3 Leuchttürme an einem Tag!!! (Nr. 12, 13 und 14)
May 19–20 in Denmark ⋅ ☀️ 13 °C
Heute ging’s für ObeliX gemütliche 30 Kilometer nordwärts über die Insel Langeland bis nach Lohals. Morgen soll der Himmel angeblich sämtliche Schleusen öffnen – also wollten wir heute noch möglichst viel trockene Luft tanken. 🌦️
Kaum im Hafen angekommen, wurden die Velos ausgeladen und los ging’s Richtung Norden zum privaten Hou Fyr. Die Strecke führte durch überraschend hügeliges Gelände – für Dänemark fast schon alpine Verhältnisse 😄... für uns fast eben – und durch einen wunderbar dichten Wald, in dem die Sonne immer wieder zwischen den Bäumen hervorgeblinzelt hat. Links und rechts sattes Frühlingsgrün, Vogelgezwitscher und zwischendurch dieser typische Duft von feuchtem Waldboden.
1. Leuchtturm
Das Hou Fyr selbst ist ein eher unscheinbarer, privater Leuchtturm an der Nordspitze Langelands. Früher half er den Schiffen bei der Navigation durch die Gewässer zwischen Langeland und Fünen. Besonders spannend: Viele kleinere dänische Leuchttürme wurden im 19. Jahrhundert gebaut, weil die Ostsee-Schifffahrt damals regelrecht boomte. ⚓
Auf dem Rückweg entdeckten wir auf Pfählen fein säuberlich aufgereihte Kormorane – wie eine schwarze Jury mit strenger Miene. 🐦 Nach den Tauchgängen müssen sie die Flügel trocknen und sitzen mit ausgebreiteten Flügeln aus den Pfählen. Sie sehen dabei immer ein wenig aus, als würden sie ein düsteres Ritual abhalten. Kormorane ernähren sich fast ausschließlich von Fisch, den sie bei Tauchgängen von bis zu 90 Sekunden Länge erbeuten. Kormorane leben gesellig in Kolonien an Küsten oder grösseren Binnengewässern.
Danach wechselten wir auf die andere Seite der Insel zum winzigen Frankeklint Fyr. Der gilt tatsächlich als kleinster Leuchtturm Dänemarks. Winzig ist er wirklich – eher „Leuchttürmchen“ als Leuchtturm 😄 –, aber dank der hohen Klippen über der Ostsee trotzdem hervorragend sichtbar für vorbeifahrende Schiffe. Die steilen Küsten dort sind übrigens ziemlich typisch für den Norden Langelands und entstanden während der letzten Eiszeit.
3. Leuchtturm
Nach der Rückkehr zum Hafen entdecken wir direkt vor Ort noch den 3. Leuchtturm des heutigen Tages: das Lohals Fyr also unser 14. Leuchtturm.
Zurück in Lohals trafen wir direkt am Wasser noch sehr nette Hamburger. Aus einem kurzen Schwatz wurde eine längere Diskussion über Politik, Weltlage und alles dazwischen. Lustig, wie schnell man unterwegs mit völlig fremden Menschen ins Gespräch kommt – wahrscheinlich hilft Meerblick dabei enorm. 🍔🌍
Was uns auf der ganzen Reise auffällt: Das Wasser der Ostsee ist hier erstaunlich klar. Selbst im Hafen konnten wir bis auf den Grund sehen. Und mitten drin schwamm plötzlich eine grosse gelbe Haarqualle vorbei. 😳 Unsere Qualle im Hafen ist allerdings nur ca. 30-35 cm im Durchmesser.
Noch etwas zu dieser Quallenart (dank Wikipedia): Gelbe Haarqualle, die aufgrund ihrer nesselnden Tentakel umgangssprachlich oft als Feuerqualle oder Löwenmähnenqualle bezeichnet wird. Sie besitzt einen achtlappigen Schirm, der gelb, orange, dunkelrot oder violett gefärbt sein kann. Charakteristisch sind die extrem langen, fadenförmigen Tentakel, die unter dem Schirmrand in Büscheln hängen. Zum Glück sieht sie meist gefährlicher aus, als sie ist … wobei man ihre Tentakel trotzdem lieber nicht kuscheln möchte.
Es ist die größte bekannte Quallenart der Welt. Während sie in der Nord- und Ostsee meist Durchmesser von 35 bis 50 cm erreicht, können Exemplare in der Arktis über 2 Meter breit werden, mit Tentakeln von bis zu 30 bis 40 Metern Länge. Diese Quallen leben freischwimmend im offenen Wasser und ernähren sich von Plankton, kleinen Fischen und anderen Quallen.
Zum Abschluss gab’s bei ObeliX noch ein richtig feines Nachtessen: Lachs, Reis und Gemüse. Danach wurde der Abend gemütlich beendet – mit skeptischem Blick auf den Wetterbericht. Vielleicht irrt sich der ja morgen. Wäre schliesslich nicht das erste Mal. 😄Read more

















TravelerIch drück euch die Daumen, dass es nicht ganz so heftig kommt. 💋
TravelerBei uns solls schön sein bei 20 Grad.