Ich reise gerne in Gedanken, mit dem Finger auf der Landkarte und natürlich klassisch mit Koffer. :-)
  • Day369

    Ausweisung aus dem Paradies

    March 26 in the Netherlands ⋅ ☀️ 10 °C

    Kaum wach geworden - zu früh wegen der gestohlenen Stunde - erreicht uns die Hiobsbotschaft, dass nun in Zeeland keine touristischen Übernachtungen mehr erlaubt sind. Morgen bis 12 Uhr müssen wir fort. Das ist traurig. Ich hab mich hier sicher gefühlt.

    In den letzten Tagen hatten wir ein kleines Beet angelegt, meine Rosen Westerland eingepflanzt, den Leuchtturm aufgestellt und die Terrasse gekärchert. Sieht hübsch aus.

    Die Hunde hatten viel Freilauf hier. Es begegnen einem ja kaum Menschen oder Hunde. Lucky buddelt nach Muscheln, frisst die dann aber leider auch. Sammy durchquerte letztens einen Entwässerungsgraben. Wir waren froh, dass er da heil wieder raus kam. Er war danach wohl so aufgedreht mit stolzgeschwellter Brust, dass er noch einen Alleingang machte und erst nach längerem Rufen plötzlich fröhlich tänzelnd wieder auftauchte. Lucky dagegen ist wasserscheu und oft auf dem Rückhol-Ohr taub. Meist kommt er für Leckerchen zurück, aber dann - völlig unerwartet - trabt er zügig los und ist durch nichts von seiner Route abzubringen. "Eigenständiger Hund" sagt Hundeflüsterin Christiane dann.

    Sammy hat übrigens ein Loch in der Hecke entdeckt und die junge Familie am Ende des Weges besucht. Der Knirps mit dem Fahrrad fährt immer hier rum und redet auf niederländisch auf uns ein. Bisher verstand ich nur "lekker chocolade" und nach Sammy Besuch "een hond voor de deur". Doei, kleiner Mann.
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  • Day365

    Im Westen nichts Neues

    March 22 in the Netherlands ⋅ ☀️ 8 °C

    Ein ruhiger Sonntag, der mit einer Warnung aufs Handy begann. "Bleiben Sie zu Hause. Ansonsten halten Sie unbedingt 1,5 m Abstand." Ähnlich dem, was Frau Merkel am Abend verkündete.

    Wir waren kreativ. Statt Steinen habe ich Muscheln bemalt, und Jürgen hat seinen Leuchtturm vollendet.

    Menschen waren heute weniger unterwegs als Gestern. Abstand halten ist somit nicht schwer.

    Abends gab's Bratkartoffeln.
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  • Day364

    Klussen und Klopapier

    March 21 in the Netherlands ⋅ 🌙 6 °C

    In der Nacht sank die Temperatur draußen auf 1,5°, drinnen auf knapp 11°. Aber morgens begrüßte uns endlich die Sonne mit einem strahlend blauen Himmel. Und windig war es.

    Heute kamen noch ein paar Holländer auf den Platz. Zum Klussen. Man hörte es hämmern und sägen. Auch in Deutschland sind die Baumärkte gut besucht, hörten wir in den Nachrichten.

    Gestern waren wir noch schnell beim Aldi. Es ist ein rechter Hindernislauf da im Laden, wenn man niemandem zu nah kommen will. Anschließend schnell Hände desinfizieren und zügig wieder in unsere sichere Abgeschiedenheit.

    Klopapier gibt es übrigens auch hier nicht mehr. Gut, dass wir vor 3 Wochen bei unserem letzten Besuch hier ein Voordeelpakket mit 20 Rollen gekauft hatten. Spätestens wenn die verbraucht sind, müssen wir nach Hause.

    Bei unserer Gassirunde am Nachmittag waren deutlich mehr Menschen unterwegs als sonst. Viele nutzen das schöne Wetter. Seltsam ist es. Wenn man jemandem begegnet, geht jeder ein Stück zur Seite, um genug Abstand zu bekommen. Ob in den Niederlanden eine Ausgangssperre angedacht ist, weiß ich gar nicht. In Deutschland wird sie wohl kommen, denke ich.

    Die Nachrichten aus Italien sind besonders erschreckend. So viele Tote. Ich mag gar nicht darüber nachdenken, ob es sich bei uns auch so entwickeln könnte.

    Ich glaube, unsere Welt wird wird sich sehr verändern durch Corona.
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  • Day362

    Kleine Flucht vor Corona

    March 19 in the Netherlands ⋅ ⛅ 10 °C

    Wir haben lange hin und her überlegt, ob wir nach Scherpenisse fahren sollen oder nicht. Letztlich half ein Anruf. Ja, man darf herkommen, wenn man sich an Regeln hält. Für sich bleiben, keine sozialen Kontakte. Das machen wir sowieso schon fast eine Woche.

    Restaurants sind komplett geschlossen, die Rezeption sowie die Sanitäranlagen auch. Aber die brauchen wir nicht, wir haben ja alles im Mobilheim.

    Wir haben nur wenig Gesellschaft hier. Vier oder fünf andere Wagen sind noch besetzt. Man hält sich fern, werkelt im Garten und lüftet den Wintermuff in der Hoffnung, dass man später den Sommer hier genießen darf.

    Beim Gassigehen (ja, wir sind auf den Hund gekommen) begegnet uns niemand. Das ist zu Hause anders. Da zieht immer eine ganze Karawane an den entsprechenden Stellen längs.

    Wir hoffen, dass wir eine Weile hier bleiben können. Hier ist es so ruhig und einsam, da könnte man Corona beinahe vergessen. Die Nachrichten dagegen sind immer sehr bedrückend.

    Passt auf euch auf und bleibt gesund.
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  • Day3

    Von Uniformen, Unterhosen und Koffern

    December 15, 2019 in Austria ⋅ ☁️ 5 °C

    Als nächstes kulturelles Highlight hatten wir uns das Heeresgeschichtliche Museum - kurz HGM genannt - ausgeguckt. Dort findet man alles, was es aus den letzten 400 Jahren über die Militärgeschichte Österreichs zu wissen gibt. Untergebracht ist das Museum im alten Wiener Arsenal, einer ab 1849 erbauten Kaserne. Verkehrsgünstig gelegen und in Kanonenschussweite zur Innenstadt. Zumindest damals. Heute ruhen die Kanonen, das Motto des HGM lautet schließlich "Kriege gehören ins Museum".

    Wenn man sich für Geschichte interessiert, ist das Museum unbedingt einen Besuch wert. Uns hat es gut gefallen. Besuchermagnet ist vor allem der ausgestellte Wagen, in dem Erbprinz Franz Ferdinand am 28.6.1914 in Sarajewo angeschossen wurde, seine blutige Uniform und die Chaiselongue, auf der er dann letztlich verstarb.

    Nach so viel Krieg und Tod brauchten wir eine Stärkung, die wir in Form von Glühwein und Kakao auf dem Weihnachtsmarkt am Schloss Belvedere fanden. Dort dürfen zwar keine Hunde hin (wurden aber trotzdem durch die Menschenmenge geschleift), aber die Möwen fühlen sich dort pudelwohl ... falls das geht.

    Zurück in der Stadt gab es Backhendl im "Zattl", dann die Koffer geholt und ab mit dem CAT zum Flughafen.

    Dort nahm man es heute besonders genau. Jürgen wurde fast bis auf die Unterhose gefilzt, und ein verdächtiges Paket Tempotaschentücher wurde beschlagnahmt. Auf die Rückgabe nach Feststellung der Harmlosigkeit derselben verzichteten wir.

    Dann wurde unser winziger Koffer rausgefischt, weil der Flieger zu voll war. Der Platz fürs Handgepäck war knapp. Britta und Frank hatten Glück, sie konnten sich mit ihren 2 - in Worten Zwei - Gepäckstücken an den Argusaugen des Personals vorbeimogeln.

    Aber das Nobelschröderparken hat wieder hervorragend geklappt. 😁

    Nun noch ein Radler und ab ins Bett.
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  • Day2

    Wir werden platziert

    December 14, 2019 in Austria ⋅ ☀️ 3 °C

    Der heutige Tag begann wieder mit Kultur. Wir besuchten die Nationalbibliothek, genauer gesagt, deren Prunksaal aus dem 18. Jahrhundert. Der ist schon sehr beeindruckend. Die Wände sind voller uralter Bücher und die 20 m hohe Decke ist kunstvoll bemalt.

    Da wir noch frisch und ausgeruht waren, besuchten wir auch noch die Augustinerkirche nebenan.

    Der Naschmarkt darf bei einem Wienbesuch natürlich auch nicht fehlen. Auf dem Weg dorthin kehrten wir in Landtmanns Museum Cafe ein. Unterwegs waren wir schon am Cafe Mozart vorbeigekommen, vor dem eine Menschenschlange darauf wartete, von einem Ober in Grüppchen hereingerufen zu werden, wenn mal wieder ein Tisch frei wurde. Und auch wir im Museum Cafe wurden von einem jungen Mann in Empfang genommen und platziert. So ist das halt in Wien.

    Auf dem Naschmarkt war es voll, bunt, und es duftete nach Obst, Gewürzen, Gebäck und auch Fisch. Außerdem nach Glühwein, der dann selbstverständlich getestet wurde.

    Nach dem obligatorischen Abstecher zum Hardrock Cafe ging es zum Weihnachtsmarkt am Karlsplatz. Dort gab es dann einen sündhaft teuren Hut für mich. Superschick. 😁

    Wir streiften noch kurz den Donaukanal und pausierten bei Bier und G'spritztem im "Zattl", bis es Zeit wurde für unser Abendessen im "Melker Stiftskeller". Auch dort wurden wir platziert.

    Das Gute dort ist, dass man das Essen schon wieder abtrainiert hat, wenn man die hundert Stufen zum WC absolviert.

    Es war ein rundum schöner Tag, und die Füße tun sogar weniger weh als Gestern.
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  • Day1

    Marmeladenbrötchen im Justizcafe

    December 13, 2019 in Austria ⋅ ⛅ 0 °C

    Wien wirkte vom Flugzeug aus wie mit Puderzucker bestäubt, bei näherer Betrachtung war der Schnee jedoch schon matschig und verflüchtigte sich schnell.

    Nachdem wir die Koffer im Hotel abgegeben hatten, ging es mit dem D-Wagen Richtung Volkstheater und Museumsquartier. Wir hatten gelesen, dass es im Justizpalast in der 6. Etage ein Cafe und außerdem eine Außenterrasse mit hübscher Aussicht geben soll. Dort wollten wir frühstücken.

    Gut gelaunte Sicherheitskräfte durchleuchteten uns und zogen für die Dauer unseres Aufenthaltes den Amaretto ein. Die junge Dame meinte scherzend, die Flasche wäre dann aber vielleicht leer.

    Ein Besuch des Justizpalastes lohnt in jedem Fall. Die Eingangshalle mit der großen Treppe ist schon beeindruckend und wird bedeckt von einer riesigen Glaskuppel.

    Das Frühstück war ok, die Aussicht war schön ... wenn man sich die Baukräne wegdenkt. In jedem Fall war es ein netter Auftakt.

    Danach ging es auch gleich für den ersten Glühwein auf die nächstgelegenen Weihnachtsmärkte, die in diesem Fall der im Museumsquartier und der am Rathaus waren. Am Rathaus gibt es dieses Jahr auch eine Eisbahn.

    Irgendwann machte sich das frühe Aufstehen (02:30 Uhr!) dann aber bemerkbar, und nach einem Kaffeehausbesuch mit Kaiserschmarrn und Sachertorte fuhren wir für eine kleine Siesta zurück ins Hotel.

    Abends ging es zum Essen ins "Mozart & Meisl". Das hatte Britta im Fernsehen entdeckt. Eine urige Kneipe mit dunkler Holzvertäfelung, knarrendem Holzboden und netter Bedienung, in der man sehr lecker essen oder auch nur an der Bar etwas trinken kann.

    Nun sind wir platt. Morgen geht's weiter.
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  • Day208

    Tauben- und Sonnenbaden

    October 17, 2019 in the Netherlands ⋅ ⛅ 13 °C

    Es hatte beinahe die ganze Nacht geregnet. Auf dem Weg vor unserem Häuschen luden die Pfützen und erste Sonnenstrahlen eine Taube zum Baden ein.

    Dies - und der Wetterbericht - stimmte uns optimistisch. Außerdem wollten wir sowieso noch zu IKEA, um einen Hocker passend zu den Wohnzimmersesseln zu kaufen. Was liegt da näher, als sich das Städtchen Breda auf diesem Wege mal näher anzuschauen? Schließlich wurde Breda als Stadt mit dem schönsten Stadtzentrum der Niederlande ausgezeichnet.

    Nun ist Breda mit seinen mehr als 180.000 Einwohnern eine Großstadt und von daher nicht so malerisch wie Zierikzee oder Veere. Aber nett ist es dennoch.

    Als erstes fällt natürlich die Grote Kerk, die Liebfrauenkirche, auf. Wohin man auch spaziert, wenn man sich umschaut, ist sie da. Schließlich ist der Turm fast 100 m hoch.

    Wir waren natürlich drin, und ich fand die Kirche auch innen sehr imposant. Es gab eine Ausstellung mit Bildern von Budapester Fotografen, aber mich beeindruckten vor allem die menschengroßen Marmorfiguren auf dem Grab von Engelbrecht II. von Nassau und seiner Frau Cimburga von Baden.

    Es gibt sehr viele Cafés und Restaurants, die auch gut besucht waren. Die Sonne hatte viele Menschen rausgelockt.

    Man kann ganz entspannt schlendern in Breda, Gedränge gab es nicht. Ein bisschen vermisst habe ich die kleinen Geschäfte, in denen man stundenlang einfach nur stöbern kann, aber wir waren auch nicht in allen Gassen. Es gibt nette Second-Hand-Shops, Läden mit interessantem Schmuck und außerdem eine Brauerei. Die Food-Hall war leider noch geschlossen.

    Wahrscheinlich müssen wir nochmal hin, schauen, was es sonst noch gibt.

    Der Rückweg führte uns über Stavenisse. Ein bisschen am Wasser sitzen und sich von der Sonne wärmen lassen musste einfach noch sein.
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  • Day204

    Kurzer Besuch der Sonne

    October 13, 2019 in the Netherlands ⋅ ☁️ 21 °C

    Heute kämpfte sich die Sonne durch die Wolken.

    Das nutzten wir, um im Garten aufzuräumen, den Lavendel einzupflanzen und den Wassertank zu leeren, damit er im Winter nicht platzt.

    Nachmittags gingen wir dann zum Deich und wollten die Sonne ☀ genießen. Pustekuchen! Die verschwand flugs wieder hinter Wolken.

    Der Wind 🌬️ allerdings hatte auch ein paar Kite-Surfer aufs Wasser gelockt, und wir haben eine Weile zugesehen.

    Wieder zurück gab es Tee ☕ und Kekse. Und Regen. 🌧️
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  • Day203

    Saisonende im Regen

    October 12, 2019 in the Netherlands ⋅ ☁️ 13 °C

    Heute fuhren wir wieder nach Gorishoekse. Eigentlich hatten wir noch auf einen Goldenen Oktober gehofft, um die Saison hier für uns ausklingen zu lassen. Doch das soll wohl nicht sein, und Tholen empfing uns mit Nieselregen und Dunst.

    Dafür war der Empfang auf dem Platz um so herzlicher. Die Nachbarn kamen und wollten natürlich wissen, wie es in Afrika war. Einen neuen Nachbarn gegenüber gibt es auch.

    Später kam Charles noch vorbei, um sich für dieses Jahr zu verabschieden. Er hat sein Mobilheim winterfest, um hier zu schlafen ist es ihm zu ungemütlich. Im nächsten Frühjahr wollen wir uns gesund und munter wiedersehen.

    Es sind allgemein nicht viele da. Das Wetter lockt nun mal nicht.

    Wir dekorierten das Schlafzimmer weiter, machten ein Mittagsschläfchen und sind ansonsten faul. 😁
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