• Colca Canyon Trek - El segundo día

    August 28, 2018 in Peru

    4:30 Uhr klingelt heute der Wecker - total finster in unserem Zimmer, ich ertaste meine Stirnlampe und versuche meine Beine zu bewegen - autsch :) ich merke den Trek von gestern ganz schön! Geschlafen habe ich wie ein Stein und warm war mir dank meiner Merinounterwäsche auch! 5:00 Uhr starten wir ohne Frühstück mit unseren Stirnlampen im Vollmondlicht in Oasis (2150m) und beginnen den harten 1200m Aufstieg! Die ersten Schritte bergauf waren die Hölle und wir alle dachten "Wie sollen wir das nur schaffen?" Aber nach und nach wurden die Beine warm und man trottete so vor sich hin. Mit vielen Pausen zum Luftschnappen und zuckerhaltigen Snacks kletterten wir 8:00 Uhr (also nach 3 Stunden) aus dem Canyon raus und genossen die Aussicht - ein schönes Gefühl es geschafft zu haben! Zwischendurch dachte man wirklich ab und zu, dass man es keinen Meter weiter nach oben schafft und die Beine nicht mehr heben kann. Viele mussten auch vor Erschöpfung abbrechen und wurden von Mulis nach oben getragen, aber das gab mir immer nur wieder den Ansporn es selbst schaffen zu wollen.
    Oben ging es dann über Felder einige Kilometer weiter nach Cabanaconde (3287m) und dort gab es endlich Frühstück! Wir kauften noch Proviant und stiegen dann in den Bus. Nächster Stop waren die heißen Quellen in Yanque - hier konnten wir im heißen Wasser unsere Muskeln entspannen und die Sonne genießen. Eine Wohltat! Nach ein paar Stunden ging es weiter in ein anderes kleines Dorf, wo es ein leckeres peruanisches Buffet zum Mittag gab. Mit einem Cocabonbon im Mund überquerten wir dann wieder den gleichen Pass bei Chivay wie Montagmorgen, diesmal zum Glück kein Problem für mich :) Dort oben auf 4910m Höhe machten wir nochmal einen Stop und hatten einen wundervollen Blick über alle Vulkane (Ubinas, Misti, Chachani, Ampato, Sabancaya, Hualca Hualca, Mismi) und die Anden hier um Arequipa herum. Auf der Weiterfahrt hielt der Fahrer noch ein paar Mal für uns, um Alpaka-Herden und Vikunjas (eine wilde Alpaka-Art, nur etwas zarter und schlanker) zu beobachten. 17 Uhr rollten wir dann wieder in Arequipa ein, tauschten noch Nummern aus und verabschiedeten uns. Im Hostel angekommen, holte ich meinen Rucksack an der Rezeption ab, bekam den Schlüsssel für mein neues Zimmer, nahm eine kalte Dusche, wusch ein paar Klamotten und huschte dann voll müde ins Bett. Insgesamt ein wunderschöner, aber auch anspruchsvoller Trek. Perfekt für den Anfang!
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