Business
May 12 in Greece ⋅ 🌙 21 °C
Der Taxifahrer vom Flughafen ins Hotel in Glyfada, dem teuren Szeneviertel etwas außerhalb Athens, scheint mir WÄHREND DER FAHRT auf dem Lenkrad seine Empfehlungen für Restaurants und sehenswerte Orte auf die Quittung 😄
Das erste Restaurant, ganz in der Nähe meines Hotels führt kretische Spezialitäten und ist schonmal ein Volltreffer!
Ich schnappe sämtliche Worte aus den andauernden Telefonaten meines Arbeitskollegen Vassilis auf und frage ihn aus, was was bedeutet. Ich bade in meiner Neugier und Griechenland gefällt mir auf Anhieb. Die Straße rein in die Stadt ist unglaublich laut und stark befahren, aber in den Nebenstraßen riecht es gut, ich mag die Buchstaben der Sprache und spätestens bei einem einfachen Bifteki mit griechischem Salat hat mich die Kulinarik um den Finger gewickelt 🫠
Die Tage mit Vassilis beim Besichtigen der Showrooms sind sehr anstrengend, abends zieht es nur noch einen Teil in mir raus, über für große Straße Richtung Meer, nur 15 Minuten laufe ich an den nächsten Naturist Beach und entdecke ein nude paradise - hauptsächlich voller Männer.
Ich summe mich in den Sonnenuntergang und tue so, als wär ich ganz alleine hier. Auf dem Rückweg starre ich plötzlich einem Fuchs in die Augen, Momente lang, regungslos. Artemis? Bist Du's?Read more
Der Duft einer Stadt
May 13 in Greece ⋅ ⛅ 25 °C
Die Straßen sind gesäumt mit Lavendel und Olivenbäumen. Es duftet nach Jasmin und selbst die Leute riechen alle so gut. Ich folge fremden Menschen, die mich ansprechen, ich soll doch mit ihnen zur nächsten Bushaltestelle gehen, an dieser hier fährt wahrscheinlich kein Bus. Oder sie fahren mich zum Strand, weil sie sonst eh ganz allein im Caddy sitzen. Oder sie empfehlen mir von sich aus im Restaurant eine KLEINERE Portion zum KLEINEREN Preis als auf der Karte, sonst ist die Portion vielleicht zu groß! So aufmerksam! Die Gastfreundlichkeit platzt aus allen Nähten, ohne jede Aufdringlichkeit! Einfach nur sehr angenehm. Mein Arbeitskollege fuchtelt im Auto bei jedem Anruf in den unterschiedlichsten Gesten, obwohl nur ich sie sehen kann. Sehr italienisch, unterstreicht die emotionale Wichtigkeit des Gesagten. Er kennt Athen wie seine Westentasche und braucht das Navi nur um sich die Länge des immerwährenden Staus anzeigen zu lassen. Gleichzeitig signalisiert das Auto die ganze Zeit potentiellen Kontrollverlust, weil seine Augen so trocken sind von der Klimaanlage, dass er mehr blinzelt als tatsächlich auf die Straße zu schauen. Ich hab währenddessen auf den Beifahrersitz ein Online-Meeting mit Saudi für ein neues Training Center in Jeddah. Wir verschwinden in einer winzigen Nebengasse und halten vor einer der ältesten (und besten) Bäckereien Athens - noch nie so ein perfektes dunkles mit Feta gefülltes Vollkorn-Pita gegessen! Noch nie! Vassilis hat hier schon als Kind seinen Geburtstagskuchen abholen dürfen.Read more
Elias
May 14 in Greece ⋅ ⛅ 25 °C
Ich bin so gut versorgt worden mit vielen hilfreichen Tipps und Insiderwissen von Vassilis, dem gebürtigen Athener, dass ich mich sehr gut aufgehoben fühle, als ich am Donnerstagmorgen, meinem ersten freien Tag, ausschlafen kann und mich nicht mehr darauf konzentrieren muss, dass ich hier zum Arbeiten und nicht für die Ferien bin. Das Ausschlafen gestaltet sich immernoch schwierig an dieser unglaublich lauten Straße in die Stadt rein, doch die Neugier ist groß und zieht mich. Meinen Besichtigungsslot für die Akropolis habe ich bereits für abends um 19 Uhr gebucht. Zunächst freue ich mich auf die Tramfahrt! Das Tram ist langsam und genauso unzuverlässig wie die Busverbindungen, weshalb es für einen getakteten Arbeitstag ungeeignet ist. Heute aber entspricht es meinem Rhythmus. Ich schaffe es letztendlich bis zur Metro und damit auf den Monasteraki-Platz, der linken Herzklappe Athens. Da es bereits Mittag ist und ich am verhungern bin, bleibe ich direkt da und genieße eines der besten Chicken-Souvlaki im berühmten Restaurant Thanasis. Touristenströme schieben sich aus der Metrostation Richtung Parlament. Artemis wartet geduldig im Schatten, bis die Massen vorüber gezogen sind und begibt sich dann auf leisen Pfoten auf Entdeckungstour.
Es ist sonnig und warm. Auf dem Platz des Parlaments verbrenne ich mir fast die Fußrücken, als ich den Wachenwechsel mit beobachten darf. Bei allen kulinarischen Juwelen, die ich auf meiner stillen Jagd erlegen darf, lacht Artemis nur so über den Gott in Frankreich! Baklava-Glacé, Granatapfelsaft und eine Feta-Honig-Croissant-Roll lassen mich fast höhnisch in göttliche Sphären emporsteigen! Es wiederholt sich das Gefühl von: ich will nie wieder anders essen! Allgemein kann ich meine Energie gut halten, trotz der vielen Leute und des Verkehrs in Athen. Ich fühle mich sehr wohl in mir selbst. Die Stadt hat eine atemberaubende Energie: ein großes, göttliches Herz schlägt unter den Marmor gepflasterten Straßen und Plätzen. Es ist eh ALLES aus Marmor!
Und als ich endlich im National Garden ankomme, findet Artemis ihren Thron. Keine Ahnung, wie lange ich im Schoß dieses Baumes sitze, Katzen, Elstern, Licht und Schatten und einfach mein Königreich betrachte. Es lässt mich noch langsamer werden und den Rest des Gartens in einem unendlichen Frieden erkunden. Nachmittags, aufgeheizt und mit müden Füßen statte ich dann doch noch der Gelateria Django einen Besuch ab, wegen des Joghurtglacés, meinte der Taxifahrer bei meiner Ankunft bereits.
Und so trifft Artemis ihren Zwillingsbruder, Apollon. Er spricht mich an und redet viel, fast ausschliesslich über Energien, erkennt meine Blutgruppe anhand meiner Hände und erzählt mir von den mysterischen Megalithen und high energy places. Es macht sich ein Vertrauen in mir breit, das mich letztendlich auf sein E-Motorrad steigen und ihm mir das Pnyx-Monument zeigen lässt. Willkommene Gesellschaft, erfrischender Fahrtwind, die Entdeckung historischer Wunderwerke.
Über den Nymphenhügel gelange ich abends zur Akropolis. Viel zu viele Menschen, immernoch, so dass ich die Frequenz des Parthenons und das Wunder, dass es über 600 Erdbeben überlebt hat, dann aber einem Angriff der Römer zu grossem Teil zum Opfer fällt, nur mit viel Mühe wahrnehmen kann. Athena baut hier ihre Tempel und schlägt Poseidon in einem contest. Sie schickt ihn auf den südlichsten Zipfel des Festlands. Und auch dorthin nimmt Elias mich spätabends noch mit. Auf dem Weg halten wir in einer Taverne von Freunden von ihm. Dort nährt mich mal wieder eines der besten Gerichte dieses Planeten und ich nage genussvoll das Lammfleisch vom Knochen. Die Familie sitzt noch auf der Terrasse. Und wir unter dem Sternenhimmel. Bis an den Tempel Poseidons kommen wir gar nicht, weil schon geschlossen und nicht mehr zugänglich. Er leuchtet uns nur entgegen und ich kann ihm schonmal sagen: Jasas, Poseidon, keine Sorge, ich komme wieder.Read more
Finally mare
May 15 in Greece ⋅ ☀️ 21 °C
Am letzten Tag meiner Reise mache ich mich nach dem check-out ein letztes Mal auf an's Meer, bevor es zurück zum Flughafen geht. Den kniffligen Weg zum Strand kenne ich inzwischen und den weiter Richtung Naturist Beach auch. Nach dem ersten offensichtlichen Nackt-Badeplatz entdecke ich eine kleine unzugängliche Bucht und erkenne im schroffen, ausgewaschenen Fels gerade so Platz für 1-2 Personen. Mit einem Emperorgemüt sage ich mir selbst: "Du bist mein!", klettere hinunter und fühle mich kurz darauf pudelwohl und vom Sandstein umarmt sehr geschützt, um wieder einmal nackt in Begegnung mit dem Meer zu gehen. Das Mittelmeer ist sanft. Es schlabbert Kiesel und Felsstrände weich und ich gebe mich ihm ganz hin. Anschließend griechischer Ziegenmilch-Joghurt aus dem Bio-Markt mit Himbeeren und das Leben könnte nicht göttlicher sein. Die letzten paar Minuten nehme ich plötzlich eine mütterliche Geborgenheit im Sand unter mir war, als wäre ich hier zuhause, nach dem mich die See wieder neu geboren hatte. Der Boden wölbt sich förmlich meinem Rücken entgegen, als wollte sie mich noch mehr halten. Wie flüsterte Apollon der Artemis am Vorabend noch zu? "You are already greek." 😉😄🫠Read more











































Traveler
Oh wie schön. Genieße es...
Traveler...ich wäre gerne dabei... So eine Szene mit einem Fuchs kenne ich aus einem Film...mystisch...
Traveler...genieße es...
Traveler.. bin bei Dir...