• Tag 24 - Von Hanoi in die Halong-Bucht

    12 marzo, Vietnam ⋅ ☁️ 22 °C

    Heute ging es von Hanoi Richtung Halong-Bucht. Auf dem Weg machten wir noch einen Zwischenstopp bei einer Perlenzucht. Dort wurde uns gezeigt, wie die Muscheln geöffnet werden und wie ihnen ein kleiner Kern eingesetzt wird, damit später einmal eine Perle wachsen kann. Einerseits spannend – andererseits auch ein bisschen traurig, wenn man sieht, wie die Muscheln dafür aufgeschnitten werden. Übrigens sterben 50-70% der Muscheln bei dieser Prozedur und es gibt keine Perle. Romantik der Schmuckindustrie, sagen wir mal… mit Nebenwirkungen.

    Nach diesem Abstecher ging es weiter zur berühmten Halong-Bucht. Die Landschaft ist tatsächlich spektakulär: diese unzähligen Kalksteinfelsen, die aus dem Wasser ragen. Leider wird das Erlebnis massiv durch den Tourismus getrübt. Überall Boote. Wirklich überall. Hunderte. Gut wir sind ja auch Touristen und damit Teil der Ursache.... In Sichtweite liegen sie dicht nebeneinander, als hätte jemand einen schwimmenden Parkplatz eingerichtet.

    Unser Boot, auf dem wir zwei Nächte verbringen werden, hat seine besten Jahre definitiv hinter sich. Vieles ist kaputt oder wirkt zumindest stark abgenutzt. Das Essen ist leider auch eher dürftig bis schlicht nicht gut. Man merkt, dass sie versuchen, internationale Küche anzubieten – Pasta hier, irgendwas Westliches da. Ehrlich gesagt wäre uns eine einfache vietnamesische Küche deutlich lieber gewesen.

    Am Nachmittag bin ich noch mit dem Kanu rausgefahren. Vor 15 Jahren war das hier ein echtes Abenteuer – heute fühlt es sich eher wie eine stark reglementierte Runde im Freizeitpark an. Zu den engen Passagen der Bucht, die eigentlich den Reiz ausmachen, kommt man gar nicht mehr richtig hin.

    Alles in allem: landschaftlich beeindruckend, aber als Erlebnis leider ziemlich ernüchternd. Ein Tag, der deutlich mehr versprochen hat, als er am Ende gehalten hat.
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