• Ankommen in Blantyre

    Sep 7–21, 2024 in Malawi ⋅ ⛅ 26 °C

    Wir freuen uns sehr, nach über einem Monat in ganz verschiedenen Unterkünften jetzt hier in Blantyre für die nächste Zeit ein festes Zuhause zu haben. Und was für eins: ein geräumiges Zimmer, Bad, Gemeinschaftsnutzung von Esszimmer, Wohnzimmer, Küche, Fernsehzimmer, Terrasse und Pool mit den Vermietern, einem Iren und einer Malawierin nebst Zweijähriger Tochter. Zwei bezaubernde Housewifes und ein Gärtner halten alles in Schuss und dann noch nicht zu vergessen die drei Hunde, die allerdings nur draußen sind. Wir fühlen uns sofort sehr wohl und nehmen dafür gerne in Kauf, dass wir nicht ganz zentral wohnen.
    Nach und nach finden wir uns immer besser in der Stadt zurecht und finden schnell die Hannover Avenue mit dem Hannover House, das aber nur ein Bürogebäude ist. Entgegen vieler Beschreibungen vorab finden wir auf den Märkten und in den Shops meistens alles, was wir brauchen und auch der Geldautomat spuckt verlässlich die Scheine aus. Der größte Geldwert sind die 5000 Kwatcha Scheine, die 2€50 wert sind, der kleinste Schein ist 20 Kwatcha, also 1 Cent. Da hat man meist die Tasche dick voll.
    Schöne Ecken hat Blantyre nicht, auch keine nennenswerten Sehenswürdigkeiten. Das älteste Haus ist von 1882 aus der Kolonialzeit. Also machen wir uns an den Wochenenden auf in die Umgebung.
    Unser erster Wanderausflug gestaltet sich recht schwierig, da unser armer Taxifahrer sich über kilometerlange Buckelpisten quälen muss, um uns zum Wanderparkplatz zu bringen. Der Michiru Mountain ist leider in den letzten Jahren illegal nahezu komplett abgeholzt worden. Die Not der armen Menschen hier ist so groß und die Regierung lässt einfach alles so laufen. Deshalb ist unsere Wanderung durch die Baumstümpfe und die verbrannte Erde ganz schön trostlos.
    Ohne Hilfe aus dem Ausland, wie z.B. bei dem Jacaranda Cultural Center oder der dazugehörigen Jacaranda school geht es hier leider nur sehr schlecht. Im JCC finden wöchentlich Konzerte statt, dort treffen sich meist mehr Expads als Einheimische, aber die Konzerte sind toll und die Atmosphäre ausgelassen.
    Am Sonntag fahren wir mit dem Minibus in den Süden (40km 2 Stunden) zum Thyolo House, das in einem kleinen Wäldchen zwischen den Teeplantagen liegt und genießen ein paar Stunden lang die grüne Natur.
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