Kilometer statt Kaffeepause - Lorsch
April 25 in Germany ⋅ ☀️ 19 °C
Um 14:00 Uhr geht’s los in Wangen an der Aare – fast schon gemütlich für unsere Verhältnisse 😄. Und siehe da: Kaum Verkehr! Ein kleines Wunder auf vier Rädern. Also nutzen wir die Gunst der Stunde und rollen entspannt bis nach Lorsch – gut 330 km, das kann sich sehen lassen 👏
Dort angekommen: kurzer Stopp, Sonne ins Gesicht, Seele baumeln lassen 🌅
Zum Znacht gibt’s etwas Kleines – mehr braucht’s nach so einem Fahrtag auch gar nicht.
Beim gemütlichen Ausklingen dann der grosse Masterplan: Morgen wollen wir bis nach Leipzig durchziehen. Die Theorie dahinter: Wochenende = weniger Lastwagen = weniger Verkehr = wir gleiten einfach durch 😎
Ob das wirklich so klappt?
Wir sind… vorsichtig optimistisch. Fortsetzung folgt 😉Read more
LKW-freie Zone = Wir-geben-Gas-Tag
April 26 in Germany ⋅ ⛅ 14 °C
Der Plan: „Wir machen heute Strecke.“
Die Realität: 440 km und rund 6 Stunden später sitzt wir dann aber trotzdem geschniegelt auf dem Stellplatz und fragt euch, wer eigentlich diese geniale Idee hatte?
Unterwegs dann der erste kleine Schockmoment: Tanken. 2.19 € 😳. Da wird aus „wir tanken kurz“ plötzlich ein emotionales Ereignis. Beim letzten Mal (am 9.9.2025) noch 1.58 €, heute eher das Gefühl, dass ObeliX einen Champagner-Service bekommen hat.
Und dann dieser Moment auf der Strecke: Alsfeld.
Zum ersten Mal kein Stopp. Und genau deshalb ein bisschen wehmütig – denn dort wären eigentlich Annette und Jochen gewesen. Aber die beiden haben offenbar besseres geplant als auf uns zu warten. Während wir also an den Fachwerkhäusern vorbeiziehen, sitzen die beiden irgendwo zwischen Zypressen und Aperol und denken nicht im Traum daran, dass wir gerade emotional an Alsfeld vorbeifahren. Verrat auf hohem Niveau. 🇮🇹😄
Alsfeld selbst ist übrigens kein unbeschriebenes Blatt (wir waren ja schon oft hier): die Altstadt ist berühmt für ihre dicht gedrängten Fachwerkhäuser und das historische Rathaus aus dem 16. Jahrhundert – ein klassisches „Postkarte-in-echt“-Städtchen. Normalerweise fährt man da nicht einfach vorbei, sondern bleibt hängen. Übrigens hat Alsfeld einen wunderschönen Wohnmobilstellplatz. Heute aber: nur ein Blick aus dem Fenster und ein kleines „schade eigentlich“.
Weiter geht’s Richtung Ziel: Brehna, ein eher ruhiger Ortsteil von Sandersdorf-Brehna.
Am Stellplatz „An den Linden“ dann die klassische Reisemomentszene: Motor aus, Sonne im Gesicht, Beine hoch 🌞. Und irgendwo zwischen „Wir wollten Strecke machen“ und „Ach, ist das hier gemütlich“ merkt man: Genau so soll Reisen sein.Read more
Früh wach, früh am See, alles läuft 😄
April 27 in Germany ⋅ ☁️ 13 °C
Der Tag beginnt… sagen wir mal: unanständig früh. 🕓
Um 5 Uhr sind wir beide hellwach – offenbar haben wir den Schlaf einfach schon durchgespielt. Also wird nicht lange gefackelt: Frühstück im ObeliX, ganz entspannt, ohne Hektik, dafür mit diesem leisen Gefühl von „heute läuft’s“.
Um 7 Uhr geht’s einkaufen – und danach direkt auf die Piste. Ziel: Sommersdorf. Klingt schon nach Sommer, oder?
Und tatsächlich: Der Plan geht auf wie ein frisch aufgebackenes Brötchen.
350 Kilometer in 4,5 Stunden – keine Staus, nur einmal kurz stockender Verkehr (quasi die Autobahn-Version von „räuspern“). Punkt 12 Uhr rollen wir ein. Timing? Lehrbuch.
Sommersdorf liegt direkt am wunderschönen Kummerower See – und der macht seinem Namen wirklich keine Ehre. Statt Kummer gibt’s hier: Weite, Ruhe und glitzerndes Wasser. Mit rund 32 km² ist er übrigens der viertgrösste See in Mecklenburg-Vorpommern und bekannt für seine naturbelassene Umgebung. Keine überlaufene Touri-Meile, sondern eher „durchatmen und vergessen, welcher Wochentag ist“.
Wir stellen ObeliX direkt am See ab (erste Reihe, quasi Loge 😄) und lassen den Nachmittag einfach passieren. Sonne im Gesicht, Wasser vor der Nase, kein Stress weit und breit.
Ganz ehrlich: Im Moment fühlt es sich an, als hätten wir einen kleinen Vertrag mit dem Universum abgeschlossen –
👉 Verkehr läuft
👉 Wetter liefert ab
👉 Stimmung top
Wir? Einfach nur mittendrin. Glückskinder auf vier Rädern.Read more
Sonnen, Schrauben & Geschichte 🚐
April 28 in Germany ⋅ ☁️ 13 °C
Ausschlafen deluxe – Nach dem z'Zmorge gabs eine Arbeitsteilung im Hause ObeliX. Während Roger sich heldenhaft in die Tiefen der Garage und des Unterbodens stürzte (inkl. Technik-Update-Marathon für Navi, Velocomputer & Co.), zog es mich aufs Velo.
Mein Ziel: Demmin – gemütliche 45 km hin und zurück, also gemütlich ist etwas untertrieben (gefahren in 2 Std. 11 Min, mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 21 km/h).... dazu gab's eine Garantie für Muskelkater.
Vor Ort bestaunte ich die St.-Bartholomaei-Kirche, eine imposante Backsteinkirche aus dem 13. Jahrhundert – typisch norddeutsche Backsteingotik, massiv, ruhig, irgendwie ehrfürchtig.
Und dann kam Geschichte ins Spiel: Ein älterer Herr erzählte mir vom tragischen Massensuizid von Demmin 1945. Gegen Kriegsende nahmen sich hier hunderte Menschen das Leben – aus Angst vor der anrückenden Roten Armee. Ziemlich harter Stoff für eine Velopause, aber eindrücklich und bewegend.
Zurück beim ObeliX: Roger lag inzwischen dekorativ in der Sonne – die Akkus voll, der Mann leer. Timing perfekt. Vor dem Z’nacht lernten wir noch Manuela und Harry kennen – zwei Rückkehrer aus der Schweiz, jetzt wieder wohnhaft in Berlin. Seit vier Jahren zurück… und immer noch ein bisschen Heimweh nach der Schweiz. Verständlich, oder? 😉
Gemeinsam gab’s Apero und gute Gespräche – genau solche Begegnungen machen das Reisen aus. Nach einem entspanntes Abendessen genossen wir noch den restlichen Abend.
Morgen geht’s weiter nach Sassnitz – denn am Donnerstag wartet schon die Fähre Richtung Bornholm. Nächster Halt: Inselabenteuer!
Koomot Velotour: https://www.komoot.com/de-de/tour/2916296242Read more

TravelerOh Bornholm! Damit liebäugle ich schon lange! Bin sehr gespannt was ihr erlebt und erzählt! Ich bin dann mal mit auf‘m Trittbrett! 🙋🏼♀️

Travelerwir werden auch zum ersten mal in Bornholm sein.... zumindest bis 7.5.26 soll das Wetter (ausser am 5.5.) recht schön sein. Wir hoffen auf jeden Fall, dass das Wetter-App recht behält.
Rügenbrücke & Grillglück
Apr 29–30 in Germany ⋅ ☀️ 12 °C
Nach einer wunderbar ruhigen Nacht rollen wir von Sommersdorf Richtung Sassnitz los. Und was soll ich sagen: freie Fahrt! Kaum Verkehr – wir fühlen uns wie die Könige der Landstrasse.
Nach Stralsund und Dänholm geht’s auf die imposante Rügenbrücke. Kleiner Geografie-Check zwischendurch – wir überqueren hier die Ostsee, genauer gesagt den Strelasund, der das Festland von der Insel Rügen trennt. Die Rügenbrücke selbst ist übrigens mit rund 4’100 Metern Länge das längste Brückenbauwerk Deutschlands und wurde erst 2007 eröffnet – ein echtes modernes Wahrzeichen.
Und zack, schon sind wir auf Rügen, Deutschlands grösster Insel, bekannt für ihre Kreidefelsen, Seebäder und ordentlich frische Brise um die Nase. Unser Ziel: Sagard. Der Stellplatz ist schnell erreicht, und wir fallen in den absoluten Ferienmodus. Sonne im Gesicht, Beine hoch, nichts tun – wir sind darin mittlerweile echte Profis.
Am Abend wird’s dann kulinarisch ernst: Roger schmeisst den Grill an und es gibt ein saftiges Schweinshalssteak mit Salat. Einfach, ehrlich, perfekt.
Und morgen? Da wartet schon das nächste Abenteuer: Mit der Fähre geht’s von Sassnitz rüber nach Rønne auf Bornholm. Der erste Leuchtturm ruft – und wir sind sowas von bereit!Read more
Mit ObeliX über die Ostsee
Apr 30–May 2 in Denmark ⋅ ☀️ 11 °C
Heute haben Roger und ich unseren treuen ObeliX aufs Schiff geschoben – von Sassnitz rüber nach Bornholm. Ganz entspannt, ohne Hektik (man glaubt es kaum!), und dann diese Überfahrt: Sonne im Gesicht, Ostseebrise um die Nase und das Gefühl, dass der Alltag irgendwo am Horizont zurückbleibt.
Bornholm, die dänische Sonneninsel, liegt übrigens ziemlich einsam in der Ostsee und gehört geografisch fast schon mehr zu Schweden als zu Dänemark. Die Insel ist bekannt für ihre vielen Sonnenstunden, ihre runden Kirchen und… ja, ihre entspannten Besucher – wir passen also perfekt rein.
Angekommen in Rønne, dem grössten Ort der Insel, wurden wir gleich auf den Boden der Realität zurückgeholt: Stellplätze? Fehlanzeige. Die wurden hier kurzerhand aufgehoben. Also nix mit „mal schnell stehen bleiben“. Kurzerhand haben wir den Kurs leicht nach Norden korrigiert und sind beim Nordskoven Strandcamping gelandet – schön im Wald gelegen, mit Meeresrauschen inklusive. Klingt kitschig, ist aber tatsächlich so.
Morgen steht eine Velotour auf dem Programm. Bornholm soll nämlich ein kleines Paradies für Radfahrer sein: über 200 Kilometer gut ausgebaute Radwege führen einmal rund um die Insel. Mal schauen, wie weit unsere Beine mitmachen… und ob ObeliX ein bisschen eifersüchtig zuschaut.Read more
Mit dem Velo unterwegs
May 1 in Denmark ⋅ ☀️ 9 °C
Heute satteln wir die Velos und nehmen uns ein Stückchen Bornholm vor – Ziel: irgendwo zwischen Wald und Wind 😄. Los geht’s Richtung Vestermarie und weiter nach Aakirkeby. Und ganz ehrlich: Velofahren auf Bornholm ist kein Hobby, das ist ein Lebensgefühl! 🚴♂️ Überall top ausgebaute Radwege – sogar im Kreisel wird man mit Vortritt durchgeschleust. Da könnten sich andere Länder ruhig eine Scheibe abschneiden… (gut etwas weniger Gegenwind wäre noch schöner).
Wir radeln durch schöne Wälder und trotz des sonnigen Wetters ist es nicht zu warm (wir schwitzen nie!). Zwischenstopp beim Aussichtsturm Kongemindet auf dem Rytterknægten – mit stolzen 162 Metern der höchste Punkt der Insel. Von hier oben gibt’s eine Aussicht, die selbst müde Beine kurz vergessen lässt.
Weiter geht’s zu den geheimnisvollen Ruinen der Lilleborg – einer mittelalterlichen Burg mitten im Wald, vermutlich aus dem 12. Jahrhundert. Man fühlt sich ein bisschen wie auf Zeitreise. 🏰
Dann rollen wir vorbei an den Slau's Stene – beeindruckende Felsformationen mit sagenumwobener Vergangenheit (angeblich hat hier ein Riese seine Steine verloren… stimmt sicher 😜).
Wieder zurück in Rønne, passieren wir den alten Pulvertårnet – ein Relikt aus dem 17. Jahrhundert, das früher zur Verteidigung diente. Gleich daneben die hübsche Sankt Nicolai Kirke aus dem 14. Jahrhundert – Backsteingotik vom Feinsten.
Rønne ist ein richtig nettes Städtchen mit vielen engen, charmanten Gassen – fast wie gemacht zum Verlaufen (absichtlich natürlich 😉). Besonders die kleinen, bunten Häuschen haben es uns angetan. Tja… und dann war da noch meine Mission: das kleinste Haus von Rønne zu finden. Ergebnis? Gescheitert. Vermutlich ist es einfach zu klein 🤷♀️😂
Und dann, der Höhepunkt des Tages: der erste Leuchtturm! 🌊 Ein klassischer Moment – Roger strahlt wie ein Honigkuchenpferd… trotz "eme bitzli Weh am Fudi vom viile Velofahre 😅". Mal sehen wieviele Leuchttürme (der ca. 95 Leuchttürme in Dänemark) wir während unserer Reise sehen?
Zurück beim ObeliX wartet das verdiente Z’Nacht: zartes Schweinsfleisch vom Grill, dazu frischer Salat. 🥗🔥 Roger kann einfach perfekt Grillieren!
Und kaum im Bett – zack, weg. So schläft man nur nach einem echten Inseltag.
Morgen wollen wir weiter Richtung Nexø.Read more
Räucherduft & Meeresrauschen 🐟🌊
May 2–3 in Denmark ⋅ ☀️ 14 °C
Nach einem kurzen Einkauf rollen wir gemütlich Richtung Snogebæk – ein charmantes Fischerdorf im Südosten von Bornholm, bekannt für seine kleinen Häfen und (ganz wichtig für uns 😄) seine legendären Räuchereien. Unterwegs passieren wir den Leuchtturm von Dueodde. Spannend: Der neue Turm wurde 1962 gebaut, weil der alte schlicht zu klein war und vom Wald „verschluckt“ wurde. Uns ist aber klar – der alte hat eindeutig mehr Charakter. Alt schlägt neu, zumindest hier!
Am Ziel wartet ein Traum-Stellplatz direkt am Meer. Und als wäre das nicht schon genug, liegt vis-à-vis eine Fischräucherei. Tja… Widerstand zwecklos 😇. Wir decken uns grosszügig ein – schliesslich sind wir beide bekennende Fisch-Fans.
Der Rest des Tages? Eine Mischung aus perfektem Nichtstun: kleiner Strandspaziergang, Sonne tanken und einfach mal die Seele baumeln lassen. Später gönnen wir uns noch ein richtig gutes Glace 🍦 – bei mir Orange/Schoggi, bei Roger Zimt.
Morgen steht ein kleines Abenteuer an: Mit der Fähre (ohne ObeliX) wollen wir zu den Erbseninseln (Christiansø und Frederiksø).Read more
Inselhüpfen mit Robbenblick 🐬
May 3 in Denmark ⋅ ☁️ 11 °C
Heute ging’s weiter nach Gudhjem und von dort raus aufs Meer – Kurs auf die winzigen, aber feinen Ertholmene (Erbseninseln). Genauer gesagt: Christiansø (710 m x 430 m) und Frederiksø (440 m x 160 m). Klingt überschaubar – ist es auch 😄.
Kaum angekommen, haben Roger und ich erstmal die kleinere Schwesterinsel Frederiksø umrundet. Natürlich inklusive Turm-Besteigung – man will ja schließlich den Überblick behalten. Drinnen wartete eine kleine Ausstellung: Soldatenalltag früher, medizinische Versorgung anno dazumal… sagen wir mal so: Ich bin ganz froh, im 21. Jahrhundert zu leben. 😅
Danach ging’s rüber nach Christiansø – einmal drumherum, versteht sich. Die Insel hat Geschichte: Der große Turm wurde um 1800 fertiggestellt und bekam bereits 1805 das erste Blinkfeuer Dänemarks. Damals Hightech, heute eher charmant nostalgisch.
Nicht betreten, aber trotzdem spannend: Die dritte Insel im Bunde, Græsholm (420 m x 300 m), ist ein geschütztes Vogelparadies. Hier legen Zugvögel im Frühling und Herbst ihre Pause ein – quasi der Rastplatz der Lüfte. 🐦
Das Highlight kam aber auf der Rückfahrt: Eine ganze Kolonie Kegelrobben lag tiefenentspannt auf den Felsen und liess sich die Sonne auf den Pelz scheinen 😉. Wir hätten stundenlang zuschauen können.
Fazit: Kleine Inseln, große Eindrücke. Und wieder ein Tag, der zeigt: ObeliX bringt uns zuverlässig zu den schönen Ecken dieser Welt. ❤️Read more
Klippen, Kirche & Leuchtturmglück 🌊
May 4–5 in Denmark ⋅ 🌬 9 °C
Heute rollen wir ganz entspannt der Nordküste von Bornholm entlang – von Kås über Allinge bis nach Sandvig. Kleine Fischerorte, bunte Häuschen und immer dieses Meer im Blick… ich sag’s wie es ist: besser wird’s kaum 😄
Erster Stopp bei den Helligdomsklipperne: wilde Granitklippen, die dramatisch ins Meer stürzen. Der Name bedeutet übrigens „Heiligtumsklippen“, weil hier früher wohl Opfergaben dargebracht wurden (Wikipedia). Heute opfert man höchstens ein bisschen Puste beim Treppensteigen 😉
Weiter geht’s zur Sankt Ols Kirke, einer der berühmten Rundkirchen Bornholms. Die Kirche stammt aus dem 12. Jahrhundert und diente nicht nur als Gotteshaus, sondern auch als Wehrturm – quasi Kirche und Festung in einem. Die dicken Mauern und die runde Bauweise waren perfekt zur Verteidigung. Innen führt eine spiralförmige Rampe nach oben… fast wie im Parkhaus, nur deutlich heiliger 😇
Am Nachmittag erreichen wir den Stellplatz Hammershus Havn – und wow: direkt am Meer! Genau mein Ding 🌊💙 Der Blick ist so schön, dass man fast vergisst, dass es noch etwas anderes gibt als Wellen und Horizont.
Als der Wind gnädig wird und die Sonne sich zeigt, zieht es mich los – allein Richtung Hammeren Fyr, dem nördlichsten Leuchtturm Bornholms. Er wurde 1872 erbaut und thront auf den Felsen wie ein stoischer Wächter über der Ostsee. Der Weg dahin? Sagen wir mal so: nichts für gemütliche Sonntagsspaziergänge 😅 steinig, hügelig und teilweise ziemlich anspruchsvoll.
Roger bleibt derweil brav bei ObeliX – sein Sprunggelenk würde diese Wanderung nicht mitmachen und jemand muss ja schließlich auf unser rollendes Zuhause aufpassen 😉
Nach gut zwei Stunden komme ich ziemlich geschafft, aber glücklich zurück. Beine schwer, Kopf frei – und wieder einmal das Gefühl: genau so muss Reisen sein.Read more
Von Ruinen zur ruhigen Fähre 🌊
May 5–6 in Denmark ⋅ 🌙 7 °C
Heute ging’s mit unserem ObeliX auf die rund 40 km lange Abschiedsetappe über Bornholm. Die Strassen schlängelten sich durch grüne Wälder, vorbei an Granitfelsen und immer wieder blitzte das tiefblaue Meer zwischen den Bäumen hervor. Dänemark kann Landschaft, das muss man wissen. 😄
Und ganz nebenbei: Wir haben nun tatsächlich ganz Bornholm umrundet! Es hat sich total gelohnt, diese besondere Inselwelt zu erkunden – inklusive dem östlichsten Inselchen Dänemarks, Christiansø, und natürlich Bornholm selbst. 🌍
Erster Halt: die Hammershus Slotsruin. Hoch oben auf den Klippen thront diese beeindruckende Burgruine – übrigens die grösste Burgruine Nordeuropas! Erbaut im 13. Jahrhundert, diente sie einst als Festung, Machtzentrum und (weniger gemütlich) auch als Gefängnis. Heute pfeift der Wind durch die alten Mauern, und man kann sich lebhaft vorstellen, wie hier früher Ritter und Bischöfe das Sagen hatten. Der Ausblick? Grandios – Meer, Felsen, Weite… 😎
Weiter ging’s nach Hasle, ein kleines, charmantes Dorf direkt am Meer. Bunte Häuschen, ein ruhiger Hafen und diese entspannte Atmosphäre – hier hätte man locker noch länger bleiben können. Aber der Fahrplan rief.
Also ab nach Rønne für einen letzten Einkauf. Die Inselhauptstadt hat ihren ganz eigenen Charme mit engen Gassen.
Dann hiess es: Leinen los! Mit der Fähre ging’s Richtung Køge. Überraschung des Abends: kaum Gäste an Bord – herrlich ruhig! Nach einem richtig guten Nachtessen gönnte ich mir tatsächlich 1,5 Stunden Schlaf. Auf einer Fähre! Wer hätte das gedacht? 😄
In Køge angekommen, war nur noch eines wichtig: ab zum nahegelegenen Campingplatz. Motor aus, Licht aus – und zack, im wohlverdienten Tiefschlaf verschwunden.Read more
Kopenhagen
May 6–9 in Denmark ⋅ ☁️ 12 °C
Nur 40 Kilometer – das ist ja fast ein verlängertes Ausparken für unseren ObeliX 😄. Von Køge nach Kopenhagen geht’s heute zügig durchs flache dänische Land.
Am Stellplatz angekommen, wird keine Zeit verloren: rein in die S-tog, zwei Stationen später stehen wir mitten im Gewusel am Københavns Hovedbanegård. Das Bahnhofs-Gebäude ist ein Mix aus Backstein mit Holz inkl. vielen Holzdetails. Es wurde im Jahr 1911 eröffnet...
Vorbei am Tivoli – einer der ältesten Freizeitparks der Welt (seit 1843!), der selbst Walt Disney inspiriert haben soll – schlendern wir Richtung Rathaus. Das Kopenhagener Rathaus thront mächtig am Platz, und davor sprudelt der Drachenbrunnen. Die kämpfenden Drachen sehen aus, als hätten sie gerade schlechte Laune – vermutlich auch wegen der vielen Touristen 😄
Weiter Richtung Gammel Strand… und plötzlich: Notfall! Haare zu lang, Sicht eingeschränkt 😂 Also rein beim Coiffeur. Keine Diskussion, keine Wartezeit – zack, Roger sitzt schon auf dem Stuhl. Und siehe da: gut sieht’s aus! Am Ende wage ich mich deswegen auch – und verlasse den Laden gefühlt 5 Jahre jünger 😉.
Nächste Mission: Kontaktlinsen. Klingt einfach, ist es aber nicht. In Dänemark offenbar fast ein Staatsakt, weil ein medizinisches Produkt, es bräuchte zuerst eine Augenuntersuchung! Nach ein bisschen Herumfragen und Charme-Offensive macht ein Optiker tatsächlich eine Ausnahme – ich bekomme tatsächlich 20 Linsen und bin ich wieder scharfgestellt 👀
Auf dem Weg Richtung Gammel Strand sehen wir noch die Trinitatis Kirke. Die Kirche stammt aus dem 17. Jahrhundert und gehört zum berühmten Rundetårn-Komplex – quasi Kirche, Bibliothek und Observatorium in einem historischen Paket. Reingegangen sind wir nicht (denn es war ein Gottesdienst im Gang), aber selbst von aussen ein hübscher Hingucker.
Ein schöner Tag, wir sind fast 7km gelaufen.... morgen geht's weiter in Kopenhagen.Read more
Kopenhagen - kleine Meerjungfrau ......
May 7 in Denmark ⋅ ☁️ 14 °C
Heute gings nochmals zu einem ausgiebigen Stadtspaziergang durch Kopenhagen. Mit der S-Bahn fuhren wir zuerst zur Østerport Station. Auch dieser Bahnhof selbst ist hier irgendwie typisch Kopenhagen: nicht einfach nur praktisch, sondern richtig hübsch anzusehen 😊 Das historische Gebäude stammt ursprünglich aus dem Jahr 1897 und wurde vom bekannten dänischen Architekten Heinrich Wenck entworfen. Mit den roten Backsteinen, den Türmen und den vielen Details wirkt der Bahnhof richtig schön. Irgendwie schaffen es die Dänen sogar, Bahnhöfe gemütlich aussehen zu lassen 😄. Weiter gings dann mit dem Bus, also quer durch die Stadt Richtung Hafen.
Unterwegs fielen uns die vielen Blumenbeete auf – überall blühte es bunt. 🌷😄
Erstes Ziel war natürlich die berühmte "Kleine Meerjungfrau". Dort hatte gefühlt halb Asien gerade Fotoshooting 😅 Viele Touristinnen versuchten, sich exakt gleich wie die Meerjungfrau hinzusetzen. Fotografiert wurde aus allen Winkeln – nur die Meerjungfrau selbst blieb stoisch sitzen wie seit 1913. Die Statue basiert übrigens auf dem Märchen von Hans Christian Andersen und ist gerade mal 1,25 Meter hoch. Dafür hat sie weltweiten Starruhm erreicht.
Danach spazierten wir weiter zum imposanten Gefionbrunnen. Der Brunnen zeigt die nordische Göttin Gefion mit mächtigen Ochsen.
Gleich daneben steht die wunderschöne St. Alban’s Church im englisch-gotischen Stil. Die Kirche wurde Ende des 19. Jahrhunderts für die englische Gemeinde gebaut und sieht mit ihren Spitzbogenfenstern fast aus wie direkt aus England importiert. Besonders beeindruckend: die riesige Orgel mit ihren 1480 Pfeifen.
Nur wenige Schritte weiter erreichten wir das Kastellet – eine der besterhaltenen sternförmigen Festungsanlagen Europas. Rundherum grüne Wälle, Wassergräben und alte Backsteingebäude. Kaum zu glauben, dass mitten in der Hauptstadt plötzlich so viel Ruhe herrscht.
Weiter ging’s vorbei an der imposanten Frederikskirche, auch Marmorkirche genannt. Die riesige Kuppel ist sofort ein Blickfang und gehört mit rund 31 Metern Spannweite zu den grössten Kirchenkuppeln Skandinaviens. Der Bau begann bereits im 18. Jahrhundert, doch wegen Geldproblemen stand die Kirche jahrzehntelang als halbfertige Baustelle herum. Erst fast 150 Jahre später wurde sie vollendet. Innen wirkt alles unglaublich hell, rund und harmonisch – man hat fast das Gefühl, die Kirche sei speziell dafür gebaut worden, damit jedes Geräusch majestätisch hallt 😄 Die grossen Säulen, die Kuppelmalereien und die Marmorelemente machen ordentlich Eindruck.
Danach schlenderten wir über den Kongens Nytorv mit seinen prachtvollen Blumenanlagen. Wirklich erstaunlich, wie gepflegt und farbenfroh hier alles wirkt 🌺
Irgendwann meldete sich dann ein kleines Hüngerchen. Leider liefen wir genau an einer Pizzeria vorbei. Tja… man sollte in Dänemark vielleicht eher dänisch essen statt italienisch 😄 Die Pizza war… sagen wir mal… funktional. Essbar, aber kein kulinarischer Meilenstein. Immerhin mussten wir danach keinen Hunger mehr fürchten – auch nicht am Abend.
Nach rund 9 Kilometern Fussmarsch machten wir uns langsam wieder auf den Rückweg zu ObeliX. Und weil die Pizza von 16 Uhr immer noch recht schwer im Magen lag, fiel das Nachtessen heute komplett aus.Read more
Kopenhagen vom Wasser aus 🚤☀️
May 8 in Denmark ⋅ ☀️ 14 °C
Heute starteten wir ganz gemütlich in den Tag. Ferienmodus aktiviert 😄. Zuerst musste aber noch eine kleine Mission erledigt werden: eine der gerade mal sechs LPG-Tankstellen in ganz Dänemark finden. Das ist manchmal fast wie Schnitzeljagd mit ObeliX. Aber natürlich haben Roger und ich auch diese Herausforderung gemeistert. In nur 14 km Entfernung fanden wir eine der begehrten Tankstellen (leider konnten wir den Besuch nicht auf morgen verschieben, weil da wäre die LPG-Tankstelle geschlossen gewesen). Danach ging es zurück zu unserem Stellplatz in Kopenhagen.
Unsere Beine und Füsse meldeten heute leichten Ferienprotest an 😅. Deshalb beschlossen wir, die Stadt einmal ganz entspannt vom Wasser aus zu erkunden.
Mit dem ÖV fuhren wir bis zum Gammel Strand. Der Platz liegt mitten im historischen Zentrum von Kopenhagen und war früher tatsächlich ein richtiger Hafen- und Marktplatz. Es wurden hier Fisch und Waren verkauft, heute sitzen viele Touristen am Gammel Strand, während Boote gemütlich vorbeischippern.
Es dauerte nicht lange, bis wir „unser“ Boot gefunden hatten. Dann hiess es: Leinen los! Gemütlich tuckerten wir durch die Kanäle von Kopenhagen. Unser Eindruck: Diese Stadt sieht vom Wasser fast noch schöner aus als zu Fuss. Überall alte Backsteinhäuser, moderne Architektur, kleine Brücken und unzählige Velofahrer 🚲. Wir fuhren vorbei an bunten Häuserfassaden, alten Speichergebäuden und modernen Glasbauten. Besonders spannend ist, wie in Kopenhagen alt und neu direkt nebeneinander stehen. Da taucht plötzlich zwischen historischen Häusern ein ultramodernes Gebäude auf — und irgendwie passt trotzdem alles zusammen.
Auf dem Rückweg zum Central Station besuchten wir noch die Helligaandskirken und assen ein Glace.
Auch das Wetter meinte es einmal mehr extrem gut mit uns ☀️. Wir sind nun seit über zwei Wochen unterwegs und hatten bisher keinen Regen sondern nur Sonne. Gestern war es mal kurz etwas bewölkt… aber das zählt eigentlich kaum 😄. Wettertechnisch und überhaupt sind wir wirklich absolute Glückpilze.
Und so glitten wir gemütlich durch die Kanäle, liessen die Sonne ins Gesicht scheinen und dachten einmal mehr: Genau dafür lieben wir das Reisen mit ObeliX ❤️🚐Read more
Küstenfahrt mit Velowind 🚴🌊 und Schlossbesuch
May 9–10 in Denmark ⋅ ☀️ 15 °C
Heute tuckern wir mit ObeliX gemütlich von Kopenhagen nach Helsingør – immer schön der Küste entlang. Eine Strecke wie aus einem dänischen Bilderbuch: rechts das Meer, links saftig grüne Wiesen, hübsche Häuser mit roten Dächern und zwischendurch kleine Hafenorte. Und immer wieder der Blick hinüber nach Schweden. Verrückt eigentlich – da liegt einfach ein anderes Land direkt auf der anderen Seite des Wassers 😄
In Helsingør angekommen, teilen wir uns auf: Roger zieht los Richtung Schloss und Leuchtturm, während ich mir das Velo schnappe. Jeder nach seinem Geschmack 😄 Roger mit Geschichte und alten Gemäuern, ich mit Fahrtwind und Meerblick.
Meine Velotour führt nordwärts der Küste entlang über Hellebæk bis nach Hornbæk. Traumhafte Strecke! Immer wieder kleine Strandabschnitte, Dünen, Segelboote und diese typisch dänische Ruhe. In Hornbæk merkt man schnell, warum der Ort als beliebter Badeort gilt – breiter Sandstrand, schicke Ferienhäuser und irgendwie überall entspannte Ferienatmosphäre.
Auf dem Rückweg geht’s durch Stenstrup und Saunte. Dort wird’s ländlicher: Felder, kleine Höfe und diese sanften Hügel, bei denen man kurz vergisst, dass Dänemark eigentlich eher flach ist 😉.
Zurück in Helsingør laufe ich noch durch die schöne Altstadt bis zur Sankt Olai Kirke, dem Dom von Helsingør. Die Kirche stammt ursprünglich aus dem 13. Jahrhundert und gehört zu den bedeutendsten Bauwerken der Stadt. Überhaupt hat Helsingør richtig Charme: enge Gassen, alte Fachwerkhäuser und überall maritime Stimmung.
Roger besucht natürlich das berühmte Schloss Kronborg. Das Renaissance-Schloss wurde durch Shakespeares Hamlet weltberühmt. Und er ist natürlich voll in seinem Element 😄 läuft begeistert durch die alten Burggräben mit dicken Mauern und Kanonenstellungen. Besonders gefreut hat ihn aber der Leuchtturm direkt beim Schloss. Er ist direkt an die Festung angebaut und gehört perfekt zur ganzen Hafen- und Schlosskulisse. Noch ein Leuchtturm auf der Reise gesammelt ✔️ Roger glücklich 😄.
Heute zeigt sich das Wetter nochmals von seiner besten Seite ☀️ Morgen soll leider Schluss sein mit Sonne. Die Prognosen für die nächste Woche sehen eher nach „Wohnmobil mit Regenbegleitung“ aus. Umso mehr geniessen wir diesen perfekten Tag am Meer.
Und jetzt bleibt nur noch eine wichtige Mission: für das Abendessen ein gutes Fischrestaurant finden 🐟🍷. In Dänemark eigentlich keine schlechte Ausgangslage.Read more
Fish & Chips in Helsingør 🍟🐟
May 9 in Denmark ⋅ ⛅ 14 °C
Noch ein Nachtrag von gestern aus Helsingør: Dort entdeckten wir eine richtig coole Street-Food-Halle – genau unser Ding 😄. In der ehemaligen Werftgegend direkt am Hafen entstand in den letzten Jahren ein moderner Treffpunkt mit Foodständen aus aller Welt. Asiatisch, mexikanisch, Burger, Smørrebrød, Fischgerichte… man hätte sich locker einmal quer durch den Globus futtern können.
Die Stimmung war grossartig: Jung und Alt sassen gemütlich zusammen an langen Tischen, überall wurde gelacht, gegessen und geplaudert. So stellt man sich einen entspannten dänischen Abend vor 😊... Live-Musik inklusive.
Roger entschied sich standesgemäss für Fish & Chips, während ich ein Mixed-Fisch-Gericht mit Chips nahm. Und ehrlich: richtig lecker! Knuspriger Fisch, frische Zutaten und endlich einmal keine labbrigen Pommes, die nach fünf Minuten traurig zusammenfallen 😄
Wir genossen das bunte Treiben und die entspannte Hafenatmosphäre. Helsingør ist eben nicht nur Schloss und Kultur, sondern kann auch richtig gemütlich und modern.Read more
Waschtag mit Meerblick 🌦️
May 10–11 in Denmark ⋅ ☁️ 12 °C
Nach einer ausgezeichneten Nacht liessen wir es heute ganz gemütlich angehen. Für unsere Verhältnisse starteten wir fast schon im Rentner-Luxusmodus 😄, erst gegen 10 Uhr morgens.
Frühmorgens sahen wir die Sonne über Schweden aufgehen, ein toller Moment.
Da die Wetter-App den grossen Regen angekündigt hatte, beschlossen wir: Zeit für eine längst fällige Waschaktion! Nach 2,5 Wochen unterwegs hatte selbst ObeliX wahrscheinlich genug von unseren „Abenteuer-Düften“ gehabt.
Die Fahrt führte uns entlang der Küste von Nordseelands und immer wieder der Blick aufs Kattegat – richtig hyggelig. Nach knapp 20 Kilometern erreichten wir schliesslich Dronningmølle, einen beliebten Badeort an der dänischen Nordküste. Der Ort entstand ursprünglich rund um eine Mühle der dänischen Königin – daher auch der Name „Dronningmølle“, also „Königinnenmühle“.
Der Campingplatz erfüllte alle wichtigen Luxus-Kriterien: Waschmaschine ✔️ Tumbler ✔️. Und kaum drehte sich die erste Wäsche in der Trommel, kam schon die Überraschung des Tages: Die Wetter-App lag komplett daneben! Kein Regen. Stattdessen leicht bewölkter Himmel und immer wieder Sonne zwischen den Wolken. Meteorologen… auch nur Menschen 😄.
Natürlich zog es uns direkt an den Strand. Der breite Sandstrand von Dronningmølle gehört zu den schönsten an der Nordküste Seelands (feinster Sand, Dünen).
Mutig watete ich sogar ins Wasser. Also… mit den Füssen 😅. Mehr war bei 11 Grad definitiv nicht drin. Es fühlte sich an wie Kneippen auf dänisch: zuerst „huiii!“, dann taube Zehen und danach irgendwie erstaunlich erfrischend. Roger fand das natürlich höchst amüsant und blieb lieber trocken an Land.
Am Ende wurde aus dem geplanten Regentag doch noch ein richtig schöner Strand- und Waschtag. Saubere Wäsche, Sonne und Meeresluft 😊Read more
Regen & Leuchtturm
May 11–12 in Denmark ⋅ 🌧 10 °C
Nach einem guten "z’Morge" rollten wir mit ObeliX gemütlich Richtung Frederiksværk. Die Strasse führte uns durch viele kleine Küstenorte. Schon kurz nach Munkerup entdeckten wir bereits den nächsten Leuchtturm: Nakkehoved Fyr. Natürlich mussten wir sofort abbiegen 😄.
Wenige Meter später stand er da – klein, charmant und irgendwie typisch dänisch. Nakkehoved Fyr gehört zu den ältesten Leuchtturmanlagen Dänemarks und besteht eigentlich aus zwei Leuchttürmen (wir haben aber nur einen gesehen). Der ältere wurde bereits im 18. Jahrhundert gebaut. Ob unser entdeckter Turm heute noch aktiv ist? Keine Ahnung 😅. Aber für uns zählt sowieso mehr die Aussicht als die Technik.
Und dann kam der sportliche Teil des Tages: 128 Stufen runter zum Strand! Unten erwarteten uns Wind, Wellen und diese raue nordische Küstenstimmung 🌬️.
Danach tuckerten wir gemütlich der Küste entlang weiter bis nach Rågeleje – ein hübscher Badeort mit typischen Ferienhäusern und entspannter Atmosphäre. Von dort ging’s landeinwärts nach Frederiksværk. Die Stadt entstand im 18. Jahrhundert rund um Dänemarks erstes Industriegebiet und spielte früher eine wichtige Rolle in der Produktion von Kanonen, Kanonenkugeln und Kanonenpulver. Heute wirkt alles deutlich friedlicher 😉.
Und diesmal hatte die Wetterprognose tatsächlich recht. Ab 12.30 Uhr regnete es ohne Pause ☔. Erster richtiger Regentag dieser Reise! Aber wie man so schön sagt: Die Natur freut sich bestimmt darüber. Wir machten deshalb nur einen kurzen Spaziergang am Hafen und kauften im Fiskemarket ein wunderschönes Seeteufelfilet. Jetzt liegt die Verantwortung bei Roger 😄. Hoffentlich grilliert er den Seeteufel genau so gut, wie es aussah.
Den Rest des Tages verbrachten wir gemütlich im ObeliX. Der Regen trommelte leise aufs Dach, draussen war alles grau und drinnen herrschte perfektes Wohnmobil-Kuschelklima 😊. Einfach mal nichts tun, die Ruhe geniessen und sich schon auf ein feines Fischessen freuen.Read more
Sturm, Fieber und Leuchttürme
May 12–13 in Denmark ⋅ ☀️ 11 °C
Die Nacht im ObeliX war nicht so gut. Claudia kämpfte am Morgen mit Fieber und Halsschmerzen, ich mit den Erinnerungen an den heftigen Sturm in der Nacht. Und am Morgen mein geplanter Duschluxus? Gescheitert. Das Wasser war dermassen eisig, dass ich kurz dachte, ich stehe in der Ostsee. Vermutlich hatte die Heisswasseranlage noch tief und fest geschlafen.
Also machten sich zwei leicht zerzauste Dreckspatzen auf Richtung Einkaufstour. Der Kühlschrank war ungefähr so leer wie unsere Energielevel. Claudia sass dick eingemummt neben mir.
Bereits nach 17 Kilometern erreichten wir das Hafenstädtchen Hundested an der Nordküste Seelands. Der Ort lebt stark von Fischerei und Fähren und entwickelte sich im 19. Jahrhundert rund um den Hafen. Nach Besichtigung der beiden Stellplätze am Hafen entschieden wir uns für den Südhafen — deutlich schöner gelegen und vor allem angenehm nah bei den Sanitäranlagen. Denn morgen gilt: Duschen ist Pflicht 🚿😂
Nach dem Z’morge verschwand Claudia wieder gut eingepackt unter der Decke, während ich mich zu Fuss auf den Weg zum Knud Rasmussen Hus und zum Spodsbjerg Fyr machte. Rund zweieinhalb Kilometer führte der Weg entlang der Küste mit Blick aufs Kattegat — Sonne, frische Luft und nur noch ein paar harmlose Wolken am Himmel. Der Wetterwechsel kam genau rechtzeitig.
Das Haus von Knud Rasmussen liegt wunderschön auf einer Anhöhe direkt am Meer. Rasmussen war einer der berühmtesten Polarforscher Dänemarks und gilt als „Vater der Eskimologie“. Zwischen 1921 und 1924 durchquerte er als erster Europäer die Nordwestpassage mit Hundeschlitten — eine absolute Wahnsinnsleistung. Das Museum hatte leider noch geschlossen, aber über Rasmussen habe ich schon einiges gelesen.
Und dann das Highlight für den Leuchtturm-Fan 😄. Neben dem hübschen Spodsbjerg Fyr stand beim Hafen noch ein älterer Turm, offenbar der frühere Leuchtturm, aber wahrscheinlich nicht mehr in Betrieb. Den Namen habe ich zwar nicht herausgefunden, aber zwei Leuchttürme sind natürlich doppelte Freude für mich.
Zurück bei ObeliX schlief Claudia immer noch tief eingepackt vor sich hin. Immerhin zeigte sich das Wetter heute endlich wieder von seiner freundlichen Seite: Sonne, blauer Himmel und nur vereinzelte Wolken, allerdings noch immer recht stürmisch — das Wetter-App hatte wieder einmal recht 😄.
Jetzt hoffen wir auf eine ruhige Nacht, etwas weniger Wind und darauf, dass Claudia morgen wieder fitter ist 🍀Read more
Fähre, Fieber und Funkstille 🤧⛴️
May 13–14 in Denmark ⋅ ☁️ 9 °C
Mit der Fähre ging es heute von Hundested nach Rørvig – einmal quer über den Isefjord. Die Überfahrt dauert nur rund 20 Minuten 😄.
Nach der Ankunft fuhren wir weiter nach Havnebyen auf der Halb-Insel Sjællands Odde.
In Havnebyen selbst ist normalerweise einiges los. Der Ort gilt als einer der wichtigsten Fischereihäfen Seelands. Frischer Fisch, kleine Fischerboote und maritime Stimmung prägen den Hafenbereich. Heute allerdings eher nicht mit mir 😅.
Denn leider hat mich die hartnäckige Erkältung endgültig ins Bett im ObeliX geschickt. Statt Velotour oder Wanderung gab es Taschentücher, Tee und Ruhepause. Roger übernahm tapfer die Rolle als Bordapotheker und Motivationscoach 😉.
Darum bleibt der heutige Eintrag ausnahmsweise kurz: Es gibt schlicht nichts Spannenderes zu berichten als Husten, Schlafen und gelegentlich aus dem Fenster aufs Meer schauen.
Morgen sieht die Welt hoffentlich wieder etwas weniger nach Hustensaft und mehr nach Abenteuer aus 🚐Read more

Yvi on tourSchnelle und gute Besserung. Hoffe, dass es Roger nicht auch noch erwischt!
Leuchtturm, Hornhechte, Jrene & Dany
May 14–15 in Denmark ⋅ 🌬 10 °C
Leuchtturm, Hornhechte & Freunde
Nach einer herrlich warmen Dusche und einem gemütlichen z’Morge rollen wir mit ObeliX weiter Richtung nächstem Leuchtturm: dem Røsnæs Fyr.
Das Røsnæs Fyr liegt auf der Halbinsel Røsnæs, dem westlichsten Punkt der Insel Seeland. Der Leuchtturm wurde bereits 1844 gebaut und steht spektakulär über der Küste des Kattegats. Früher war die Gegend berüchtigt für Schiffstrandungen – heute eher für schöne Aussicht und steifen Wind 😄
Zurück auf dem Parkplatz klingelt plötzlich das Telefon: Irene und Dany melden sich und verkünden, dass sie spontan zu uns in den Norden kommen! Was für eine Überraschung 😊 Natürlich freuen wir uns riesig, liebe Freunde aus Rheinfelden mitten in Dänemark zu treffen.
Kaum auf dem Stellplatz angekommen, rollen auch die beiden an. Also ziehen wir direkt gemeinsam Richtung Hafen los. Dort herrscht reger Betrieb: überall Fischer mit langen Ruten, Eimern und konzentrierten Blicken aufs Wasser 🎣 Der Star des Tages ist der Hornhecht. Dieser eigenartige Fisch mit seinem langen schnabelartigen Maul zieht im Frühling in Küstennähe zum Laichen. Offenbar befindet sich hier ganz in der Nähe ein beliebter Laichplatz. Nach dem Laichen schwimmen die Fische dicht am Hafen vorbei zurück Richtung Ostsee – für die Fischer also ein gefundenes Fressen. Besonders lustig: Die Gräten des Hornhechts sind wegen eines Farbstoffs tatsächlich leicht grünlich. Sieht beim Essen etwas ausserirdisch aus 👽🐟 (dies erzählt uns einer der Fischer).
Nach einem stärkenden Zvieri spazieren wir noch der Küste entlang. Dort beobachten wir zahlreiche Kormorane. Die grossen schwarzen Vögel sitzen mit ausgebreiteten Flügeln auf Pfählen und Steinen, als würden sie Yoga machen 😄. Tatsächlich trocknen sie so ihr Gefieder, denn ihre Federn sind weniger wasserabweisend als bei anderen Wasservögeln. Dafür können sie ausgezeichnet tauchen und jagen Fische unter Wasser fast wie kleine Torpedos.
Am Abend wird der Grill eingeheizt 🔥 Gemeinsam essen, lachen und erzählen wir bis spät in den Abend hinein. Es ist einfach schön, dass Irene und Dany diesen kleinen Umweg in den Norden gemacht haben. Morgen geht ihre grosse Reise weiter Richtung Kopenhagen, Schweden, Finnland und Norwegen – insgesamt sind sie ganze drei Monate unterwegs! Da bekommt man direkt wieder Fernweh, obwohl wir ja selber schon mitten drin sind 😄Read more
Meerblick & Flæske-Glück
May 15–16 in Denmark ⋅ 🌬 12 °C
Ohne grosse Abschiedszeremonie 😉 machen wir uns heute von Jrene und Dany aus, auf den Weg Richtung Süden nach Reersø. Verabschiedet haben wir uns ja bereits gestern – alles andere wäre wohl leicht überdramatisch geworden 😄
Die Fahrt führt uns durch die typisch dänische Landschaft: kleine Bauernhöfe, gelbe Rapsfelder und gemütlichen Dörfer mit roten Backsteinhäusern. Nach gerade mal rund 45 Kilometern rollen wir schon gemütlich auf unseren Stellplatz direkt am Hafen von Reersø. Meerblick inklusive. Für mich einfach der Jackpot 🌊
Der Wind meint es heute allerdings ziemlich ernst mit uns. Den ganzen Tag bläst es kräftig mit Böen bis zu 42 km/h. ObeliX schaukelt zwischendurch ein wenig 😄. Trotzdem zeigt sich das Wetter von seiner schönsten Seite: strahlender Sonnenschein den ganzen Tag und dieser typisch klare dänische Himmel mit kleinen Wölkchen, bei dem das Meer fast glitzert wie in der Werbung ☀️
Nach einem gemütlichen kleinen Lunch ziehen wir trotzdem los zu einem Spaziergang Richtung Süden der Halbinsel. Immer am Strand entlang, immer mit Blick auf die imposante Storebæltsbroen. Die riesige Brücke verbindet die dänischen Inseln Fünen und Seeland und gehört zu den längsten Hängebrücken Europas.
Der Spaziergang hat heute definitiv etwas von „Frischluft deluxe“ 🌬️ Der Wind pfeift uns kräftig um die Ohren, die Haare machen sowieso längst, was sie wollen, und teilweise müssen wir uns richtig gegen die Böen stemmen. Dafür wirkt das Meer umso wilder und eindrücklicher.
Vorbei an einem schönen Kiefernwald erreichen wir an der Südwestspitze von Reersø die Skansen-Klinten. Die Steilküste dort ist wirklich beeindruckend: raue Klippen, tosende Wellen und diese urwüchsige Stimmung, die perfekt zu diesem stürmischen Tag passt 😊
Reersø selbst ist übrigens eine kleine Halbinsel mit nur wenigen hundert Einwohnern und bekannt für seine besondere Katzenrasse: die „schwanzlosen Katzen von Reersø“. Ja, die gibt es wirklich 😄 Angeblich leben dort seit Jahrhunderten Katzen mit verkürzten Schwänzen (Manx-Katze). Es handelt sich um eine Population schwanzloser Katzen, die durch eine spontane Genmutation entstanden ist. Die Legende besagt, dass diese Katzen vor etwa 200 Jahren von der Isle of Man nach einem Schiffbruch im Storebælt auf die Insel kamen. Aufgrund der isolierten Lage der ehemaligen Insel hat sich das Merkmal der Schwanzlosigkeit über Jahrhunderte erhalten. Wir sehen aber keine dieser Katzen!!! Dafür eine dänische Kuh 🤣.
Zum Nachtessen gönnen wir uns dann die legendären Flæske-Sandwiches vom kleinen Imbiss am Hafen. Und wir verstehen sofort, warum alle davon schwärmen 🤤 Knuspriges Schweinefleisch, feine Sauce und genau die richtige Portion „ungesund aber glücklich“.
Den Abend geniessen wir schliesslich gemütlich im ObeliX. Draussen rauscht der Wind weiter übers Meer, die Wellen klatschen an die Küste – und drinnen ist es einfach nur gemütlich 🌊🚐Read more
Sonnenfahrt nach Lundeborg ☀️🚴
May 17–18 in Denmark ⋅ ☁️ 14 °C
Heute meint es Dänemark endlich wieder gut mit uns: viel Sonne, nur ein paar harmlose Wölkchen und kein Regen weit und breit. Also rollen Roger, ich und natürlich ObeliX bester Laune weiter über die Storebæltsbroen auf die Insel Fünen – von den Dänen liebevoll Fyn genannt.
Kaum haben wir die imposante Storebæltsbroen überquert, entdecken wir direkt den nächsten Leuchtturm: Name unbekannt? Und damit ist es offiziell – wir stehen bereits bei Leuchtturm Nummer 11 in Dänemark! 😄 Langsam könnte man meinen, wir reisen nicht mit ObeliX, sondern mit einem mobilen Leuchtturmführer durchs Land.
Die Strecke zeigt sich von ihrer hübschen Seite: sanfte Hügel, gelbe Rapsfelder und knorrige Bäume. Diese Landschaft wirkt irgendwie wie gemalt – als hätte jemand beschlossen, dass Hektik hier Hausverbot hat. 😄
In Lundeborg angekommen, schwingen wir uns aufs Velo. Erst geht’s gemütlich südwärts der Küste entlang. Das Meer glitzert um die Wette mit der Sonne, Möwen kreischen über uns und der Wind hat heute ausnahmsweise beschlossen, sich relativ anständig zu benehmen.
Unser erster Stopp: Schloss Broholm. Das Herrenhaus stammt ursprünglich aus dem 13. Jahrhundert und war früher eine richtige Wasserburg. Heute wirkt alles herrlich friedlich – fast zu schön, um wahr zu sein.
Weiter radeln wir durch kleine Dörfer Richtung Oure, Gudme und Hesselager. Besonders spannend: Kirche von Gudme. Gudme war in der Wikingerzeit nämlich ein bedeutendes Machtzentrum. Hier wurden Goldschätze gefunden, weshalb Historiker vermuten, dass die Gegend einst das politische Zentrum von Fünen war. Nicht schlecht für so ein beschauliches Dorf! 😄
Auch die Kirche von Hesselager taucht plötzlich zwischen alten Bäumen auf – typisch dänisch schlicht. Leider auch geschlossen wie die Kirche von Gudme.
Zum Schluss erreichen wir noch Hesselagergård, eines der ältesten Renaissance-Schlösser Dänemarks. Wunderschön anzusehen leider nur von aussen, denn jegliches Betreten des Geländes ist verboten. Da hat wohl jemand Angst, dass Roger und ich versehentlich einziehen könnten. 🤭
Also radeln wir ganz entspannt zurück nach Lundeborg, lassen den Abend ruhig ausklingen und wollen uns ein feines Nachtessen im Jensen's Fisk gönnen. Frischer Fisch direkt am Hafen – mehr Dänemark geht fast nicht - so die Hoffnung. Leider war es gar nicht fein.... es gab nach 16 Uhr (wir waren um 16.30 vor Ort) nur noch eine kleine Auswahl an Gerichten... das beste war noch Fish & Chips. Aber auch dies lies zu wünschen übrig... kleiner Fisch, Salat ohne Dressing... na ja einfach eine grosse Enttäuschung leider.
Velotour auf Koomot:
https://www.komoot.com/de-de/tour/2961217739?sh…
Morgen wartet bereits das nächste Inselabenteuer: Langeland.Read more
Reetdächer & Rindsfilet 😄
May 18–19 in Denmark ⋅ ☁️ 16 °C
Heute ging es für uns mit ObeliX ganz entspannt weiter nach Rudkøbing auf der Insel Langeland. Die Fahrt dorthin war typisch dänisch entspannt. Schön ist immer wieder der Blick aufs Meer - mal glitzernd ruhig, mal leicht grau-blau unter den Wolken 🚐🌾.
Das Wetter war heute übrigens völlig in Ordnung. Zwar zogen immer wieder ein paar Wolken vorbei, aber die Sonne blinzelte regelmässig hervor und machte die Velotour gleich doppelt schön 🌤️😄.
Nach einem kleinen Snack zum Mittagessen wurden die Velos startklar gemacht und wir radelten Richtung Spodsbjerg mitten hinein ins gemütliche Inselinnere. Was uns dabei ständig ins Auge stach: diese wunderschönen Häuser mit ihren traditionellen Reetdächern. Die Dächer bestehen aus Schilfrohr und haben in Dänemark eine jahrhundertealte Tradition. Früher nahm man einfach das Material, das direkt vor der Haustür wuchs — praktisch, wetterfest und erstaunlich langlebig. Und ganz ehrlich: Ein Reetdach macht einfach sofort „Hygge“, selbst wenn man nur daran vorbeifährt. 😄
Die kleinen Strassen führten vorbei an alten Bauernhäusern, Pferdeweiden und blühenden Hecken. Hier scheint alles ein bisschen langsamer zu laufen — sogar der Wind wirkt entspannter.
Den Abend liessen wir dann ganz stilecht im ObeliX ausklingen. Roger war heute Grillmeister und zauberte ein feines Rindsfilet auf den Grill. Und ja… wir sind uns ziemlich sicher: Das war definitiv besser als die Fish & Chips von gestern und zwar viel besser. 🥩🔥😂Read more
3 Leuchttürme an einem Tag!!! (Nr. 12, 13 und 14)
May 19–20 in Denmark ⋅ ☀️ 13 °C
Heute ging’s für ObeliX gemütliche 30 Kilometer nordwärts über die Insel Langeland bis nach Lohals. Morgen soll der Himmel angeblich sämtliche Schleusen öffnen – also wollten wir heute noch möglichst viel trockene Luft tanken. 🌦️
Kaum im Hafen angekommen, wurden die Velos ausgeladen und los ging’s Richtung Norden zum privaten Hou Fyr. Die Strecke führte durch überraschend hügeliges Gelände – für Dänemark fast schon alpine Verhältnisse 😄... für uns fast eben – und durch einen wunderbar dichten Wald, in dem die Sonne immer wieder zwischen den Bäumen hervorgeblinzelt hat. Links und rechts sattes Frühlingsgrün, Vogelgezwitscher und zwischendurch dieser typische Duft von feuchtem Waldboden.
1. Leuchtturm
Das Hou Fyr selbst ist ein eher unscheinbarer, privater Leuchtturm an der Nordspitze Langelands. Früher half er den Schiffen bei der Navigation durch die Gewässer zwischen Langeland und Fünen. Besonders spannend: Viele kleinere dänische Leuchttürme wurden im 19. Jahrhundert gebaut, weil die Ostsee-Schifffahrt damals regelrecht boomte. ⚓
Auf dem Rückweg entdeckten wir auf Pfählen fein säuberlich aufgereihte Kormorane – wie eine schwarze Jury mit strenger Miene. 🐦 Nach den Tauchgängen müssen sie die Flügel trocknen und sitzen mit ausgebreiteten Flügeln aus den Pfählen. Sie sehen dabei immer ein wenig aus, als würden sie ein düsteres Ritual abhalten. Kormorane ernähren sich fast ausschließlich von Fisch, den sie bei Tauchgängen von bis zu 90 Sekunden Länge erbeuten. Kormorane leben gesellig in Kolonien an Küsten oder grösseren Binnengewässern.
Danach wechselten wir auf die andere Seite der Insel zum winzigen Frankeklint Fyr. Der gilt tatsächlich als kleinster Leuchtturm Dänemarks. Winzig ist er wirklich – eher „Leuchttürmchen“ als Leuchtturm 😄 –, aber dank der hohen Klippen über der Ostsee trotzdem hervorragend sichtbar für vorbeifahrende Schiffe. Die steilen Küsten dort sind übrigens ziemlich typisch für den Norden Langelands und entstanden während der letzten Eiszeit.
3. Leuchtturm
Nach der Rückkehr zum Hafen entdecken wir direkt vor Ort noch den 3. Leuchtturm des heutigen Tages: das Lohals Fyr also unser 14. Leuchtturm.
Zurück in Lohals trafen wir direkt am Wasser noch sehr nette Hamburger. Aus einem kurzen Schwatz wurde eine längere Diskussion über Politik, Weltlage und alles dazwischen. Lustig, wie schnell man unterwegs mit völlig fremden Menschen ins Gespräch kommt – wahrscheinlich hilft Meerblick dabei enorm. 🍔🌍
Was uns auf der ganzen Reise auffällt: Das Wasser der Ostsee ist hier erstaunlich klar. Selbst im Hafen konnten wir bis auf den Grund sehen. Und mitten drin schwamm plötzlich eine grosse gelbe Haarqualle vorbei. 😳 Unsere Qualle im Hafen ist allerdings nur ca. 30-35 cm im Durchmesser.
Noch etwas zu dieser Quallenart (dank Wikipedia): Gelbe Haarqualle, die aufgrund ihrer nesselnden Tentakel umgangssprachlich oft als Feuerqualle oder Löwenmähnenqualle bezeichnet wird. Sie besitzt einen achtlappigen Schirm, der gelb, orange, dunkelrot oder violett gefärbt sein kann. Charakteristisch sind die extrem langen, fadenförmigen Tentakel, die unter dem Schirmrand in Büscheln hängen. Zum Glück sieht sie meist gefährlicher aus, als sie ist … wobei man ihre Tentakel trotzdem lieber nicht kuscheln möchte.
Es ist die größte bekannte Quallenart der Welt. Während sie in der Nord- und Ostsee meist Durchmesser von 35 bis 50 cm erreicht, können Exemplare in der Arktis über 2 Meter breit werden, mit Tentakeln von bis zu 30 bis 40 Metern Länge. Diese Quallen leben freischwimmend im offenen Wasser und ernähren sich von Plankton, kleinen Fischen und anderen Quallen.
Zum Abschluss gab’s bei ObeliX noch ein richtig feines Nachtessen: Lachs, Reis und Gemüse. Danach wurde der Abend gemütlich beendet – mit skeptischem Blick auf den Wetterbericht. Vielleicht irrt sich der ja morgen. Wäre schliesslich nicht das erste Mal. 😄Read more















































































































































































































































































































































TravelerWird schon klappen! Ihr schafft das! Gute Reise!
Traveler
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