• Tag 20: Guätä Rutsch mir si im Bett

    December 31, 2025 in New Zealand ⋅ 🌧 20 °C

    Neuseeland rennt, wir hinken hinterher
    20 Tage Neuseeland, und unser Camper-Kalender behauptet steif und fest, es sei der 31.12. – ein Datum, das ungefähr so realistisch ist wie ein ruhiger Abend mit vier Kindern.
    Trotzdem: Guten Rutsch, gute Gesundheit, gute Träume. Und falls ihr welche übrig habt, schickt sie uns, wir brauchen Nachschub.

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    🏃‍♂️ Delfine? Nein. Jogger in Panikmodus
    Ich wollte am Morgen Delfine sehen.
    Bekommen habe ich: GP-von-Bern-Jogger in ihrem natürlichen Habitat.
    Laufstil: «Ich bereue alles.»
    Ausrüstung: «Ich habe gestern noch schnell alles bei Ochsner Sport gekauft.»
    Energielevel: «Ich sterbe gleich, aber immerhin in Funktionskleidung.»

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    🛠️ Fenster-Drama mit Familienorchester
    Während Lisa ihre letzten Höhenmeter für 2025 sammelte, kämpfte ich mit einem Camperfenster, das sich benahm wie ein Teenager: es klemmte, zickte und wollte nicht mit mir reden.
    Etienne schraubte, Liina hielt, Maxime verschwand auf einen Hügel, und Sanna beschallte das ganze Quartier mit Musik, die vermutlich sogar die Delfine vertrieben hat.
    Nach einer Stunde YouTube und einer halben Dose WD-40 war das Fenster repariert – und ich roch wie ein frisch geölter Traktor.

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    🚴‍♀️ Familien-Boring-Level: EXPERT
    Wir sind inzwischen so super boaring, dass Maxime im Camper Liegestütze macht, als würde er sich für die Schweizer Armee bewerben.
    Lisa fotografiert wie immer ihr Rennrad. Nein, sie verkauft es nicht. Nein, ich kenne den Namen noch immer nicht.
    Aber: Das Rennrad hat jetzt eine eigene Decke und einen Regenmantel.
    Ich habe langsam Angst, dass das Rennrad bald im Camper auf meinem Platz schläft – und ich hinten auf der Anhängerkupplung.
    Wenn es soweit ist: please donate.
    (Am liebsten in Form eines Hotels mit Sauna)

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    🏊‍♂️ Schwimmbad & Sauna – die Vorhölle der Männergespräche
    In Palmerston North landeten wir im Schwimmbad: Kids rutschten, Lisa schwamm, ich suchte die Sauna auf – den einzigen Ort, an dem Männer schweigen könnten, es aber nie tun.

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    🔥 Die Sauna – wo die Schwerkraft gewinnt
    Vier Männer, 90 Grad, null Schamgefühl.
    Der Jüngste flüchtete schnell – vermutlich wollte er nicht sehen, wie die Schwerkraft bei uns Älteren wirkt.
    Die anderen zwei begannen sofort zu erzählen:
    Arbeit sucks.
    Koch sein sucks.
    Fabrik sucks.
    Leben sucks.
    Ich sass da, schweissnass, und dachte: «Ihr habt keine Ahnung, wie sehr ein Camperfenster sucks.»

    Als ich erwähnte, dass ich aus der Schweiz komme, wurde es still.
    Sie schauten mich an, als hätte ich gerade gesagt, ich würde jeden Morgen auf einem goldenen Fondue-Set meditieren.
    Ab diesem Moment war ich für sie der mystische Alpen-Milliardär, der sich aus purer Nächstenliebe in eine Kiwi-Sauna setzt.
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