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  • Day32

    Melbourne

    November 4, 2016 in Australia ⋅ ☀️ 24 °C

    Geelong – Melbourne
    Nach einem letzten Zmorgen im Britzli treten wir unsere Abschlussfahrt nach Melbourne an. Das Navi führt uns über Landstrassen, sodass wir zwischendurch unsicher sind, ob wir in die richtige Richtung fahren. Schliesslich ist auf unser TomTom aber doch Verlass und wir treffen wie geplant bei der Autovermietung ein. Wir sagen unserem Büssli Adieu, schultern unsere Rucksäcke und laufen zur nahegelegenen öffentlichen Bushaltestelle.

    Die Fahrt in die Innenstadt dauert 30 Stationen und wir hoffen, dass wir die richtige Haltestelle zum Aussteigen finden. Der Busfahrer, der „out of tickets“ ist, weshalb wir schwarzfahren, ruft unsere Station netterweise aus, und dank unseren Navigationskünsten finden problemlos unser Hotel. Ein bisschen underdressed fühlen wir uns in unseren kurzen Hosen, Trampern und Turnschuhen schon, als wir in der eleganten, glänzenden Eingangshalle des „Rendezvous“ stehen. Das Personal verzieht aber keine Miene und gut gelaunt checken wir in unserem Zimmer ein. Aleks gönnt sich eine Dusche im schönen Badezimmer, das wir wieder einmal ganz für uns alleine haben und Tanja sucht einen Coiffeur in der Nähe. Unsere Mission heute Nachmittag lautet: etwas essen, feinen Kaffee trinken, relaxen und Haare schneiden.

    Nach einem kurzen Telefonat ist unser Verschönerungstermin gefixt, aber zunächst geniessen wir feinsten Risotto im herzigen Café „Milé“, allerbesten Kaffee mit und ohne Martini und einen Schoko-Mandelgipfel. Mhmmm – wir haben vor, es uns in Melbourne noch einmal richtig gut gehen zu lassen und all unsere übrigen Australischen Dollars zu verchlöpfen. Bevor wir unseren Termin im Coiffeursalon „voir“ wahrnehmen, bei dem abgesehen vom Namen nichts Französisch ist, machen wir einen kurzen Rundgang durch die Innenstadt. Wir finden einen grossen Park und ein schönes Flussufer, alte historische Gebäude die mit neuen, riesigen Glaspalästen kontrastieren und eine Unmenge von Menschen in allen Grössen, Farben und Formen.

    Wir enden in einer Seitengasse am Rande von „Chinatown“ bei unserem Coiffeursalon, wo uns eine ganze Mannschaft von asiatischen Hairdressern in Empfang nimmt. Aleks sitzt schon längst auf dem Frisiersessel, da werden Tanjas Haare immer noch von erfahrenen Händen shampooniert. Während Aleks‘ Haar von einer jungen Südkoreanerin in Form gebracht wird, wird Tanja von einem Australier indonesischer Abstammung verschönert und am Schluss sind alle mit dem Ergebnis mehr als zufrieden. Entspannt und wie neu machen wir uns auf, die Stadt weiter zu entdecken.

    Später im Hotel entscheiden wir uns dafür, heute Abend eine Rooftop-Tour zu machen und in verschiedenen Bars auf Dachterrassen von Melbourne zu essen und zu trinken. Schlussendlich sind es aber nur zwei Bars, die wir besuchen – Campari’s und the Cookie. Im Campari essen wir auch Znacht und machen die Bekanntschaft einer netten Französin, die in Australien arbeitet, aber Heimweh nach Europa hat und deshalb schon bald wieder nach Hause reisen wird. Während die Drinks auf der Dachterrasse berauschend (aber nicht umwerfend) sind, kann die Aussicht nicht mithalten: wir sind mitten zwischen Hochhäusern und haben nichts als Wände um uns herum. Deshalb freuen wir uns an der prächtigen Aussicht auf der Terrasse des Cookies umso mehr. Da die Zeit schon fortgeschritten ist und die meisten Bars bereits schliessen, entscheiden wir uns, den Heimweg anzutreten. Vorfreudig auf den morgigen Tag legen wir uns schlafen und geniessen das bequeme Bett.
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