• Vik

    August 1 in Norway ⋅ 🌧 9 °C

    Beim Aufwachen befinden wir uns schon mitten im Sognefjord. Langsam zieht die Küstelinie mit hohen, bewaldeten Bergen darüber vorbei, unterbrochen von Einschnitten, die allmählich die Sicht in Seitenarme freigeben mit kleinen Siedlungen am Ende und schnell wieder verschwinden, wenn das Schiff weiter zieht. Um 12 Uhr werden wir mit dem Tenderboot zum Bus gebracht. In dem kleinen Ort Vik leben im Sommer 2000 Einwohner, im Winter nur 200. Viele Leute besitzen ein Haus in der Stadt und eines hier auf dem Land, um 2-3 Monate des Jahres in der Natur zu verbringen. Wie in ganz Norwegen sonst auch, findet man keine Solaranlagen auf den Dächern. Der Grund ist offenbar: wenig Sonne und billiges Gas.
    Mit dem Bus geht es durch Nebelschwaden über die Baumgrenze in 1000 m Höhe. Bäche mit Seen, Häuser mit Gras bewachsenen Dächern und Schafe prägen das Landschaftsbild der Hochebene (Fjell). Die Fahrt abwärts begleitet uns ein Wasserfall und leider auch Regen. Von der Terrasse des Hotels Stahlheim ist der Blick ins Nærøydal überwältigend. Durch dieses Tal fährt der Bus bis Gudvangen. Hier am äußersten Zweigende der Fjordverästelung, dem als UNESCO Welterbe geführten Nærøyfjord, wartet das gecharterte Ausflugsboot. Zwei Stunden, vorbei an 1300 m hohen, steilen Felswänden aus Anorthosit-Gestein mit Wasserfällen und an der von Kaiser Wilhelm II gestifteten Fritjof-Statue, dauert die Fahrt bis Vik. Genauso hoch wie die Berge ringsum ist auch der Sognefjord tief. Er wurde durch Gletscher geschaffen, die mit einer Eisdicke von 3000 m über das Gestein schrammten, das damals wegen der enormen Eislast 300 m tiefer lag.
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