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  • Day8

    Der Weg ist das Ziel

    October 10, 2018 in Croatia ⋅ 🌙 17 °C

    Unser Weg führte uns heute über Bosnien-Herzegowina nach Dubrovnik. Schon die Fahrt dort hin ist wunderschön. Die meiste Zeit geht es an der Küste entlang, die immer felsiger wird, je weiter man nach Süden kommt. Irgendwann muss man durch das Gebirge und kommt an hübschen Seen vorbei.

    An der Grenze BiH ging es fix. Unsere Reiseleiterin meinte, das sei immer verschieden, aber meist würden Europäer nicht überprüft.

    Es gab einen kurzen Stop in Neum für die Raucher, Alkoholiker und Blasenschwachen, dann ging's weiter, wieder über die Grenze nach Kroatien.

    Dieses Stückchen „Zugang zum Meer“ hatte vor ein paar Hundert Jahren Dubrovnik an das Osmanische Reich abgetreten und im Gegenzug Schutz vor den Italienern erhalten. Und nun haben sie den Salat, meinte Maria, unsere kroatische Begleitung. Von Nord- nach Südkroatien und umgekehrt muss man immer über Bosnien-Herzegowina.

    Die Fahrt nach Dubrovnik dauert ca. 2,5 Stunden, vergeht aber wie im Flug, weil man ständig was zu gucken hat.

    In Dubrovnik dann der Kulturschock. Menschen! Menschen in rauhen Mengen. Zwei Kreuzfahrtschiffe lagen im Hafen und dann noch die ganzen Busse. Und alle strömten in die Altstadt.

    Wir wurden an Marina, kroatische langbeinige Blondine, die sprach wie Michael Mittermeier übergeben (sie hat lange in München gelebt) und strömten mit.

    Zuerst ging es in das Augustinerkloster mit der ältesten Apotheke Europas, die immer noch in Betrieb ist. Schon im Säulengang roch es intensiv nach ätherischen Ölen. Hier wird eine Rosencreme gefertigt, für die Asiaten meilenweit fliegen.

    Wir sind dann auch noch auf die Stadtmauer und umrundeten die Altstadt zur Hälfte, dann suchten wir uns lieber ein schattiges Plätzchen.

    Man kann kaum glauben, dass hier in den engen Gassen Game of Thrones gedreht wurde. Zum Beispiel die Szene, als Cercei Lannister nackt ihren Weg der Schande gehen musste. HBO zahlte 5 Millionen Dollar, damit die Stadt für die Dreharbeiten gesperrt wurde.

    Es war ein schöner Tag in einer beeindruckenden Stadt mit viel Informationen über das Land und die Menschen hier.
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