Tag 9 - Im regnerischen Kyoto☔️
February 25 in Japan ⋅ 🌧 12 °C
Schon beim Aufwachen war klar: Der Wetterbericht hatte leider recht. Es schüttete wie aus Kübeln. Aber wir wären ja nicht wir, wenn wir uns davon abhalten liessen. Also Regenjacke an – und los.
Erstes Ziel: der sagenhaft schöne Kinkaku-ji.
Mitten in einer traumhaften Parkanlage steht er – der berühmte Goldene Pavillon. Genau genommen eine Pagode, die heilige Reliquien Buddhas beherbergt. Das Ding glänzt tatsächlich golden, selbst bei Regen. Vielleicht sogar noch dramatischer. Seit 1994 ist der Tempel UNESCO-Weltkulturerbe – völlig zu Recht.
Die Gärten hätten bei Sonnenschein wahrscheinlich wunderschön ausgesehen. Heute sehen sie eher nach „Reisfeld mit Pfützen“ aus. Also: weiter.
Nächster Stopp: Ninna-ji.
Gegründet im Jahr 888. Der Tempel ist eng mit der kaiserlichen Familie verbunden und Haupttempel der Omuro-Schule des Shingon-Buddhismus. Viele Priester kommen hierher zum Studieren und für Zeremonien. Ein Ort mit richtig viel Geschichte – und ebenfalls UNESCO-Weltkulturerbe.
Auch hier: wunderschöne Anlage. Und auch hier: Regen. Viel Regen. Sehr viel Regen. Unsere Schuhe hatten inzwischen einen eigenen See.
Aber wir zogen tapfer weiter zum Shimogamo-Schrein.
Eines der ältesten Shinto-Heiligtümer Japans, eingebettet in ein grosses Waldgebiet, das bei trockenem Wetter bestimmt märchenhaft wirkt. Auch dieser Schrein gehört zu den historischen Denkmälern des antiken Kyoto und ist UNESCO-Weltkulturerbe.
Spannend ist hier vor allem der religiöse Hintergrund: In Japan leben Shintoismus und Buddhismus friedlich nebeneinander.
Shinto – „Weg der Götter“ – ist die ursprüngliche Religion Japans. Es geht um Kami, also göttliche Geister in Natur, Tieren, Ahnen oder sogar Ideen. Keine heiligen Bücher, keine Propheten – mehr Lebensgefühl als Dogma.
Der Buddhismus kam vor rund 1400 Jahren dazu und brachte Meditation, Rituale und verschiedene Schulen mit. Die meisten Japaner kombinieren beides ganz selbstverständlich. Warum sich entscheiden, wenn man auch beides haben kann?
Irgendwann waren wir allerdings weniger spirituell als schlicht: klatschnass. Also beschlossen wir, den Tag im Nishiki-Markt zu beenden. Essen hilft. Und überdachte Märkte sind bei Regen ein Segen.
Fazit des Tages:
Drei Weltkulturerbestätten, unzählige Pfützen und zwei durchnässte, aber zufriedene Reisende. Morgen soll die Sonne zurückkommen. 🌤️Read more

























Traveler
Tolles Bild!
Travelerdangge
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👍