Sideman -naturbelassen, ruhig, wasserreich & schön
Jul 13–16 in Indonesia ⋅ ☀️ 27 °C
Und zack, da waren 3 Tage hier in Sideman schon wieder um. Gerade sitzen wir im großem luxuriösen Boot Richtung Gili Travangan - ein heiden Stress haben wir hinter uns, weil die letzten 2 km zum Hafen total viel Verkehr und Stau war. Unser Fahrer Kadek meinte : 11 Uhr an der Unterkunft starten reicht, wenn 13:15Uhr das Boot ablegt. Aber mit diesem Verkehrssufkommen hat auch er nicht geplant. Wir sind alle verschwitzt, Kadek führt aus dem Auto Telefonate, um uns schon online einzuchecken, ich bin irgendwann mit Marlo schonmal aus dem Auto ausgestiegen- so wie ethische andere Bootfahren-Wollende vor und hinter uns. Ihm wurde es im Stau doch zu ungemütlich, weshalb ich mit dem Kinderwagen einfach schonmal vor laufen. Am Ende war das auch gut so - wir organisierten so schonmal die Tickets. Aber letztendlich telefonierte ich dann auch wieder mit Benny eilig hin und her.. und am Ende waren wir pünktlich zur eigentlichen Abfahrtszeit des Bootes tatsächlich die ersten Passagiere 😄🤌 Eeegal.. Wir sind wahnsinnig erleichtert, hier einfach nur bis zum Einstieg warten zu müssen, auch das Boot ist groß und sieht wirklich modern aus, was Hoffnung macht, dass Benny und Evi ggf ohne große Seekrankheit durch die überfahrt kommen. Benny hat im Auto pünktlich 1h vorher eine Reisetablette genommen - aktuell sitzt er schlafend vor dem großen Bildschirm und er verpasst sogar den Film. Marlo schläft auf dem Fußboden vor mir zwischen den Sitzen, Evi guckt Handy. Also ich bin sehr positiv gestimmt 😇
Ja Sideman.. ist ein sehr naturbelassenes Fleckchen, eine größere Region, in welcher man vor allem Ruhe findet, 1A Ausblick auf den Vulkan Agung - auch wenn die Ansicht allzeit verschleiert war während unserer Zeit, und tolle Spazierwege quer durch die Reisfelder. Hier wird noch so viel mehr angebaut - dafür ist die Region bekannt. Den ersten Tag hatten wir dafür genutzt, um wenigstens ein paar Meter Richtung Dorfmitte zu spazieren. Bei dem wenigsten Verkehr geht das auch direkt auf der asphaltierten Straße, auch wenn diese total steil teils bergauf ging, was auch herausfordernd war mit Marlo. Die ca 1,5km haben gereicht,um die Nahe Umgebung etwas zu erkunden- diese eine Straße bergauf quasi. Und wir haben uns für die nächsten 3 Tage hier mit Trinkwasser ausgestattet: für 2,25€ haben wir uns eine große Gallone mit 19 Liter Wasser gekauft. Benny meinte "die trag ich, kein Problem!" Am Ende lag die Gallone im Kinderwagen und Marlo war im Arm. Die einheimischen haben sich über unseren Anblick sehr amüsiert.
Die Gegend ist geprägt von einem Fluss, der Wasser für alle und alles spendet. Ganz idyllisch sagte man uns, man könne an manchen Stellen ganz genüsslich im seicht fließendem Wasser schwimmen. Als wir allerdings das erste Mal eine Brücke und damit den Fluss fußläufig überquerten, blickte uns nicht nur ein nackter Mann mit nacktem Arsch an - er hockte knapp über dem Flusswasser, um sich rektal zu entleeren. Dieser erste Flussmoment nahm uns dann doch jegliche Lust, darin baden zu wollen. In den nächsten Tagen sahen wir hier nicht nur Kinder, die hier badeten, sondern auch Menschen, die sich hier samt Handtuch und Seife säuberten sowie auch ihre Roller oder gar ganze Autos.
Unsere Unterkunft ist wirklich unmittelbar am Fluss gelegen mit 1 A Aussicht auf den Vulkan, richtig idyllisch im Vergleich zum Stadtverkehr. Doch in der ersten Nacht stellte sich für mich heraus, dass der Fluss so laut war, dass ich deshalb jeweils nach dem stillen nicht gut einschlafen konnte. In der nächsten Nacht gab es deshalb zumindest einen Oropax für mich, damit der Fluss nicht so sehr lärmt 😄
Selbst unterhalten war schwierig für uns, sobald sich der andere auch nur einen Raum weiter weg befand.
Den zweiten Tag ließen wir entspannt an der Unterkunft beginnen und verbrachten die Zeit am und im Pool mit Blick auf den Vulkan und den laut rauschendem Fluss. Am Nachmittag gingen wir aus unserer Unterkunft raus diesmal links entlang für knappe 400m leicht bergaufwärts und wir stellten mal wieder fest, wie optimal unsere Wahl an Unterkunft mal wieder war. Denn genau hier beginnt ein schöner Rundwanderweg quer durch die Reis-bzw generelle Anbaufelder hier. Diesen schlendern wir sehr langsam und genüsslich für die nächsten 2 Stunden hindurch, mit kleiner Rast am Kokosnussverkaufsstand. Die Aussicht vor allem auf den Vulkan im Hintergrund ist wirklich schön, in Kombination mit Palmen und stets an Wasserrinnen entlang, die die ganze Fläche hier versorgt. Am Abend gehen wir wiedermal schön etwa 15min entfernt was Essen. Evi und ich gönnen uns indonesische Süßspeisen zum Nachtisch. Mich haben meine grünen Pancakes mit Kokusnusscrunsh sehr überzeugt 🫠
Sobald die Sonne untergegangen ist, läutet diese für Marlo immer die Schlafenzeit ein. Heute war es dann nach der Nachspeise schon fast dunkel und er ganz schön müde. Nicht zum ersten Mal jogge ich deshalb flink heim mit ihm.
Am dritten und letzten Tag in Sideman besuchen wir früh den Morgenmarkt. Dazu müssen wir auch nur 1,5km samt Kinderwagen hoch ins Dorf laufen, ab ins wilde Getümmel. Wir decken uns ausführlich mit Obst und Gemüse, frischem Tempe für Evi und wieder leckerer, frischgebackener Nascherei ein. Später am Tag kochen wir davon sogar mal frische Bratkartoffeln.
Gen Nachmittag machen wir, auch direkt an der Unterkunft - obwohl wir noch mehrere Anbieter im Dorf weiter oben gesehen haben, einen Silberschmiedekurs und wir kreieren uns eigene Schmuckstücke 🥰 Das beschäftigt uns jeweils für 1,5h Stunden. Evi macht sich einen Wellenförmigen Ring, während Benny und ich uns einen schönen Familienanhänger für das Armgelenk machen.Read more





















