• 5. Etappe: Kitzingen - Würzburg

    May 19 in Germany ⋅ ☀️ 22 °C

    Ruderstrecke 35 km, 4 Schleusen

    Die Ruderstrecke von Kitzingen nach Würzburg beginnt beim Steg des Kitzinger Ruderverein. Wir rudern zunächst unter den Brücken der Stadt hindurch, bevor der Main die bebauten Bereiche verlässt und in eine offenere Kulturlandschaft übergeht. Steil ansteigende Rebhänge an beiden Seiten zeigen uns, dass wir uns mitten im fränkischen Weinland befinden. Kurz darauf erreichen wir die Schleuse Kitzingen.

    Wir müssen 30 Min. warten bis die „Ostwind“ reinfährt. Die „Flaneuse“ ist unser Erkundungsboot und macht sich auf eine Runde. Noch ist nichts zu sehen. Bald kommt der Frachter und wir fahren rein. In einer Schleuse verbringt man ja einige Zeit. Der aufmerksame Beobachter entdeckt dabei allerlei. So etwas Muscheln in Nischen. Ganz interessant! Die nächste Schleuse ist in ca. 8 km. Wenn wir uns beeilen, können wir mit der Ostwind schleusen. Deshalb: volle Pulle!

    Nun führt uns der Fluss zuerst zwischen Weinbergen und kleineren Ortschaften hindurch. Flussabwärts folgt ein ruhiger Abschnitt entlang der Hänge von Sulzfeld, wo sich die trutzigen Türme der geschlossenen mittelalterlichen Stadtmauer im Fluss spiegeln. Nach Marktsteft erwartet uns die Schleuse Marktbreit. Es ist der südlichste Punkt des gesamtem Mainlaufs. Die Ostwind war uns natürlich weit voraus. Weil die grossen Schleusen zweiteilig sind wurde sie bereits im vorderen Teil geschleust. Wir fahren in den hinteren Teil und kommen zügig durch. Anschliessend öffnet sich das Tal und der Main führt durch eine Mischung aus Auenbereichen, Weinlagen und kleinen Siedlungen. Bei Ochsenfurt, mit dem markanten Turm, gibt es die Mittagspause.

    Danach geht es weiter nach Gossmannsdorf, wo uns die nächste Schleuse erwartet. Wir müssen ein Lastschiff abwarten das flussaufwärts fährt. Anschliessend verläuft der Fluss zwischen den Uferbereichen von Winterhausen und Randersacker. Überall säumen steile, sonnengebadete Rebhänge die Ufer. Vor Randersacker passieren wir die letzte Schleuse des heutigen Tages. Es ist eine spezielle Schleuse: Auf der einen Seite gesäumt von einer Baumallee, hinter dem Schleusentor die Weinberge.

    Danach begleiten viele Weinberge den Flusslauf, wie etwa der berühmte "Sonnenstuhl". Die Landschaft verdichtet sich und für unsere Steuerleute erscheint die Festung Marienberg auf dem Bergsporn des linken Ufers. Die Brücken und Türme Würzburgs werden sichtbar. Wir landen am Steg des Würzburger Ruderverein Bayern. Hier “feiern“ wir Halbzeit! Gleichzeitig verabschieden wir uns von Ulrike, die nun nach Hause fährt. Sie war ein beliebtes neues Mitglied in unserem Team. Danke Ulrike, für deine Unterstützung und Freundschaft! Nach dem Lagern der Boote fahren wir zum Hotel The Bartels Boutique.

    Um 18 Uhr treffen wir uns auf der alten Mainbrücke. Sie ist mehr als nur eine Brücke! Auf dieser Brücke trifft man sich, geniesst den „Brückenschoppen" und die fantastische Aussicht auf die Festung Marienberg, das Käppele und die Weinberge Würzburgs. Atmosphäre pur! Auch wir geniessen ein Glas Brückensilvaner mit dieser Aussicht. Nachtessen gibt es im Ratskeller. Nun ist auch Regula Fehr dabei. Herzlich willkommen im Main-Team. Wir freuen uns auf dich im Boot!
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