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Joined August 2018
  • Day110

    Propellerflugzeug nach Medellin

    December 5 in Colombia

    Mein letzter Tag gestern hier am Pazifik war wunderschön. Nach einem Workout und Joggen am Strand (es ist so hart wieder fit zu werden, sehr demotivierend) verabschiedeten wir Giovanni. Später war ich surfen mit Philipp und Mo und abends waren wir wieder lecker essen bei der Familie nebenan - wieder der leckere gegrillte Thunfisch mit Kokosreis und Gemüse - ein guter Abschluss! Heute werde ich 7:30 Uhr abgeholt, denn man muss eine Stunde Fahrt nach Bahía Solano einrechnen. Der Flughafen dort ist der Hammer - in wenigen Minuten verwandeln ein paar Einheimische ein großes Wellblechhaus in eine Boardinghalle. Unser Gepäck wird nicht durchleuchtet, nur gewogen und von Jungen in Militäruniform einmal aufgemacht und wieder zugemacht, also nicht wirklich sinnvoll. Wir selbst werden gar nicht untersucht oder abgetastet und auch das Handgepäck muss nicht gezeigt werden - also wirkliche Sicherheitsvorschriften gibt es hier nicht. 10:12 Uhr geht mein Flug mit einer kleinen Propellermaschine mit 20 Sitzplätzen nach Medellin zum Aeropuerto Olaya Herrera direkt in der Stadt. In Medellin angekommen, nehme ich ein Taxi zu den Escobars nach Hause (10.000 Pesos, ist nicht sehr weit) - Calle 7 #83a-24 in Loma de Los Bernal. Es ist ein bürgerliches Viertel - es besteht aus mehreren Departments, die eingezäunt und bewacht sind. Am Eingang des San Silvestre 2 fragt der Wächter mich wo ich hinmöchte. "Ich bin eine Freundin von Santiago Escobar" sage ich und er weiß sofort Bescheid, heißt mich herzlich willkommen und lässt mich ein. Das Departement besteht aus vielen Einfamilienhäusern im gleichen Stil. Im Haus Nummer 133 warten schon Santiago und Coco auf mich - Tomas Zwillingsbruder Santiago begrüßt mich herzlich und der ehemalige Straßenhund Coco (Tomas hat ihn vor einem Jahr schwerkrank vor seiner Reise von der Straße gesammelt und adoptiert) und ich sind auch gleich verliebt. Ich bekomme eine kleine Führung durch das Haus - unten im Eingangsbereich befindet sich Wohn- und Esszimmer, dahinter Tomas Reich bzw. nun mein Zimmer und die Küche. Eine Etage weiter oben sind die Zimmer von Santiago, Camilo (der ältere Bruder) und Ruby und Luis (die Eltern) und das Badezimmer. Ein sehr schönes zu Hause, ich mag es schon jetzt und fühle mich wohl!
    Später kommt Ruby nach Hause, die Mama von Tomas und Santiago - eine herzallerliebste liebvolle Frau, ich hab sie gleich in mein Herz geschlossen. Sie spricht nur spanisch, spricht aber angenehm langsam und gibt sich viel Mühe mit mir. Wir quatschen ein wenig und trinken einen Kaffee zusammen. Dann mache ich mich mit Santiago auf eine Spritztour mit dem Motorrad durch die City. Ich bekomme einen ersten Einblick in die große Stadt und wir trinken ein Bier in El Poblado und quatschen. Erschöpft von den vielen neuen Eindrücken und ein bisschen geschockt, da ich mich noch wie in meiner einsamen und ruhigen Pazifikblase befinde, falle ich in mein Bett. Danke Tomas, das du das hier mit mir teilst! Danke danke danke!
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  • Day108

    El Valle - Pazifikküste

    December 3 in Colombia

    Ich verabschiede meine beiden Mädels um 7:30 Uhr und mache danach mein kleines tägliches Workout am Strand und gehe schwimmen. Heute ist das Wetter mal ein bisschen wechselhaft mit Regen und Sonne. Wir spielen wie immer Risiko und Cambio, gehen im Regen schwimmen, kaufen in der Stadt für Abendessen ein und essen bei der Bananenfrau Tamales - köstlich. Abends macht Arthur für uns alle Crêpes mit Jamon y Queso und Chocolate y Banana.Read more

  • Day107

    El Valle - Pazifikküste

    December 2 in Colombia

    Heute ist der letzte Tag von Elena und Kailynn - wir beschließen eine Dayparty zu machen, allerdings erst ab 12 Uhr, da wir ein bisschen einen Kater von gestern haben :). Wir mixen uns während dem Spielespielen also leckere Cocktails aus frisch gemixter Mango und Maracuja mit Rum, machen uns Popcorn und mischen heute mal Rum in den Kaffee :). Gegen 12 kommt der Bäcker aus dem Dorf und bringt uns eine riesige Familienpizza. In der Stadt kaufen wir zur Feier des Tages zwei 2kg Fische (12.000 Pesos!!!) in dem Dorf und kochen abends wieder super lecker gemeinsam (Kartoffeln, Fisch, Linsen und Bohnen, und anderes Gemüse). Insgesamt ein sehr schöner Tag! Nachts gehe ich dann mit den beiden Mädels noch Nacktbaden im Pazifik und legen uns an den Strand und genießen den wunderschönen klaren Sternenhimmel.Read more

  • Day106

    El Valle - Pazifikküste

    December 1 in Colombia

    Heute gehe ich gleich in der Früh mit Giovanni am Strand joggen und mache danach noch mein kleines Workout am Strand. Später gehe ich eine Runde Surfen mit Arthur, allerdings sehr deprimierend für mich. Außerdem stößt zu unserer kleinen Familie noch Philipp aus München dazu. Abends gibt es Pasta a la Giovianni für unsere siebenköpfige Familie :). Wir machen uns einen schönen Abend, betrinken uns, rauchen ein wenig Gras und spielen Spiele (nein Paps, ich komme nicht auf Abwege, alles in Maßen natürlich :)).Read more

  • Day105

    El Valle - Pazifikküste

    November 30 in Colombia

    Auch heute steht wieder entspannen, Hängematte, baden, Strandspaziergang, malen, lesen, surfen, Spiele spielen ... an. Später mache ich mich mit Elena, Kailynn und Giovanni auf den Weg nach El Valle - man läuft vom Pelikanhostel etwa 20min dorthin. Wir schlemmen leckere Bananen-Ingwer-Teigteilchen in Maisblätter gewickelt bei der Bananen-Saft-Frau :), gehen im kleinen Supermarkt des Dorfes für Frühstück und gemeinsames Abendessen einkaufen und begeben uns auf die Suche nach Fisch zum Kochen heute Abend. Wir fragen uns durch von Haus zu Haus und wirklich - ein Mann macht uns die Tür auf und dahinter steht direkt mitten im Chaos eine große Kühltruhe in der wir uns ganz nach Belieben frischen Fisch aussuchen dürfen. Der Hammer! Wir kaufen 2kg Fisch für 8.000 Pesos!!! Das sind in etwa 2€!! Wir können es kaum glauben :)! Glücklich machen wir uns auf den Rückweg und beginnen nach einer Runde Wellenreiten mit dem Kochen. Den Fisch braten wir in der Pfanne, dazu gibt es Bratkartoffeln und Kohl-Bohnen-Zwiebel-Gemüse. Sooo lecker. Abends gibt es ein paar Bier und Rum (Abuelo Run aus Panama) und wir spielen Cambio.Read more

  • Day104

    El Valle - Pazifikküste

    November 29 in Colombia

    Heute schlafe ich aus - so schön, immer mal wieder aufzuwachen, das Meer rauschen zu hören und sich nochmal rumzudrehen.
    Gegen 10 Uhr husche ich dann mal die Treppen nach unten, die anderen sitzen am großen Holztisch zusammen und spielen Risiko, andere chillen in den Hängematten oder sind im Wasser surfen. So entspannt die Atmosphäre hier und das Haus ist der Hammer - alles ist offen und aus Holz, man fühlt sich so frei und ist ständig an der frischen Luft und am Meer! Ich nehme mir einen Kaffee (den gibt es hier rund um die Uhr gratis :), ein Paradies!) und setze mich zu den anderen - alle sind super cool und nett - wir haben da Giovianni aus Mailand/Köln, Elena aus Köln, Arthur aus Frankreich, Kaylinn aus USA, zwei weitere Amerikanerinnen und noch zwei andere Mädels aus Deutschland.
    Ein Tag hier an der Küste ist sehr entspannt und hat nicht wirklich viel Inhalt - wir spielen Cambio, ich mache mit den Mädels Yoga, ich lese und trinke Kaffee in der Hängematte und mache ein kleines Workout am Strand (ich bin voll schlappi, kann gar nichts mehr - muss die Woche unbedingt nutzen um wieder fitter zu werden), wir genießen das Meer, planschen und genießen abends die wahnsinnigen Sonnenuntergänge.
    Daniela war heute in Bahia Solano und hat ein Flugticket für mich für nächsten Mittwoch nach Medellin gekauft - 200.000 Pesos soll es kosten inklusive 10kg Gepäck und Handgepäck, meine 10kg mehr im Backpack muss ich dann wohl noch draufrechnen, aber es sind wohl nur 2.500 Pesos pro kg, also alles im Rahmen. Mit Santiago (Tomas Zwillingsbruder) habe ich nun auch ausgemacht, dass ich nächste Woche Mittwoch zu ihnen komme nach Medellin - also bisher läuft alles perfekt!
    Abends gehen wir alle gemeinsam nebenan bei der netten Familie essen - es gibt Lemonada de Tomate de Arbol, gegrillten Thunfisch mit Kokosreis, Platanos und Gemüse. Sooooo lecker!
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  • Day103

    Bahía Solano

    November 28 in Colombia

    Die Sonne kitzelt an meinen Füßen - es ist 6:30 Uhr und ich schaue verschlafen aus meiner offenen kleinen Kabine auf das glitzernde Meer - ein wirklich schöner klarer Morgen! Es gibt nichts Schöneres, als morgens aufzuwachen und auf das offene Meer zu schauen - irgendwie beruhigend. An meiner rechten Schulter zeichnet sich nun eine kreisrunde dunkle Verbrennung ab, meine Erinnerung an gestern Nacht und den ollen Schornstein. In der Sonne tut es ganz schön weh, ich versuche es zu schützen und creme es ein.
    Ich setze mich zu den Einheimischen in die Sonne in der Front des Schiffes und werde langsam wach. Um das Frachtschiff herum springen hunderte von Delfinen in Grüppchen aus dem Funkelnden Wasser - so schön!
    Gegen 8 Uhr hole ich mir mein Frühstücksschüsselchen mit Reis, Kartoffel und Rührei und einen zuckersüßen Tee in der Schiffsküche - die zwei Schiffsköche begrüßen mich mit einem freundlichen weißen Grinsen in ihren dunklen Gesichtern! Später geht eine große grüne Waschschüssel rum mit Süßigkeiten und jeder darf sich Lollis und Kekse nehmen. So chille ich also den ganzen Tag auf Deck in der Sonne, beginne „Die Ländersammlerin“ zu lesen (Maren hat es mir gegeben, nachdem sie es fertig hatte in Cali, sie hat es aus einem Hostel in Costa Rica - es hat also schon eine lange Reise hinter sich und fässt sich auch so schön alt an :)), lutsche meinen Lolli in kolumbianischen Farben, lerne ein paar Vokabeln bei Duolingo, höre Musik, schreibe Tagebuch und genieße das Meer und die Delfine. Und es ist wirklich einfach nur Dschungel an der Pazifikküste Kolumbiens. Keine Städte, nur ab und zu kann man mal ein Häuschen erkennen. Ansonsten nur grüner dichter Wald und verlassene Strände. Zum Mittag gibt es Reis mit in Ingwer eingelegtem Hühnchen und Linsengemüse - sehr lecker!
    Gegen 15:30 erreichen wir Bahia Solano, ein kleines Dorf in einer Bucht mitten im Dschungel. An der Anlegestelle warten viele Familien und begrüßen ihre Freunde und Verwandten, die mit dem Schiff gekommen sind. Wir verabschieden uns von allen (so eine Schifffahrt schweißt sehr zusammen :)) und von der Crew, bedanken uns und balancieren über die Fracht über eine klapprige Leiter auf den Steg. Mein Backpack wird von starken Männern gefährlich über das Wasser und das Schiff hin und her geschockt - ich hab ihn schon im Wasser liegen sehen, aber er erreicht noch vor mir trocken den Steg :). Wir nehmen ein Mototaxi für 15.000 Pesos pro Person nach El Valle. Bahia Solano ist ein süßes kleines Örtchen, überall chillen die Einwohner (die hier zu 95% dunkelhäutig sind) auf ihren Verandas vor den einfachen Hütten, essen gemeinsam, singen und tanzen. Viel Militär steht und marschiert hier rum, irgendwie komisch. Später erklärt mir Daniela aber, dass das hier einer der "Hauptwege" des Drogenhandels ist. Also die Produktion kommt hier an und wird verschifft in andere Länder ... vielleicht deshalb?! Der Weg ist sehr anstrengend - gestern hat es wohl den ganzen Tag geregnet, weshalb der erdige Weg nun eine schlammige, löchrige Pfützenstraße ist. Nach einer holprigen Stunde Fahrt mit dem Mototaxi erreichen wir den noch kleineren Ort El Valle - auch hier springen die Kids im Schlamm rum, spielen und tanzen und winken uns fröhlich zu. Am Strand entlang fährt uns der Fahrer weiter zum Pelikan Hostel - wirklich ein Geheimtipp hier und sehr zu empfehlen!!! Da gerade high tide ist wirft uns der Fahrer etwas eher raus, barfuß mit dem Backpack geht es weiter durch das Meer, Pfützen und Rinnsäle durch eiin paar Palmen und dann sehen wir schon das Haus auf Stelzen - es ist komplett offen gebaut, unten ist ein großer Raum mit Küche und riesigem Holztisch, Toiletten, Duschen und die Bar und Rezeption. Eine Treppe nach oben sind die vier Dorms. Dieses Paradies haben Daniela und Emanuel erschaffen, eine dunkelhäutige Kolumbianerin und ihr italienischer Ehemann - super süß und lieb die beiden! Daniela führt uns herum, zeigt uns ihre Ananaspflanzen im Garten und unser süßes moskitonetzverhangenes Bett. Ich gehe ans Meer, schaue das wunderschöne Sunset und den Locals beim Surfen zu. Später schließe ich mich ein paar Deutschen an und wir laufen im Dunkeln (sehr abenteuerlich mit vielen Kröten und Krebsen) ca. 20min nach El Valle, kaufen in dem kleinen Dorfladen fürs Frühstück und die nächsten Tage ein und gehen bei Rosa zu Hause essen - es gibt frischen Maracujasaft bis zum Umfallen :) und Reis mit Platano, Salat und frittertem frischen Fisch (sie kam vorher um die Ecke mit ihrer Schüssel voller Fische und durfte mir einen aussuchen :)) - saulecker und für 13.000 Pesos voll in Ordnung!
    Zurück im Pelikan dusche ich noch den Schiffsdreck ab und kuschel mich in mein Bett.
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  • Day102

    Buenaventura

    November 27 in Colombia

    Nach dem Ausschlafen und Sachenpacken gibt es hinten im Garten Rührei mit Reis, Toast mit köstlicher selbstgemachter Ananasmarmelade und Banane zum Frühstück.
    Heute trennen sich leider unsere Wege. Maren macht ein Workaway bei einer Hundefrau bei Neiva :) und fliegt danach wieder nach Costa Rica wegen ihrer verlorenen Kreditkarte, Amelie zieht in den Süden weiter und Mo und ich begeben uns auf die unbekannte Reise an die Pazifikküste Kolumbiens. Nach einem traurigen Abschied von meiner süßen Maren ♥️ bestellen wir ein UBeR und der Fahrer fährt uns irgendwo hin, damit wir einen Bus nach Buenaventura nehmen können. Und siehe da, er hält am Straßenrand an und fragt den Fahrer eines Collectivos ob er uns mitnehmen kann. Schnell wird unser Gepäck umgeladen und schon sitzen wir keine 5min später in einem Minibus an den einzigen mit dem Auto erreichbaren Ort an der Pazifikküste - Buenaventura. Ansonsten besteht die ganze Kolumbianische Pazifikküste aus Nationalparks und kleinen Dörfchen und ist nur über den Luft- oder Wasserweg erreichbar. Sehr viel planen kann man dafür also nicht, wir haben nur gehört das man genügend Geld mitnehmen soll und es auf jeden Fall nicht touristisch ist, da die Anreise zu zeitaufwendig ist. Unterwegs macht der Busfahrer eine kleine Mittagspause an Strasenständen - wir gönnen uns Empanadas, süße Ananas und mit Ei frittierte Arepas :).
    In Buenaventura lässt uns der Busfahrer an der Puente del Piñal raus, wie uns empfohlen wurde. Kaum ausgestiegen werden wir nett gefragt ob wir Hilfe benötigen und wo wir hin wollen. Ein alter Mann bringt uns zu einem Frachtschiff, welches heute Abend 18 Uhr ablegen soll und morgen Abend in Bahia Solano ankommen soll. Perfekt! Für 150.000 Pesos (40€) bekommen wir ein Bett auf dem Schiff, Abendbrot heute und Frühstück und Mittag morgen. Da bis zur Abfahrt noch 3 Stunden Zeit sind fahren wir mit einem Taxi in das Zentrum Buenaventuras. Hier ist wildes Treiben auf den Straßen, seit Cali sieht man auch viel mehr dunkelhäutige Menschen und viele Kinder spielen am Malecon und baden im Meer. Wir trinken einen Kaffee und genießen die frische Meeresluft! Schön hier! Danach gehen wir noch Proviant für die Fahrt einkaufen und fahren zurück zu unserem Schiff. Pünktlich 18 Uhr legen wir ab (nach zweimaligem Anecken an anderen Schiffe beim Ausparken) - los geht also meine zweite Fahrt auf einem Frachtschiff. Das Boot ist schwer beladen mit allem möglichen Essenszeug und circa 20 Leuten - die Gänge sind eng und die Decken niedrig. Mo schläft in einem großen Schlafsaal im Bett Nummer 11 und ich im Bett Nummer 24 in einem „Raum“ der eigentlich nur aus drei Betten übereinander besteht. Meine Kabinenkollegen :) sind zwei nette Jungs aus der Crew, ich hoffe die schnarchen nicht! Um 19 Uhr gibt es dann für alle Abendbrot - Salat mit Reis und Hühnchen und eine Limo. Wir sitzen vorne auf den Bänken beim Kapitän, genießen den Sonnenuntergang, die salzige Luft, die wunderschönen riesigen Schiffe im Hafen und quatschen mit dem anderen Passagieren (alles Kolumbianer, die ihre Familie in Bahia Solano über Weihnachten besuchen, wir sind die einzigen Gringos).
    Buenaventura liegt weit drinnen in einer Bucht, erst nach zwei Stunden Fahrt erreichen wir das offene Meer. Ein wunderschöner Sternenhimmel ist über uns und wir genießen den Wellengang des Pazifiks. Irgendwie macht mich das Meer immer nachdenklich ... Wir sind die letzten, die noch wach sind und vorne auf dem Bänkchen sitzen, nur der Kapitän hinter uns hält Wacker die Stellung am Steuer. Ich putze noch Zähne über der Reiling und kuschel mich dann auf die pinke dünne Matratze in die kleine enge Holznische. Mit Musik in den Ohren und dem Hin- und Herschaukeln des Meeres Schlummer ich bald schon ein. Nachts muss ich Pipi, es ist ganz schöner Wellengang und auf dem Rückweg zu meinem Bettchen stoße ich mit meinem rechten Arm an den kochend heißen Schornstein - es hat so wehgetan! Shit ... zum Kühlen finde ich hier auch nichts. Ich lege mich also hin und versuche den Schmerz auszublenden und schlummer auch bald schon wieder ein.
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  • Day101

    Cali

    November 26 in Colombia

    Wir sind wieder mit Velotax gefahren, aber diesmal war der Bus echt furchtbar! Keine Beinfreiheit, Schwitzwasser von der Decke tropft auf uns und die sitze gehen nur minimal nach hinten verstellen. Um 8 Uhr kommen wir zum Glück nach 10 Stunden Fahrt in Cali an. Mit dem Taxi (das Miniauto ist bis oben hin gefüllt mit Rucksäcken und mit uns) geht es zum Hostel Caelum - ein süßes Haus mitten im Zentrum, zwei Hunde begrüßen uns und der nette Mitarbeiter führt uns einmal durch den Garten und zeigt uns unser Zimmer. Es ist ein hoher Raum mit 3stöckigen Bambus-Betten - von oben bekommt man echt ein bisschen Angst so ohne Begrenzung. Zum Frühstück gibt es leckere Schokocrossaints und einen guten Kaffee in der Bäckerei direkt unter dem Hostel. Danach mache ich mich mit Mo und Maren im Regen auf den Weg zur Iglesia La Ermita - dort soll eigentlich 10 Uhr eine Free Walking-Salsa-Art-Tour starten. Als um 10:20 Uhr immer noch keiner zu sehen ist, gehen wir zurück auf den Platz mit der Trompete und treffen dort Fernando, der eine Free-Walking-History-Tour mit uns macht. Außer uns nimmt noch die Tunesierin Jasmin teil. Fernando erzählt uns die Geschichte von Cali von Beginn an (1536) und von der Salsa-Band Niche, nach der dieser Platz benannt ist und deren Song „Cali“ aus den vier Trompeten ertönt :) Schulkinder hüpfen aufgeregt darunter rum und singen lautstark den Song ihrer Stadt mit! Sehr süß anzuschauen. Danach laufen wir durch die Stadt, probieren die Cali-typische Frucht Chontaduro (super hart, wird gekocht und geschält und mit Salz und Honig gegessen, schmeckt nach Kartoffel/Mais), trinken Zuckerrohrsaft mit Limette (viel besser so als der pure Saft in San Agustín!), naschen zuckersüße Mango und Ananas und besichtigen das älteste Gebäude der Stadt - eine Kirche mit zwei Altaren. Am Ende der Tour schenkt uns Fernando noch ein Armband in den Farben Kolumbiens und nimmt uns mit nach San Antonio, ein schönes Viertel hier in Cali. Dort laufen wir noch auf einen kleinen Hügel, sehen die Stadt von oben uns gönnen uns auf dem Rückweg ein Eis und frittierte Bananen. Zurück im Hostel legen wir uns erschöpft nach einer heißen Dusche ins Bett, lesen ein bisschen, schreiben Tagebuch, ich beginne die Serie Narcos (Kolumbiens Drogengeschichte), sehr zu empfehlen) und schlummern. Später gehe ich mit Mo noch was essen und abends gibt es gratis Salsastunden auf der Terasse im Garten von zwei jungen Kolumbianern. Nach ein paar Bier und Aguadiente geht es noch in einen Salsaclub um unsere Sklills zu zeigen :). Wahnsinn wie die Kolumbianer tanzen können, es sieht aus als wenn sie schweben würden und als wären ihre Beine aus Gummi! Wahnsinn!Read more

  • Day100

    Bogotá

    November 25 in Colombia

    Eine süße Frau vom Bellavista-Hostel macht super süß Frühstück für Mo, Maren und mich - es gibt jede Menge verschiedenste Früchte und zwei Croissants mit Marmelade. Danach packen wir Sachen, checken aus und Maren und ich gehen zur Free Walking Tour von Gran Colombia. Die süße Natalia führt uns durch ihre Stadt, erklärt einige Bedeutungen der wunderschön bunten Graffitis überall, wir probieren bei Señora Gloria verschiedenstes typisch kolumbianisches Obst (Guayaba, Feijoa, Guanabana, Lulo), besuchen einen Opi in einem Coca-Laden und hören die Geschichte der Coca-Pflanze, Natalia erzählt uns etwas über die Drogenvergangenheit Kolumbiens und den Wandel seit einiger Zeit, schlürfen das hier berühmte Chicha (gegorener Maissaft mit Panela) aus einer großen Schale und zum Abschluss gehen wir in das Café UNION und trinken einen wahnsinnig guten Kaffee aus dem Kaffeedreieck Kolumbiens und versuchen die Karamell-GrünerTee-Note herauszuschmecken.
    Danach stößt Mo zu uns und wir schlendern gemeinsam durch die Downtown Bogotás! Die Sonne scheint, es ist viel los heute am Sonntag, viele Straßenkünstler, gute Stimmung, Musik und Essen überall! Auf einem Büchermarkt kaufe ich mir „Alicia en el país de las Maravillas“ (3.000 Pesos, „Alice im Wunderland“) und „El Principito (7.000 Pesos, „Der kleine Prinz“) auf Spanisch :). Wir kosten Obleas (Oblaten) mit Arequipa (süße Milchcreme), Marmelade und Käse, Bocadillo con queso (Käse mit Mus von Guayaba) und Arepas von Huevo. Das Streetfood ist soooo lecker hier ;)! Maren und ich stöbern an den Schmuckständen und kaufen uns süße Ringe mit eingefassten Edelsteinchen. Mo kauft sich an einem Stand Technomusik auf einem Stick (so lustig!) und ein neues Armband.
    Amelie nervt mich mega! Ich bin so froh wenn sie alleine weiterreist und ich sie nicht mehr sehen und ertragen muss. Sie ist so gar nicht teamfähig, sprüht sich immer mit 10kg Parfüm ein, steht morgens 6:30 Uhr auf und wuselt dann im Dorm umher und macht Krach bis 7:30 Uhr, macht immer ihr eigenes Ding, hat immer eine Extrawurst und denkt nie mal für die Gruppe. Furchtbar - ich kann solche Leute einfach nicht ausstehen. Ich halte es jetzt für Maren noch aus und atme dann auf wenn Amelie Weg ist! Auf dem Weg zurück gehen wir noch ein leckeres Menü für 9.000 Pesos essen und chillen dann den Rest des Abends im Hostel in der Chilling-Area - ich male ein wenig in mein Reisetagebuch und lese in meine zwei neuen Bücher mal rein.
    20 Uhr bestellen wir ein UBERtaxi (nicht so einfach bis wir uns finden, da hier überall Baustelle und Fußgängerzone ist :)), aber letztendlich finden wir uns und fahren für 16.000 Pesos zum Terminal El Salitre und nehmen für 45.000 Pesos (hab ich mal wieder gut verhandelt :) - Amelie kam mit einem Angebot von 60.000 Pesos wieder) den Nachtbus von Velotax um 21:45 Uhr nach Cali.
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