Hafen, Küste und britisches Flair
January 10 in Spain ⋅ 🌙 11 °C
Schnell lebten wir uns auf dem Campingplatz Bella Vista nahe dem Puerto de la Duquesa ein. Überwinterer prägen hier das Bild: vor allem Engländer und Deutsche, die dank milder Temperaturen und überschaubarer Lebenshaltungskosten dem Winter ein Schnippchen schlagen. Eine kleine, eingeschworene Gemeinschaft mit viel Zeit - und viel Sonne.
Zu Fuss erkundeten wir unsere nähere Umgebung entlang der Meerespromenade. Puerto de la Duquesa, einst ein eher beschaulicher Fischerhafen mit dem Castello de la Duquesa, hat sich in den letzten Jahrzehnten zu einem lebendigen Ferienort entwickelt. Kulinarisch ist die Auswahl beachtlich: britische, spanische, indische und amerikanische Bistros und Pubs reihen sich rund um den Hafen aneinander. Darben muss hier niemand. Die Lokale stehen dicht gedrängt wie Hühnerställe, auf den "Stangen" sitzen die Touristen und lechzen nach Sonne und Wärme. Wenn der Wind einmal nicht tobt, wird es in der Sonne richtig angenehm.
Die typischen Chiringuitos, kleine Strandbeizchen mit viel Tradition, sind zu dieser Jahreszeit allerdings meist geschlossen. Offenbar können es sich viele Spanier leisten, nach der lukrativen Hochsaison selbst etwas kürzerzutreten. Das zusätzliche Einkommen der Überwinterer scheint nicht zwingend nötig zu sein.
Natürlich sind auch unsere Fahrräder im Einsatz - der Aktionsradius vergrössert sich damit deutlich. Entlang der Küste fuhren wir am Torre de la Sal (Casares) vorbei bis in Richtung Estepona. Dieser Küstenabschnitt ist gesäumt von gepflegten Urbanisationen. Kein Wunder: Die BBC-Sendung " A place in the Sun" warb früher regelmässig für Immobilien genau hier. Mit dem passenden Budget könnte man da durchaus ins Grübeln kommen.
Ein weiteres Ziel war Manilva, welches hoch über der Küste thront. Peter schwärmte von der angeblich besten Pizza weit und breit. Nach einem steilen Aufstieg - unsere Fahrräder machten fast " das Männchen" - die Ernüchterung: Das hochgelobte Lokal öffnet erst um 19.00 Uhr. Die verbrannten Kalorien vom Aufstieg ersetzten wir später pragmatisch im Hafen von Duquesa bei einem sehr guten Chili con carne.
Heute Samstag holten wir unseren Mietwagen ab. Dieser musste extra aus Málaga nach Duquesa gebracht werden, da der lokale Verleih ausgebucht war. Offenbar geht es vielen Gästen ähnlich wie uns. Ohne Fahrzeug muss die A7 (Autostrasse /4 Spuren/ 80km/h) zu Fuss überquert werden, um zu einem Supermercado zu gelangen. Ein lebensgefährliches Unterfangen. Ein kleiner Wermutstropfen dieser ansonsten angenehmen Ferienlocation.
Mit dem Auto sind wir nun frei. Unser erster Ausflug führte uns heute ins 34 Km entfernte Gibraltar. Die britische Enklave hat eine lange, bewegte Geschichte und war strategisch schon für Römer, Mauren und später das British Empire von grosser Bedeutung. Berühmt wurde Gibraltar auch durch Admiral Horatio Nelson, der den Felsen mehrmals als Stützpunkt nutzte. Nach der Schlacht von Trafalgar im Jahr 1805 wurde sein tödlich verwundeter Körper hierher zurückgebracht, bevor er nach England überführt wurde - Gibraltar spielte damit sogar eine Rolle in der britischen Nationalgeschichte.
Vor drei Jahren wollten wir mit der Seilbahn auf den berühmten Felsen fahren - damals war sie in Revision. Beim erneuten Versuch erlebten wir exakt dasselbe Szenario. Die Affen mussten also wieder warten. Stattdessen bummelten wir durch die Altstadt, die gleichzeitig als Shoppingmeile dient. Zum Abschluss gab es standesgemäss Fish and Chips. Das musste sein - typisch British.Read more



















Traveler
Sooo fein 😋
Traveler🥰 aber no nid probiert...
Frühlingshaft sieht es aus! Geniesst es [Silvia]
TravelerA dr Sunne wunderbar. 🥰😎