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  • Day30

    Auf der Suche nach "Curanto"

    April 15 in Chile ⋅ ☁️ 7 °C

    Cuanto ist ein traditionelles chilenisches Gericht, das Natalia und mir bereits in Valparaiso empfohlen wurde. Es handelt sich hierbei um eine Art Eintopf mit Fleisch, Fisch und Meeresfrüchten. Wenn Curanto traditionell gekocht wird, wird alles in einem eineinhalb Meter tiefen, mit Pflanzenblättern ausgelegtem Erdloch zubereitet.

    Da das Gericht vor allem in Südchile gegessen wird beschlossen wir es erst später zu essen. In Pucón wurde uns dann gesagt, dass es hier kein Curanto gibt und wir noch mehr in den Süden fahren müssten. Natalia und ich dachten uns, dass das ja kein Problem ist und Valdivia nicht nur weiter im Süden ist, sondern auch noch am Meer liegt. Durch die Nähe zum Meer ist der Fisch hier ja eh besser.

    Wiederum in Valdivia sagte man uns, dass es hier auch keine Curanto gibt und wir nach Niebla fahren müssen.

    Als wir dann in Niebla waren fanden wir allerdings auch nirgendwo Curanto und uns wurde ein letzter Ort empfohlen. Wir fuhren mit dem Bus ein Stück die Küste entlang, um zu einer Halle zu gelangen, in der ganz viele Lokale waren. Es duftete herrlich und am Ende des langen Gangs gab es tatsächlich einen Stand mit Curanto - allerdings hatte er geschlossen! In Niebla wird Curanto anscheinend nur im Sommer zubereitet...

    Da es unser letzter Abend war und wir sehr hungrig waren, suchten wir uns einen anderen Stand und kauften die beste und frischeste Meeresfrüchtesuppe, die wir je hatten.

    Ein paar Tage später durfte ich dann doch noch Curanto probieren: Auf der Insel Chiloé wird es das ganze Jahr über gekocht, da es wohl von der Insel stammt. Ich muss zugeben, dass es interessant war, aber die Meeresfrüchtesuppe sich noch mehr gelohnt hatte...
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