• Tag 6: Agadir 🏄🏼‍♀️🌊🤙🏼

    1.–2. jan., Marokko ⋅ ☁️ 23 °C

    Silvester in Marokko mit dieser Gruppe bedeutet offenbar vor allem eins: Ausschlafen ist keine Option. Ohne jede Spur von Feiertagsgnade klingelte der Wecker kurz vor sieben. Nur wenige Minuten später saßen wir bereits beim Frühstück, noch leicht verschlafen, aber gut genährt, sodass wir gegen 8 Uhr schon wieder unterwegs waren. Ziel des Tages: Agadir.

    Mit einigen Zwischenstopps ging es Richtung Küste. Unser erster Halt führte uns in eine Textilfabrik, in der Teppiche, Kissenhüllen und andere Textilien hergestellt wurden. Wir lernten, dass die traditionellen Muster nicht einfach nur hübsch aussehen, sondern oft Geschichten erzählen – über Regionen, Einstellungen, Familien oder sogar den sozialen Status. Währenddessen wurden fleißig Souvenirs gekauft.

    Danach ging es weiter zu einer Safran-Plantage. Dort erfuhren wir, warum Safran auch „rotes Gold“ genannt wird: Für ein paar Gramm braucht es gefühlt eine halbe Ewigkeit und sehr viele Blüten – was den Preis plötzlich erstaunlich logisch erscheinen ließ. Anschließend besuchten wir noch einen einheimischen Markt, auf dem wir uns mit kleinen Snacks eindeckten und das Leben der Marokkaner von der echten Seite sahen. Teilweise erschreckend, trubelig und irgendwie schön gesehen zu haben!

    So langsam machte sich die lange Fahrt bemerkbar. Wir wurden immer stiller, immer platter – und die Straße schien einfach kein Ende zu nehmen. Doch mit letzter Kraft (und perfektem Timing) schafften wir es gerade noch rechtzeitig zu unserem Surfkurs am Strand von Agadir.

    Und alle Müdigkeit war plötzlich vergessen. Das Surfen war herrlich chaotisch, nass, anstrengend und unglaublich lustig. Wir lachten viel, fielen oft ins Wasser und hatten am Ende das gute Gefühl, einen langen, vollen und ziemlich besonderen Tag erlebt zu haben.

    Der Abend gingen wir lecker essen – leider lange Zeit hungrig, denn wir verbrachten dort erst einmal zwei Stunden wartend. Während manche von uns langsam etwas unruhig wurden und sich fragten, ob das Essen vielleicht noch gejagt werden müsse, passierte das Highlight des Abends: Kathis Stuhl brach plötzlich und ohne jede Vorwarnung zusammen, obwohl sie absolut nichts getan hatte. Zum Glück hat sie sich nichts getan!

    Als das Essen dann endlich kam, war es dafür umso lecker und die Stimmung bestens. Nach dem Abendessen machten wir mit ein paar Leuten noch einen Spaziergang am Strand entlang, atmeten die frische Meeresluft ein und genossen das besondere Flair der Promenade bei Nacht.

    Zurück im Hotel teilte ich mir das Zimmer mit Johanna. Wir unterhielten uns noch eine ganze Weile über alles Mögliche – bis wir dann endlich wirklich eingeschlafen sind. Ein langer, lustiger und sehr marokkanischer Silvestertag ging damit zu Ende. 🌙✨
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