• Tag 11 - Fushimi Inari-Taisha - Sake-Museum

    February 27 in Japan ⋅ ☁️ 16 °C

    Heute haben wir Grosses gewagt: Zum ersten Mal in Japan den Koffer voraus nach Hiroshima geschickt. 🚚📦
    Theorie: super praktisch.
    Praxis: ein kleines Abenteuer.

    Der arme Mitarbeiter an der Rezeption hat die Versandformulare vermutlich auch zum ersten Mal seines Lebens ausgefüllt. Wir standen daneben, nickten fachmännisch (als hätten wir irgendeine Ahnung), und gemeinsam haben wir uns durch Kanji, Durchschläge und Stempel gekämpft. Irgendwann war alles ausgefüllt, mehrfach kontrolliert – und der Koffer offiziell auf Japan-Reise ohne uns geschickt. Vertrauenslevel: 85 %.

    Das Frühstück danach war… sagen wir… funktional. Minimalistisch. Sehr minimalistisch. Aber gut, wir sind ja nicht zum Schlemmen hier, sondern zum Entdecken.

    Erster Halt: Fushimi Inari-Taisha.
    Dieser berühmte Shinto-Schrein ist dem Gott Inari gewidmet – zuständig für Reis, Wohlstand und Geschäftserfolg. Überall stehen Fuchsfiguren, denn Füchse gelten als Boten Inaris. Und dann natürlich DIE Attraktion: Tausende leuchtend roter Torii-Tore, die sich wie ein endloser Tunnel den Berg hinaufziehen. Gespendet von Firmen und Privatpersonen – jedes Tor trägt einen Namen.

    Wir sind ein Stück durch diese orange-rote Welt marschiert. Es ist wirklich speziell: je höher man kommt, desto ruhiger wird es. Nur Schritte, Waldgeräusche – und immer wieder diese Tore. Bis man dann doch merkt, dass es doch ziemlich bergauf geht. 😉

    Danach ging es weiter ins Sake-Viertel von Fushimi zu einer traditionellen Brauerei. Film geschaut, Museum besichtigt, viel gelernt über Reispoliergrade, Fermentation und warum gutes Wasser alles ist. Und dann der beste Teil: Drei verschiedene Sake zum Probieren – vom milden Einsteiger bis zum „oh, der hat aber Charakter“. Das kleine Sake-Glas durften wir behalten. Souvenir mit Stil!

    Anschliessend knurrte der Magen. Auf der Suche nach etwas Kleinem landeten wir – warum auch immer – in einem indischen Ramen-Restaurant. Japan kann einfach alles kombinieren.
    Für Roger gab’s Bier und ordentlich Fleisch. Für mich einCurry-Ramen – würzig, aromatisch, wunderbar wärmend. Wirklich richtig gut.

    Fazit des Tages:
    Koffer auf Solo-Trip.
    Viele rote Tore.
    Sake-Wissen erweitert.
    Indisch-japanische Fusion gefeiert.

    Japan überrascht einfach jeden Tag aufs Neue.
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