• Tahuata und das erste Mal auf Bargen

    5. März in Französisch-Polynesien ⋅ 🌬 28 °C

    Um 14:30 Uhr begeben wir uns auf die kleinste Insel der Marquesas – es ist Tahuata. Die Insel ist so klein, dass es dort kein Pier zum Anlegen der Aranui gibt. Alle Waren müssen auf Bargen verladen werden. Auch wir werden auf eine Barge zur Insel gebracht. Damit beim Ausstieg nichts schief geht, werden wir von vier Besatzungsmitgliedern unterstützt. Zwei von der Crew greifen uns auf dem Schiff unter die Arme und geben ihr OK zum Ausstieg. Dann werden wir zügig an zwei Crewmitglieder auf der Barge übergeben und schnell aufgefordert, uns zu setzten. Das gleiche Prozedere findet dann bei der Ankunft auf der Insel statt. Alles ist gut gegangen, so dass wir uns bald im Hauptort Vaitahu umschauen können. Wie immer ist die gesamte Bevölkerung bei der Ankunft auf den Beinen, denn die Aranui wird mit ihren Waren schon sehnsüchtig erwartet. Ein von Kopf bis Fuß tätowierter Marquesaner begrüßt uns mit kräftigem Blasen in ein Horn. Für die Bewohner ist die Ankunft der Aranui auch immer eine gute Gelegenheit, ihr wunderschönen Schnitzarbeiten anzubieten. 1559 traf der erste Europäer – ein Spanier Alvaro de Mendaña de Neyra - auf Tahuata ein. Er benannte die Inselgruppe nach Marqués de Mendoza, dem damaligen Vizekönig von Peru: „Las Islas Marquesas Don García Hurtado de Mendoza y Cañete“, verkürzt „Marquesas“. Danach hatten die Inselbewohner erst mal 200 Jahre ihre Ruhe, bevor die nächsten Europäer die Inseln wieder ansteuerten. Am Abend haben wir die Gelegenheit, die Brücke der Aranui zu besichtigen. Nur ein junger Offizier ist gerade vor Ort, denn wir fahren noch nicht. Harald darf sich deshalb auch mal auf dem Stuhl des Navigators setzen. Gegen 18 Uhr genießen wir wieder einmal einen unglaublichen Sonnenuntergang.Weiterlesen