• Andreas Ferl
  • Andreas Ferl

Via de la Plata 2018

Sevilla. Eine besondere Stadt. Auch wenn ich erst gestern ankam, aber eines wurde mir schnell klar - diese Stadt übt eine ganz besondere Faszination aus. Wahrscheinlich auf die meisten. Sicher auf Menschen, die auf der Reise sind und hier nur Halt ma Czytaj więcej
  • Casar de Caceres - Tajo Stausee 6.6.18

    6 czerwca 2018, Hiszpania ⋅ ⛅ 21 °C

    Heute bin ich in der Herberge mit dem garantierten schärfsten Ausblick des gesamten Caminos. Direkt am Hang des Tajo-Stausees 😎👍 bin gerade angekommen, und habe mich direkt auf die Terrasse zum Entspannen geknallt. Das fällt gerade extrem leicht - außer mir und dem Kollegen, der die Herberge betreibt, ist niemand hier 😁 in Summe: ein herrliches Vogelkonzert, das sanfte Summen des Windes, und sonst - nichts! 😎

    Heute morgen ging es zwar zeitig, aber dennoch gut ausgeschlafen raus. Mit Lisa noch ein Abschiedsfrühstück eingeworfen und dann ging es wieder los. Die Etappe heute lässt sich gut unterteilen.

    Die ersten ca. 14 km ging es über eine äußerst komfortable Schotterpiste, die das Laufen fast von alleine geschehen ließ. Diese endete an einer gigantischen Bausünde der Spanier. Eine Hochgeschwindigkeits-Trasse, die sich irgendwelche richtig pfiffigen Geister ausgedacht haben müssen. Sie steht jetzt wohl schon mehrere Jahre halbvollendet und entsprechend nützlich in der Landschaft herum und verschandelt diese. Sehr.

    Dieses Monster einmal umrundet folgte der 2. Teil der Etappe. Mit einem Rastplatz. Aus gutem Grund. Denn nun folgten ca. 2 Kilometer, auf denen es auf felsigem und steinigem Untergrund ständig den Hang hoch ging und dann wieder runter, Hang hoch und runter, wie eine slawische Bergziege habe ich mich gefühlt und vorwärts bewegt. Also zumindest ähnlich elegant und leichtfüßig.

    Dann endete das Drama urplötzlich an der Landstraße, auf der es dann die letzten 7 km am Tajo-Stausee längs auf der Landstraße dem Ziel entgegen ging. Laut Wanderführer fast ausgeschlossen, daß die Herberge geöffnet ist, aber er hat schließlich auch Herbergen über den grünen Klee gelobt, die gar nicht mehr existieren. Und das wohl nicht erst seit vorgestern. Ich habe übrigens die aktuelle Auflage des Buches. Nur so am Rande erwähnt. Insofern war ich schon fast wieder ziemlich optimistisch, dass der Autor erneut schief liegt und die Herberge vorhanden und geöffnet ist. So war es dann auch 😎

    Den Kilometerstand nicht vergessen, gestern abend waren es 525. Und gerade jetzt auf diesem paradiesischen Fleckchen Erde: 547 km. Nun lasse ich den Tag mal kommen und chille, was das Zeug hält. Ich schätze, mit dem Herbergsmeister kann ich frei verhandeln, wann ich spachteln werde; er macht einen sehr entspannten Eindruck und außer mir ist niemand da. Stand jetzt 😁
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  • Tajo Stausee - Grimaldo 7.6.2018

    7 czerwca 2018, Hiszpania ⋅ ☁️ 20 °C

    Es waren heute zwar nur 20 km, die waren dafür aber auch hübsch giftig 😎 los ging es mit dem ersten Kilometer, der steil bergauf ging, aber nicht auf schicker Piste, nein, es war alles felsig und steinig. Also bei jedem Schritt aufpassen, wo und wie man den Fuß setzt. Ging mir schön auf den Zahn.

    Als ich dann oben angekommen war, erstreckte sich vor mir zwar eine schöne Hochebene, der Untergrund blieb aber größtenteils unverändert. So zu gehen ist reichlich zermürbend, man kommt nicht wirklich in Schwung, muss immer wieder abstoppen und neu anlaufen.

    So stand die erste Pause bereits nach 90 Minuten an, in denen ich nicht viel mehr als 5 km geschafft hatte. So ging es eigentlich auch weiter bis Höhe Canaveral. Höhe deshalb, weil ich die Stadt umlaufen habe; ich hätte von dem Weg runter nach Canaveral abzweigen müssen. Dafür bestand aber keine Veranlassung, also trabte ich weiter.

    Hinter Canaveral besserte sich die Piste etwas und ich bekam mehr Zug ins Marschieren. Dennoch wechselten sich An- und Anstiege immer wieder mal ab, so daß auch das Tempo ständig wechselte. So etwas strengt mehr an, als man ahnt. Ich machte daher häufiger mal eine kurze Pause, als sonst. So ging das dann ohne größere Probleme. Ich habe hier festgestellt, dass die Spanier ihre Rastplätze nicht ganz zufällig irgendwo hinbauen. Triffst du auf eine, nutze sie, denn dahinter kommt schnell irgendetwas Fieses. Bei mir war das heute dann noch etwa 7 km vor dem Ziel ein richtig fetter Anstieg. Foto anbei.

    Hier in Grimaldo lasse ich es heute unterkunftsmäßig mal wieder etwas gediegener angehen. Das Zimmer ist vom allerfeinsten. Das Bad ebenfalls. Fotos anbei. Ist auch nicht ganz ohne Grund, denn ab morgen kommen bei mir 5 Tage mit jeweils rund 30 km und ordentlichen Steigungen. Ein massiver Zwischenspurt. Da kann es nicht schaden, wenn ich meinem Körper vorher nochmal bischen Wellness-Oase verpasse 😎

    Den Stand heute nicht vergessen. 567 km. Es läuft 😁
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  • Grimaldo - Carcaboso 8.6.2018

    8 czerwca 2018, Hiszpania ⋅ ⛅ 20 °C

    Der erste 30er von 5 wäre geschafft. Fühle mich sogar noch relativ frisch. Was ich heute morgen nicht wirklich erwartet hätte 😎

    Denn der Tag begann mit Regen. Das ist soweit nichts Tragisches. Schirm installiert und ab geht der Peter. Unglücklich war hingegen, dass der Weg nun durch, wie es aussah, bislang von Menschen unerforschtes Gelände ging. Naja, und Weg, also das war alles, aber kein Weg mehr. Nicht einmal als Pfad würde das durchgehen. Es war schlicht alles zugewachsen, das Schilf stand kniehoch, und wohin ich trat, blieb größtenteils ein reines Glücksspiel.

    Bei dem Regen hatte das zur Folge, dass ich bis zu den Knien hoch innerhalb kürzester Zeit komplett durchnässt war. In beiden Schuhen entstand ebenso schnell jeweils ein veritabler Tümpel. Hätte es irgendwann in meinen Schuhen gequakt, gewundert hätte es mich nicht. Da wusste ich, dass man meinen Schuhen sehr viel Positives nachsagen kann - Wasserdichtigkeit wird aber nicht dazu gehören.

    Ich war zu diesem Zeitpunkt schon stramme 2 Kilometer gelaufen und hatte nur noch 28 km vor mir. Mit tratschnassen Füssen. Oha. Beste Voraussetzungen für eine Armada von Blasen. Jetzt kommt es darauf an, dachte ich so für mich, wie gut dein Sitz in den Schuhen WIRKLICH ist. Wenn es nur ein kleines bischen hin und her rutscht, sind Blasen nicht zu vermeiden. Nur keiner Schonhaltung Vorschub leisten, ganz normal weitergehen. Das war nun das Gebot der Stunde.

    So stiefelte ich also weiter, und dachte über den weiteren Wegverlauf nach. Da fiel mir etwas Großartiges ein 😎 Eigentlich sollte der Weg heute unter KEINEN Umständen über Riolobos führen, da man dann laut Wanderführer zu etwa 20 herzlosen Kilometern über Landstraße verdammt sei und dort übelst geknechtet werden würde. LANDSTRASSE! Bei dem Gedanken fing ich laut an zu kichern, und wusste, DAS ist die Lösung! Schön über Landstrassen traben, gerader Boden, keine Sichtbehinderungen nach unten und ich könnte richtig Strecke machen! Perfekt! 😁

    So bog ich also nach etwa 7 km, für die ich etwa 2,5 Stunden gebraucht hatte, an einer Weggabelung nach links ab, Richtung Riolobos. Auf eine Teerpiste 😁 Dann begann der schöne Teil des Tages. Zum einen hörte der Regen auf und zum anderen zeigten meine Schuhe und meine Socken, was in ihnen stecken. Im wahrsten Sinn des Wortes 😁 Die Tümpel wurden immer kleiner, und schon nach verhältnismäßig kurzer Zeit merkte ich, wie es in den Schuhen kaum noch schwappte. Die Socken leiteten tatsächlich durch die feinen Lüftungsöffnungen unten im Schuh die Feuchtigkeit ab, durch die sie eingetreten war. Und zwar richtig schnell.

    In Riolobos ca. 4 km weiter war das schon ein riesiger Unterschied. Dort verpasste ich mir einen Cafe Americano und schnaufte etwas durch. Dann wieder auf die Landstraße und drauf gedrückt. Es wurde immer besser in den Schuhen und ich merkte auch nichts von etwaigen Blasen. Nach weiteren 10 km die nächste Rast in Galisteo und da waren meine Füsse fast schon wieder trocken. Die Schuhe ebenfalls. Ohne Folgeschäden. Dann die letzten 8 km und jetzt sitze ich hier in einer Bar neben meiner Herberge und es fühlt sich an, als ob niemals Wasser in meine Schuhe eingedrungen wäre. Cool 😎

    Morgen dann die nächsten 30 km. Trotzdem hoffentlich ohne Regen. Jetzt aber erstmal ein Cerveza auf den Tag. Und 597 km 😁
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  • Carcaboso - Hostal Asturias 9.6.2018

    9 czerwca 2018, Hiszpania ⋅ ⛅ 26 °C

    Halbzeit! 😎

    Heute war der 27. von insgesamt 54 geplanten Wandertagen. Und der zweite von den fünf 30ern. Hatte es in sich 😁

    Heute morgen um 7.30 Uhr die Stallungen verlassen und ab auf die Bahn. Ohne Schirm in Aktion. Schon mal gut. Sehr gut sogar, wenn ich an den Untergrund denke. Es ging über Feldwege und -pfade, und so richtig eben waren sie eher selten. Eher steinig. Hoch und runter. So war stetes Ausschreiten mehr ein frommer Wunsch. Alles was stetig war, war der ständige Rhythmuswechsel beim Marschieren. Die helle Freude 😎

    Obendrein kam, dass heute keinerlei Ortschaften auf meinem Weg lagen. Kein Cafe Americano als Booster für zwischendurch. Auch mein Hostal für heute Nacht, vor dem ich gerade sitze, liegt in keinem Ort, sondern direkt an der Bundesstraße N630. Ist gerade ein Teil der Via, der durchaus anspruchsvoll ist. Heute war häufiges Pausieren Trumpf, auch wenn die Pausen jeweils kurz waren. Sonst wäre ich bei Mondschein angekommen. Bloß keinen Moos ansetzen.

    Nach 18 langen Kilometern kam ich beim Torbogen von Caparra an. Fast 5 Stunden nach Aufbruch. Wieder eine kurze Rast und weiter ging es. Ich wurde heute wieder mal nur von Radfahrern überholt. Wanderer? Fehlanzeige. Ich scheine gerade ziemlich alleine unterwegs zu sein. Der Herbergsmeister in Grimaldo bestätigte mir das vorgestern. Sehr ungewöhnlich dieses Jahr auf der Via. Das Wetter sowieso. Normal wären jetzt Temperaturen um die 30 Grad meinte er, und normalerweise hat er um diese Zeit alle drei Zimmer immer voll belegt. Aber jetzt? Am Tag vorher war auch nur ein Wanderer da, und die Tage davor sah es ähnlich bei ihm aus. Ist so ein kleiner Wermutstropfen in einem ansonsten wirklich superschönen Camino. Aber nur ein klitzekleiner 😁

    So ging es weiter über Stock und Stein, bis ich ca. 5 km vor dem Ziel die Gelegenheit hatte, auf eine Landstraße zu wechseln 😁 ich musste nicht lange überlegen.

    Morgen werde ich die Extremadura verlassen und die Region Kastilien und Leon betreten. Extrem war sie ja. Die Extremadura. Nur leider kalt statt warm. Mein Zielort Puerto de Bejar ist der erste Ort in der Region Kastilien und Leon. Und er macht es mir richtig leicht, ihn zu erreichen. Nach 24 hoffentlich nicht zu nervigen KM geht's dann noch mal 3 KM steil in die Berge, um dort hin zu gelangen. Meine Freude ist grenzenlos 😎 Einen ersten Eindruck von den Bergen in Kastilien und Leon habe ich bereits. Ich schaue gerade direkt drauf 🤤😁

    Stand heute: 626 km 🚶🍀
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  • Hostal Asturias - Calzada de Bejar 10.6.

    10 czerwca 2018, Hiszpania ⋅ 🌧 13 °C

    Was für ein Tag! 😁

    Der Camino ist doch immer wieder für Überraschungen gut. Auch wenn es nicht immer die sind, die man sich wirklich wünscht 😎

    Heute morgen sehr gut erholt erwacht und natürlich erst einmal das Wichtigste gecheckt - das Wetter. Hier wartete schon mal keine Überraschung auf mich. Regen war angekündigt, und die Extremadura hält ihre Versprechen.

    Spielte mir aber insoweit in die Karten, als daß ich beim Studium des Weges mit Freude feststellte, dass die N630 heute mein treuer Begleiter sein kann. Die Etappe führte von meinem Hostal zunächst über 12 km nach Aldeanueva del Camino, anschliessend über 9 km nach Banos de Montemayor und zuguterletzt über 4 km nach Puerto de Bejar. 12 + 9 + 4 = 30? So schlecht war ich in Mathe nie. Aber der Etappenbeschreibungen zufolge hätten es heute mehr sein müssen.

    Aber gut, ich beschwerte mich nicht und gab Gas. Die ersten 12 km feuerte ich in 2 Stunden über die Bahn, dann einen Cafe-Booster samt Pause in Aldeanueva. Dann noch mal 9 KM nach Banos de Montemayor in 90 Minuten und dort dasselbe Spiel. Booster und durchschnaufen. Dann wurde es allerdings spaßig 😁

    Ich startete gegen 12.30 Uhr wieder durch, jetzt stand der garstige Aufstieg am Berg an. War aber nicht so garstig wie befürchtet, ich reduzierte einfach das Tempo auf Minimalgeschwindigkeit und schlich den Hang hoch. Die Piste war zwar sehr felsig, aber breit und nicht zugewachsen. Das änderte sich plötzlich.

    Der Weg wechselte die Seite nach einer Straßenüberquerung und verschwand grußlos im Unterholz. Aber so richtig. Da ahnte ich, was mir blüht. Und so kam es auch. Wieder durch einen zugewachsenen Pfad samt der dazu gehörigen Geschenke. Klitschnasse Hose und Schuhe. "Egal" dachte ich, für die 4 Kilometer spielt das jetzt auch keine Geige mehr.

    So kam ich also nach Puerto de Bejar und stiefelte zur Herberge. Die Werbung an der Landstraße hing noch, war aber ebenfalls schon zugewachsen. Als ich in den Weg zur Herberge einbog, sagte mir ein zweites Schild, dass die Herberge nun unter einem anderen Namen firmiert. Ich weiter getrabt und die Herberge gesucht. Aber weit und breit keine in Sicht. Dann bei einem Haus geklingelt, das bewohnt aussah, und ein netter älterer Herr eröffnete mir, dass die Herberge bereits seit letztem September dicht sei. Prima! 😁

    Ich bat ihn, ein Taxi zu rufen, das mich wieder runter nach Banos de Montemayor bringt. Er wieder rein und telefonierte. Ich hörte, wie es drinnen irgendwie etwas lauter am Telefon wurde. Dann stand er wieder vor der Tür und erklärte gestenreich: "Impossible!" Und wiederholte ständig "Madrid, Madrid" 😁 Keine Ahnung, was er mir sagen wollte. Aber ich musste nun eine Entscheidung treffen.

    Wieder runter ins Kaff wollte ich nicht, also blieb nur die Flucht nach vorne. Auf weitere 9 km. In der Hoffnung, dass da eine Albergue geöffnet ist. Ich fühlte mich gut, gerade mal 25 km in den Socken, also: ATTACKE! 😎

    Der Weg dann war richtig gut zu gehen. Die N630 war zwar keine Option mehr, da sie sich nun in eine andere Richtung verabschiedet hatte, aber dafür ging es erstmal 4 km durch den Wald und zwar kontinuierlich bergab 😁 sehr brav. Da rauschte ich durch und fand am Ende der 4 km einen super Rastplatz am Fluss Cuerpo del Hombre. Einen Felsen, herrlich mit Moos bewachsen in idealer Sitzhöhe. Formschön und komfortabel. Foto anbei.

    Dort 15 Minuten gechillt und dann ging es weiter. Durch ein wunderschönes Tal. Hier noch mal die Ausblicke genossen, Foto anbei, und dann ging es auf den letzten 2 KM nochmal richtig steil bergan. Wieder auf einem Meer von Felsen. Aber auch das war bald geschafft und nun sitze ich hier in Calzada de Bejar. Das hübsche Nest hat 84 Einwohner 😊 ein Bergdorf, wie es im Buche steht. Und die Herberge hat Internet. Alleine bin ich natürlich auch, hier ist weit und breit kein anderer Wanderer zu sichten. Hat auch seine Vorteile: Die Uhrzeit fürs Abendessen konnte ich mir bei Manuela, der sehr netten Inhaberin der Herberge, frei aussuchen. Nichts mit Spachteln erst um 20 Uhr 😎 heute werde ich schon um 19 Uhr schlemmen 🍜😊

    Und morgen sind es dann nur 21 statt 30 km. Ich will nicht maulen 😎

    Stand heute: 660 km 🚶☘
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  • C. de Bejar -Fuenterroble de Salvatierra

    11 czerwca 2018, Hiszpania ⋅ ⛅ 15 °C

    Die 21 km wären gestemmt! 😁

    War jetzt nicht die härteste aller Etappen, wobei; ein 3km langer Anstieg war mit dabei, da wurde die Schrittlänge dann doch mal etwas kürzer. Aber ansonsten war das heute einfach eine nette Wanderung.

    Allerdings wieder mit Regen. Zumindest zu Beginn. Da es da wieder durch einen ziemlich zugewachsenen Pfad gestiefelt bin, freute ich mich schnell wieder über nasse Schuhe. Ich fange schon an, mich daran zu gewöhnen.

    Heute morgen traf ich doch tatsächlich zwei andere Wanderer, kurz nachdem ich gestartet war. Sie kamen mir auf dem Weg entgegen 😁 ein Paar aus Italien schätze ich, in den 50ern und sie hatte ihr Handy in ihrer Herberge vergessen. Da musste es also noch eine 2. Herberge gegeben haben, in meiner waren sie schon mal nicht 😎

    Sie überholten mich später wieder, als ich auf einer Bank eine Pause einlegte. Die Bar, in der ich zu diesem Zeitpunkt einen Cafe Americano schlürfen wollte, war leider geschlossen. Später überholte ich sie dann wieder, als sie sich am Wegesrand etwas Essbares einfuhren.

    Jetzt sitze ich hier vor einer Bar in dem Dorf und eben schlichen sie wieder an mir vorbei und fragten nach der kirchlichen Herberge. Da ich an der schon vorbei getigert bin, konnte ich ihnen den Weg weisen. Ich selber bin in einer privaten Herberge, ein umgebautes Landhaus, sehr nett gemacht. Die Bar hier hat Internet und Menüs für 7 EUR auch. Klarer Fall von wieder Herkommen später, wenn ich geduscht und etwas in der Horizontalen gechillt habe. Vielleicht treffe ich dann die beiden wieder. Vielleicht auch nicht 😎

    Vielmehr gibt es von dem Tag heute irgendwie nicht zu berichten. Ist jetzt 14.30 Uhr und ich lief um 14 Uhr im Ort ein. Oh, und die Sonne traut sich gerade mal bischen raus! 😊 Ach ja, morgen steht dann noch mal eine härtere Etappe an, 29 oder 32 KM, das entscheide ich dann spontan, ob ich die letzten 3 km zu einem Ort weiter noch gehen will. Und dann steht auch schon Salamanca vor der Tür! 😊

    Stand heute: 681 km 🚶☘
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  • Fuenterroble - Morille 12.6.2018

    12 czerwca 2018, Hiszpania ⋅ ⛅ 18 °C

    Geschafft! 😎

    Bin gerade in Morille angekommen, das ist der Ort inklusive der 3 Zusatzkilometer. Entscheiden, ob ich die 3 km noch gehe, musste ich allerdings nicht mehr. Das hatte folgenden Grund:

    Die Etappe gabelte sich heute nach 11 km, auf denen es zunächst auf relativ kommoden Feld- und Wiesenwegen überwiegend trockenen Fußes gut voran ging. Das Wetter zeigte sich nämlich von seiner sonnigen Seite 😁

    Nach 11 km gab es dann zwei Möglichkeiten weiterzugehen. Nach links auf die reguläre Route, die allerdings nur bei trockenem Wetter empfohlen wurde. Nach rechts, falls man es eher mit Regen zu tun haben sollte. Ich, als nun vom Regen gebranntes Kind, war natürlich sofort von der rechten Variante überzeugt. Zumal sie mit 3 km weniger Weg zu glänzen wusste 😎 Die führte dann zunächst über 7 Kilometer nach Pedrosillo de los Aires, wo ein Booster auf mich wartete. Von dort aus über 5 km Landstraße nach Monterrubio de la Sierra inklusive Booster und dann noch mal 6 KM Landstraße nach Morille.

    Die zogen sich noch mal, blieb aber alles gut beherrschbar. Dann kam ich nach Morille rein. Völlig tot das Nest. Ich schlich zum Rathaus, wo sich laut Wanderführer die Bar Isa befinden sollte, in der man sich für die öffentliche Herberge anmelden und bezahlen muss. Die Bar Isa war auch da, aber schön verrammelt und mit Vorhängeschloß versiegelt. Im Rathaus nebenan auch Totentanz, keine Menschen zu sehen oder zu hören. Weit und breit - nichts.

    Ich also zu der Herberge getrabt, von der ich laut Karte wusste, wo sie etwa liegt. Gefunden und die Tür war offen. Ich rein und niemand zu sehen. Laut "Hola" gerufen und von irgendwoher kam ein "Hola" zurück. Aber sonst kam nichts. Beziehungsweise niemand. Nochmal gerufen, noch ein Hola zurück, nun folgte ich der Stimme. Sie führte mich in den 1. Stock, wo sich die Betten befanden. Dort entdeckte ich jemanden in einem Bett, offensichtlich ein Pilger. War zudem ein deutscher, wie sich schnell herausstellte. Er erklärte mir, dass die Anmeldung in der Bar Marcos erfolgt und beschrieb mir den Weg dorthin.

    In der Bar angemeldet, und da sah ich im TV, wie das Wetter in Spanien zur Zeit ist. Dort, wo ich bei Regen unterwegs war, herrschen jetzt überall um die 30 Grad bei schönstem Sonnenschein. Aber auch über Salamanca sah ich eine 27 mit dem Sonnensymbol 😁 das werde ich mir morgen nach 19 KM mal aus erster Hand anschauen 😎

    Eben ist das italienische Paar in die Bar reinspaziert. Sonderlich erbaut sahen die nicht aus. Ob sie sich wohl für die linke Variante entschieden hatten? 😁

    Stand jetzt: 710 km 🚶☘
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  • Morille - Salamanca 13.6.2018

    13 czerwca 2018, Hiszpania ⋅ ⛅ 19 °C

    Salamanca.

    Ich muss gestehen, ich bin schon jetzt von dieser Stadt fast noch begeisterter als von Sevilla. Obwohl ich nur durch die Altstadt zu meinem Hotel gelaufen bin. Aber alleine die Kathedrale! Und dann der Plaza Mayor! Einfach umwerfend! Bekommt man schon alleine wegen der Größe nicht wirklich so fotographiert, dass man den Eindruck wiedergeben könnte, den das alles wirklich auf einen macht. Sobald ich mich frisch gemacht habe, gehe ich wieder in die Altstadt. Dort scheint sich auch alles abzuspielen. Eine Wäscherei mit Trocknern habe ich gegenüber des Hotels auch schon entdeckt. Kommt mir gerade nicht ungelegen 😎

    Ach ja, und zum Thema Hotel; im Reiseführer wurde indirekt vor den Hotelpreisen in Salamanca gewarnt. Als günstig wurden noch Jugendherbergen genannt. Ich habe unterwegs bei der Rast nach ca. 10 km in Miranda de Azan in einer Bar mit WiFi mal Trivago befragt. Die schlugen mir ein Hoteldoppelzimmer 800 Meter vom Zentrum mit Bad, WC und WiFi für 25 EUR vor. Fotos anbei. Hier ein Klick, da ein Klick, mit PayPal bezahlt und als ich die Bar wieder verließ, musste ich mir über die Unterkunft heute keine Gedanken mehr machen.

    Der Weg selber heute war sehr angenehm zu laufen, bot sehr schöne Ausblicke und Salamanca war schon früh ganz in der Ferne zu erblicken. Ich musste sogar das Tempo drosseln, weil ich das Zimmer erst ab 14 Uhr beziehen konnte und ich wollte nicht allzu lange mit komplettem Gepäck durch Salamanca streifen. Jetzt wird geduscht und dann geht's wieder ab ins Städtchen, habe jetzt noch bischen was vor 😁

    Nachdem ich nun noch mal ein wenig Salamanca erkundet habe, muss ich sagen, dass die Altstadt wirklich bemerkenswert ist, die Stadt drum herum einen aber nicht wirklich aus den Socken haut. Im Vergleich dazu finden sich in Sevilla in der ganzen Stadt wundervolle Plätze, die einen Besuch lohnen. Aber man kann die Städte sowieso nicht miteinander vergleichen, beide sollte man auf jeden Fall einmal gesehen und besucht haben. Studenten werden sich in Salamanca sicher besonders wohl fühlen, es wimmelt hier geradezu von ihnen 😎

    Stand heute: 729 km 🚶☘
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  • Salamanca - El Chinarral 14.6.2018

    14 czerwca 2018, Hiszpania ⋅ ⛅ 21 °C

    Der Sommer ist zurück 😎 und zwar mit Macht 😁 sitze hier gerade in meinem Wohncontainer, in dem es glücklicherweise schön kühl ist. Draußen in der Sonne ballert es gerade richtig ☉

    Obwohl sich das heute morgen, als ich aus Salamanca hinausspazierte, noch deutlich anders anfühlte. Waren etwa 9 Grad und die Menschen auf der Straße größtenteils warm eingemummelt. Hätte ich an deren Stelle genauso gemacht. Ging aber nicht, da ich im Pelz sofort geschwitzt hätte. Ungünstig.

    Die Etappe heute bot 23 km an, von denen die ersten 16 auf Bilderbuchpisten zu absolvieren waren. Breit, feines Sand-Schotter-Kiesgemisch, alles so, wie man es gerne hätte. Aber eben nicht immer bekommt. Dazu noch herrliche Ausblicke, und das bei trockenem Wetter und Sonnenschein. Auch wenn sich das nicht gleich in den Temperaturen niederschlug; die brauchten etwas, bis sie sich angepasst hatten.

    Nach 16 km musste man sich entscheiden - entweder Etappenende in Calzada de Valdunciel oder weitermarschieren bis El Cubo de la Tierra del Vino und insgesamt etwa 36 km. So zumindest die herkömmliche Etappeneinteilung. Es gibt aber noch eine 3. Möglichkeit, die in meinem Wanderführer erwähnt wird. 7 km hinter Calzada de Valdunciel trifft man irgendwo im Nirgendwo auf die Ferienhaus-Siedlung El Chaparral, bei der sich die Pilgeranlage Casa Saso eingenistet hat. Einfaches Konzept: 4 kleine, gepflegte Wohnbaracken, eine schöne Grünanlage, sogar ein Pool (leider nicht in Betrieb) und schon hat man die Möglichkeit, seine Etappe nicht schon nach 16 km enden lassen zu müssen, ohne daraus gleich 36 km werden zu lassen. Passte mir bei der Etappenplanung im Vorfeld hervorragend in den Kram. Und es ist sooo schön hier! 😊 Fotos anbei.

    Der Weg hierher war dann doch etwas beschwerlicher. Zunächst noch breite Piste, die sich aber zusehends verjüngte, bis lediglich ein Pfad von etwa 30 cm übrig blieb. Allerdings bei trockenem Wetter, also völlig unkritisch. Ging dann aber über mehrere Kilometer so, direkt an der Autobahn und der parallel dazu verlaufenden N630. Dazu ging es hoch und runter, also jeder Schritt musste schon genau bedacht sein. Nach der Autobahnunterquerung noch etwas Landstraße und ich war da. Die Anlage wird von einem älteren Pärchen betrieben, und so nett die beiden! Er brachte mir dann erstmal aufs Haus einen leckeren Teller mit Reis und Würstchen. Köstlich! Foto anbei.

    Aber ich war zunächst mal auch sehr verwundert, daß ich der erste war. Da ich nach Calzada de Valdunciel das italienische Pärchen vor mir auf der Piste sah. Und abbiegen konnten sie nirgends. Höchstens weiter laufen. Bei dem Wetter. Schwer vorstellbar. Und auch wenn ihr Wanderführer diese Anlage nicht erwähnte, unterwegs gab es ein paar unübersehbare Werbetafeln. Also wie auch immer, hier sind die beiden nicht. Von den 6 Betten in dem Container hier sind 5 reserviert. Aber bis auf mich sonst niemand hier. Stand jetzt 😎

    Ach ja, heute geht ja auch die WM los 😁⚽🎉 ich habe zwar Sky-Go, aber das langt für die WM wohl nicht. Mal schauen, ob ich mir das WM-Paket für 5 Euro dazu buchen kann. WiFi habe ich schließlich in den meisten Unterkünften, und dann könnte ich auf dem Handy abends schauen. Teste ich gleich mal 😎 Test negativ. WM auf Sky nur in UHD. Also nicht auf Sky-Go. 🤤

    Morgen wieder knackige 27 km, muss ja weiter gehen, bloss keinen Moos ansetzen 😎

    Ich glaube, ich weiß jetzt, warum zur Zeit so wenig Leute auf der Via de la Plata unterwegs sind. Es sind grundsätzlich eh nur wenige, die sich 1000 km mit immer wieder langen Etappen, ohne die Möglichkeit die Etappenlänge mangels Ortschaften variieren zu können, geben wollen. Und die meisten derer, die es trotzdem tun, sind entweder im Ruhestand oder Freiberufler, die spontan entscheiden können, wann sie starten. Meine persönliche Erfahrung aus den Begegnungen bisher. Als diese Schlechtwetterphase um den 25.5. herum in Sevilla begann, haben wohl viele das einfach alles verschoben. Und warten auf besseres Wetter. Das erklärt manches.

    Stand heute: 752 km 🚶☘
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  • El Chinarral - Villanueva de Campean

    15 czerwca 2018, Hiszpania ⋅ ☀️ 25 °C

    Die Etappe heute war zweigeteilt. Einmal 13 km von El Chinarral nach El Cubo de la Tierra del Vino und dann noch mal 13 km nach Villanueva de Campean.

    Den ersten Teil würde ich als Arbeitsetappe bezeichnen. Es ging im Grunde komplett direkt neben der Autobahn her. Da hieß es stumpf die Kilometer abreißen. Und sich bloß keine Gedanken über die Strecke machen. Einfach immer weiter. Auch so erarbeitet man sich Kondition. Felix Magath hat recht: Qualität kommt von Qual.

    Die zweiten 13 km waren dann allerdings zum Zungeschnalzen 😁 Superpiste und superschöne Landschaften um mich herum. Das Highlight kam aber noch. Nach etwa 8 km. Es ging langsam aber stetig eine Anhöhe hinauf. Oben angekommen bot sich mir ein wirklich spektakulärer An- bzw. Ausblick! Vielleicht sogar der beste auf dem ganzen Camino bisher. Mir klappte die Kinnlade runter. Natürlich sofort Fotos gemacht. In dem Moment hätte ich gerne eine richtige Kamera dabei gehabt, um diesen Ausblick in seiner ganzen Pracht verewigen zu können. Ich hoffe, meine Fotos jetzt taugen halbwegs was.

    Dann ging es auf holpriger Bahn die letzten Kilometer runter in das Dorf. Hier in der Bar gibt es WiFi und ist wenigstens bischen Leben. Ansonsten ist das Nest mausetot.

    Morgen stehen stramme 19 km auf dem Schlachtplan 😎 so ist's recht 😁

    Stand heute: 778 km 🚶☘
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  • Villanueva de Campean - Zamora 16.6.18

    16 czerwca 2018, Hiszpania ⋅ ☀️ 25 °C

    Wie zu erwarten war die Etappe heute nicht die ultimative Herausforderung. Bis Zamora spielte sich alles auf größtenteils ganz gut zu begehenden Schotterpisten und Feldwegen ab.

    Da es heute morgen in Villanueva de Campean keine Möglichkeit gab, sich mit einem Cafe Americano zu wappnen, wollte ich das etwa 5 km später in San Marcial nachholen. Als ich dort ankam, war die Bar jedoch geschlossen. Damit rechne ich mittlerweile auf der Via immer schon im Vorfeld. Ein Blick auf die Öffnungszeiten, die hier aber auch nur bedingte Aussagekraft besitzen, verriet mir, dass um 9.30 Uhr geöffnet wird. Da war es gerade 9 Uhr. Nun gut, eine Weltreise lag heute eh nicht vor mir, also ließ ich es darauf ankommen, und machte es mir auf einer Bank vor der Bar bequem.

    Nur wenige Minuten später hielt ein Auto vor der Bar. Eine Frau stieg aus und irgendwie schien sie mir bedeuten zu wollen, dass der Laden geschlossen sei. So klug war ich ja bereits, dennoch hatte sie den Schlüssel zur Bar, öffnete, ging hinein und bedeutet mir dann doch, ihr zu folgen. Ich also hinterher und bestellte munter einen Cafe Americano. Da stellte sich heraus, dass sie den Laden eigentlich nur geöffnet hatte, um darin zu putzen 😁 den Cafe machte sie mir aber dennoch sehr gerne und stellte mir sogar einen kleinen Tisch vor die Bar. Ansonsten blieben alle Barhocker auf dem Tresen und alle Stühle auf den Tischen und sie machte sich ans Saubermachen. So kann's gehen 😎

    Anschließend ging es frisch gestärkt weiter, zunächst ein paar Kilometer Landstraße, dann wieder ab ins Grüne. Gegen 12 lief ich dann in Zamora ein. Der Weg lief von Süden in die Stadt hinein und dann über eine uralte Steinbrücke rüber und hoch in die Altstadt. Erinnerte mich stark an Salamanca, da ging es auch zunächst über eine Brücke über einen Fluss und dann hoch in die Altstadt. Hier ist alles deutlich kleiner, aber dafür auch steiler als in Salamanca.

    Der Weg führte mich dann durch die Altstadt, es ging links und rechts, aber immer schön steil aufwärts. Zumeist auf Kopfsteinpflaster. Das war dann eher nervig mit knapp 20 km in den Stelzen. Auch wenn es hier wie unten am Fluss malerisch schön war. Das muss man dann aber auch genießen können. Am besten ohne Rucksack. Aber auch das Gestiefel durch die Altstadt währte nicht ewig und bald ging es wieder runter in den Rest der Stadt. Um dann wieder schön bergan zu meinem Hostal zu gehen 😎 das wiederum ist für mich perfekt, zweckmäßig und direkt am Weg.

    Jetzt wird bischen gechillt, Siesta ist Pflicht 😁 dann frisch machen und dann werde ich noch ne Runde drehen, schätze ich. Bischen was einkaufen, mir eine Mästung verpassen und vielleicht noch bischen Fussball in einer Bar schauen. Mir sind da auf dem Weg zum Hostal 1, 2 Kandidaten aufgefallen, wo das gehen könnte ⚽🎉😎

    Stand heute: 797 km 🚶☘
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  • Zamora - Montamarta 17.6.2018

    17 czerwca 2018, Hiszpania ⋅ ☀️ 25 °C

    Über diese Etappe lässt sich nicht besonders viel berichten. Es ging im Grunde immer geradeaus auf einer breiten Schotterpiste durch Wiesen und Felder entlang der Autobahn, aber in ausreichendem Abstand. Wobei der heute gar nicht nötig gewesen wäre, denn niemand fuhr heute an diesem Sonntag.

    Nach 19 km war ich da. Wieder in einem völlig toten Nest. In der Bar müsste man sich anmelden und da lief auch schon die Flimmerkiste mit Fussball. Um 17 Uhr dürfen wir ran, bin gespannt über unseren Vortrag 😎

    Sonst bisher nichts von Belang passiert.

    Stand heute: 816 km 🚶🍀
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  • Montamarta - Granja de Moreruela 18.6.18

    18 czerwca 2018, Hiszpania ⋅ ☀️ 29 °C

    Über die Etappe heute gibt es nicht so viel zu erzählen. Zur Zeit gleichen sich eben die Bilder und die Landschaften. Ich bewege mich überwiegend über Felder und Wiesen, mal wird eine Autobahn überquert, mal wird sie unterquert, dann wird mal bischen Asphalt getreten, was ich bekanntermaßen mittlerweile recht gerne mache. Aber viel Bemerkenswertes tut sich auf der Piste nicht.

    Das Bemerkenswerte war vielleicht, dass ich heute morgen überhaupt loslaufen konnte, da ich fast die halbe Nacht auf dem Schacht zugebracht habe. Ich muss hier jetzt nicht zu sehr ins Detail gehen, jeder weiß über den Flotten Bescheid. Keine Ahnung, wo ich mir den Mist zugezogen habe, aber das war nicht witzig heute Nacht. Hatte gestern nach einer Pause plötzlich leichtes Schwindelgefühl, aber ging schnell wieder vorbei. Und abends schlug dann die Bombe ein. Wie ich mich heute morgen gefühlt habe, muss auch nicht weiter geschildert werden.

    Bin dann trotzdem los, obwohl es noch nicht ausgestanden war bzw. ist und habe mich auf die knapp 23 km gemacht. Einfach mal los und schauen was passiert. Einen Tag Pause wollte ich nicht einlegen, erstens nicht in der Geisterstadt und zweitens nicht wegen so was. War schließlich irgendwie alles raus und die leichten Krämpfe im Magen dauern auch nicht ewig. Nach knapp 3 Stunden war ich allerdings völlig ausgelaugt, auch kein Wunder, also gab es eine Camino-Premiere: ich habe am Wegesrand ein Nickerchen gemacht. Schön den Rucksack drapiert und mich dann in das Rückenteil gelegt. Sehr bequem und ich bin auch fix weggeduselt. Der Körper hat's gebraucht. Nach etwa 45 Minuten ging es weiter und ich fühlte mich schon besser. Mit ausreichend Pausen ging es dann bis ans Ziel.

    Der Tag heute ist etwas besonderes. Aus zweierlei Gründen. Zum einen gabelt sich der Weg direkt hinter Granja de Moreruela und die Via de la Plata führt schnurstracks weiter nach Norden bis nach Astorga auf den Camino Frances. Da ich den Frances aber nicht erneut laufen will, werde ich dem Weg morgen nach Westen folgen. Er nennt sich ab sofort Camino Sanabres. Wobei ich echt überlegt habe, bis Astorga weiter zu gehen und dann auf den Frances abzuschwenken, weil hier echt sooo wenig los ist. Und Natur hatte ich jetzt irgendwie schon genug, das langt für ne Weile 😎 aber es bleibt dabei, so hatte ich das geplant und so wird das jetzt auch durchgezogen. Bis nach Santiago und ans Cap.

    Zum zweiten werde ich, falls alles planmäßig klappt, heute in 2 Wochen in Santiago angekommen sein. In nur 2 Wochen! Irgendwie kaum vorstellbar bei der ganzen Weite, die ich täglich unterwegs sehe und erlebe. Ich muss wirklich öfter mal auf die Karte schauen, um glauben zu können, wo ich bereits bin und was schon alles hinter mir liegt. Allerdings weiß ich auch, was in den kommenden 2 Wochen noch alles auf mich wartet, und wie schnell es gehen kann, dass man erkrankt, habe ich jetzt auch wieder gesehen. Von daher - nicht den Tag vor dem Abend loben.

    Für morgen stehen knapp 26 km an, die will ich dann in deutlich verbesserter Form antreten. Der Magen scheint sich wieder halbwegs beruhigt zu haben, also werde ich ihm nachher um 20 Uhr etwas Gutes spendieren 😁

    Stand heute: 839 km 🚶🍀
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  • Granja de Moreruela - Tabara 19.6.2018

    19 czerwca 2018, Hiszpania ⋅ ⛅ 29 °C

    Zu früh gefreut. Der Flotte war gestern doch noch voll am Start. Ich schreibe nun wirklich nicht besonders gerne darüber, aber Blog ist Blog. Was den Tag prägt, kommt rein. Denn damit war das Abendessen gestern um 8 auch ganz schnell wieder abgehakt. Hätte mein Magen niemals bei sich behalten, so wie der plötzlich wieder rebellierte. Ist mir fast schon peinlich, denn ich klinge dann wie der Wasserkasten einer Toilette, wenn er nach der Spülung wieder vollläuft und am Schluss nur noch laut plätschert und gluckst. Wie so ein blöder Wasserkasten klinge ich. Unfassbar. Ehrlich.

    Also war um 20 Uhr nicht Tafeln sondern die Heia Trumpf. Die Nacht war entsprechend, und nach dem 5. Gang brauchte ich auch kein Licht mehr, um sicher die Treppe runter zur Toilette zu gelangen. Ich glaube zwischen 5 und 7 Uhr habe ich am Stück geschlafen, wachte auf, und bis auf 2 Biker waren schon alle wieder auf der Piste. Ich fühlte mich aber nicht so schlecht wie befürchtet und traute meinem Magen eine Nektarine und etwas Weißbrot mit stillem Wasser zu. Der verhielt sich auffällig unauffällig, kein Getöse aus der Magengegend war zu vernehmen.

    So machte ich mich also gegen 8.30 Uhr auf die Socken. Direkt im Ort noch war die angesprochene Weggabelung direkt an einer Hausecke, die die Via de la Plata nach Norden bis Astorga und den Camino Sanabres nach Westen über Ourense bis nach Santiago de Compostela führt. Völlig unspektakulär waren da zwei Kacheln angebracht. Rechts am Haus vorbei nach oben ging's nach Astorga, und links am Haus vorbei ging's nach Ourense. Foto anbei.

    Der Weg war dann endlich mal wieder viel abwechslungsreicher als zuletzt 😎 erstes Highlight: die Überquerung des Flusses Esla auf einer tollen uralten Steinbrücke. Fotos anbei. Zweites Highlight: was direkt nach der Brückenüberquerung kam 😁 da ging es nämlich press in den komplett bewachsenen Berghang und ich durfte wieder Bergziege spielen. Hätte nicht gedacht, dass ich mich darüber sogar mal freuen würde. Aber nach der ganzen landschaftlichen Monotonie der letzten Zeit tat das einfach saugut. Das soll jetzt nicht heißen, ich wäre nun zum Freund des Bergwanderns mutiert, das nicht. Nicht, daß da ein falscher Eindruck entsteht 😎

    Danach ging es landschaftlich eher wieder gemäßigter zu, breite Pisten inmitten weiter Felder. Mein Körper spielte weiter erstaunlich gut mit, auch ohne Cafe Americano am Morgen oder ähnlichem Treibstoff. Kann ich mir nur so erklären, dass der Körper das in Situationen wie dieser jetzt einfach mit der Kondition wettmacht, die er sich nun über Wochen antrainiert hat. Der erste Ort kam heute nach 19 km und da wollte ich mir dann die volle Booster-Dröhnung verpassen. Falls die Bar auf war. Sie hatte auf 😁 Es wurden dann 2 Cola auf Eis und ein Cafe Americano, um ganz sicher zu gehen 😎 die letzten knapp 7 Kilometer habe ich dann wie aufgezogen fast im Sprint zurückgelegt.

    Jetzt muss ich aber trotzdem gleich mal zur Apotheke, weil mich hier irgendwas gestochen, nein eher gebissen haben muss, so wie der linke Arm aussieht. Als hätte ich die Beulenpest. 5 richtig fette Beulen. Und noch einige kleinere Beulen und Stiche. Im Gesicht nur ein Stich zum Glück. Fotos vom Arm lasse ich lieber, ist einfach ziemlich eklig. Mal schauen, was die von der Apotheke davon halten. Aber vorher noch duschen und Haare waschen.

    Der Magen verhält sich weiterhin erstaunlich ruhig. Bin verhalten optimistisch 😎

    Edit Apotheke: Der Mann in Weiß, also zumindest fast weiß, schaute zunächst verblüfft, als ich ihm mein Desaster am linken Arm präsentierte. Dann unterzog er die Sache einer genaueren Begutachtung und begann, etwas in seinen spanischen Bart zu murmeln. Das einzige, was ich verstand, war "Mosquitos". Naja, Maikäfer hatte ich jetzt auch weniger im Verdacht. Egal, er schlich ins Lager und kam mit Salbe zurück. Könnte jetzt auch gegen Fußpilz sein, aber was soll's. Drauf damit und sehen, was passiert. Mein Magen verhält sich weiterhin erstaunlich ruhig, das lässt ein richtiges Abendessen in greifbare Nähe rücken 😎

    Stand heute: 865 km 🚶🍀
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  • Tabara - Santa Marta de Tera 20.6.2018

    20 czerwca 2018, Hiszpania ⋅ ⛅ 32 °C

    Vielleicht zuerst aus gegebenem Anlass das ärztliche Bulletin von heute. Eigentlich nur gute Nachrichten. Bei der Salbe, die mir der Apotheker gegen die Folgen der Insektenattacken gab, handelte es sich offensichtlich nicht um ein Mittel gegen Fußpilz. Mein Arm gewinnt langsam seine ursprüngliche Form zurück. Der Flotte hat noch nicht völlig resigniert, aber ein normales Menü zum Abendessen war für mich wieder drin. Und heute ist weitestgehend Ruhe im Bauch zu attestieren. Die Nagelprobe steht natürlich noch aus.

    Die Etappe heute bewies einmal mehr, dass es um die Herbergen hier auf der Via de la Plata oder jetzt eben auf dem Camino Sanabres nicht zum Besten bestellt ist. Ausgeschaut hatte ich mir heute eine private Herberge in Santa Croya de Tera, die wohl laut Wanderführer ziemlich neu und auch ziemlich hübsch sei. Leider ist sie auch ziemlich zu. Ein Nachbar rief mir das aus dem 1. Stock zu, als er mich vor dem Haus bemerkte. Ist jetzt das x-te Mal, daß ich das erleben muss. Wenn das so weiter geht, gibt es bald nur noch öffentliche Herbergen, die von den Kommunen oftmals mehr schlecht als recht eben so erhalten werden. Nicht gerade zuträglich für das künftige Interesse an diesem Camino.

    Die nächste Herberge war in dem Fall allerdings nicht weit entfernt 😎 genauer gesagt auf der anderen Flußseite 😁 hier habe ich so eben noch das letzte Bett gekrallt, zwei Radpilger kamen zeitgleich mit mir an. Aber im Zweifel ziehen die immer den Kürzeren gegen einen Wanderer und werden weitergeschickt, weil die eben 10 km ohne weiteres noch mal draufpacken können. Ein Wanderer eher nicht.

    Die Strecke an sich bot ein paar schöne Ausblicke und Motive für ein Foto und war nicht übermäßig schwer zu gehen. Bis zum ersten Ort Villanueva de las Peras waren es rund 14 km, dort ließ ich mir dann erstmal zwei Cola auf Eis munden und Zeit beim Wegschlürfen. Nach etwa 45 Minuten ging es weiter. Laut Wanderführer einfach aus dem Ort wieder heraus und dann würde man schon direkt auf den Weg stoßen und über Felder und Wiesen zum nächsten Ort gelangen. Mir blieb der Einstieg in den Weg an dieser Stelle verborgen. Keine Ahnung, wo der sein sollte. Aber nicht weiter tragisch, über die Landstraße ging es auch 😎

    Jetzt bin ich hier in der öffentlichen Herberge und werde wohl erstmal duschen. Mich anmelden und bezahlen kann ich erst um 17 Uhr in der Kirche am Platz habe ich erfahren. Da ist noch etwas Zeit hin. Und mal schauen, wo ich hier im Ort später etwas spachteln kann, viele Möglichkeiten wird's nicht geben 😁 habe schon einen Mordskohldampf 😎

    Stand heute: 888 km 🚶🍀
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  • Santa Marta - Rionegro del Puente 21.6.

    21 czerwca 2018, Hiszpania ⋅ 🌧 25 °C

    Na, diese Etappe hatte es in sich. 28 knackige Kilometer, die Wege immer schön uneben, gerne auch steinig bis felsig und es ging brav auf und ab. Bei Temperaturen am Mittag deutlich über 30 Grad. Was will man mehr 😁

    Da kam heute erstmals mein Sonnenwanderschirm zum Einsatz, im Grunde das gleiche wie mein Regenwanderschirm, nur mit einer silbernen Anti-UV-Beschichtung auf der Bespannung. Hat mir heute großartige Dienste erwiesen. Gerade wenn es wieder mal bergan ging, wo die Schweissdrüsen dann Sonderschichten schieben, war es eine Wohltat, dann dieses Dach über der Birne zu haben, das die Sonne spürbar abzuhalten verstand. Von innen ist die Beschichtung schwarz, war mir bis zu dem Zeitpunkt gar nicht aufgefallen. Das Teil funktioniert. Geölt habe ich dennoch natürlich mehr als genug, aber längst nicht so viel, wie ohne dem Schirm. Plus UV-Schutz. Test bestanden.

    Landschaftlich war die Strecke nicht ohne Reiz. Der erste Teil führte mich 13 km durch zur Abwechslung mal bewaldetes Gebiet, auch wenn es sich dabei um Pappelmonokulturen handelte. Nicht so spannend. Und in der Luft massenhaft weisse Pollen oder was auch immer, der Boden sah teilweise wie zugeschneit aus. Ein Traum für jeden Allergiker. Ich hatte meine Cetirizin aber schon am morgen eingeworfen. So ging es nach Olleros de Tera in die glücklicherweise geöffnete Bar. Dort ordentlich getrunken und auch etwas gespachtelt. Foto anbei. Ich kann jetzt ja wieder 😎 mein Magen ist wieder fit 💪

    Danach auf den zweiten Teil der Tagesreise, der mich an einem Stausee vorbeiführte. Schon ein ziemlich gewaltiges Ding. Aber der See an sich war hübsch anzusehen, also gab es da auch ein Foto. Dann der Rest nach Rionegro del Puente. Der gestaltete sich etwas zäh. Aus den erwähnten Gründen. Aber mit kleineren Pausen zwischendurch war das dann auch irgendwann geschafft.

    In den nächsten Tagen bis einschließlich kommenden Montag steht ein vorgezogener Endspurt an mit Etappen zwischen 26 und 33 km. Das wird bei den aktuellen Temperaturen sicherlich ein Riesenspaß 😎 Aber ich bin ja nicht zum Vergnügen hier 😁

    Stand heute: 916 km 🚶🍀
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  • Rionegro del Puente - Asturianos 22.6.

    22 czerwca 2018, Hiszpania ⋅ ☀️ 27 °C

    Immer wieder unfassbar gut - man kommt nach langem Marsch an, es war heiß wie Frittenfett und dann hast du endlich die eiskalte Cola in den Flossen.

    Der Tag heute war von der Umgebung her phasenweise traumschaft schön. Los ging es erstmal mit einem netten Anstieg aus dem Ort heraus. Ersetzte ne Kanne Kaffee. Starken Kaffee. Oben angekommen befand man sich auf eine Art Plateau, mit viel Wiese und schönen Ausblicken. Hatte etwas von Almfeeling. So ging es eine Zeitlang dahin und nach etwa 10 KM kam der erste Ort namens Mombuey. Dort die nötigen Einkäufe erledigt und natürlich auch den Körper mit Treibstoff versorgt. Denn es standen noch weitere 16 km auf der Agenda.

    Der Weg führte dann zunächst weniger ansehnlich an der Baustelle der Schnellbahntrasse längs, bevor es auf den sehr schönen Teil der Etappe ging. Dieser führte über verschlungene Pfade durch 4 winzige Ortschaften, die in jedem Märchenfilm als Kulisse dienen könnten. Ich habe sogar ein Reh gesehen! Wirklich traumhaft schön. Fotos anbei. Zum Ende hin wurde es dann wieder eher nervig, der Untergrund mies bis indiskutabel und das Ziel schien nicht näher zu rücken.

    Dann wieder mal eine Autobahnüberführung und dann wurde es noch mal lustig. Ich befand mich auf einem Pfad, sehr schmal, vielleicht 2 Meter, sah nach vorne und entdeckte - Pferde. Etwa 200 Meter noch entfernt und eines musste eine Glocke umgehabt haben. Es bimmelte nämlich schön laut aus ihrer Richtung. Zwei Pferde nebeneinander füllten übrigens den Pfad aus. Komplett. Waren ziemlich massig die Kollegen. Sie kamen näher, entdeckten mich und blieben stehen. Prima, dachte ich, jetzt kann ich hier noch Schülerlotse spielen. Einfach auf die Pferde zugehen wollte ich nicht, vielleicht hätten sie gescheut und auf dem engen Weg hätte das übel ausgehen können. Vor allem für mich. Also stellte ich mich ein paar Schritte in den Wald, um ihnen aus dem Weg zu gehen und die Bahn frei zu machen. Sie trabten dann auch wieder an. Waren übrigens 8 Pferde, in drei Gruppen mit jeweils etwa 50 Meter Abstand unterwegs. Kein Mensch weit und breit. Als die erste Gruppe inklusive der Glocke auf meiner Höhe war, blieb die Glocke wieder stehen. Ich fluchte schon innerlich, wie lange sollte das denn noch dauern! Um der Glocke die Entscheidung zum Weitergehen leichter zu machen, rief ich laut "Hola, Hola" sonst würde der vermutlich jetzt noch da stehen. Und ich auch. Doch dann setzte er sich tatsächlich wieder zögerlich in Gang und als er ganz auf meiner Höhe war plötzlich der Vollsprint und er galoppierte davon. Der Rest der Gruppe tat es ihm gleich. Waren Kaltblüter habe ich da gesehen. So ging das mit den anderen beiden Gruppen auch, und nach etwa 10 Minuten konnte ich tatsächlich meinen Weg fortsetzen.

    Bin heute hier in einer Sporthalle, ist richtig schön gemacht, schöner Raum mit 3 Stockbetten, Bäder, Duschen, alles ganz neu und gepflegt und hier ist auch direkt ein Restaurant mit Bar und WiFi. Hätte dümmer laufen können 😎

    Das W-Lan scheint hier allerdings eher schwachbrüstig zu sein, beim Hochladen der Bilder ist es jedes Mal in die Knie gegangen. Bilder folgen dann morgen, wenn ich hoffentlich wieder stabiles Internet habe.

    Stand heute: 942 km 🚶🍀
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  • Asturianos - Requejo 23.6.2018

    23 czerwca 2018, Hiszpania ⋅ ☀️ 29 °C

    Heute stand Wohlfühlprogramm für die Gräten auf dem Programm. Aus gutem Grund, wenn ich an die beiden kommenden Tage denke 😎 deshalb wurde heute für gute 5 Stunden Landstraßenasphalt getreten 😁 ist für viele die Höchststrafe, und zu denen zählte ich bis vor kurzem auch. Aber das hat sich gründlich gewandelt.

    So ging es heute morgen aus dem Ort press auf die Landstraße, um gute 3 km weiter in Palacios de Sanabria direkt die erste Bar anzusteuern. Dort ließ ich es mir erstmal mit einem Bocadillo, einer Cola auf Eis und einem Cafe Americano in der Vormittagssonne gutgehen. Dann wieder auf die Piste und gut 10 km weiter in Puebla de Sanabria die Mittagspause, diesmal nur mit einer Cola auf Eis. Dafür aber mit viel Zeit. Abschliessend standen nochmal gut 10 km Asphalt nach Requejo an, diese dann unter der Obhut meines Sonnenschirms, da die 30 Grad locker überschritten wurden. Wolken - Fehlanzeige 😁 Unterwegs passierte nicht viel, aber zu drei Fotos bin ich immerhin doch gekommen.

    Ja, morgen und übermorgen ist wieder Bergziegen-Alarm. Allerdings in verschärfter Form. Eine Pass-Überquerung steht an, es geht also richtig in die Berge. Hinzu kommt, dass beide Etappen ausgewachsene 30er sind, morgen 31 km und übermorgen 33 km. Und weiter hinzu kommt, dass die Temperaturen an beiden Tagen auch wieder deutlich über 30 Grad liegen werden 😎 Ich mache mich also auf viiiel Spaß gefasst 😁 insofern war heute etwas Durchschnaufen Trumpf.

    Heute Abend kicken Jogis Asse gegen Schweden, mal schauen, ob ich das noch erleben oder schon gleichmäßig atmend in der Horizontalen sein werde.

    Beim Weg zum Abendessen bot sich noch ein schöner Blick auf die Berge, die es morgen zu überqueren gilt. Sind schöne Brocken 😁 Fotos anbei.

    Stand heute: 968 km 🚶🍀
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  • Requejo - Vilavella 24.6.2018

    24 czerwca 2018, Hiszpania ⋅ ☀️ 28 °C

    Kastilien y Leon adios - hola Galicien! 😁

    Heute stand der 3. und letzte Grenzübertritt auf meinem Camino an. Kurz vor Schluss der Etappe ging es nach Galicien, das ich bisher vor allem mit Regen in Verbindung gebracht habe. Danach sieht es bislang eher weniger aus 😎

    Der Tag begann vergleichsweise früh, da ich heute längen- und höhentechnisch einiges vor der Brust hatte. Bis ich mich dann aber wirklich in Gang gesetzt habe, war es doch wieder halb acht. Naja, aber ging noch.

    Dann bestätigte sich mal wieder eine uralte Weisheit: Des einen Leid ist des anderen Freud. In dem Fall meine 😁 denn es stellte sich schnell heraus, dass der reguläre Camino wegen Bauarbeiten gesperrt war und man doch bitte die Route über die Landstraße nehmen möge 😎 Erklärung und Entschuldigung erfolgte dreisprachig auf eigens dafür aufgestellten Schildern. Foto anbei. Das spielte mir natürlich in die Karten 🤓

    Zunächst ging es von ca. 1.000 Metern auf etwa 1.400 Meter zum Padornelo-Pass auf einer Strecke von grob 10 km. Das lief wie's Lottchen bei mir und nach etwa 2,5 Stunden war der höchste Punkt, der über die Landstraße erreichbar war, überschritten. In dem gleichnamigen Örtchen Padornelo dann erstmal mit einem Cafe Americano gestärkt und kurz gechillt.

    Die nächsten 10 km nach Lubian waren dann das genaue Spiegelbild. Es ging von 1.400 Meter wieder runter auf 1.000 Meter. Obwohl es fast nur bergab ging, habe ich für die Strecke trotzdem immerhin rund 2 Stunden gebraucht. Bergab ist eben nicht ohne. Verlief aber alles ohne besondere Vorkommnisse. Es ergaben sich einige richtig schöne Fotomotive, den ganzen Tag eigentlich, ich war ganz begeistert! 😍 Auswahl anbei. In Lubian dann eine gepflegte Mittagspause eingelegt und auf den dritten und letzten Teil des Tages vorbereitet - die letzten 11 km inklusive einer erneuten Pass-Überquerung bei A Canda samt Grenzübertritt nach Galicien.

    Nach einer guten Stunde Pause setzte ich mich wieder in Bewegung. Diesmal ging es von 1.000 Meter auf rund 1.200 Meter über die Landstraße. Ganz zu Beginn auf einer Art Zubringer wurde es kurz abartig steil. Da ging es nur noch auf den Fussballen und mit Tippelschritten voran. Das war aber nach etwa 300 Metern erledigt, ich schnaufte durch und weiter ging es auf der N-525 Richtung Vilavella. Auch dieser Teil liess sich super laufen, ich hatte mittlerweile natürlich schon längst wieder mein mobiles Sonnendach im Einsatz und so rückte das Ziel unerwartet schnell in greifbare Nähe. Als ich in Vilavella ankam, war ich noch so fit wie eigentlich noch nie auf meinem Camino zum Ende einer Etappe. Nichts zwickte, nichts zwackte, noch nicht einmal die Füße brannten ein bischen. Nach 31 km. Das hat mich dann doch etwas erstaunt. Bin aber nicht böse drum 😎 wenn das morgen bei den 33 km auch so oder so ähnlich laufen würde, wäre das natürlich perfekt. Wir werden es sehen.

    Jetzt erst mal duschen, Haare waschen und dann runter in die Lobby 😎 habe mich heute nämlich in einem Hotel eingenistet. In einem Einzelzimmer. Für 20 EUR 😁 ich werde gut schlafen.

    Stand heute: 999 😎 km 🚶🍀
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  • Vilavella - Campobecerros 25.6.2018

    25 czerwca 2018, Hiszpania ⋅ ⛅ 27 °C

    Wow! Das war eine außergewöhnlich schöne Etappe mit den vielleicht spektakulärsten Ausblicken des ganzen Caminos. Auf dem zweiten Teil des Tages.

    Der erste Teil führte mich heute morgen auf der bewährten N-525 von Vilavella über 13 km zunächst nach A Gudina. Die N-525 verabschiedete sich dort auch nach Süden. Ich werde sie in guter Erinnerung behalten 😁 Von dem ersten Teilstück gibt es sonst nicht so arg viel zu berichten. Die Ausblicke waren schön, aber im Grunde eben nur die Fortsetzung dessen, was ich gestern auf dem Weg nach Vilavella sehen konnte. Nach etwa 3 Stunden war ich in A Gudina und stärkte mich in einer Bar. Dann folgte der 2. Teil nach Campobecerros.

    Auf einem Weg ging es aus dem Ort hinaus, der in einer Landstrasse mündete. Diese wiederum wurde dann zu einer Höhenstrasse, wie sie im Buche steht. Wahnsinnsausblicke zu beiden Seiten der Strasse in die Täler. Man hätte endlos fotografieren können. Ich habe das natürlich weidlich ausgenutzt. Die Höhenstrasse führte durch mehrere winzige Ortschaften, oftmals nicht mehr als kleine Häuseransammlungen. Idylle pur. Wer die Abgeschiedenheit sucht und dabei auf grandiose Ausblicke nicht verzichten will, ist dort goldrichtig.

    Ich kam beim ganzen Staunen und Fotografieren etwas ins Trödeln 😁 und legte dann auf den letzten 7 Kilometern einen Zahn zu. Oder zwei 😎 Das schlauchte dann etwas, denn obwohl es nur abwärts ging, ging das dann doch mehr in die Stelzen als gewohnt. Ich war nicht übermäßig traurig, als ich gegen 17 Uhr in der Pension ankam, in der ich heute übernachte. Eines fiel mir eben sofort auf, als ich kurz die Etappe von morgen überflog; es sind zwar nur 26 km, aber auf den letzten 6 km darf ich die 400 Höhenmeter, die ich eben zum Ende hin bergab ging, wieder bergauf stiefeln. Ich bin begeistert 😎

    Am Donnerstag bin ich in Ourense und heute in einer Woche in Santiago de Compostella angekommen, wenn alles nach Plan läuft. Dann noch knapp hundert Kilometer ans Cap und das war es dann schon gewesen. Jetzt vergeht die Zeit doch irgendwie immer schneller. Nicht zu fassen. Im wahrsten Sinne des Wortes.

    Stand heute: 1.032 km 🌟🚶🍀
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  • Campobecerros - Alberguaria 26.6.2018

    26 czerwca 2018, Hiszpania ⋅ ⛅ 25 °C

    Gestern noch auf dem Höhenweg mit faszinierenden Ausblicken bei einer Bullenhitze und heute morgen fand ich mich plötzlich im schönsten Nadelwald bei mitteleuropäischen und sehr angenehmen 14 Grad wieder. Mit später ebenfalls bemerkenswert schönen Ausblicken und Ansichten. Galicien eben 😊

    Heute morgen zeigte sich Galicien jedoch erst einmal so, wie ich es kenne. Komplett wolkenverhangen, diesig, frisch und eine Sicht von etwa 50 Metern. Und das war sooo angenehm! Wobei mir erst später auffiel, dass ich mich noch direkt in den Wolken befand. Diese hingen nämlich bei etwa 1.000 Meter am Berg. Wo ich auch war.

    Der Tag bestand aus 2 Etappen. Die erste über 14 Km nach Laza, und von dort über 12 km nach Alberguaria. Gegen 8 Uhr ging es los, raus aus dem Ort. Und erst einmal schön bergan. Ich liess es langsam angehen, von daher kein Ding. Dann ging es in den Wald und es ging stetig bergab. Und wurde superschön. Die Luft so angenehm frisch und würzig duftend, der Untergrund super zu beschreiten. Mitten im Wald tauchte pötzlich ein Örtchen auf - Eiras. Bezaubernd. Fotos anbei. Es ging es weiter durch den Wald, ich habe jede Minute genossen.

    Gegen 11 Uhr kam ich in Laza an, dort kurz gestärkt und auf die letzten 12 km vorbereitet. Die ersten drei Kilometer noch in der Ebene und dann ging es 9 Kilometer bergauf. Ich ging es zu Beginn etwas zu schnell an und musste nach 3 Kilometern schon pausieren. Dann das Tempo umgestellt, meinen Rhythmus gefunden und siehe da - es lief plötzlich wie geschnitten Brot 😁

    Hier in Alberguaria bin ich in einer der kultigsten Herbergen des ganzen Caminos. Die Fotos sagen, warum 😎 Hier in der Bar läuft Dire Straits und die Stimmung ist seeeehr entspannt 😎 Ich werde mich mal anpassen und den Tag geniessen. Die nächsten drei Tage steht nämlich Wohlfühlprogramm an: 21 km, dann 22 km und dann - richtig, 23 km 😁 Bevor es am Wochenende zum Endspurt auf Santiago mit 33 und 30 km kommt. Aber das ist noch weit weg und lange hin 😎

    Stand heute: 1.058 km 🚶🍀
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  • Alberguaria - Xunqueira de Ambia 27.6.18

    27 czerwca 2018, Hiszpania ⋅ ⛅ 22 °C

    Eine kurze, aber nicht minder abwechslungsreiche Etappe. In eigentlich jeder Hinsicht; die Strecke selbst und auch das Wetter - alles gab sich große Mühe, nicht zu eintönig dazustehen 😎

    Los ging es heute morgen mit Regen, grauem Himmel und nicht vorhandener Sicht. Galicien pur. Auch wenn man glaubt, das wären widrige Witterungsbedingungen zum Wandern, ganz stimmt das nicht. Dieses Wetter bietet nämlich den großen Vorteil, dass etwas sehr Lästiges entfällt - übermäßiges Schwitzen. Man läuft und läuft und läuft und muss im Grunde überhaupt nicht trinken. Vom ständigen nervigen Gesicht abwischen mal ganz abgesehen. Damit bloß kein Schweiß in die Augen rinnt. Das nervt dann so richtig. Aber so - einfach nur marschieren.

    Also heute morgen den Regenschirm ans Geschirr montiert und ab ging es in den Regen. War so ein ganz feiner Sprühregen, nicht weiter lästig eigentlich. Wenn es nicht nach kurzer Zeit durch eine Art Heidelandschaft gegangen wäre. Dort war der Weg natürlich wieder bis über beide Ohren zugewachsen und innerhalb kurzer Zeit das Wasser wieder gern gesehener Gast in meinen Schuhen. Diesmal aber längst nicht so massiv wie beim letzten Mal. So ging es die ersten 7 km, dann auch wieder auf befestigten Feldwegen, nach Vilar de Barrio. Dort in einer Bar wie gewohnt gestärkt und nach ca. 30 Minuten ging es auf die verbleibenden 14 km nach Xunqueira de Ambia.

    Das Wetter besserte sich zusehends. Da ich dem Frieden aber noch nicht traute, blieb der Schirm zunächst im Einsatz. Der Weg führte zunächst wie an der Schnur gezogen kerzengerade über mehrere Kilometer auf einer breiten Schotterpiste durch offene Felder und dann in kurzen Abständen durch winzige Ortschaften. Hier fanden sich nun vermehrt die sogenannten Horreos, etwas sehr Typisches für Galicien. Dabei handelt sich um "aus Granit erbaute Maisspeicher, lang gestreckt und durchbrochen, damit die Maiskolben gut trocknen können. Das hervorstechendste Merkmal der hiesigen volkstümlichen Kultur. Waagerechte Steinplatten auf den Stützen verhindern, dass Mäuse hochklettern. Einige stehen unter Denkmalschutz". Bild anbei.

    Der Weg führte anschließend durch schöne Hohlwege wieder durch bewaldetes Gebiet und schließlich wieder aufwärts zu einer Anhöhe mit einer tollen Aussicht in das Tal hinab, in dem mein heutiges Ziel lag. In diesem Moment kam auch Peter aus der Schweiz den Hang hoch und fragte, ob er ein Foto von mir vor dieser Kulisse machen sollte. Aber klar doch! 😁 Foto anbei

    Abschließend ging es runter ins Tal und in die Herberge. Ist noch recht früh heute aber ich habe schon mächtig Kohldampf. Mal schauen, ob es im Ort schon was zu schnabulieren gibt 😎

    Stand heute: 1.079 km 🚶🍀
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  • Xunqueira de Ambia - Ourense 28.6.2018

    28 czerwca 2018, Hiszpania ⋅ ⛅ 29 °C

    Heute war die Landstraße Pflichtprogramm, bis auf vielleicht 10 Minuten auf Waldwegen ging der Camino heute permanent über Asphalt auf Ourense zu. Dementsprechend dürftig fällt auch die Beschreibung des Weges aus. Landstraße eben. Besteht aus viel Land und viel Straße. Das Spannendste war der Gegenverkehr, in dem Fall reichlich LKWs, die dort patrouillierten, da sich in der Nähe eine Großbaustelle befand. Aber die fuhren mit Bedacht, mulmiger wurde mir eher, wenn irgendein Jungspund im getunten GTI um die Ecken schoss. Aber ging alles gut.

    Weniger gut ist der Umstand, dass wieder irgendwelches Ungeziefer an mir rumgenagt haben muss. Ist zum verrückt werden. Jetzt dachte ich, das Thema wäre durch, geht das gerade wieder los. Letzte Nacht kaum gepennt deswegen. Um 3.30 Uhr deshalb raus aus den Federn und die Zeit damit genutzt, mir ein Hotelzimmer in Ourense zu buchen. Klappte auch für 25 EUR. Vermutlich, weil das Hotel im Norden der Stadt ist, in der Nähe des Bahnhofs, also nicht direkt neben der Kathedrale. In einer Viertelstunde ist man aber zu Fuss im Herzen der Stadt. Ist eine ganz lebhafte Stadt, einiges los und Bars und Restaurants gibt es ohne Ende. Mal schauen, wie weit ich heute noch komme. Habe jetzt erstmal geduscht und die ganzen Stiche und Bisse mit der Salbe vom letzten mal versorgt. Hoffentlich hört das Jucken bald auf.

    Aber ansonsten war das heute echt ein lockerer Tag zum Wandern. Unterwegs in der ersten Bar gemütlich gefrühstückt mit Toast, frisch gepresstem Orangensaft (göttlich!) und Cafe Americano natürlich. Unterwegs wurde mir beim Laufen immer klarer, wie weit ich schon bin und wie wenig eigentlich noch bleibt. Noch ganze 8 Wandertage. Wenn ich am Montag in Santiago angekommen bin, bleiben noch ganze 4 Wandertage, wobei der letzte nach Cap Fisterre lediglich über 10 km geht. 2 - 3 Stunden etwa. Und dann war's das. Ende, aus, Micky Maus. Aber jetzt kommt am Samstag erst nochmal ein echter Hammer mit den 33 km, bei denen es auch höhentechnisch nochmal richtig zur Sache geht. Da muss ich erstmal durch. Und auch den Sonntag mit 30 km nicht vergessen.

    Ja, und in Ourense angekommen brauchte ich dann aber eine ganze Stunde, um bis zum Hotel zu laufen, knapp 5 Kilometer waren das nochmal. Also so richtig klein ist die Stadt nicht. Und ganz hübsch ist sie an manchen Plätzen auch, gerade ganz zu Beginn, als ich den alten Ortsrand erreichte. Oder auch der Bereich am Fluss.

    Mein Magen knurrt schon wieder 😁 das ist eigentlich immer ein gutes Zeichen. Mal schauen, wo ich jetzt was auftreiben kann 😎

    Stand heute: 1.101 km 🚶🍀
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  • Ourense - Cea 29.6.2018

    29 czerwca 2018, Hiszpania ⋅ ☁️ 26 °C

    Von wegen Wohlfühlprogramm 😁 Mir schwante da schon gestern Abend Übles, als ich mal eben einen Blick auf die Etappenbeschreibung von heute warf. Da war nämlich zu Beginn der Etappe nur von "bergan" und "steil bergan" die Rede. Und dann noch etwas von 4,8 km, nach denen man das Gröbste überstanden hätte. Ich glaube, ich wollte es einfach nicht wahr haben und habe es etwas verdrängt 😎 Heute morgen dann die Stunde der Wahrheit. Erst noch etwas durch die Stadt marschiert und dann ging es los. Bergan. Und zwar NUR bergan. Ourense liegt quasi in einer Art Talkessel, man steigt hinab in die Stadt und auf der anderen Seite beim Verlassen den Berg wieder hinauf.

    Nach 4,8 km war die Kapelle Emerita de San Marcos da Costa erreicht. Von dort hat man einen gigantischen Blick über Ourense. Das habe ich mir natürlich nicht entgehen lassen, auch wenn das einen kleinen Umweg und noch paar Höhenmeter on top gab. Spielte dann aber auch keine Geige mehr. Durchgeschwitzt war ich eh schon. Und das Foto wollte ich als Belohnung unbedingt.

    Anschließend ging es aber weiter bergan, wenn auch nicht mehr so abartig steil. Bis zum Kilometer 8,4. Da gab es eine Wasserstelle (warum bloß) und eine Bank zum Sitzen. Ich saß da erstmal eine Weile 😁

    Eine Riesennektarine und eine Dose Cola später machte ich mich wieder auf die Socken. Der Weg verlief nun zumeist relativ eben auf sich abwechselnden Wald- und Hohlwegen. Gelegentlich wurde eine Straße überquert, das war es im Großen aber schon mit Asphalt-Kontakt heute. War dann doch noch schön zu laufen, diese Etappe.

    Der Ort hier ist wieder ein schönes Nest, angeblich 3.000 Einwohner, ist mir schleierhaft, wo die alle stecken sollen. An dem Restaurant bin ich bereits vorbeigeschlendert, es liegt direkt am Ortseingang. Da werde ich nachher noch mal hintraben und mir eine Vollmästung verpassen. Mit allen Schikanen. Kann eigentlich gar nicht genug sein mit Blick auf morgen. Da geht es noch mal ans Eingemachte, die Depots müssen dann alle gut gefüllt sein 😎

    So, gefuttert habe ich. Jetzt bräuchte ich noch jemanden, der mich zur Albergue zurück rollt. Da geht kein Krümel mehr rein. Gut, dass ich mittlerweile sehr viel abgenommen habe. So sieht man nichts. Hier zieht gerade ein Gewitter vom Feinsten auf. Die Wettervorhersage verheißt für morgen und die nächsten Tage auch nichts Gutes. Regen und Gewitter. Ich sehe mich schon mit Regenschirm in Santiago einlaufen. Egal, es kommt wie es kommt.

    Stand heute: 1.124 km 🚶🍀
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