten wir den Tag einfach so weg. Und warum? Weil wir’s können 💪 ein kleines Steak, ein Schlückchen Wein, ein Zipfel Burger… ein Schläfchen.. oh wie schön ist Panama. Ach nee, verkehrt. Ihr wisst schon. Da sonst wohl keiner hier so lange bleibt, waren wir schon “etwas” bekannt beim Personal und mussten uns keine Sorgen machen, etwas zu bewegen, zu bekommen oder zu erreichen. Geben und Nehmen ist die Devise. Bevor man uns zum Teufel jagt, haben wir ein paar gute Leute für die Schiffscrew ausgesucht 😉🫡😳, die Rezeptionisten waren nicht dabei. Aufgefrischt einen letzten Moscow Mule an der Bar und dann… kam Paul. Und Lewella. Der eine, tragischer Held, weil er uns nicht guiden konnte, der andere, tapfer immer als Transfermanager. Irgendwie haben die bei unserer Agentur (Abercrombie & Kent) auch langsam einen Narren an uns gefressen. Es war zum ersten Mal seit xxx Jahren eine Limousine auf uns angesetzt. Halleluja 🫣die kurze Zeit auf dem Expressway zum Flughafen nutzten wir für eine Auswertung des Trips, einem Telefonat mit Pauls Frau Cecilia und einem wiederholten Dank für die tollen Eindrücke einer unwiederbringlichen Begegnung mit der Natur. Am Parkplatz wartete dann ein Pennäler mit Flughafenausweis und unbedingt darauf getrimmt, uns durch die Wirren des Flughafens zu geleiten. Oh wie schön ist P… ach nee, Nairobi. Toller VIP Service, nicht notwendig und doch gern in Anspruch genommen. Ein Gläschen und ein Imbiss, damit der Körper nicht das tolle Flugzeugessen nach Mitternacht inhalieren muss, Ohrstöpsel griffbereit und gleich heißt es “Gute Nacht” und ab in die Heimat. Wir haben drum gebeten, zwischen den Fleecejacken im Rucksack zu pennen, ist uns sonst zu anstrengend mit dem Lehne runter, Lehne hoch… oh wie schön… nee nee, denkste denkste. Haben der Oma Bescheid gegeben, dass wir zurückkehren und sonst… hoffen wir, dass die Bude warm ist, wenn wir aufschlagen.
    Das also war direkt der letzte Bericht für dieses Mal Leute. Hat Pferd und mir Spaß gemacht, die Menschen sagen immer “alles gut”, das nervt. Scheint aber zu stimmen. Nun… kommt gut übers Jahr und wann wir uns wieder lesen, hab ich ja schon verraten.
    Safari njema,
    Eure Charlotte
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    Fine del viaggio
    28 settembre 2025