October - November 2016
  • Day35

    Sankt Gallen

    November 7, 2016 in Switzerland ⋅ 🌧 1 °C

    Melbourne - Singapur - Zürich - Sankt Gallen
    Heute ist es soweit: Der Tag unserer Rückreise in die Schweiz ist gekommen. Wir stehen beide mit einer gewissen Traurigkeit über diese Tatsache auf, können aber während dem gewohnt feinen Morgenessen auch mit Freude auf die grossartigen Erlebnisse der letzten 5 Wochen zurückblicken. Pünktlich werden wir gegen 12:00 Uhr per Bus abgeholt, der uns und unser Gepäck bequem zum Airport-Transport-Bus-Terminal bringt, von wo aus wir wiederum mit einem Bus den Flughafen Melbourne ausserhalb der Stadt erreichen. Check-in und Boarding sauber hinter uns gebracht, sitzten wir ziemlich schnell bereits in der Maschine der Singapore Airlines, die uns in gut 7 Stunden nach Singapur bringen soll. Wir sind im Flieger sehr gut gelaunt, und lesen die neu erworbenen Bücher, geniessen ein feines Mittag- und Abendessen, schauen den wundarbar rührenden Film Captain Fantastic und sind magisch rasch bereits in Singapur gelandet.

    Trotz aufkommender Müdigkeit holen wir alles aus unserem gut 3 stündigen Aufenthalt am Flughafen Singapur heraus: Wir vertreten unsere Beine an den grossen Terminals mit einem Spaziergang durch die vielen Läden, geniessen Kaffee und Süssigkeiten und verwöhnen unsere Füsse an einem Massagestuhl. Wieder im Flieger gibt es erneut ein Nachtessen das wir fast nicht runterbekommen, und wir schauen auf dem gut 12 stündigem Flug zwei Filme: "Der geilste Tag" und "A Man Called Ove", die uns beide auf ihre Weise zu Tränen rühren. Den Rest des Fluges versuchen wir ein wenig Schlaf zu bekommen, doch wie bereits beim Hinflug fühlt sich die gesamte Rückreise unendlich lang an. Die Tage verschmelzen zu einem einzig langen, da es bei unserer Landung in Zürich 8 Uhr morgens ist. Erschöpft aber glücklich wieder am Boden zu sein, gehts mit dem Zug in der ungewohnt grauen, nassen und kalten Umgebung namens Schweiz nach St. Gallen. Obwohl wir direkt in den Schlaf fallen könnten, halten wir uns mit Auspacken und Hausarbeit wach, und geniessen am Nachmittag sogar noch einen wunderschönen Herbstspaziergang an den Drei Weihern von St. Gallen.

    Trotzdem schaffen wir nicht mehr den ganzen Tag: Gegen 16:30 Uhr fallen wir ins Bett, und träumen von den erlebten Abenteuern in Australien, und den vielen noch unbekannten, die vor uns liegen.
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    Martin Bischof

    Send my an angel

    12/14/17Reply
     
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  • Day33

    Melbourne Tag 2

    November 5, 2016 in Australia ⋅ ☁️ 15 °C

    Trotz des wunderbar kuscheligen Bettes im Hotel wundern wir uns beim Aufwachen, dass wir nicht mehr in unserem Camper sind. Was wir aber reichlich geniessen, ist das private WC mit der schönen Dusche, die wir uns gönnen. Danach stürzen wir uns gleich in das bunte Treiben von Melbourne! In der Hoffnung ein hippes Kaffee für das Morgenessen zu finden, durchstöbern wir das selbe Quartier, wo wir gestern in der ersten Rooftop Bar den Abend gestartet haben.

    Wir werden dann weiter nördlich fündig, und geniessen mit vielen anderen Besuchern guten Kaffee und ein feines Frühstück. Danach ziehen wir weiter über die Longsdale Street Richtung Osten der Innenstadt und treffen dabei prompt auf eine Demonstration gegen Diskriminierung. Wir verschwinden in einigen kleinen Läden, und Tanja findet in einem Billa Bong Laden ihr perfekt zugeschnittene Sommerhosen… für den nächsten Sommer quasi.

    Danach geht’s quer durch Chinatown, in einen Musikladen, eine Bibliothek wo Aleks auf einem Klavier ein Ständchen spielt (da er die Kriterien für das Spielen des frei verfügbaren Musikinstruments erfüllt), und schlussendlich von den coolen Büchern motiviert in einem Buchladen, wo wir beide fündig werden. Nach einem weiteren Kaffee im Buchladen gehen wir wieder zurück ins Hotel, wo wir bis zum Abendessen im Cumulus Inc (heisst wirklich so) noch ein wenig entspannen wollen.

    Doch zu früh gefreut: Auf einmal geht der Feueralarm unseres Zimmers lautstark los! – Unsere erste Reaktion ist es das laute Teil wie im Camper während dem Toasten auszuschalten, doch leider kommen wir nicht an das Gerät ran. Als wir auf den Flur rausgehen, sehen wir viele weitere verwirrte Gesichter der anderen Gäste unseres Stocks, die bereits mit der Rezeption telefoniert haben. Schnell entspannt sich die Lage, und der Alarm entpuppt sich als ein Fehlalarm, der jedoch nicht aufhören will zu läuten! Wir gehen daraufhin in die Lobby runter um auf den Stopp des Lärms zu warten, doch als sich nach gut 15 Minuten nichts tut brechen wir nach einem kurzen Frischmachen im lärmenden Zimmer wieder in die Stadt auf.

    Beim Spaziergang zum heutigen Restaurant unserer Wahl, dass in unserem Lonely Planet als eines der kulinarisch Besten der Stadt gelobt wird, treffen wir lauter schicke Leute, und sind froh im Restaurant den letzten Platz zu ergattern! Wir beschliessen es uns an unserem letzten Abend gut gehen zu lassen und wählen neben feinem Schwarzbier und Cider das 4-Gang-Speziell-Vom-Chefkoch-Für-Sie Menü. Unser sympathischer Kellner erklärt uns bei jedem neuen Häppchen was es gibt, und so geniessen wir über salzig und sauer auch scharf und süss und sind rundum zufrieden. Obwohl es erst gegen 9 Uhr ist als wir mit dem Essen fertig sind und die Strassen voll von bunten für den Ausgang sich frisch gemachten Leuten sind, gehen wir zurück ins Hotel. Dort gönnt sich Aleks seinen (vorerst) letzten Timtam-Donut, und nach einer Doku auf dem Laptop fallen wir in den Schlaf.
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  • Day32

    Melbourne

    November 4, 2016 in Australia ⋅ ☀️ 24 °C

    Geelong – Melbourne
    Nach einem letzten Zmorgen im Britzli treten wir unsere Abschlussfahrt nach Melbourne an. Das Navi führt uns über Landstrassen, sodass wir zwischendurch unsicher sind, ob wir in die richtige Richtung fahren. Schliesslich ist auf unser TomTom aber doch Verlass und wir treffen wie geplant bei der Autovermietung ein. Wir sagen unserem Büssli Adieu, schultern unsere Rucksäcke und laufen zur nahegelegenen öffentlichen Bushaltestelle.

    Die Fahrt in die Innenstadt dauert 30 Stationen und wir hoffen, dass wir die richtige Haltestelle zum Aussteigen finden. Der Busfahrer, der „out of tickets“ ist, weshalb wir schwarzfahren, ruft unsere Station netterweise aus, und dank unseren Navigationskünsten finden problemlos unser Hotel. Ein bisschen underdressed fühlen wir uns in unseren kurzen Hosen, Trampern und Turnschuhen schon, als wir in der eleganten, glänzenden Eingangshalle des „Rendezvous“ stehen. Das Personal verzieht aber keine Miene und gut gelaunt checken wir in unserem Zimmer ein. Aleks gönnt sich eine Dusche im schönen Badezimmer, das wir wieder einmal ganz für uns alleine haben und Tanja sucht einen Coiffeur in der Nähe. Unsere Mission heute Nachmittag lautet: etwas essen, feinen Kaffee trinken, relaxen und Haare schneiden.

    Nach einem kurzen Telefonat ist unser Verschönerungstermin gefixt, aber zunächst geniessen wir feinsten Risotto im herzigen Café „Milé“, allerbesten Kaffee mit und ohne Martini und einen Schoko-Mandelgipfel. Mhmmm – wir haben vor, es uns in Melbourne noch einmal richtig gut gehen zu lassen und all unsere übrigen Australischen Dollars zu verchlöpfen. Bevor wir unseren Termin im Coiffeursalon „voir“ wahrnehmen, bei dem abgesehen vom Namen nichts Französisch ist, machen wir einen kurzen Rundgang durch die Innenstadt. Wir finden einen grossen Park und ein schönes Flussufer, alte historische Gebäude die mit neuen, riesigen Glaspalästen kontrastieren und eine Unmenge von Menschen in allen Grössen, Farben und Formen.

    Wir enden in einer Seitengasse am Rande von „Chinatown“ bei unserem Coiffeursalon, wo uns eine ganze Mannschaft von asiatischen Hairdressern in Empfang nimmt. Aleks sitzt schon längst auf dem Frisiersessel, da werden Tanjas Haare immer noch von erfahrenen Händen shampooniert. Während Aleks‘ Haar von einer jungen Südkoreanerin in Form gebracht wird, wird Tanja von einem Australier indonesischer Abstammung verschönert und am Schluss sind alle mit dem Ergebnis mehr als zufrieden. Entspannt und wie neu machen wir uns auf, die Stadt weiter zu entdecken.

    Später im Hotel entscheiden wir uns dafür, heute Abend eine Rooftop-Tour zu machen und in verschiedenen Bars auf Dachterrassen von Melbourne zu essen und zu trinken. Schlussendlich sind es aber nur zwei Bars, die wir besuchen – Campari’s und the Cookie. Im Campari essen wir auch Znacht und machen die Bekanntschaft einer netten Französin, die in Australien arbeitet, aber Heimweh nach Europa hat und deshalb schon bald wieder nach Hause reisen wird. Während die Drinks auf der Dachterrasse berauschend (aber nicht umwerfend) sind, kann die Aussicht nicht mithalten: wir sind mitten zwischen Hochhäusern und haben nichts als Wände um uns herum. Deshalb freuen wir uns an der prächtigen Aussicht auf der Terrasse des Cookies umso mehr. Da die Zeit schon fortgeschritten ist und die meisten Bars bereits schliessen, entscheiden wir uns, den Heimweg anzutreten. Vorfreudig auf den morgigen Tag legen wir uns schlafen und geniessen das bequeme Bett.
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  • Day31

    Geelong

    November 3, 2016 in Australia ⋅ ⛅ 16 °C

    Wye River – Erskine Falls – Queenscliff – Geelong
    Wir wachen inmitten unserer Wäsche auf. Gestern Abend haben wir nämlich wieder unsere berühmt berüchtigte Nasse-Wäsche-im-Camper-Aufhäng-Aktion vollführt, die trotz kleinerem Camper voll geklappt hat. Nach dem Auschecken aus dem herzigen Camperpark in Wye River, machen wir nur zehn Meter weiter im hiesigen Kaffee für ein feines Frühstück Halt, kaufen im Laden nebenan zwei herzige Känguru- und Koala-Magnete und fahren weiter der Great Ocean Road entlang. Das Wetter ist immer noch sehr grau, die Temperaturen aber recht angenehm.

    Im gut 20 Kilometer entfernten Lorne tanken wir das wahrscheinlich letzte Mal unseren Britzli voll, ehe wir zu den Erskine Falls hochfahren. Die steile, gut 9 Kilometer lange Strecke führt direkt in den Otway National Park, und als wir an den Parkplatz hereinfahren, fühlen wir uns wie im Jungle Buch: Der Wald ist prächtig schön und wir stellen uns Regenwälder in Südamerika genauso vor. Wir steigen direkt die lange, gut 200 Meter lange Treppe zum Fuss des Wasserfalls hinunter und geniessen mit anderen Touristen zusammen die wie ein Bild in die Landschaft gemalten Wasserfälle. Die Treppen wieder hochzusteigen bietet uns Morgensport, der unerwartet streng ist. Schon bald sind wir wieder in Lorne und nach diesem schönen Abstecher wieder auf der Great Ocean Road. Hier grübeln wir über das nächste Ziel nach: Zum einen müssen wir morgen unseren Britzli im immer noch gut 2 Stunden entfernten Melbourne abgeben, zum anderen möchten wir diesen Tag aber auch noch einmal so richtig geniessen. Da es auf dem Weg bis Melbourne aber nichts wirklich Herausragendes gibt, hat Tanja eine Idee: Wir könnten doch auf einer Pferderanch einen Ausritt machen! Einstimmig geben wir die gut 30 Minuten entfernte nächste Station ein, und kommen über eine Schotterpiste direkt zur Farm, wo bereits junge Australier im Sattel sitzen. Leider teilt uns die sympathische Halterin aber mit, dass der nächste Ausritt erst um 15:00 Uhr ist, was bedeuten würde das wir zweieinhalb Stunden irgendwo warten müssen. Etwas enttäuscht sagen wir ade, und fahren zur nächsten Pferdefarm. Diese liegt etwas versteckt weiter im Landesinneren, und wir sind voller Energie hier Cowboy und -Girl zu spielen. Aber auch hier wird es heute nichts, denn der Ort wirkt wie ausgestorben und ehrlich gesagt etwas schäbig und gruselig. Da wir niemanden finden, weder Menschen noch Tiere, fahren wir wieder ab.
    Auf dem Weg weiter nach Osten ist unsere Stimmung an diesem nicht so funktionierenden Tag nicht die beste, doch wir geben natürlich nicht auf, nein! Wir fahren an Geelong vorbei Richtung Queenscliff, wo sich die Wolken lichten und wir wieder strahlende Sonne geniessen. Der kleine Ort in der Bellarine Peninsula besitzt einen Leuchtturm, und einen der weltweit berüchtigtsten und gefährlichsten Seewege der Welt, den man „the Rip“ nennt. Wir parkieren unseren Van in der Hauptstrasse, besichtigen eine kleine Kirche turned into Antiquitätenladen, stärken uns mit einem Kaffee und sehen einige Pelikane am Hafen wo wir einen Spaziergang zum Leuchtturm machen. Hier erwarten uns schon wieder geschlossene Türen: der Turm ist heute geschlossen! – Um unsere etwas getrübte Laune zu verbessern, schwelgen wir beim Spaziergang zurück zum Auto in den wundervollen Erinnerungen und Erlebnissen, die wir hier gemacht haben, ehe wir mit dem Britzli Richtung Geelong fahren und im Camperpark einchecken.

    Nachdem Packen unserer Tramper für die morgige Abgabe des Campers und dem essen der Spaghettireste von gestern, gönnen wir uns einen schönen Spaziergang über den Barwon River. Danach schauen wir dank gutem Internet den Disneyfilm Rattatouille, ehe wir zum letzten Mal in unserem Camperli in den Schlaf fallen.
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  • Day30

    Wye River

    November 2, 2016 in Australia ⋅ 🌙 11 °C

    Warrnambool - Great-Ocean Road – Wye River
    Der Tag beginnt mit dem selben grauen Wetter wie er gestern aufgehört hat. Die Prognosen der letzten Tage scheinen täglich zu ändern, was unsere gute Laune aber nicht mindert. Wir verabschieden uns vom Camper Park und gönnen uns ein Breakfast im Bright Bird Cafe im Zentrum von Warrnambool. Da heute wegen des Melbourne Cups, einem bekannten Pferderennen bei dem fast die ganze Nation mitwettet, im Staat Victoria ein freier Tag ist, ist das kleine Kaffee gerangelt voll. Uns stört dies überhaupt nicht, und wir geniessen wieder extrem feinen Kaffee (wir werden es in der Schweiz schwer haben Kapsel-Kaffe zu trinken..) und ein super Frühstück.

    Auf dem Weg zum Auto entdeckt Tanja’s „Herziges Lädchen Sinn“ eine kleine Fundgrube schöner Souveniers, und Aleks kauft zwei CD’s (und bekommt einen Sammpler gratis dazu!) der Putamaya Reihe. Gestärkt mit Essen und neuer Musik machen wir uns danach weiter Richtung Osten auf, denn wir werden den heutigen Tag voll und ganz der berühmten Great Ocean Road mit ihren spektakulären Felsenformationen im Ozean widmen.

    Beim abbiegen auf die berüchtigte Strasse ist aber vor allem Aleks verwirrt, dass die Strecke nicht wie angenommen direkt am Ozean entlang, sondern in diesem Abschnitt landeinwärts verläuft. Nach wenigen Fahrminuten aber die Erlösung: wir sind direkt am Ozean und nehmen die erste von vielen Nebenstrassen zum „Scenic View“ der Bay of Islands. Die einzelnen Felsen stehen eigenständig, über Jahrtausende von Wellen und Wind geformt in der Bucht. Das recht graue Wetter passt zu den hohen Wellen die ein Spektakel für uns und viele andere Beobachter beim Aufprallen aufs Festland abliefern.

    So halten wir an fast allen der berühmten Felsen, dem Grotto, der London Bridge, der Arch, am Loch And Gorge und schliesslich den berühmtesten Formationen der Great Ocean Road: den 12 Apostels. Bei jedem Zwischenhalt bewundern wir die Felsen mit vielen anderen Reisenden, doch der Ansturm auf den Parkplatz zu den 12 Apostels sprengt alles zuvor. Besonders die vielen asiatischen Besucher, in allen Farben und Formen unterwegs sind unzählig, und wir vermissen für einen Moment die idylische Zweisamkeit im Westen Australiens, wo wir oft die einzigen waren die etwas erforscht haben. Natürlich halten uns die Massen nicht davon ab die Felsen zu erforschen, und wir spazieren zuerst zu den Gibson Steps, über die man zum wilden Strand runter gehen kann, und danach zu den 12 Apostels. Umgeben von mit Selfie-Sticks bewaffneten Touristen machen auch wir unsere Erinnerungsfotos, ehe wir weiterfahren.

    Bei einem Wildlife Park Parkplatz holen wir uns Kaffes und Tanja bereitet als späten Lunch (es ist inzwischen gut 15 Uhr) ein feines Tomaten-Schinken-Käse-Salat Sandwich vor, dass uns neue Energie gibt. Der nächste Abschnitt der Great Ocean Road ist dann traumhaft. Wir hören uns die heute gekauften CD’s an und singen und tanzen so gut es geht mit, während der nächste Teil der Strecke zwar wieder weg vom Ozean, aber durch einen wunderschön kurvenreichen Wald führt. Obwohl es immer noch bewölkt ist, ist die Stimmung wunderschön.

    Wir passieren das Cape Otway und die Apollo Bay wieder direkt am Ozean entlang und werden immer wieder mit Sonnenstrahlen belohnt, ehe wir im herzigen Campervan Park von Wye River einchecken. Die Sonne lässt sich dann voll blicken, und während Aleks den Aussentisch aufbaut bringt Tanja unsere Wäsche in die Laundry. Dann passiert etwas Unerwartetes: als wir gerade genüsslich Wein und Chips geniessen landet ein Papagai direkt auf Tanja’s Mütze! – Ihm folgen drei weitere wunderschön bunte Kollegen die auf dem Dach unseres Britzli in Stellung gehen, während sich auch 4 Enten immer weiter an uns heranpirschen. Wir sind auf den Angriff der Tiere auf unseren leckeren Wein gefasst, doch was uns bleibt sind Lacher und ein kurzes Gespräch mit unserem Camp Nachbarn, der uns erzählt die Tiere seien bei ihnen schon im Zelt gewesen.

    Nach der lustigen Pause gehen wir auf einen Abenteuerspaziergang durch die kleine Feriensiedlung. Wir gehen nicht zum Ozean, sondern durch eine Nebenstrasse in den Wald hoch. Dort sichten wir auf den Bäumen prompt drei Koalas die mehr oder weniger wieder nur rumhängen und schlafen, und erforschen die hier neuentstehenden Ferienhäuschen. Zurück im Camperpark hängen wir unsere trotz Trockner noch feuchte Wäsche draussen auf, geniessen ein schönes Nachtessen mit Spotify Musik im Camper und gehen nach dem abhängen der Wäsche zufrieden von diesem facettenreichen Tag ins Bett.h
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  • Day29

    Warrnambool

    November 1, 2016 in Australia ⋅ ☀️ 13 °C

    Grampians – Port Fairy – Tower Hill Reserve - Warrnambool
    Die vielen Kinder auf dem Campingplatz haben uns trotz Halloween gut schlafen lassen und es erwartet uns ein weiterer Tag voller Abenteuer. Die Temperaturen sind nicht ganz so kalt wie erwartet und es regnet auch nicht in Strömen – trotzdem ist Tanjas Stimmung eher trüb: bereits wie vorgestern plagen sie wieder Magenschmerzen! Auch deswegen lassen wir eine der geplanten Wanderungen sausen und besuchen stattdessen zuerst Bunjils Shelter und anschliessend den „Grand Canyon“ im Gebirge.

    Die Felsenzeichnung unter einem überhängenden Felsen zeigt Bunjil, die Schöpfergottheit der Koori und zwei Dingos. Leider ist der Zugang mit einem Gitter gesichert: in der Vergangenheit haben Vandalen die Zeichnung verwüstet, was diese Massnahme notwendig machte. Wir fahren weiter zum „Wonderland Parkplatz“, wo uns viele Touristen und eine tolle Schlucht erwarten. Wir sind uns die Anwesenheit von derart vielen Touristen nicht gewöhnt – im Westen waren wir meist allein auf weiter Flur und wundern uns über Kleidung und Schuhe einiger Urlauber. Nichtsdestotrotz ist die kurze Wanderung durch steil abfallende Felswände schön und macht Lust auf mehr.

    Da wir aber geplant haben, heute in Port Fairy oder Warrnambool zu übernachten, noch nichts Richtiges im Magen haben und zudem das Wetter wieder schlechter wird, machen wir uns in unserem Britzli auf die Weiterfahrt. Gegen starken Seitenwind auf schnurgeraden Strassen navigiert uns Aleks bis nach Port Fairy, wo uns im Rebeccas Café ein feiner Lunch erwartet: Burger für Aleks und Smashed Avocados für Tanja. Zum Dessert gönnen wir uns ein Stück „Sour Lemon Cake“ mit Lemon Curd und Clottet Cream (… jaja, wie war das mit den Magenschmerzen??!).

    Ein weiteres Highlight von heute liegt aber noch vor uns: wir haben fest vor, heute Koalas zu sehen und fahren ins Tower Hill Reserve. Wie bereits vorgestern liegt das Gelände in einem Vulkankrater und ist stark bewachsen (bzw. wiederaufgeforstet) und hat mehrere Seen, sowie Emus, Kängurus, Echidnas, Echsen, Schwäne, Schmetterlinge, Schlangen und eben Koalas. Im Zentrum befindet sich das Tower Hill Natural History Centre, welches, wie auch der Park, vom ansässigen Stamm der Worn Gundidj-Aboriginals betrieben wird. Während Tanja sich nicht entscheiden kann, welche Souvenirs sie erstehen soll, überlegt sich Aleks schon mal die Touren durch den Park.

    Wir verbringen schliesslich gute zwei Stunden und begegnen vielen Tieren: Adlerauge Tanja erspäht sogar ein Echidna im Gras! Zum Glück lassen sich keine Schlangen blicken, dafür hängen nahe vom Parkplatz zwei Koalas in den Eukalyptus-Bäumen und sind völlig unbeeindruckt von uns am Schlafen. Nach einem Peak-Climb machen wir uns auf die Weiterfahrt nach Warrnambool. Kaum haben wir uns draussen mit Wein und Chips, Ukulele und Laptop eingerichtet, naht ein neues Gewitter und wir verziehen uns ins Britzli. Während Aleks sich in einen 16-jähringen verwandelt (der Bart ist weg – Movember ist da!), schreibt Tanja den Pinguin und frisch geduscht erwartet uns ein entspannter Abend.
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  • Day28

    Grampians National Park

    October 31, 2016 in Australia ⋅ 🌙 8 °C

    Mount Gambier – Hamilton – Grampians = Gariwerd
    Wir starten voller Energie in den Tag: obwohl es wieder Aprilwetter ist, machen wir uns auf in die Grampians, einem gebirgigen Nationalpark der bereits vor 22‘000 Jahren von Aboriginals bewohnt wurde. Wir stellen uns vor, dass die Ureinwohner Diprotodons und riesige Kängurus und Koalas erlegt und diese über dem Feuer gegrillt und verspeist haben. Im Park hat es über 100 Felsenzeichnungen, die meist unter Felsüberhängen zu finden sind und Victorias bedeutendste Fundstätte der Ureinwohner darstellen.

    Wir lassen das Morgenessen sausen und entscheiden uns, sofort loszufahren. Zum Glück windet es nicht so stark und die Strassen sind schnurgerade, sodass Tanja heute ebenfalls ein paar Kilometer fährt. Im herzigen, überschaubaren Städtchen Hamilton machen wir einen Stopp und essen in einem netten Café Zmittag. Nach dem Lesen der neusten News („Mord in Melbourne?“, „Clinton vs. Trump“ und „Tod am Arbeitsplatz“) und dem obligatorischen Kaffee machen wir uns auf die Weiterfahrt. Es windet nun wieder heftiger und regnet zwischendurch immer mal wieder, was unserer guten Laune aber nichts anhaben kann. Evergreens singend und die Landschaft bewundernd fahren wir in den Nationalpark.

    Unser erster Halt ist das Brambuk Cultural Center, wo wir Einblick in Kultur und Geschichte des hiesigen Aboriginal-Stammes der Koori erhalten. Wir lernen die sechs Jahreszeiten der fünf Clans und Bunjil, den Schöpfer kennen, lesen von grossen Treffen ähnlich der Landsgemeinden im Appenzell oder Glarus und erfahren, wie die Koori das Australian Football beeinflusst haben und dies immer noch tun. Wir erfahren auch, dass Ureinwohner in Australien nach wie vor eine um 17 Jahre niedrigere Lebenserwartung haben als weisse Australier und dass dies mit dem massiv schlechteren sozio-ökonomischen Status der Aboriginals zusammenhängt. Wir lesen von der Vertreibung der Aboriginals aus ihrem angestammten Land und staunen über die unterschiedlichen Biografien einiger Stammesangehörigen. Ausgestattet mit zwei Wanderkarten checken wir in unserem Nachtquartier ein, um uns nach einer kurzen Pause mit Spaghetti und Tee auf Entdeckungstour zu machen. Wir staunen ab den vielen Kängurus, die meist unvermutet über die Strasse hüpfen.

    Beim Boroka-Lookout und später bei den Balconies erwarten uns atemberaubende Aussichten über das ganze Tal – und das bei Sonnenuntergang. Auch die McKenzie-Falls rauschen beeindruckend unter uns – wobei wir leider nicht ganz zu ihnen gelangen, da ein Stück des Weges abgesperrt ist. Vor ein paar Jahren hat ein riesiges Buschfeuer in grossen Teilen der Grampians einige Wege unzugänglich gemacht und die Natur ist sich immer noch am Regenerieren. Als es bereits am Eindunkeln ist, machen wir uns auf den Weg zurück zum Campingplatz, wo wir den Abend mit Schreiben des Pinguins und Lesen unserer weiteren Reiseroute ausklingen lassen.
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  • Day27

    Mount Gambier

    October 30, 2016 in Australia ⋅ 🌬 15 °C

    Victor Harbor – Naracoorte Caves – Mount Gambier
    Wir starten den Tag mit den üblichen Aufgaben im Camperleben: duschen, Geschirr in der Küche des Parkes spülen und natürlich unseren Campervan mit frischem Wasser versorgen und vom Dreckigen befreien. Kurz vor unserer Abfahrt aus Victor Harbor fängt es dann an kräftig zu regnen und winden, was uns den ganzen Tag begleiten wird. Das Ziel des heutigen Tages ist es deshalb eine möglichst grosse Streck Richtung Osten zu fahren, wo mit weiteren Nationalparks und der Great Ocean Road Highlights auf dem Weg nach Melbourne warten.
    20 Kilometer östlich von Victor Harbor machen wir in Goolwa einen kurzen Stopp für Kaffee und Frühstück, und setzten unsere Reise zügig fort. Tanja gönnt sich während der sehr windigen Fahrt, die unseren schmalen aber hohen Campervan zur perfekten Zielscheibe macht (und wir darum beim Geradeausfahren das Lenkrad des öfteren 45 Grad zur Seite gegen den Wind stemmen müssen) immer wieder kleine Nickerchen, während wir uns nordöstlich Richtung Wellington bewegen.

    In Wellington überqueren wir dann auf einer herzigen, kostenlosen Fähre den wegen des vielen Regens mächtig wirkenden Murray River, was vor allem Aleks mega cool findet. Auf der Weiterfahrt ist es dann ausser der immer wieder eintretenden Regenfällen und stets starken Winde recht eintönig, und die Gegend wirkt im Vergleich zu Westaustralien sehr zahm und europäisch. Nach gut 3 Stunden on the road machen wir in Tintinara einen Tankstopp und essen im Camper einen kleinen Lunch.

    Nach gut weiteren 90 Minuten Fahrt kommen wir dann in Naracoorte an, wo wir die berühmten Naracoorte Caves bestaunen möchten. Die Höhlen sind bekannt für ihre sensationellen Fossilienfunde der Megafauna Australiens von vor fünfzigtausend Jahren und aufgrund dessen sogar zum UNESCO-Weltkulturerbe eingestuft. Im Museum des Visitor Centers gönnen wir uns die Tour durch die mit Liebe gestaltete Zeitreise mit nachgestellten Riesen-Kängurus, Koalas, Echsen und dem 3 Tonnen schweren Diprotodon. Die interessanten Infos sind auf Notizzetteln festgehalten, was den Anschein weckt, selbst Teil der Entdeckungsreise zu sein. Nach dem Besuch des Museums sprinten wir in strömendem Regen zur frei erforschbaren Wet Cave, die uns wiederum eindrücklich eine Welt unter der Erde eröffnet. Nach diesem Zwischenstopp in Naracoorte fahren wir nochmal gut eine Stunde weiter südlich nach Mount Gambier, wo wir im Camperpark direkt neben dem Kratersee eines erloschenen Vulkans einchecken.

    Während Aleks in den Empfang geht um uns anzumelden und Spaghetti für das Abendessen zu kaufen, fängt es für eine Minute sogar an zu hageln! Im Camper bereiten wir unser Essen vor, und grübeln ob wir den gut 45 minütigen Rundweg um den extrem schönen See heute noch wagen sollen. Doch Petrus meint es gut mit uns: obwohl es sehr kalt ist verziehen sich die Wolken, und wir gehen warm eingepackt zum See. Es regnet trotzdem noch einmal kurz (was aber zwei grosse Regenbogen kreiert) aber wir sind wir froh, doch noch raus gegangen zu sein. Auf dem Rundweg des erst vor 4600 Jahren erloschenen Vulkans, dessen See man Blue Lake nennt, erfahren wir auf vielen, wieder typisch schön aufbereiteten Infotafeln, Wissenswertes über die Entstehung des Sees, die Nutzung seines Wassers für die Versorgung von Mount Gambier und natürlich seine Bedeutung für die Aboriginals der Region. Der Spaziergang selbst ist prächtig und wir treffen, als es gerade komplett dunkel wird, wieder im Camperpark ein, wo wir eng umschlungen im ziemlich kalten Campervan in die Traumwelt entschwinden.
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  • Day26

    Victor Harbor

    October 29, 2016 in Australia ⋅ ☀️ 24 °C

    Hahndorf - Victor Harbor
    Ein bisschen wärmer hätte es heute Nacht sein dürfen: so ohne Heizung kann es ganz schön kalt werden. Verwöhnt von unserem grossen Camper in Westaustralien müssen wir im kleinen Britzli nicht nur platztechnisch Zugeständnisse machen. Ein paar warme Socken und Leggins helfen zumindest Tanja. Auf der Weiterfahrt nach Victor Harbor durchqueren wir das McLaren Vale, eine weitere Weinregionen Australiens, die idyllisch in der hügeligen Landschaft liegt. Immer wieder passieren wir Weinberge und grosse Anwesen sowie kleine, herzige Dörfer. In einem dieser Dörfer machen wir Halt und besuchen kurz den Samstags-Markt. Die Leute sind fröhlich und farbig angezogen, haben Bänder in den Haaren und eine mehrköpfige Ukulele-Band spielt auf. Es gibt Honig, vor Ort produziertes Obst und Gemüse, selbstgemachte Seife, fair Trade Kaffee und vieles mehr zum Kaufen und Probieren. Wir genehmigen uns einen Kaffee und machen uns auf die Weiterreise.

    Nach knapp einer Stunde sind wir bereits in Victor Harbor angelangt und checken so früh wie noch nie in den ansässigen Campingpark ein. Das kleine Städtchen an der Encounter-Bay hat einiges zu bieten: die vorgelagerte Insel Granite-Island, die mit einem Pferde-Tram befahren werden kann, ein Wal-Museum und ein National-Trust-Museum, viele Läden und Restaurants sowie ein gut ausgestattetes Visitor-Center.

    Nach einer Sandwichpause an der Meerespromenade machen wir uns über den Steg auf den Weg zur Insel wo wir den Kairi-Trail einmal rund um die Insel laufen. Granite-Island besteht aus Granit und (zu Aleks Leidwesen) blühenden Gräsern und ist zu unserer Freude das Heim von „Little Penguins“, die früher in grossen Kolonien im ganzen Süden Australiens zu finden waren. Mittlerweile sind die kleinen Meeresvögel vom Aussterben bedroht und von den mehreren Hundert, die früher die Insel besiedelten, sind nur noch ca. 40 übriggeblieben. Tagsüber sind die kleinen Pinguine im Meer unterwegs auf Nahrungssuche und auf der Insel sehen kann man sie erst abends, wenn sie zurückkehren um ihre Jungen zu füttern und zu schlafen. Da wir uns die herzigen Vögel gerne anschauen möchten, beschliessen wir, uns bei Sonnenuntergang einer Tour anzuschliessen. Bis dahin schlendern wir am Strand entlang zum Campingplatz zurück und sammeln Muscheln, baden die Füsse im Meer und geniessen die Wärme. Wir essen von Aleks zubereitete Schnitzel, die wir gestern im Markt von Adelaide erstanden haben und trinken dazu Shiraz aus der Region.

    Schliesslich wird es langsam dunkel und wir treffen auf der Insel unseren Pinguin-Guide, der auch schon in der Schweiz war, wie er sagt. In „Sömat“ sei er vor vier Jahren gewesen – nach einigem Raten kommen wir darauf, dass er Zermatt meinen muss. Leise machen wir uns mit der Gruppe auf den Weg zum Ort, wo die Pinguine jeweils aus dem Meer ans Land kommen. Sie lassen sich heute Abend Zeit, so dass unser Guide uns noch einiges über sie und die Insel erzählen kann. Während er erzählt, leuchtet er immer mal wieder mit einer abgedunkelten Taschenlampe zwischen die Felsen und plötzlich sind sie da: vier kleine Pinguine hüpfen nacheinander über die Felsen an Land. Wir sind begeistert und beobachten, wie sie nacheinander den Weg zu den vor ihnen liegenden Felsen suchen. Dazu müssen sie den Pfad, auf dem wir sind, überqueren, was eine echte Herausforderung für sie darstellt. Schliesslich wagen sie es einer nach dem anderen, und wir können zuschauen, wie zwei der Pinguine ihre Jungen füttern. Danach verschwinden sie in ein Loch in der Böschung. Auf unserem Ausflug laufen uns auch noch zwei Possums über den Weg, welche wir bis anhin auch noch nicht gesehen haben. Glücklich, die herzigen Kerlchen gesehen zu haben, machen wir uns auf den Rückweg – und fallen (nachdem wir ein paar Hundert Fliegen im Camper erlegt haben) glücklich und zufrieden ins Bett.
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  • Day25

    Hahndorf

    October 28, 2016 in Australia ⋅ ☀️ 18 °C

    Adelaide – Mount Lofty – Hahndorf
    Wir stehen etwas später als geplant auf, packen unsere sieben Sachen und frühstücken heute in unserem Reiseführer als sehr hip und empfehlenswert beschriebenen Kaffee Zest im Südwesten Adelaides. Das herzige Kaffee hält sein Versprechen, und wir können uns zum einen über den feinen Kaffee und das Frühstück freuen, zum anderen bietet das Ambiente einen guten Ort unsere weitere Reiseroute zu planen. Mit vielen Broschüren aus der Britz Campervan Station bewaffnet durchstöbern wir die Aktivitäten und Städte im Umkreis Adelaides, der Great Ocean Road nahe Melbourne, wo wir schliesslich enden werden und Dank Wlan im Camper findet Tanja auch einige Infos über die „mysteriöse Gegend dazwischen“, über die wir bei Britz nicht viel gefunden haben.

    Gestärkt machen wir uns mit dem Camper in die Innenstadt von Adelaide auf um einen heimischen Marks zu besuchen! – Der in einer Halle liegende, höchst farbenfrohe Gemüse/Obst/Käse/Fleisch/Fisch/Süssigkeiten/etc. etc. Markt bietet alles, und ist quick lebendig! Wir verbringen gute 90 Minuten mit durchstöbern und bewundern des Marktes, und kaufen beim Verlassen natürlich einiges für uns ein. Auf dem Weg zurück zum Campervan machen wir am Zentrum von Adelaide, dem Victor Square für die typischen Erinnerungsfotos Halt und einigen uns darauf, dass Adelaide eine sehr coole Stadt ist.

    Mit einem feinen Caffe im Magen sagen wir dann Adelaide Ade und begeben uns in die östlich gelegenen Adelaide Hills, deren kurvenreiche Strassen unseren Camper recht etwas abverlangen. Oben angekommen geniessen wir die Panorama Sicht des Mount Lofty auf die ca. 1.4 Millionen Einwohner zählende Metropole in welcher wir gerade waren, und bestaunen die Region. Auf der Weiterfahrt zu unserem heutigen Etappenziel, dem von deutschen Auswanderern 1839 gegründeten „Hahndorf“ stellen wir wiederum fest, dass die hügelige, grün blühende Gegend uns sehr gefällt. In Hahndorf angekommen müssen wir an den fast kitschig übertriebenen deutschen Läden mit deutschem Bier, deutscher Kunst und sogar Currywurst ein wenig schmunzeln, doch können den Charme des Dorfes nicht bestreiten. Höhepunkte unseres Spätnachmittags Spaziergangs durch Hahndorf sind ein Geschäft das Aboriginal Kunst verkauft, die wir beide wahnsinnig schön und mythisch zugleich finden, und ein prächtig gestalteter Kerzenladen mit Duften von nah und fern. Unseren Frühdinner beschliessen wir im „The Haus“ zu haben, und ordern die Gulaschsuppe des Tages und zwei köstliche Pizzas. Da wir aus dem Internet vernommen haben, dass der Campervan Park in Hahndorf um 18:30 schliesst und die Pizza von Aleks ein wenig verzögert kommt packen wir sie und die Reste von Tanja’s Kürbispizza ein, kaufen an einer Tankstelle Wasser und Müessli und sind froh frühzeitig gegangen zu sein, denn der Desk am Park schliesst um 18:00 Uhr, was wir wiederum just in time schaffen. Immer noch sehr müde von dem Schlafdefizit der Reise nach Perth, unserer grossen Radeltour in Adelaide gestern und dem wieder heisser werdenden Wetter bauen wir unseren Outdoor Campingtisch auf und geniessen den Dinner in der untergehenden Sonne Hahndorfs, ehe wir in den Schlaf entgleiten.
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