• Regen und Onsen

    March 26 in Japan ⋅ 🌧 10 °C

    Heute regnet es und es hört den ganzen Tag auch nicht mehr auf. Was also machen? Im Hotel gibt es einen Onsen. Ein Onsen ist die japanische Bezeichnung für eine heisse Quelle. Unser Hotel hat Zugang zu so einer natürlichen heißen Quelle, wie viele Unterkünfte hier in Hakone. Hakone ist berühmt für seine heißen Quellen. So ein Onsen ist wieder einmal eine ideale Gelegenheit, die traditionelle japanische Kultur, in diesem Fall der heißen Bäder zu erleben und gleichzeitig zu entspannen. Also binde ich mir meine Haare hoch, schlüpfe in meinen Yukata, schnappe mir das kleine Täschchen mit den zwei Handtüchern, das vom Hotel bereitgestellt wird, und strebe zum Onsen im Haus. Die Onsen sind nach Geschlechter getrennt. Menschen mit Tattoos wird der Zugang verwehrt. Tattoos sind in japanischen Onsen aufgrund der historischer Verbindungen zur organisierten Kriminalität (Yakuza) verboten. Ich habe kein Tattoo und darf rein. Ich stelle meine Schlappen in ein Regal am Eingang und nutze im Vorraum ein abschließbares Fach für mein Handtuch-Täschchen und meinen Yukata. Dann begebe ich mich nackig in den eigentlichen Onsen. In einer Ecke des Onsenraumes befinden sich mehrere Waschgelegenheiten. Hier muss ich mich vorab waschen, erst dann darf ich in die Becken der heißen Quellen. Es gibt innen drei Becken, außen noch mal zwei mit unterschiedlichen Temperaturen. Das Wasser hat bestimmt 40 Grad. Alles sehr entspannend. Bevor ich wieder raus gehe, ist abspülen und abtrocknen angesagt. Dann schlüpfe ich wieder in meinen Yukata und verschwinde auf unser Zimmer. Eine wunderbare Sache, nicht nur bei schlechtem Wetter. Am nächsten Morgen regnet es immer noch, als wir wieder mit dem Bus zur Odawara Station fahren. Von hier geht es nun mit dem Shikanzen nach Kyoto.Read more