• Fatu Hiva – Tapa und Umu Hei

    6. marts, Fransk Polynesien ⋅ 🌬 28 °C

    Auch hier werden wir und die Waren wieder auf Bargen an Land gebracht. Dieses Mal ist der Seegang allerdings nicht unbeträchtlich. Das Aussteigen erfordert von allen Beteiligten Konzentration. Wir kommen unbeschadet auf Fatu Hiva an, nur eine Fuhre voller Bierflasche schafft es nicht. Im Hafen kippt die Palette mit dem Bier unglücklich vom Kran, so dass ein Teil der Bierflaschen kaputt geht und der andere Teil im Hafenbecken landet. Ganz schön bitter für die Bewohner, denn das war die Ration für die kommenden 2 Wochen. Auf Fatu Hiva wird uns von einer Frau gezeigt, wie man aus der Rinde eines Baumes eine Art Stoff herstellt. Es sind traditionelle Tapa, die nur noch in wenigen Regionen Polynesiens hergestellt werden. Die Rinde wird so lange bearbeitet, bis eine breite, faserige Fläche entsteht. Früher hat man diese Stoffe als Umhang oder Unterlage genutzt. Heute entdecken wir sie hier auf dem Markt mit alten marquesanischen Tätowierungen. Und dann zeigt uns die Marquesanerin noch, wie sie aus den vielen Blumen und Pflanzen eine wunderbar duftendes Umu Hei herstellt. Dieses Bouquet wird oft als Schmuck im Haar genutzt. Fatu Hiva ist die südlichste Insel des Archipels, aber auch die isolierteste, was ihr ein klein wenig mehr an Authentizität verleiht. Die Insel besteht nur aus zwei Dörfern, die sich in der Mulde zweier Calderas befinden, die von den beiden Vulkanen der Insel gebildet wurden. Hanavave mit seinem barocken Basaltsäulen und Omoa, der Hauptort. Wir fahren mit dem Schiff gegen Mittag von Omoa nach Hanavave. In der Zeit begibt sich eine andere Gruppe auf eine gute 15 km Wanderung zwischen den Orten. Wir werden in Hanavave noch einmal mit der Barge an Land gebracht und schauen uns in dem kleinen verschlafenen Ort um. Thor Heyerdahl hat es im Übrigen für 3 Monate in den 1930er hier her verschlagen. Er lebte auf der Insel in einer Art Robinsonade.Læs mere