• Lazy Day

    June 15 in Canada ⋅ ☀️ 17 °C

    Wir stehen mitten im Wald und es so dunkel, dass sogar meine innere Uhr, die mich normalerweise um 7:30 aufwachen lässt, versagt. Es ist 9 Uhr als ich aufwache. Eiskalt im Inneren des WoMis. Erstmal einheizen. Aber ein Blick nach draußen verrät: die Sonne scheint!!!!! Nach dem Frühstück klopft Karen unsere Campinglady an unsere Türe, ausgestattet mit Kugelschreiber, Leuchtstift und einem Übersichtsplan. Wir bitten sie herein und sie gibt Tipps über die Umgebung, was wo zu finden ist, wessen Fish&Chips wir essen können, welche aus gesundheitlichen Gründen nicht. Tanken sollen wir, wenn wir unseres Geldes Freund sind, in den First Nations Reservaten - ist billiger. Und auch für die diversen Supermärkte hat sie gute Tipps.

    Die Einsamkeit hier macht was mit den Leuten: kommen Fremde, ist deren Redseligkeit kaum zu bremsen. Zwischen Empfehlungen zur Gegend und Wandertips erfahren wir ihre Lebensgeschichte, und bei dieser Gelegenheit gleich auch die ihrer Kinder (sie hat drei). Eine der Töchter hat vor einigen Jahren im Rahmen des Rotaryprogrammes ein Jahr in Österreich verbracht. In Kirchdorf an der Krems. Musste ich erst mal googeln (schlechte Österreicherin)
    Unser WoMi haben wir heute keinen Kilometer bewegt. Nur 10cm auf den Keil gefahren, damit wir gerade stehen. Wir waschen die Wäsche, gehen an den Steg, machen eine große Runde um das Grundstück und gehen wieder an den Steg - diesmal mit Bier.
    Der Campingplatz ist in einem desolaten Zustand und erweckt den Eindruck, dass die letzen Gäste weit vor der Pandemie abgereist sind. Alles ist verfallen und gerade noch so funktionstüchtig, dass es den Zweck erfüllt. Es scheint, als ob Karen und Nathalie hier alleine sind und probieren, den Laden am Laufen zu halten.
    Die Lage entschädigt!
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