Tag 4: auf dem Weg in die Sahara 🏜️
30.–31. dec. 2025, Marokko ⋅ ⛅ 15 °C
Wir sind mal wieder sehr früh in den Tag gestartet – schließlich wartete die Sahara nicht auf Langschläfer. Unser Ziel: die Wüste. Dazwischen lagen viele Kilometer und viel wechselnde Landschaft.
Auf dem Weg fuhren wir vorbei an den Atlas Filmstudios in Ouarzazate, auch bekannt als das Bollywood von Marokko. Hier wurden Filme und Serien wie Gladiator, Game of Thrones oder Die Mumie gedreht. Leider nur aus dem Busfenster bewundert – Hollywood kann warten, die Wüste nicht.
Ein kurzer Stopp an einem Palast (schön, beeindruckend, kurz fotografiert) und dann ging es weiter zum Todra Canyon. Die bis zu 300 Meter hohen Felswände waren wirklich gewaltig. Wir sind ein Stück durch die Schlucht spaziert und haben einfach nur gestaunt – ein Moment, der ganz ohne Worte auskam.
Danach: Lunch. Buffet. Sehr willkommen.
Aber vorher noch ein wichtiger Zwischenstopp in einem kleinen, gut versteckten Laden – Mission: Bier für Silvester. Erfolgreich abgeschlossen. Prioritäten müssen sein.
Nach dem Essen ging es endlich weiter zum Highlight der Reise: die Sahara.
Wir ritten etwa 90 Minuten auf Dromedaren durch die Wüste zu unserem Camp. Währenddessen ging die Sonne langsam unter – wunderschön, ruhig, fast magisch. In der Sonne noch angenehm warm, doch kaum war sie weg, wurde es schlagartig kalt.
Das Camp selbst war… sagen wir minimalistisch. Zwei Toiletten für viele Menschen und ein rostiger Waschtisch, bei dem man kurz überlegte, ob er die Nacht noch übersteht. Abenteuer eben.
Nach einem leckeren Abendessen (natürlich wieder Buffet) ging es ans Lagerfeuer. Das hatte ich mir ehrlich gesagt etwas romantischer vorgestellt. Stattdessen saßen wir mit allen Campgästen zusammen, während ein paar junge Marokkaner trommelten und sangen. Danach folgte ein Gesangswettbewerb der Nationen. Nicht mein persönliches Highlight – sagen wir so: Talent war nicht überall gleich verteilt. Wir Deutschen haben mit Abstand verloren, die Italiener glänzten.
Die Nacht? Sehr kalt. Wirklich sehr kalt.
So kalt, dass mich die Temperaturen regelmäßig aus dem Schlaf gerissen haben. Eine Erfahrung, die ich auf meiner persönlichen Bucket List nicht noch einmal abhaken muss.
Fazit: Ein unvergesslicher Tag, viele Eindrücke, tolle Landschaften – und die Gewissheit, dass die Sahara wunderschön ist, aber nachts definitiv nichts für Frostbeulen. ❄️🐪🌅Læs mere













