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- День 70
- понедельник, 28 июля 2025 г., 09:21
- Высота: 884 м
Соединенные ШтатыBigfork48°3’11” N 114°4’49” W
Montana geht steil

Knapp 40 Tage sitzen wir jetzt im Sattel. Die morgendliche und abendliche Routine ist in Fleisch und Blut übergegangen. Das Zelt, samt Inhalt, könnten wir wahrscheinlich auch im Delirium aufbauen. Auch dieses aufgeregte Gefühl des Abenteuers hat ein wenig nachgelassen und die vorherigen zwei Wochen haben sich verhältnismäßig leicht angefühlt. Kurz: wir sind ein wenig zu (?) selbstsicher geworden. Zeit also für Montana, um uns auf den Boden der Tatsachen zurückzuholen.
Im Gegensatz zu Colorado, ist Montana nicht besonders hoch über normal Null, ergo musste es sich etwas anderes einfallen lassen. Also ging Montana steil...
Die Höhenprofile der meisten Berge glichen einer vertikal gespiegelten Exponentialfunktion. Das trieb den Puls "endlich" wieder in den roten Bereich und ließ uns das Fahrrad das ein oder andere Mal per pedes auf den Gipfel bewegen. Neben dieser Peitsche bekamen wir aber auch wundervolle Bergpanoramen und sehr malerische Wege als Zuckerbrot.
Gleich am ersten Tag überfiel uns am Abend, leicht unerwartet, der sogenannte Lava-Mountain. Wir wissen nichts über die Namensherkunft, aber schwarzes Gestein haben wir nicht gesehen. Dafür einen Pfad der von seiner Eignung für Fahrräder weiter entfernt ist, als die USA von der Klimaneutralität. Zusammen mit dem einsetzenden Regenschauer, war es harte Arbeit die Fahrräder samt Gepäck auf den Berg zu bekommen. Und auch der Weg runter bestand eher aus langsam rollendem Herabtasten, als echtem Fahrradfahren. Zum Glück entschädigte uns ein schöner Campingplatz am See und das Wissen, dass wir bis zum Ende der Reise nicht nochmal so einen Streckenabschnitt erdulden müssen.
Der nächste Abend beinhaltete zum Glück gleich mehrere positive Highlights. Wir verbrachten die Nacht auf der legendären Llama Ranch, auf der Biker kostenlos übernachten dürfen und sogar etwas Essen und Trinken umsonst bekommen. Ein echtes Kleinod mit vielen liebevoll garnierten Hüttchen und einem süßen Wagon aus alten Tagen, in dem wir übernachteten. Gleichzeitig trafen wir Leslie und Lee wieder, die wir zuerst in New Mexiko und dann nochmal vor kurzem in Montana getroffen hatten. Wie immer eine Freude für das Herz und die Seele. Und was trifft man noch auf einer Llama Ranch? Süße Alpakas natürlich! Die ließen sich zwar nicht gerne streicheln, waren aber sehr putzig anzuschauen.
Die folgenden Tage glichen mehr oder weniger dem gleichen Muster in unterschiedlicher Reihenfolge: einen krass steilen Berg erklimmen, an einem schönen See pausieren, durch viel Wald fahren und dabei laut singen und abends in einem kleinen Dorf ankommen. Es könnte wahrscheinlich schlimmer sein.
Dann erreichten wir eine Landmarke, die schon auf dem Kartenmaterial Eindruck gemacht hat: der Flathead Lake. Größter Süßwassersee im Westen der USA und besonders für seine gute Wasserqualität bekannt. Das schreit doch nach einem Tag Pause! Gesagt, getan. Und weil Herumsitzen und Eis essen ja nicht glücklich machen (glatte Lüge!), mieteten wir uns ein Kajak und paddelten drauf los. Eine schöne Abwechslung mit erfreulich wenig Beineinsatz. Auch auf dem Campingplatz hatten wir viel Spaß und lustige Gespräche mit anderen Pedalierern.
Einen Besuch bei einem freundlichen Fahrradmechaniker später mit nagelneuen Ketten für den Bling Bling Effekt machten wir uns wieder auf den Weg. Die kanadische Grenze ist zum Greifen nahe. Doch vorher wird es noch Zeit für eine letzte Abweichung von der Route, zum Glacier Nationalpark.Читать далее
ПутешественникEndlich wieder Spannung und Unterhaltung von euch beiden. Vielen Dank dafür.
Путешественник
Steiff hat sich ebenfalls in der Größe vertan!
Путешественник
Arme Regenmaus, das Bätterdach ist ein Nadelbaum und nicht sehr engnadelig.