Kurze Anmerkungen zur Geschichte
July 8, 2025 in Norway ⋅ ☁️ 10 °C
Heute haben wir zwei Geschichtsmuseen besucht, die gestern schon geschlossen waren. Museen sind hier von 11:00 Uhr bis 15:00 Uhr geöffnet.
Das erste Museum war der Handelsplatz in Hammerstedt. Dieses besteht aus einer großen Lagerhalle mit einem Tausch- oder Verkaufstresen. Hier wurden Fisch, Fleisch, Felle und Leder gegen Kaffee, Zucker, Gewürze und sonstige, für den Alltag wichtige Dinge getauscht, die hier nicht selber anzubauen oder verfügbar waren. Es wird ein guter Überblick über den Alltag der Fischer und Bauern im 17. -18. - und 19. Jahrhundert gegeben. Das Leben war hart, spartanisch, kalt und relativ dunkel. Die wenigen Petroliumlampen in der langen, dunklen Wintertagen waren nur eine schwache Lichtquelle. Auch die Kleidung und Ausrüstung der Fischer zeigen den harten und gefährlichen Alltag auf den kleinen Fischerbooten.
Das Museum in Trondenes rundet die geschichtliche Entwicklung ab und zeigt das größere Bild.
In der Stein- und Bronzezeit war es in der Region deutlich milder. Zunächst gab es Jäger und Fischer, dann auch verstärkt Bauern und Rentierzüchter. Große Teile von Norwegen und Finnland war von Samen besiedelt. Naturgötter spielten eine wichtige Rolle.
Auch die Vikinger waren hier heimisch und zogen von hier aus auf weitreichende Beutezüge aus.
In zunehmendem Maße gewann Fischfang und Pelzhandel an Bedeutung. Letzteres hat mi dem Modebewusstsein der mittelalterlichen Höfe zu tun, wo Pelzbesatz und Federschmuck eine wichtige Rolle spielten.
Ein weiterer Einflussfaktor war die katholische Kirche, die erst relativ spät das Gebiet missionierte und die alten Götteranbetungen verbot bzw. die heiligen Orte zerstörte.
Mit der Fastenzeit führte die Kirche andererseits dazu, das ganz Europa auf den reichen Fischfang auf den Vesteralen und Lofoten angewiesen war.
Der Handel reichte schon sehr früh bis Mitteleuropa und Südeuropa (Stockfisch spielt in Portugal) immer noch eine wichtige Rolle).
Zum Abschluss des Tages gab es ein üppiges Essen mit Lachs und Jakobsmuscheln. Frischen Fisch gibt es kaum zu kaufen. Ich denke die Norweger gehen sehr gerne zum Angeln und versorgen sich selbst, oder werden über irgendein Familienmitglied versorgt, das auf einer Fischfarm oder einem Fischerboot arbeitet…..
Ansonsten nur Tiefkühlkost aus dem Supermarkt…☹️Read more


















Traveler
Das kennt man noch aus alten Filmen