• Tag 10 - Canyoning und ZipLine

    1. februar, Filippinerne ⋅ ☁️ 28 °C

    Der Tag beginnt (fast) wie üblich. Saturday Night Fever direkt neben uns, dass heißt, Karaoke bi 01:15 Uhr neben dem Cottage und das durch zwei völlig talentlose Sänger.
    Aber – man glaubt es kaum – ab 06:45 Uhr ging der Beat neben uns weiter. Ich kenne tatsächlich kein Volk auf der Welt, was so gnadenlos ist 😏
    Nachdem die Abholung für unseren Canyoning-Ausflug um 11:30 Uhr angesagt war, konnten wir es gemütlich angehen. Wer war natürlich nicht da, unser Fahrer. Nun denn, eine Stunde später trudelte er dann ein und bemerkte bereits zu Beginn, dass seine Gäste nicht fünf Philippinos mit insgesamt 250 kg Lebendmasse sind, sondern gestandene Bajuwaren. Die Gesamtsituation führte letztendlich dazu, dass sich Dieter, Frank und Bertls ausklinkten, Walter und ich den Plan aber durchzogen.
    Unserer Truppe erwies sich als bunt zusammengewürfelt (Koreaner, Iren, Frankreich und natürlich Ukrainer) und leidensfähig, denn ganz philippinostyle holten sie die Teilnehmer, welche am nächsten zum Veranstaltungsort wohnten, als erste ab 😅
    Nun denn, letztendlich erreichten wir den Sammelpunkt, wo es zuerst schnell gehen musste, wir waren ja zu spät! Unserer Kleidung fast entledigt bis auf die Badehose, ging es etwas später mit unserem Gepäck (Schutzhelm und Lifejacket) in die Berge. Dort angekommen gab es eine kurze Einweisung und schon wieder ging`s an warten, in diesem Fall auf die Motorradtaxis, welche uns weiter in die Berge bringen sollten.
    Die Fahrt dahin, Spurbreite max. 1 m, kann man getrost als abenteuerlich, zumal wir zu Dritt auf dem Moped saßen, bezeichnet werden. Aber egal – no risk – no fun!
    Dort erwarteten uns dann schon unsere Guides, James und Rocky, welche sich als wahre Perlen erwiesen, was wir letztendlich auch mit einem fürstlichen Trinkgeld belohnten!
    Meine Wahl, die Zipline sitzend abzufahren, und nicht liegend wir Superman (Rocket), erwies sich als schlecht. Bereits nasch kurzer Zeit drehte ich mich so stark, dass ich die Befürchtung hatte, dass sich die beiden Ziprollen überschneiden. So verbrachte ich den Hauptteil der Zeit damit, diese auseinanderzuhalten. Erst kurz vor Schluss war ich wieder ausgerichtet und wurde gewahr, dass es hier eigentlich keine Bremsen gibt. Aber ganz tricky hat man die letzten Meter einfach mit Gummipuffer versehen, so dass man in einer halben Sekunde von 80 auf 0 abgebremst wird. Balsam für den Kreislauf 😂 – aber geil war`s trotzdem. `
    Anschließend, mit wackligen Knien, noch 15 Minuten Abstieg in den Canyon und dann ging`s los.
    Man kann nur sagen – Spitzenklasse!!! Eine Landschaft wie bei Jurassic Park, Spassfaktor bei 10, aber auch anspruchsvoll, z.B. die Jumps ins Wasser, und das bis zu 9 m (muss man aber nicht machen), oder die „fahrt“ in einer Höhle. Und wie gesagt, die Jungs waren klasse (die hätten uns wahrscheinlich auch getragen!).
    Was ich aber nicht wusste, Canyoning ist extrem anstrengend, weswegen der dort am Ende der Tour gereichte Snack mehr als recht war.
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