• Der wilde Wilde Westen

    July 20 in the United States ⋅ ☀️ 21 °C

    Nachdem wir die überfüllten Nationalparks hinter uns gelassen hatten, waren wir sehr froh, endlich wieder auf der offiziellen Route zu sein. Nach einem kurzen Ausflug ins schöne Idaho, verabschiedete sich der Staat schon wieder von uns mit einem imposanten National Forest Schild. Gleichzeitig hieß uns der letzte (!) US-Staat auf der Great Divide willkommen: Montana!

    Obwohl wir uns bereits seit Beginn offiziell im "Wilden Westen" aufhalten, schien uns die Cowboy, Cowboy-Hut- und Saloon-Dichte hier besonders hoch zu sein. Die Ladies tragen häufig große Gürtel-Schnallen, die sie beim Rodeo gewonnen haben, im Saloon treffen sich abends die Locals zu Live-Musik, an den Wänden und Decken hängen unzählige Jagd-Trophäen während im Hintergrund im Fernsehen der Cowboy-Channel läuft (ja, den gibt es wirklich!).

    Um noch mehr in den Wilden Westen einzutauchen, machten wir eine kleine Zeitreise in eine durch den Goldrausch entstande Ghost Town namens Bannack. Diese katapultierte uns in die 60er Jahre des 19. Jahrhunderts und gab spannende Einblicke in die damalige Zeit. Innerhalb von nur einem Jahr wuchs die Stadt auf 3.000 Einwohner an. Es gab ein Hotel, eine Kirche, Schule und selbstverständlich einen Saloon, in dem nicht nur getrunken, sondern auch der Bart der Herren geschnitten wurde.

    Heute bietet Bannack ein interessantes Ausflugsziel für Durchreisende. Ansonsten gab es in der Umgebung nicht viel zu sehen. Wider unserer Erwartungen waren wir von Wüsten-Buschland umgeben. Wo waren die erhofften Wälder, Seen und Berge? Waren wir etwa falsch abgebogen und wieder in New Mexico? Glücklicherweise nicht!

    Locals versprachen uns, die von uns erhoffte Landschaft bald zu erreichen! Der auf uns wartende Abschnitt sollte außerdem einer der schönsten auf der Great Divide sein. Interessanterweise wurde uns das schon seit New Mexico immer wieder versprochen und somit radeln wir quasi jede Woche den vermeintlich schönsten Teil der Route.

    Kurz nach Bannack folgten wir dann den Spuren der damaligen Siedler, Pionieren sowie Bergarbeitern über den Pioneer Mountains Scenic Highway. Und da war es dann endlich: das Montana, wie wir es uns vorgestellt hatten!
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