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    October 23, 2022 in Australia ⋅ 🌧 16 °C

    Guten Morgen bei euch. -8.30 h trennen uns nun von einander. Komische Zeitzone mit diesen 30 Minuten. Bei mir ist es also irgendwann Nachmittags, wenn ihr das lest.
    Wie viele mitbekommen haben, war ich für eine kurze Zeit in Deutschland um eine kleine Verschnaufpause zu machen.
    Trotzdem wollte ich diese Reise noch beenden.
    Deshalb hab ich dann Mitte September den Flug für Oktober gebucht. Ich hatte in Deutschland eine der schwierigsten Zeiten, welche mich für die Zukunft aber sehr positiv geprägt haben. Danke also, an all die Menschen, die sowohl positiv als auch negativ dazu beigetragen haben <3 lieb euch dafür umso mehr.
    Jetzt zum spannenderen Teil.
    Dienstag Abend bin ich also von Frankfurt los geflogen Richtung Dheli. Air India - nicht zu empfehlen. Nach 7 Stunden kam ich in Dheli an und jeder wirkte ziemlich verloren am Flughafen. Nirgends internet, keiner konnte richtig englisch und die Einreise, die wir machen mussten war wegen der Sprachbarriere etwas schwierig.
    Irgendwann habe ich dann herausgefunden, dass man am Info Point ein Passwort für das Wlan bekommt. Das machte den Aufenthalt erträglicher.
    Am Flughafen hab ich dann andere Backpacker kennengelernt. Zufällig saßen wir dann auch noch zusammen im nächsten Flug richtung Sydney. Grüße gehen hier raus an Frida. Bin damals mit 18 „nur“ nach Island gegangen. Da war Australien noch GANZ weit entfernt.
    Der 12h Flug nach Sydney, auch mit Air India war ähnlich, wie der erste.
    Endlich angekommen, waren wir eine weile mit der Einreise beschäftigt. Und ich hab ENDLICH meinen Australien Stempel in meinem Reisepass. Ist eine andere Art von Tagebuch. Und ich bin sehr stolz, was da seit 2018 passiert ist.
    In Sydney hat mich dann Leah abgeholt, evtl. erinnert sich jemand noch an sie? - war meine Rettung damals auf der Farm, als ich ein paar Start Schwierigkeiten hatte.
    Wir sind dann eine Stunde zu ihr nachhause gefahren. Ich bin morgens gelandet, also haben wir den tag über versucht mich wach zu halten. Tee Stunde und einen Spaziergang gegen die Wasser Beine. Wir sind dann auch relativ früh schlafen gegangen, da ich am nächsten Morgen um 4:40 Uhr weiter musste um den nächsten Flug zu schaffen. Hier noch mal ein Danke an Leah. War so gut dich mal wieder in den Arm zu nehmen.
    Der Flug ans derzeitige Ziel.
    Kangaroo Island.
    Jedoch bin ich nach Adelaide geflogen. Nur eineinhalb Stunden glücklicherweise. Und die Landung war so toll..
    Als wir unter den Wolken waren, wirkte alles wie im Film. Lauter Hügel und Hütten und so viele kleine weiße Punkte. - Schafe.
    Wer den Film und die Landschaft aus dem Film „Der Hobbit“ kennt, kann sich das in etwa so vorstellen.
    Das war tatsächlich ein guter Push, nach der ganzen Reise.
    Aber wohin, fragt ihr euch jetzt evlt?
    Vor 2 Monaten habe ich mal wieder auf meine AuPair Seite geschaut und habe Abbi und ihre Familie dort gefunden.
    Abbi und Matt haben drei Söhne und zwei Schaf Farmen. Eine in Adelaide und eine auf Kangaroo Island.
    Im November müssen alle Schafe einmal geschoren werden. Matt macht das so ziemlich alleine auf beiden Farmen. Auf Kangaroo Island sind das so um die 2200 Schafe. Wird in Adelaide dann ähnlich sein.
    Da er dann im November hoch fährt für einige Wochen um dort die Wolle zu machen, unterstütze ich Abbi hier, so gut es geht. Wo auch immer sie mich braucht. Kinder, Hof, usw.
    Abbi hat mich dann vom Flughafen abgeholt und wir haben dann noch ein paar Einkäufe erledigt auf dem Festland. Unsere Fähre ging erst ein paar Stunden später.
    In der Stadt haben wir dann einen Kaffee geholt und sind ans Meer gelaufen.
    Drei Querstraßen weiter, war nämlich auf einmal das Ende von Australien. Die Natur hier um Adelaide hat mich sehr fasziniert und ich würde mal behaupten, das ist bisher die schönste, die ich in Australien gesehen habe.
    Auf der Fähre haben wir Sushi mittag gegessen. Was hier im vergleich zu allem anderen preislich sehr gut ist.
    Nach 6 Stunden die zwischen Landung und Ankunft lagen, waren wir endlich da.
    Eine Farm mitten im nichts. Umgeben von Bäumen, Wasser, Hügeln und Schafen.
    Die Kinder und Matt habe ich auch gleich kennengelernt.
    Die sind alle so super. Haben mit 27 geheiratet und dann ein Jahr später ihren ersten Sohn bekommen. Waren davor auch viel Reisen und haben so viel zu erzählen. Beide fragen sehr viel und interessieren sich für alles mögliche. Das mag ich sehr. Ist einfach, sich hier willkommen zu fühlen.
    An Tag zwei auf der Farm bin ich morgens nach einer Jetlag nacht aufgewacht und hatte etwas Heimweh. Eine Option wäre gewesen, das einfach selbst zu ertragen. Habe dann mit Abbi aber darüber geredet und wir haben dann Matt geholfen mit der Wolle. Ablenkung ist in solchen Momenten so wichtig. Sie hätte mich nicht als einen Heimweh Menschen eingeschätzt. Aber so war ich schon immer. Auch als Kind. Jedoch habe ich mittlerweile zum Glück die Möglichkeit, damit anders umzugehen.
    Habt ihr manchmal Heimweh nach etwas? Wenn man die Bedeutung von Heimweh googelt und das dort hinterfragt, warum es sowas gibt. Die Beschreibung: Man sehnt sich nach etwas, das man Zuhause nennt. Das Gefühl treibt einen dazu, etwas an einer Situation zu verändern. Wenn man es zulässt. Und es ist definitiv die bessere Option sich auf neue dinge einzulassen, neue dinge kennenzulernen und auszuprobieren, als sich zu verkriechen. Zumindest für mich.
    Am Samstag sind wir dann nach dem Scheren in einen Wildtierpark. In Deutschland kann man dort Ziegen und Schafe füttern. In Australien Kangaroos. Wie verrückt, oder ? Ich hab einfach ein Kangaroo gefüttert.
    Danach waren wir noch in einer Winzerei. Von denen gibt es hier ein paar. Der Plan ist es, während meines Aufenthalts einen Wein zu finden, der mir auch ohne Sprite schmeckt.
    Nachmittags haben wir dann noch Netze für die Riesengarnelen ausgelegt. Der älteste von den Jungs, mit seinem Motorrad, ich mit dem Quad und der Rest im Auto. Dann haben wir die Fallen mit Futter gefüllt und ausgeworfen.
    Aber wie das auch beim Fischen so ist, manchmal hat man Glück, manchmal eben nicht.
    Heute waren wir dann im Lavendel Restaurant frühstücken. Dort habe ich vor ein paar Wochen schon angefragt, nebenher ein bisschen zu arbeiten. Heute wollten wir uns das aber erst mal als Gast anschauen.
    Das essen war super. Aber WOW !!! 22 Dollar für Avocado mit Ei und bisschen Brot.
    Jetzt habe ich ein bisschen Me Time und jeder macht gerade so sein ding.
    Der Plan ist, hier 6 Wochen zu sein, bis Matt fertig ist mit seiner Arbeit in Adelaide. Die Farm hier unten wurde erst im Juli bezogen, vorher war hier ein Angestellter Arbeiter, der das für die Familie alles gemacht hat.
    Deshalb bin ich auch das erste AuPair.
    Ich hab so viele Bilder gemacht, wird schwer da jetzt die 10 besten raus zu suchen.
    Schön, dass ihr wieder dabei seid und mich auf meinem Weg begleitet.
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