Bisschen Malle in Krabi
26 gennaio, Tailandia ⋅ ☁️ 28 °C
Vier der fünf Tage in Krabi sind dahingeflogen und dabei tatsächlich Urlaubstage geworden. Man wartet auf das Meer am weltbesten Strand, auf das Frühstück, auf die Sonnenuntergänge in Bonbonfarben, die so prompt und sicher kommen wie die Mücken, die nach Einbruch der Dunkelheit über einen herfallen, manchmal auch mitten am Tag. Man liest Bücher und zuweilen eins zu Ende, an dem man schon sehr lange gelesen hat. Man erntet Einfälle für den eigenen neuen Roman und notiert sie. Man schreibt. Man genießt die Massage unter freiem Himmel und unter den Händen kompetenter Therapeutinnen und philosophiert über die Unmengen verspannter Muskeln im eigenen Körper. Man geht ein- oder zweimal täglich ins Nachbarresort, um sich per WhatsApp zu versichern, dass zuhause alle noch leben und gesund sind (nach dem Tod meiner Mutter während unserer Kolumbienreise vor zwei Jahren leider keine Selbstverständlichkeit mehr.) Nebenbei informiert man sich gleich noch über Dengue-Fieber und Malaria und die entsprechenden Risikogebiete. Krabi gehört momentan nicht dazu. Man ärgert sich über die Ameisenprozession, die am Strand durch den eigenen Rucksack marschiert und dabei eine nicht ausreichend gesicherte Kekspackung invasiv bevölkert.
Um nicht nur am Strand, im Meer und auf Massagematten rumzuliegen, unternimmt man einen Halbtagesausflug oder, genauer gesagt, eine Spritztour zur als DAS Highlight der Region gepriesenen Railai-West-Beach und trifft auf eine Kopie von Malle. Man fragt sich am völlig überlaufenen Strand, was man eigentlich hier wollte, und vor allem, was die paar Tausend Artgenossen hier wollen, die dicht an dicht mit der Nase im Sand liegen, obwohl es dort nichts zu besichtigen gibt. Der monumentalen Felshöcker wegen, die Railai umgeben, hätten wir jedenfalls kein Longtailboot chartern müssen, die sehen wir auch vom Hausstrand des Emerald aus. Eine Stunde später sind wir schon wieder an Land. Das Herz von Ao Nang pulsiert hier schnell und laut. Ich glaube ja, dass dieser Partyflecken und Hexenkessel, der erst abends zum Leben erwacht, gar kein Herz hat. Auf dem Landmark Nightmarket gibt es immerhin was für die Augen - und schließlich auch für den Magen. Als wir gegen 23 Uhr wieder in unserer Bleibe anlanden, preise ich die Stille, den Mond und die Gespensterrufe der Nachtvögel in den großen Bäumen des Parks. Das hätte ich mir am Samstag nicht träumen lassen, dass ich am Ende mal mit Freude ins Emerald-Resort zurückkehren würde. Morgen geht es schon weiter nach Phuket - schade eigentlich!Leggi altro




























Die Abendstimmung ja... die überfüllten Strände neiiin! [Karin]