Katrin Gross

...ten reasons to travel... to learn - to have adventures - to be anonymous - because life is too short - to meet people - to feel more alive - to know myself - to challenge myself - to expierience cultures - to not look back and wonder, what if?
Living in: Schweiz
  • Day16

    Cochin - Hangover

    January 26 in India ⋅ ⛅ 31 °C

    Der letzte Tag und die letzte Nacht in Indien stehen an. Mit Wehmut packe ich meine Sachen und Kukku begleitet mich zum Bahnhof und hilft mir beim Ticket nach Alleppey buchen und zeigt mir das richtige Gleis! An den Bahnhof konnte ich mich sogar noch erinnern, als ich mit Manu vor 4 Jahren dort war- es sieht noch alles gleich aus! Nach der Verabschiedung von Kukku habe ich noch etwas Zeit und lerne Rex kennen: Inder, lebt aber in England und ist auf dem Weg seine Familie in Alleppey zu besuchen- das ist auch mein Ziel für heute, da mich Cheppy von dort abholen wird und wir dann weiter nach Cochin mit dem Auto fahren.
    Bei der Unterhaltung mit Rex kommt schnell heraus, dass er Cheppy kennt („everybody knows him“). Sogar Indien scheint wirklich klein zu sein!

    Zugfahren in Indien ist und bleibt eine Erfahrung, die ich jedem nur empfehlen kann:
    - Alle 1-2 Minuten kommen Verkäufer vorbei und bieten Chai, Süsses, Fried Banana und Co an
    - Buchverkäufer, welche Stapel von Büchern neben Dir auf dem Sitz verteilen, damit man Zeit hat diese anzuschauen und dann weiterziehen
    - Schreibwaren werden angepriesen
    - Ladestationen für Handys sind erstaunlicherweise vorhanden
    - Zig Ventilatoren an den Decken, die extrem hilfreich sind, wenn der Zug steht, Fenster gibt es natürlich keine
    Zugfahren für mich ist in Indien definitiv nicht langweilig, man muss einfach unbedingt einen Fensterplatz buchen oder ergattern. Züge fahren im Schnitt nur 30kmh, so dass man wirklich ausgiebig die Umgebung bestaunen kann und sicher an jedem Bahnhof jemanden winken darf, der sich freut einen zu sehen.

    Am Bahnhof angekommen kämpfe ich mich zum Ausgang und halte Ausschau nach Cheppy- zig TukTuks wollen mich mitnehmen aber ich lehne dankend ab. Nach 2 Minuten fährt der Herr vor und los gehts! Wir winken Rex nochmal zu, der mit dem Roller an uns vorbeizieht und treffen nach ein paar Minuten Fahrt noch Pappan, welcher sich gerne verabschieden möchte.

    Auf dem Weg nach Cochin macht Cheppy für mich noch meinen gewünschten Termin im Tattoostudio fix und ich freue mich riesig auf 17 Uhr um diesen grandiosen Urlaub für immer zu verewigen!

    Nach einem Stop im Fischrestaurant, wo wir bereits mit Bijoy gegessen hatten, geht es satt und etwas müde weiter! Da noch kein Hotel gebucht ist und wir unterwegs feststellen, dass dies gar nicht so einfach ist, da irgendein Kongress in der Stadt zu sein scheint, treffen wir uns mit Vivek, einem guten Freund von Cheppy. Er hilft uns eine vernünftige Unterkunft zu finden und mit „The International Hotel“ werden wir endlich fündig! Vivek lotst uns zum Hotel, wo ich fix einchecke und schon geht es weiter zum Tattoostudio.

    Da die zwei Wochen mir unbeschreiblich gut getan haben, mich Indien wie jedes Mal verzaubert hat und ein Teil von meinem Herzen diesem Land gehört möchte ich dies entsprechend verewigen lassen unter der Haut! Nach 20 Minuten im besten Studio der Stadt (Vivek hat seine Tattoos ebenfalls hier machen lassen und Sharma, die Tattoowiererin, ist in ganz Kerala bekannt) bin ich glücklich und sehr zufrieden mit dem Ergebnis!

    Den Abend lassen wir im Hotel bei diversen Drinks ausklingen und essen hier etwas. Ein weiterer Freund der Beiden kommt hinzu und Cheppy schickt ihn nochmal los ein Geschenk für Aaron zu organisieren. Manu, ich kann definitiv sagen: Aaron wird ready sein für seinen Indien-Urlaub!

    Nach nur wenigen Stunden Schlaf, einem bösen Kater, packe ich morgens meine 7 Sachen und es geht mit einem Kloss im Hals zum Airport! Die Verabschiedung ist wie immer herzlich und fällt mir mega schwer! 1-2 Tränen fliessen, aber ich nehme wunderschöne Erinnerungen mit und bin so froh diesen Trip gemacht zu haben. Ich werde definitiv nicht nochmal 4 Jahre warten bis ich wiederkomme- versprochen!
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  • Explore, what other travelers do in:
  • Day15

    Varkala - Die Tage gehen zu Ende

    January 25 in India ⋅ ☀️ 31 °C

    Der letzte Beachtag und Sonne tanken steht an! Wie ich mich freute! Nachdem mich jedoch die allmonatlichen Frauenprobleme eine Woche zu früh erreichten, kämpfte ich Vormittags erst einmal mit Krämpfen und lernte dann ziemlich schnell, dass Tampons in Indien so gar nicht Standard sind! Ich versuchte es in einer Art Apotheke und versuchte der älteren Dame hinter dem Thresen mein Problem zu schildern- 3 Männer, die neben dran standen, lauschten gespannt und irgendwie war mir das Ganze sehr unangenehm. Nach einer Weile entdeckte ich im Regal jedoch genau das, was ich wollte und war froh mich nach dem Bezahlen vom Acker machen zu können.

    Am Mittag traf ich mich dann mit Elena und Olga am Strand! Es hatte heftige Wellen, aber die konnten mir und Olga nichts anhaben- dachten wir! Nachdem uns die erste Welle böse erwischte, wir uns unter Wasser ein paar Mal überschlugen und gerade wieder auftauchten, kam schon die nächste Welle. Das gleiche Spiel wiederholte sich somit noch zweimal und wir kamen völlig erschöpft aus dem Wasser. Ich muss mir dabei irgendwie unter Wasser noch die Nase angeschlagen haben, was ich aber nicht mal bemerkt habe. Die Mädels merkten es nur, weil ich Nasenbluten hatte. Halb so wild!

    Nach einem Chai an der Beachbar trennten sich vorläufig unsere Wege und ich machte noch ein Nickerchen.

    Der Abend ging gemütlich weiter mit den Beiden und wir verbrachten diesen im Restaurant am Strand zum Znacht. Ich ass ein letztes Mal Garlic Chicken und Naan und fiel anschliessend müde und zufrieden ins Bett. Erstmals hatte ich mir für den nächsten Tag den Wecker gestellt, da ich noch alles packen musste und um 9:30 Uhr sollte es bereits zum Bahnhof gehen.
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  • Day14

    Varkala - Still here

    January 24 in India ⋅ ☀️ 32 °C

    Eigentlich gibt es nicht so viel zu erzählen! Ich werde noch bis Samstagfrüh hier bleiben und das Leben vollkommen geniessen...Cheppy ist gestern Abend aus Alleppey zurückgekommen und wird morgen wieder fahren, da er einige Gäste erwartet. Ich werde mich am Samstag dann in den Zug setzen und nach ca. 2.5 Stunden in Alleppey eintreffen, von wo wir dann direkt weiter nach Cochin fahren mit dem Auto. Da mein Rückflug (ich will noch gar nicht darüber nachdenken) morgens um 9:55 Uhr ist, macht es Sinn die letzte Nacht dort zu verbringen, dann muss ich nicht mitten in der Nacht los!

    Ansonsten sind meine Tage eher entspannt- Hängematte, lesen, schlafen, Musik, quatschen...

    Am Vormittag habe ich mal beschlossen zum Cliff vorzulaufen, es sah nicht so weit aus und gemäss Google sind 20 Minuten machbar. 20 Minuten bei natürlich völliger Windstille, bergauf und durch Sand, in Flipflops, hatte ich dann doch etwas unterschätzt! Ich bummelte die mir bekannte Einkaufsmeile entlang und nahm am Ende ein Tuktuk, da ich dringend Geld brauchte. Mein letztes habe ich am Morgen Raj gegeben, da die Jungs dringend Lebensmittel fürs Guesthouse benötigten. Es ist schon verrückt und ich bin auf ein Neues mehr dankbar für Alles, was ich hab. Mir tut es Leid zu sehen, dass es die Jungs echt nicht leicht haben und mehr oder weniger von der Hand in den Mund leben! Und dennoch bewundere ich die Leichtigkeit die alle immer ausstrahlen und deren Lächeln auf den Lippen! Davon könnten wir uns noch viel abschauen...

    Am ATM wäre ich fast gescheitert, da ich nicht gecheckt habe, dass ich die Karte direkt wieder entnehmen muss und der Prozess erst dann weitergeht. Ich erhielt also ohne Probleme die gewünschte Menge und machte mich mit dem TukTuk-Fahrer wieder auf den Rückweg. Pro Weg sind wir 8 Minuten gefahren und es hat mich 200 Rupie gekostet- vermutlich viel zu viel, da ich nicht mal gehandelt hab...

    Wieder flüssig machte ich auf dem Rückweg am Cliff einen Stop bei der Tibetian Kitchen und gönnte mir einen Fruchtsalat und eine Kanne Tee und genoss die Aussicht. Zwischendurch hatte ich das Gefühl, dass manche Früchte mit Seife gewaschen worden sind- aber was solls- das ist halt Indien...

    Am Abend bin ich nochmal mit Cheppy zum Cliff, da ich echt Lust hatte auf nen guten Fisch! Wir liessen uns im Cafe Italiano nieder, im ersten Stock, mit freier Sicht aufs Meer, und gönnten uns Vodka-O, bzw. nur O-Saft, den Vodka hatte er in einem Flachmann dabei. Wir orderten eine schöne Portion Fisch, die wir teilten. Neben uns liess sich ein Pärchen nieder, er aus England, sie Inderin, mit welchen wir uns eine Weile gut unterhielten. Sie ist 40 Jahre alt, er vermutlich 50, sie haben zwei erwachsene Kinder, was man ihr so gar nicht ansah: 160cm gross, 40kg und ich hätte ihr maximal mein Alter gegeben! Zum Ausklang wurde noch etwas geraucht und dann machten wir uns auf den Rückweg. Da es mittlerweile schon 22:30 Uhr war, wurde es auch langsam Zeit...

    Cheppy und ich liessen den Abend draussen auf den Liegen am Meer ausklingen, bei Musik, Schweigen und auch sehr guten Gesprächen! Eine der besten Abende, und ich glaube wir sind erst gegen 4 Uhr etwa ins Bett...

    Gut entdeckte ich meinen Zimmergenossen im Bad, da ich mich gegen „im Dunkeln pinkeln“ entschied- ein kleiner Frosch hatte sich auf meiner Klobrille breit gemacht- tagsüber war er nie zu sehen, aber jeden Abend kam er hervor und sass entweder auf der Klobrille oder dem Spülkasten. Schön, hatte ich einen Mitbewohner...
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  • Day10

    Varkala - Workshop oder mein erster Job?

    January 20 in India ⋅ ☁️ 29 °C

    Heute sollte um 11 Uhr ein kreativer Workshop im Vibes Beachhouse stattfinden. Ich wurde direkt eingespannt bei der Einkaufsliste, was für Farben benötigt werden und gab auch etwas Geld für den Einkauf der Materialien dazu, die Raj organisierte. Es stellte sich heraus, dass er super kreativ ist, verschiedene Skulpturen und Bilder gemalt hat und einige auch schon verkauft hat! Einige seiner Sachen hängen im Guesthouse von Cheppy in Alleppey- wirklich beeindruckend!

    Ich erhielt schon im Vorfeld von Cheppy den Auftrag, ein grosses Stück Holz zu beschriften- als Eye-Catcher fürs Guesthouse. Der Spruch stand fest, den Rest konnte ich selbst entscheiden. Also begann ich 2-3 Entwürfe zu machen und als ich das GO erhielt begann ich mit der Farbe! Da wir seinen Spruch etwas kürzten, war ich etwas nervös, aber es wird schon gut werden!

    Als er nach einem Zwischenstand fragte schickte ich ihm ein Foto und war mehr als froh, als er mich mit Komplimenten überschüttete! Die Fertigstellung verschiebt sich leider etwas, da mir noch weisse Farbe fehlt, aber das Projekt werde ich auf jeden Fall beenden! Vielleicht wäre das eine Option für die Auswanderung nach Indien? Holzschilder bemalen und verkaufen? Ich werde mal ausführlich drüber nachdenken!

    Leider hielten sich die Teilnehmer für den offiziellen Workshop in Grenzen, lediglich Elena, vom Vorabend, kam. Aber es war der erste Versuch, manchmal braucht es etwas, bis sich solche Dinge herumsprechen!

    Nach getaner Arbeit machten Elena und ich uns auf den Weg zum Beach- wir benötigten dringend eine Abkühlung! Vorher genossen wir noch einen Saft und Tee in der Beachbar und liessen den Spätnachmittag so perfekt ausklingen!
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  • Day9

    Varkala - Rajs geheimer Geburi!

    January 19 in India ⋅ ☀️ 30 °C

    Nachdem wir am Freitagabend erst so spät angekommen sind habe ich mich sehr aufs Ausschlafen gefreut! Die Betten inkl. den Bettdecken hier sind richtig gemütlich, AC und Fan machen das ganze zusätzlich noch richtig angenehm! AC habe ich aber eigentlich gar nicht gebraucht, der Fan reicht vollkommen. Dazu das total dunkle Zimmer, herrlich!

    Nach einem feinen Omelette mit Zwiebeln und Tomaten, Dal, Chappathi und Chai wechselte ich die Location auf eine Liege mit Blick aufs Meer, schöner Musik und meinem Buch- all meine Wünsche sind erfüllt! Was will man mehr?

    Cheppy fährt am Nachmittag zurück nach Alleppey, um sich um ein paar Dinge im anderen Guesthouse zu kümmern. Raj, welcher hier fürs Guesthouse verantwortlich ist, zusammen mit Kukku, sind meine Ansprechpersonen in der Zeit. So wie die 2 sich bemühen haben Sie von Cheppy einen Spezialauftrag erhalten!

    Am Abend erfahre ich von Raj, dass heute sein Geburtstag ist. Mir ist es unangenehm, da wir den ganzen Tag schon zusammen sind und ich es nicht wusste. Mehr als gratulieren kann ich in dem Moment nicht. Cheppy weiss es auch nicht, wie ich erfahre: Raj wollte nicht, dass er sich schlecht fühlt bzw. etwas organisiert, da er weiss, dass Cheppy eigentlich gerade genug andere Sorgen hat! Es sind alle immer so bescheiden!

    Da am Abend ein paar Leute zum Feiern vorbeikommen, Musik gemacht wird und ein kleines Buffet aufgebaut wird und Cheppy fragte was wir so machen, schickte ich ihm 2-3 Bilder und entschied mich ihm mitzuteilen, dass wir Rajs Geburi feiern. Cheppy war daraufhin mega aufgebracht, da er sich schlecht fühlte und nicht persönlich gratuliert hatte, wo er noch da war! Ich versteh ihn, aber es ging ja Allen gleich, keiner wusste es bis zum Abend! Nach einiger Zeit konnten Raj und ich Ihn beruhigen, telefonisch und via WhatsApp- sobald er zurück ist, werden wir nachträglich noch etwas feiern!

    So endete ein rundum gelungener Abend mit gutem Essen, Lachen, Bongo-Getrommel und Ukulele und ich war froh, als ich gegen Mitternacht ins Bett fallen konnte...
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  • Day8

    Die schönste Route Keralas

    January 18 in India ⋅ ☀️ 31 °C

    Wo soll ich anfangen? Die Tage in Munnar sind schon wieder vorbei und es geht back to the beach: Varkala steht auf dem Programm! Ich bin gespannt auf Cheppys zweiten Standort, aber ich bin jetzt schon sicher, dass ich es dort lieben werde, da ich ja bereits Fotos gesehen hab...

    Gegen 12 Uhr starten wir in Munnar, machen einen kurzen Stop bei einer Art „Insel Mainau im India Style“ und kaufen ein paar Samen fürs Vibes Guesthouse. Cheppy erklärt mir, dass wir nun via Thekkady Richtung Kumily fahren, die Strecke führt durch unzählige Teeplantagen und bietet einen wunderschönen Blick über Berge, Dschungel, Teeplantagen und Co und zählt zu einer der schönsten Routen Keralas.

    Schnell merken wir jedoch beide, dass sich einiges verändert hat. Die Strassen werden schlechter, so schlecht, dass wir zum Teil im Schritttempo fahren und richtig durchgeschaukelt werden (danke an meinen resistenten Magen und danke, habe ich nicht die Panik von Mama geerbt!). Wenn wir mal mit 30-40kmh vorankommen müssen wir oft wieder abbremsen, weil so viel Staub vom Vordermann aufgewirbelt wird, dass man nichts mehr sieht. Ganze Touristenbusse kommen uns entgegen und ich frage mich ehrlich, ob Sie es geschafft haben dadurch zu kommen? Überall wird gearbeitet, die Strasse geflickt, der Verkehr geregelt, wenn es so eng wird, dass nur eine Seite fahren darf. Grosse Steine und Geröll liegen überall, die ersten Teesträucher am Strassenrand sind komplett braun vom Dreck- vermutlich sind diese nicht mehr geniessbar?! Für 20km brauchen wir tatsächlich 2 Stunden. Bei uns wären solche Strassen komplett gesperrt und nicht befahrbar- wir fuhren einfach durch Baustellen und bahnten uns zum Teil einen Weg, wo keiner war. Der Schaden ist leider durch die starken Regenfälle im letzten August entstanden.

    Das Auto hielt alles aus- erstaunlicherweise! Cheppy war unendlich froh, als wir wieder auf normale Wege fanden. Wahnsinn, wie ruhig er blieb die ganze Zeit- wir Europäer wären längst durchgedreht oder wären nach 5 Minuten umgekehrt.

    Nach 4-5 Stunden machten wir eine Pause in Thekaddy und gingen Mittagessen. Eins der besten Chicken Currys die ich hatte- mit dem frischen Chapatthi ein Traum!

    Als wir endlich Kumily erreichten, machten wie noch einen Stop, damit ich Gewürze kaufen konnte. Wahnsinn wieviel man spart, wenn man mit einem Einheimischen shoppen geht- ich habe ca. 1/6 vom Touri-Preis bezahlt- und auch über den normalen Touri-Preis hätte ich gelacht...

    Irgendwo unterwegs organisierten wir noch etwas zu trinken- Cheppy wurde müde, wollte aber unbedingt durchfahren! Wenn ich nun „zu trinken“ schreibe, dann meine ich kein Wasser! Alkohol bekommt man in Indien ja nicht an jeder Ecke, sondern entweder in grösseren Städten in einer Bar ooooder im Hinterhof, wenn man weiss wo- er hielt an einer Bar und kam kurz darauf mit einer kleinen Flasche Vodka zurück. Ich staunte nicht schlecht, als er ein schönes Whiskey-Glas aus der hinteren Reihe im Auto hervorzauberte, es kurz mit Wasser ausspülte und es mir übergab und ich uns einen ersten Drink mixte- WÄHREND der Fahrt. "Don‘t waste time honey"! Im Normalfall ist es schon eine Kunst aus einer normalen Flasche Wasser während der Fahrt zu trinken- aber meine Barkeeper-Künste waren besser als gedacht: Vodka, Wasser und Sprite...ein paar Mal ging zwar etwas daneben, aber who cares? Also flogen wir weiter durch die Nacht, wir hörten Musik, lachten, quatschten und ich genoss ganz ehrlich diesen Moment, welcher so unfassbar unwirklich erschien. Den Moment von 11 Stunden im Auto in Incredible India- drink and drive und trotzdem hatte ich nie Zweifel oder kein Vertrauen, dass wir nicht heil ankommen würden, auch wenn es zwischendurch echt knapp war!

    Kurz vor Varkala organisierten wir noch etwas zu essen , Cheppys zwei Jungs im Guesthouse waren ebenso hungrig, und so sassen wir noch gemütlich bei Meeresrauschen draussen zusammen und liessen den Tag wohlverdient ausklingen...

    Mein Fazit vom Tag:
    - 11 Stunden Autofahrt sind nur in Indien spannend, denn es gibt sooo viel zu sehen!
    - Shoppe immer mit einem Einheimischen!
    - Gute Musik ist Alles!
    - Alkohol am Steuer ist kein Problem, da eh alle fahren, als wären sie besoffen!
    - Nach der 2stündigen Holperfahrt beherrsche auch ich nun das indische Kopfwackeln perfekt!
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  • Day6

    Munnar - Anhalten! Polizei!

    January 16 in India ⋅ ⛅ 27 °C

    Heute lasse ich den Marari Beach hinter mir! Die ruhigen Tage am Strand waren der perfekte Einstieg! Sarath kam am Mittag noch kurz vorbei zum Hallo und Tschüss sagen- er ist aktuell mit Suthy dabei das Dach seines Elternhauses zu reparieren und man weiss ja nie, ob man sich in den nächsten Tagen noch sieht?! Die Art und Weise wie alle sich kümmern und Hilfe anbieten ist unglaublich, wirklich!

    Ich habe Cheppy am Morgen eine Nachricht geschickt, dass wir eventuell einen Stop bei einer Apotheke oder einem Spital (hier geht man eigentlich nicht zum Arzt, oder zumindest die Touris nicht, ich war in Asien bis jetzt immer im Spital wenn ich Medis brauchte und nicht wusste, was genau...) machen müssten, da sich erste Anzeichen einer Blasenentzündung auftaten. Was ein Mist. Cheppy war mega in Sorge und fragte zig mal nach am Vormittag wie es mir geht...

    Er kam mich dann endlich, anstatt um 10/11 Uhr, wie am Vormittag besprochen, um etwa 13 Uhr holen. Da der Weg bis zum Guestouse nicht befahrbar ist, aufgrund Sand, schickt er Bijoy, welcher ebenfalls mit an Bord war, mir beim Gepäck zu helfen- der faule Hund! Unterwegs hielten wir an einem Restaurant und assen feine Sachen, serviert auf einem grossen Bananenblatt- natürlich mit den Händen- langsam bin ich wieder drin und es macht auch irgendwie Spass. Man fällt wohl mehr auf, wenn man nach einem Löffel fragen würde.

    Im Auto telefonieren beide wie wild herum, jeder kennt jemanden, der Arzt ist oder sogar Gynäkologe- das Telefon wird mir weiter gereicht und ich muss meine Symptome schildern- irgendwie unangenehm vor den Beiden- aber nun ja. Sie bemühen sich und ich schätze das sehr. Schlussendlich bekommt Cheppy ein WhatsApp vom Doc mit dem Namen von Tabletten, die wir holen sollen in einer Apotheke- hoffentlich nützen diese!

    In Cochin schmeissen wir Bijoy raus, da er arbeiten muss. Dann machen wir einen kurzen Stop bei einer Apotheke und Cheppy organisiert mir die Medis- super! Ich nehme direkt eine Tablette- sie riechen extrem künstlich und nach Chemie, aber es kann ja nur besser werden.

    Dann kämpfen wir uns den Weg nach Munnar hoch. Das letzte Stück legen wir im Dunkeln zurück- vielleicht auch besser, so sehe ich weniger Abgründe! Wir buchen unterwegs eine schöne Unterkunft und erreichen das Hotel gegen 20 Uhr- nach einem feinen Znacht werden wir heute nicht mehr alt...(ob es für mich als europäische Beifahrerin mehr anstrengend ist als für den indischen Fahrer? Who knows...)

    Trotz der heissen (eine Sensation in Indien) Dusche friere ich immer noch! Es sind ca. 5-10 Grad draussen in der Nacht und ich schätze das heisse Wasser sehr, würde aber eine Heizung im Zimmer gerade bevorzugen! Immerhin hat es super dicke Bettdecken, in die ich mich einkuschel.

    Den zweiten Tag finde ich wesentlich angenehmer! Wir machen einen kleinen Ausflug (37km, 1 Stunde Fahrt) zur Top Hill Station- dem höchsten Punkt, und stellen fest, dass es sehr nebelig ist und wir nicht viel sehen können- wir trinken dort im Restaurant noch Chai und snacken Fried Cauliflower und machen uns dann auf den Rückweg!

    Nichtsahnend müssen wir auf halber Strecke anhalten, eine Schranke in einem kleinen Dorf ist unten und lässt uns nicht weiterfahren! Nach einer Weile öffnet sich diese, indem ein Mann diese manuell an einem Seil hoch lässt und das Auto vor uns passiert. Cheppy hängt sich hinten dran und daraufhin kommt schon ein Mann in Uniform zu Springen und zeigt uns an zu stoppen! Polizei! Cheppy soll aussteigen und geht mit zu dem kleinen Verschlag wo er etwas ausfüllen muss und sich mit einem der Polizisten unterhält. Ich bin irgendwie nervös. Weiss nicht was das soll und male mir schon die schlimmsten Geschichten aus! Einer der Polizisten kommt mit einer Taschenlampe bewaffnet aufs Auto zu, durchleuchtet Kofferraum, Rückbank, den vorderen Bereich. Er scheint das Kennzeichen zu kontrollieren sowie die Reifen, kommt dann auf meine Seite und zeigt mir an das Fenster zu öffnen. Mein Herz schlägt so fest und ich bin richtig nervös, versuche mir jedoch nichts anmerken zu lassen, denn im Endeffekt: Wir / Ich haben ja nichts getan- zumindest nichts, von dem wir wüssten...

    Nun ging die Fragerei los:
    Woher?
    Name?
    Seit wann in Indien?
    Mein erster Besuch in Indien?
    Warum bin ich in Indien?
    Wo wohne ich im Moment?
    Woher kenne ich den Fahrer?
    Seit wann kennen wir uns?
    In welchem Verhältnis stehen wir zueinander?

    Am Ende wackelt er scheinbar zufrieden mit dem Kopf und die Fragerei hat ein Ende. In dem Moment kommt Cheppy auch wieder zurück und wir durften fahren: Eine einfache Personenkontrolle! Sogar Cheppys erste Kontrolle! Glaub, er war ebenfalls nervös! Im Endeffekt wurden wir nur angehalten, weil er dem vorderen Auto direkt gefolgt ist, er hätte wohl zuerst an der Schranke anhalten müssen.

    Den Drink am Abend haben wir uns wirklich verdient auf diesen Schrecken!
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  • Day4

    Alleppey - I'm back!

    January 14 in India ⋅ ⛅ 30 °C

    Nachdem ich schön ausgeschlafen habe, was auch wirklich nötig war, nachdem der Abend etwas länger ging als gedacht, habe ich ein Riesenfrühstück serviert bekommen. Die Veranda war schon wieder blitzblank geputzt und es sah aus als wäre nichts gewesen, und die Spuren von der abendlichen „Party“ von Cheppy, Sarath, Suthy, Bijoy (ein sehr sehr guter Freund von Cheppy) und mir wurden beseitigt!

    Nach einem kurzen Sonnenbad am Strand ging ich mich im Wasser abkühlen, wo mich ein älterer Mann ansprach und daraufhin direkt fragte: „Ach, Sie verstönd Mundart? Wir sind vo Winti!“ Die Welt ist einfach nur klein! Nach einem kurzen Schwatz spazierte ich noch kurz etwas zum trocknen am Strand und ging wieder zurück zu meinem Apartment um mich etwas im Schatten zu entspannen. Der Mittagssonne traue ich hier nämlich nicht...

    Sarath organisierte mir ein Tuktuk auf die 16 Uhr, da ich mich in Alleppey mit Afsal und Mo treffen wollte, welche Manu und ich bei unserem Aufenthalt in Varkala kennengelernt hatten vor 4 Jahren. Wir trafen uns im Cafe Catamaran, direkt am Beach, und quatschten und tranken Masala Chai. Ein absolut cooler Abend. Mo brachte mich auf die 9i dann zu einer anderen Bar wo Cheppy wartete- ich sagte noch, dass ich die 800m laufen kann, no problem! Aber nein: „You have Indian friends, you surely don‘t have to walk!“

    In der Harbour Bar lernte ich dann noch Pappan, ebenfalls ein sehr guter Freund von Cheppy, kennen. Bijoy war auch wieder mit dabei und wir tranken und essen gemütlich zusammen.

    Gegen 22:30 Uhr erhielt Cheppy einen Anruf von meiner Gastmutter, ob alles in Ordnung wäre, sie machen sich Sorgen! Unfassbar herzig! Normalerweise sind die Touris doch nicht so lange und vor Allem alleine unterwegs.

    Bijoy brachte mich dann noch mit dem Roller zurück, auch hier wurde abgelehnt, dass ich ja ein TukTuk nehmen könnte, dann müsse er nicht hin und her fahren. Aber ich konnte mich nicht durchsetzen! Also düsten wir, ja, wir düsten, da es kaum Verkehr hatte, durch die Nacht! Ich weiss jetzt schon, dass ich den Geruch, der hier überall in der Luft liegt, vermissen werde! Glaube ich fülle mir ein paar Flaschen davon ab und nehm die mit nach Hause...
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  • Day3

    Mararikulam Beach - Paradise

    January 13 in India ⋅ ☁️ 29 °C

    Die ersten vier Nächte verbringe ich an diesem wunderschönen Ort- erste Reihe am Beach, mehr ein Homestay als ein Guesthouse, den es gibt nur ein Zimmer und die Besitzer versorgen mich mit einem Riesenfrühstück, zwischendurch gibt es Weintrauben und Lemonjuice, einfach so! Wenn Abends der kleine Hunger kommt macht mir meine Gastmutter direkt ein Omelette, so lieb!

    Tagsüber wird einfach relaxt, ich habe viel geschlafen, war im Meer schwimmen, habe wunderschöne Sonnenuntergänge gesehen und feines Curry, Fried Banana und Chai direkt am Strand genossen!

    Abends wurde meist auf meiner Veranda bei Musik zusammen gesessen, gequatscht, gelacht und getrunken! Ich geniesse wirklich jede Sekunde und suche aktuell noch den Knopf um die Zeit anzuhalten. Manchmal musste ich sogar eine Träne wegdrücken- Tränen, weil ich einfach so glücklich bin und dies kaum fassen konnte!

    Ich bin unfassbar dankbar für Alles hier: Für die absolute Gastfreundschaft, die Freundschaft zu Sarath und Cheppy und die unvergesslichen Momente...maybe I should stay bit longer?
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  • Day2

    Cochin

    January 12 in India ⋅ ⛅ 30 °C

    Fast pünktlich lande ich! Ich geniesse den Landeanflug total- der Blick aus dem Fenster, zu sehen wie wir endlich Land erreichen, das Grün von oben, die Palmen...ich weiss genau wie es sich gleich anfühlt aus dem Flughafen zu kommen, eie es hier aussuieht, wie sich die Wärme anfühlt, wie die Luft schmeckt- ich kann es kaum erwarten!

    Der Prozess mit dem E-Visa ist im Vorfeld natürlich super, da man dieses innerhalb von 24 Stunden bekommen kann- aber vor Ort wiederrum ist es etwas mühsam. Es werden elektronisch meine Fingerabdrücke genommen, erst der Daumen, dann die anderen 4 Finger, man muss ausfüllen wo man wohnen wird und so weiter...zum Glück musste ich hier nicht lange anstehen! Meine zwei Gepäckstücke waren mittlerweile auch schon auf dem Band, so dass ich diese schnappte und mich auf dem WC erstmal umzog: Raus aus Jeans, Turnschuhen u Socken und rein in die luftigen Klamotten!

    Geld habe ich noch im Flughafen gewechselt, so dass ich direkt „flüssig“ bin. Ich hab einige 2000er Noten (knapp 30 CHF) erhalten. Praktisch, damit man nicht zu viele Scheine in der Tasche hat, aber zum Bezahlen echt mühsam, da die meisten Restaurants und Shops, von TukTuk-Fahrern gar nicht erst zu reden, so grosse Scheine nicht annehmen. Nunja. Ich erhielt immerhin auch einige 1000er und 500er Scheine.

    Sarath und Lorraine standen bereits draussen und winkten mir zu als ich ankam- ein gutes Gefühl vertraute Gesichter zu sehen. Von Cheppy keine Spur...Nach den ersten Umarmungen und einer herzlichen Begrüssung durch die Beiden tauchte auch Cheppy mit einem weiteren Inder auf und wir begrüssten uns mit einer festen Umarmung. Fast 4 Jahre sind vergangen und es fühlte sich so an, als ob es gestern gewesen wäre- Wahnsinn diese Vertrautheit zu spüren! Ich begrüsste den mir unbekannren Freund von den 3en, Suthy, und wir fuhren los um etwas zu essen- mein erstes Biryani!
    Wir hielten an einem Restaurant am Strassenrand, einfach, viele Einheimische...so hab ich es am Liebsten! Im Anschluss fuhren wir noch in eine Bar und genossen 2-3 Drinks. Da Lorraine leider am Abend wieder zurück nach Manchester musste, fuhren wir gegen 18 Uhr wieder zum Flughafen, verabschiedeten sie und im Anschluss fuhr ich mit den drei Jungs Richtung Alleppey! Mal schauen wo es hingeht...ich war planlos, aber das war mir total egal...ich genoss einfach die Fahrt und quatschte mit den Jungs. Wlan gab es sogar auch im Auto, so dass ich kurz ein paar Nachrichten in die Heimat abschickte und bekannt gab, dass ich gut gelandet und angekommen bin. Eine Nachricht von Cheppy, der schräg vor mir im Auto sass, erhielt ich auch, in welcher er mir mitteilte, wie sehr er sich freue, mich zu sehen. Er könne dies nicht so zeigen vor den anderen. Unfassbar herzig...

    Die Autofahrt war wie immer sehr holprig und aufregend! Einmal nicht aufgepasst und zack, knallte ich mit dem Kopf gegen den Vordersitz weil Suthy eine Vollbremsung machen musste- „Kati, are u ok?“ Wir lachten und weiter ging es!

    Gegen 20 Uhr erreichten wir Marari, wo ich mich direkt am Beach in einem schönen Zimmer einquartieren lies! Es gab noch 1-2 Drinks mit den Jungs und dann fiel ich nach einer ausgiebigen Dusche müde, erschöpft, zufrieden und glücklich ins Bett! Für mich hätte es keinen besseren Start geben können...
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