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  • Day3

    Eggstätt nach Novo Mesto

    May 27, 2019 in Slovenia ⋅ 🌧 15 °C

    Montag, 27.05.2019 - Tag 3
    Eggstätt (Österreich) nach Novo Mesto (Slowenien)

    Geplant war es, ab heute kürzere Etappen zu fahren und mehr zu sehen. Heute früh allerdings prasselte der Regen auf unser Dach und die Wettervohersage prognostizierte gleichbleibend schlechtes Wetter für die nächsten drei Tage in Kärnten. Also fuhren wir heute Vormittag nach einem gemütlichen Frühstück weiter in Richtung Slowenien. Wir fuhren durch einige Dörfer und dann über den Loiblpass über die Grenze nach Slowenien.

    Der Loiblpass scheint eine beliebte Strecke für Biker zu sein. Die Passstraße schlängelt sich den Berg hinauf, immer wieder die Tscheppaschlucht kreuzend. Die Gegend hier war sogar im Regen sehr schön. Es gab einige Wasserfälle, ganz klares Wasser und einige Brücken, über die die Wanderwege führten, dabei ging immer wieder Nebel an den Bergen. Leider gab es keine Parkplätze, an denen man schnell hätte halten und ein Foto machen können. Es gab lediglich einen gebührenpflichtigen Wanderparkplatz und einen Parkplatz der Gaststätte "Deutscher Peter". Hier kann man sicher wunderbar wandern, nur halt vielleicht nicht im Dauerregen.

    In Slowenien erwarben wir dann eine Vignette und fuhren auf die Autobahn. Kurz vor Sloweniens Hauptstadt Ljubljana hörte es plötzlich auf zu regnen. So fuhren wir spontan in die Stadt hinein. Zunächst kamen wir an zahlreichen alten und schlimm aussehenden Hochhäusern vorbei. Irgendwann waren dann recht moderne Gebäude zu sehen und ein wenig später im Stadtkern fanden sich sich historische Gebäude und auf dem Berg ein Schloss. Leider ist die Stadt gar nicht auf Wohnmobile eingestellt. Nirgendwo waren Parkplätze ausgeschildert, die für Wohnmobile geeignet sind. Die vorhandenen Parkplätze waren sehr klein und eng und für die Nutzung mit dem Wohnmobil verboten. Wer also geplant nach Ljubljana fahren möchte, sollte sich vorher im Internet nach geeigneten Parkplätzen erkundigen. Wir sind mit dem Wohnmobil durch die Stadt gefahren und haben nach einer Weile im Berufsverkehr dann schlussendlich aufgegeben und sind wieder auf die Autobahn zurück gefahren.

    Kaum waren wir auf der Autobahn, teilte und das Navi mit, dass die Autobahn vor uns wegen eines Verkehrsunfalls gesperrt sei. Perfekt, um auf der Raststätte Kaffee zu trinken und ein kleines Stück Kuchen zu essen. Da auch danach der Stau sich nicht aufgelöst hatte, begaben wir uns auf eine Umleitung, die durch kleine Dörfer parallel zur Autobahn verlief. Irgendwann fiel uns dann auf, dass eine Fehlermeldung vom Fahrzeug angezeigt wurde. Im Handbuch nachgeschlagen stellte sich heraus, dass unser Fahrzeug meinte, der Öldruck sei zu niedrig. Also hielten wir an und kontrollierten das Öl. Laut Peilstab war ausreichend Öl vorhanden. Wir riefen den Vermieter des Wohnmobils an, sogar auf der Notruf-Handynummer, erreichten aber niemanden. Google hatte für unser Problem die Lösung, das Auto mehrfach neu zu starten... und siehe da, die Fehlermeldung verschwand um kam nicht mehr zurück. Der Vermieter hat bis jetzt nicht zurück gerufen - seit inzwischen 5 Stunden nicht...

    Wir warfen einen Blick auf die Karte, um irgendwo in der Nähe einen geeigneten Stellplatz für die kommende Nacht zu finden und stellten fest, dass wir fast in Novo Mesto waren, einer Partnerstadt Langenhagens und dort war auch ein Stellplatz verzeichnet. Wir erreichten den Platz gegen 17.30 Uhr und wurden sehr freundlich von dem Inhaber begrüßt und über die Umgebung informiert. Das Regenradar prophezeite einige regenfreie Stunden und so machten wir uns auf, mit unseren Kameras die Altstadt zu erkunden. Ganz oben auf dem Berg der Altstadt befindet sich eine Kirche, in der gerade Gottesdienst abgehalten wurde, als wir dort vorbei kamen. Die Kirchentüren waren geöffnet und die ganze Kirche war voll, wie bei uns nur zu Weihnachten. Menschen jeden Alters sangen dort gemeinsam und feierten den Gottesdienst und das an einem Montagabend. Wie unterschiedlich es doch sein kann.

    Als es dann nach einer Weile doch zu regnen begann und wir in der recht menschenleeren Stadt auch kein einladendes Lokal entdeckt hatten, machten wir uns wieder auf den Weg den Berg hinauf zu unserem Stellplatz, wo es kurzerhand Linsensuppe mit Bockwurst gab. Dank des vorhandenen und im Preis enthaltenen WLAN konnten wir noch ein paar YouTube Videos schauen bevor wir nun ins Bett gehen und auf baldige Besserung des Wetters hoffen. Gute Nacht!
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