• Tag 16: Rotorua mit Wellness

    December 27, 2025 in New Zealand ⋅ ☁️ 16 °C

    ⚡️ Nacht beim Elektrizitätswerk – Horrorfilm-Level 3
    Die Nacht neben dem Elektrizitätswerk war so unheimlich, dass selbst ein Tesla daneben nervös geflackert hätte. Links der Fluss, rechts das Gas- und Kohlekraftwerk, und wir mittendrin wie eine Familie, die in einer «Drei ???»-Folge mitspielt, aber leider ohne Gage.
    Nach über zwei Wochen im Camper habe ich so viele Mördergeschichten der Kinder gehört, dass ich beim Einschlafen länger brauche als ein SBB-Fahrplan-Update.
    Immerhin war ich bereit für den Nahkampf – wir spienzeln ja mit Lisas Rennrad hinten am Camper herum wie ein perfekt platzierter Köder für Velodiebe mit Vitamin-D-Mangel.

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    🚐 Fahrt nach Rotorua – wenn das Wetter sagt: «Bleibt im Auto!»
    Janu, alles gut gegangen. Wir sind unbeschadet Richtung Rotorua gefahren.
    Wenn das Wetter nicht mitmacht, ist «fahren» die Lösung Nummer 1.
    Die Kinder haben das akzeptiert, weil sie im Camper sowieso leben wie in einer WG ohne Regeln, aber mit Snacks.

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    🌋 Heisse Quellen & der ewige Furzprozess
    In Rotorua angekommen, hat uns der Schwefelgeruch schon beim Aussteigen begrüsst.
    Im Camper lief gleichzeitig wieder die grosse Gerichtsverhandlung: Wer hat gefurzt?
    Wenn niemand gefunden wird, ist es automatisch der Papa.
    Weil Papa angeblich seine eigenen Flatulenzen gerne riecht.
    Natürlich nur die eigenen – wir sind ja nicht komplett degeneriert.

    Ich habe mir dann gedacht: Als Vater in Rotorua zu leben wäre genial.
    Man kann überall pupsen, und alle denken: «Ah ja, die Quellen halt.»

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    🦶 Fussbäder – oder: Fusspilz im Multipack
    Wir bestaunen die dampfenden Quellen, bis ich die Fussbäder sehe.
    200 Touristenfüsse drin.
    Ich habe die Kinder sofort angebrüllt wie ein übermotivierter Skilehrer:
    «Füsse NICHT rein! Ausser ihr wollt Fusspilz to go!»
    Ich hatte keine Lust, Lamisil zu kaufen.
    Vor allem nicht, wenn Turbo-Max nachts wieder bei uns schläft und ich seine Füsse im Gesicht habe.
    Den Kopf streckt er ja immer schön zu Mamma – logisch, Papa ist nur das menschliche Fusskissen.

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    🏊 Schwimmhalle – Bernaqua würde weinen
    Eintritt für die ganze Familie: 17 CHF.
    Im Bernaqua reicht das nicht mal für die Parkuhr.
    Ein Becken war so warm wie die Quellen, das andere ein verkürztes Schwimmerbecken.
    Ich habe eine Schwimmbrille gefunden und beschlossen, etwas für meine Fitness zu tun.

    Ich habe alles gegeben – aber gemerkt, dass die Nilpferde im Aqua-Fit mit Schwimmgurt fast gleich schnell waren wie ich.
    Janu, Training zählt. Auch wenn ich für 20 Meter so viele Bewegungen brauche wie ein Kolibri auf Red Bull.
    Sanna hat mir dann noch gezeigt, wie man richtig schwimmt.
    Der Bademeister hat mir zugezwinkert, so nach dem Motto:
    «Lass sie nur machen, sie hat recht.»

    Ich habe mich eine Stunde über Wasser gehalten, während Lisa Ninja-Warrior-Kids betreut hat und im Bisi-Wasser gechillt hat wie eine Wellness-Influencerin.

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    🕵️‍♂️ Der vermeintliche Velodieb – mein olympischer Fehlstart
    Zurück auf dem Parkplatz.
    Wir stellen den Camper immer ganz hinten hin, weil dort immer frei ist – vermutlich, weil Neuseeländer nicht gerne laufen.
    Als ich um die Ecke komme, sehe ich jemanden um unseren Camper schleichen.
    Ich denke sofort: «Aha! Der Köder (Rennrad) hat funktioniert!»
    Ich renne los wie ein mittelmässig trainierter Gepard, Etienne hinterher.

    Hinter dem Camper: Fehlalarm.
    Das Velo noch dran.
    Der «Verdächtige» einfach am Telefonieren.
    Er grüsst freundlich.
    Ich grüsse zurück und falle dabei direkt ins Fettnäpfchen, das ich selber aufgestellt habe.

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    🥒 Abendessen & Wellness – Gurke muss sein
    Jetzt wird Nachtessen gekocht, und die Girls machen Wellness.
    Gurkenscheiben im Gesicht, als wären wir im Spa und nicht auf einem Parkplatz in Rotorua.
    Aber hey – Hauptsache, alle sind happy und niemand furzt.
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