İnebolu
13 September 2023, Turki ⋅ ☀️ 21 °C
Am Morgen den Reißverschluss des Zeltes öffnen und das Meer sehen, hören und riechen - herrlich! Entspannt frühstücken wir, bevor wir unsere sieben Sachen in die Taschen und an die Fahrräder verstauen. Aus dem Fenster des Fischrestaurants weht ein freundliches "Good morning" zu uns herüber und vom blauen Himmel lacht die Sonne. So darf ein Tag gerne beginnen. Um zehn Uhr verabschieden wir uns von den anwesenden Frauen im Restaurant, machen natürlich auch wieder ein Erinnerungsfoto und überreichen unsere Dankeskarte. An dem Gelände mit den bereits im Bau befindlichen Holzhäusern der gestern kennengelernten Bauherren vorbei führt der Weg uns weiter an der Küste entlang. Als wir den letzten Gipfel eines kleinen Bergensembles erklommen haben, steht eine ausgedehnte Mittagspause auf dem Programm. Das Gemüse, welches angesichts der gestrigen Einladung zum Fischessen noch in unseren Taschen weilt, wird gekocht, dazu gibt es Simit, Brot und das kürzlich erworbene Glas Aciko. So sitzen wir hier bei herrlichem Wetter im Schatten einiger Pinien und picknicken, blicken auf das türkisfarbene Meer, ein Anwohner bringt uns frisch gepflückte Dessert-Feigen, Delfine schwimmen vorbei..., kann uns mal jemand kneifen? Es ist schlicht herrlich! Seit geraumer Zeit freuen wir uns immer wieder über die Vielseitigkeit und den Kontrastreichtum dieser Reise, das viele satte Grün dieser Gegend ist besonders nach dem Erleben des tagelangen Radelns durch die karge, wüstenartige Landschaft Zentralanatoliens ein Hochgenuss. Heiko stellt im Rahmen der Pause fest, dass die Frauen vom Fischrestaurant der letzten Nacht scheinbar extra einen Instagram-Account angelegt haben (demircan-ailebalik-lokantasi) auf welchem sie in ihrer Story unsere Dankeskarte teilen. Das daraufhin zugesendete Foto vom Restaurant aus Drohnenperspektive wird kurz darauf als einer ihrer ersten Beiträge veröffentlicht. Auch aus dem Schwarzwald erhält Heiko eine Nachricht: Eine Tochter des Neffen von Cengis schickt Grüße aus Deutschland, nachdem sie das Gruppenfoto auf Instagram gesehen hat. Ach ja, dieses Social-Media...! Bald radeln wir weiter und kämpfen mit oder eher gegen diverse steile Rampen, werden aber auch regelmäßig gebührend durch grandiose Aussichten dafür belohnt. Im Licht des Sonnenuntergangs erreichen wir am frühen Abend unseren Zielort İnebolu, wo wir in einem Hotel ein Zimmer mit Balkon direkt am Meer beziehen. Im Restaurant des Hotels lassen wir uns ein Abendessen schmecken, als Nachtisch gibt es heute in Ermangelung von Baklava warmes Helva. Das kannten wir so noch nicht, hat uns aber ausgezeichnet geschmeckt. Gute Nacht!Baca lagi










