Amed, wir sind an Balis Nord-Ostküste
July 10 in Indonesia ⋅ ☀️ 25 °C
Die Koffer sind gepackt, alle Rester sind verkocht - denn in der nächsten Unterkunft steht uns keine Küche zur Verfügung. Pünktlich 8:45 Uhr meldet sich unser Fahrer Kadek, dass er in der Hofeinfahrt auf uns wartet. Wir starten extra so früh, sodass Marlo seinen ersten Schlaf und vllt auch einen zweiten während der Fahrt machen kann. Bis nach Amed sind es mindestens 3 Stunden Autofahrt, die wir letztlich, samt kurzen Zwischenstop im Supermarkt, für nur 82km Strecke auch brauchen. An der Küste entlang, vorbei an Reisfeldern, viele grüne bewaldete Berge, dem Vulkan im Visier, durch größere Städte und kleinere Dörfer. Der Verkehr dünnt sich spürbar aus. Schließlich sind wir an einem Küstenabschnitt, einer kleinen Bucht - "Jemulek", in welcher viele Schnorchler zu sehen sind. Und tatsächlich biegen wir genau hier ein - hier soll unsere nächste Unterkunft "Blue Star Hotel &Cafe" sein. Wir sind froh angekommen zu sein. Marlo wacht zur Ankunft pünktlich nach dem zweiten 30min-Schläfchen auf. Benny klärt als erstes unseren Check-In, während ich mit Marlo noch kurz im Auto warte und die Männer schon beginnen das Auto auszuräumen. Evi kommt mir freudestrahlend entgegen und meint, dass es genauso aussieht wie auf den Bildern.
Nach kurzer Diskussion, wer oben und wer unten in der Unterkunft schläft, wurde wieder grob ausgepackt bzw die Koffer verräumt und alles etwas wohnlich bezogen. Die Strandtasche ist gepackt und zack - pünktlich 14 Uhr liegen wir auf den für uns im Schatten reservierten Sonnenliegen. Gerade mal vielleicht 50m laufen wir von der Wohnung, mit Terrasse und Meerblick, kurz durch den Garten der Anlage, tippen fix durchs kleine Restaurant/Cafe und da sind wir schon direkt am oder auch im Wasser.
Die Bucht ist nicht menschenüberlaufen, alles strahlt Ruhe und Entspannung aus und man findet eine Gleiche Anzahl von Menschen schnorchelnd im Wasser wie Menschen hier am Strand rumdösend oder essend. Man bekommt jedenfalls direkt Lust selbst mal zu schauen, was es alles da unter Wasser zu Staunen gibt. So legen wir uns direkt die Schnorchelausrüstung an und ab gehts ins "kühle Nass" so würde man jetzt sagen - aber kühl ist da nichts. Es ist wahnsinnig angenehmes Meerwasser, laut Internet wohl so um die 26Grad. Man spürt also gar keinen großen Unterschied dazu, wenn man abtauchen bei Außentemperaturen um die 30 Grad.
Und tatsächlich sieht man nach 5m im Wasser schon die ersten Fische. Und auch nicht irgendwelche Fische- es sind direkt ganz bunte, große, kleine dicke, lange dünne Fische oder Schwärme zu sehen, gefolgt von Anfängen eines bunten Riffes. Und nach 10m im Wasser ist man schon mitten im Geschehen - und das erklärt, warum hier direkt schon vorne im Wasser viele Schnorchler rumplantschen. Die Bucht ist recht überschaubar und es ist genug Platz für alle, hier ganz in Ruhe alles Abzuschorcheln. Soooo viele viele tolle Fische und mehr gibt's hier zu sehen, sodass man direkt erstmal eine stunde hier im Meer beschäftigt ist.
Später am Abend stellt sich die spannende Frage, wie gut wir direkt vom Hotelstrand aus den Sonnuntergang sehen werden. Die Option war noch offen, noch fix hoch um die Kurve zu laufen, weil google dort einen konkreten Sunsetpoint markiert hat, aber eine Fügung des Schicksals veranlasste, dass wir dieses Mal wirklich erstmal genau hier bleiben. Denn Benny hat mit Evi zusammen doch tatsächlich direkt an Tag 1 eine Wasserschildkröte entdeckt. Und da ich zu dem Zeitpunkt draußen bei Marlo war, kam er raus zum Abklatschen und ich schwamm fix zu Evi raus, um besagte Schildkröte auch noch erspähen zu können. Und so sind Evi und ich noch eine ganze Weile zusammen mit der Schildkröte geschwommen, während sich der Sonnenuntergang allmählich anbahnte. Und so hatten wir letztlich beides zusammen: Sonnenuntergang, schnorchelnd mit der Meeresschildkröte und im Wasser sieht man auch unsere sehr Nahe Lage direkt am Vulkan Mount Agung. Ach war das ein schöner perfekter laaanger Moment 😇
Später gegen 19 Uhr war Marlo recht schnell müde, weshalb ich ihn ins Bett gebracht hatte. Leider zeigte sich hier ein Nachteil der Unterkunft: draußen schallen gerade bestimmt 3 Hotels oder Gaststätten ihre Musik auf uns herab und das ist ziemlich laut. Aaaaber.. die Livemusik klingt gut. Und zwar so gut, dass ich mich entscheide, als Marlo schläft, der Musik mal nachzugehen und vielleicht sogar die Livelocation dazu zu finden. Und tatsächlich musste ich nur grob 150m bergauf gehen, da war da schon das "See you again" Restaurant mit einem 1A gitarrespielenden Cover-Sänger samt Rhythmusband. Die treffen vollends meinen Musikgeschmack, weshalb ich mich entschieden mir noch einen Smoothie hier zum lauschen zu gönnen. Wie sich rausstellte ist hier spätestens 22 uhr Schicht im Schacht - irgendwie bin ich da auch froh drüber zugunsten der Lautstärke bei uns in der Wohnung. Allerdings schade darum, dass ich nicht viel mehr von der Musik hatte. Für einen kurzen Genuss hat es allerdings gereicht. Und seinen Spielort für morgen hat der Musiker auch bekannt gegeben, gerade mal 4min mit dem Roller entfernt - das klingt machbar.
So tippel ich danach wieder bergab und Evi ist hier noch wach. Zusammen gehen wir zweie nochmal runter ans Meer. Und als wäre dieser Tag noch nicht schön genug gewesen, sehe ich hier binnen von 15min 4 Sternenschnuppen und lasse mir von Chat-GPT sagen:
Ja – Ende Juli ist sogar eine gute Zeit für Sternschnuppen auf Bali.
Im Juli sind vor allem zwei Meteorströme aktiv:
✨ Delta-Aquariiden – sie erreichen ihr Maximum meist Ende Juli (etwa 28.–31. Juli). Von Bali aus sind sie gut sichtbar, weil die Insel nahe am Äquator liegt.
✨ Perseiden – beginnen bereits Ende Juli, ihr Höhepunkt ist aber erst Mitte August.
Achja, wie schön war bitte dieser Tag 😇Read more










