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  • Day27

    Mount Gambier

    October 30, 2016 in Australia ⋅ 🌬 15 °C

    Victor Harbor – Naracoorte Caves – Mount Gambier
    Wir starten den Tag mit den üblichen Aufgaben im Camperleben: duschen, Geschirr in der Küche des Parkes spülen und natürlich unseren Campervan mit frischem Wasser versorgen und vom Dreckigen befreien. Kurz vor unserer Abfahrt aus Victor Harbor fängt es dann an kräftig zu regnen und winden, was uns den ganzen Tag begleiten wird. Das Ziel des heutigen Tages ist es deshalb eine möglichst grosse Streck Richtung Osten zu fahren, wo mit weiteren Nationalparks und der Great Ocean Road Highlights auf dem Weg nach Melbourne warten.
    20 Kilometer östlich von Victor Harbor machen wir in Goolwa einen kurzen Stopp für Kaffee und Frühstück, und setzten unsere Reise zügig fort. Tanja gönnt sich während der sehr windigen Fahrt, die unseren schmalen aber hohen Campervan zur perfekten Zielscheibe macht (und wir darum beim Geradeausfahren das Lenkrad des öfteren 45 Grad zur Seite gegen den Wind stemmen müssen) immer wieder kleine Nickerchen, während wir uns nordöstlich Richtung Wellington bewegen.

    In Wellington überqueren wir dann auf einer herzigen, kostenlosen Fähre den wegen des vielen Regens mächtig wirkenden Murray River, was vor allem Aleks mega cool findet. Auf der Weiterfahrt ist es dann ausser der immer wieder eintretenden Regenfällen und stets starken Winde recht eintönig, und die Gegend wirkt im Vergleich zu Westaustralien sehr zahm und europäisch. Nach gut 3 Stunden on the road machen wir in Tintinara einen Tankstopp und essen im Camper einen kleinen Lunch.

    Nach gut weiteren 90 Minuten Fahrt kommen wir dann in Naracoorte an, wo wir die berühmten Naracoorte Caves bestaunen möchten. Die Höhlen sind bekannt für ihre sensationellen Fossilienfunde der Megafauna Australiens von vor fünfzigtausend Jahren und aufgrund dessen sogar zum UNESCO-Weltkulturerbe eingestuft. Im Museum des Visitor Centers gönnen wir uns die Tour durch die mit Liebe gestaltete Zeitreise mit nachgestellten Riesen-Kängurus, Koalas, Echsen und dem 3 Tonnen schweren Diprotodon. Die interessanten Infos sind auf Notizzetteln festgehalten, was den Anschein weckt, selbst Teil der Entdeckungsreise zu sein. Nach dem Besuch des Museums sprinten wir in strömendem Regen zur frei erforschbaren Wet Cave, die uns wiederum eindrücklich eine Welt unter der Erde eröffnet. Nach diesem Zwischenstopp in Naracoorte fahren wir nochmal gut eine Stunde weiter südlich nach Mount Gambier, wo wir im Camperpark direkt neben dem Kratersee eines erloschenen Vulkans einchecken.

    Während Aleks in den Empfang geht um uns anzumelden und Spaghetti für das Abendessen zu kaufen, fängt es für eine Minute sogar an zu hageln! Im Camper bereiten wir unser Essen vor, und grübeln ob wir den gut 45 minütigen Rundweg um den extrem schönen See heute noch wagen sollen. Doch Petrus meint es gut mit uns: obwohl es sehr kalt ist verziehen sich die Wolken, und wir gehen warm eingepackt zum See. Es regnet trotzdem noch einmal kurz (was aber zwei grosse Regenbogen kreiert) aber wir sind wir froh, doch noch raus gegangen zu sein. Auf dem Rundweg des erst vor 4600 Jahren erloschenen Vulkans, dessen See man Blue Lake nennt, erfahren wir auf vielen, wieder typisch schön aufbereiteten Infotafeln, Wissenswertes über die Entstehung des Sees, die Nutzung seines Wassers für die Versorgung von Mount Gambier und natürlich seine Bedeutung für die Aboriginals der Region. Der Spaziergang selbst ist prächtig und wir treffen, als es gerade komplett dunkel wird, wieder im Camperpark ein, wo wir eng umschlungen im ziemlich kalten Campervan in die Traumwelt entschwinden.
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