Tag 23: Seehunde entspannt – wir nicht
January 3 in New Zealand ⋅ 🌬 14 °C
🎪 Homeschooling: Die tägliche Live‑Aufführung unseres Wanderzirkus
Heute starteten wir wie immer mit unserem Zirkusunterricht.
Andere Familien haben Frühstück, wir haben pädagogisches Nahkampftraining.
Wenn eines der Kinder ein Fach nicht mag, verwandelt sich unser Camper in:
- eine Vulkanlandschaft kurz vor Ausbruch
- und eine Reality‑Show namens „Wer schreit zuerst?“
Ich bete, dass sie sich in der Schule nicht so benehmen.
Falls doch, dann bekommt jede Lehrperson:
- 2x pro Jahr 6 Monate bezahlte Auszeit
- eine Tapferkeitsmedaille,
- und einen Gutschein für eine Woche Wellness in einem klosterähnlichen Schweigecamp.
Wir brauchen dringend eine Strategie.
Sonst schiessen wir uns irgendwann freiwillig – und ohne Kinder – auf den Mond.
Mit einem One‑Way‑Ticket.
Auf das Homeschooling zu verzichten ist kein Option, ansonsten werden sie mit 40 noch zuhause wohnen und mit uns in die Ferien kommen.
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🌬️ Kaikōura: Wo der Wind vom Süden bläst
Nach dem Drama ging es weiter zu den Seehunden.
Wir stiegen aus, holten die Jacken raus…
Der Südwind hat uns begrüsst wie ein schlecht gelaunter Kühlschrank, der seit drei Tagen piepst.
Nach 50 Metern Fels‑Hüpfen standen wir plötzlich vor einem Seehund, der wohl dachte:
„Touristen. Schon wieder. Ich kann nicht mal in Ruhe chillen.“
Dann hat er weitergepennt.
Vorbildlich.
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🐴 Übernachten auf der Pferde‑Ranch – wir sind jetzt quasi Einheimische
Weiter ging’s zur Pferde‑Ranch, unserem Schlafplatz.
Wir sind ja jetzt Mitglieder beim NZMCA, also quasi halbe Neuseeländer.
Das bedeutet:
- günstige Plätze
- geheime Stellplätze
- und bald kann ich über die Campingplatz‑Spezies berichten, die dort leben
(Spoiler: Sie sind scheuer als die Seehunde)
Unsere Nachbarn aus Queenstown sind geflüchtet, weil es dort zu viele Touristen hat.
Heute haben sie vermutlich dasselbe gedacht, als unsere vier Megafone aus dem Camper gefallen sind:
„Oh nein. Jetzt kommen die Ausländer. Und sie haben Kinder.“
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🚢 Der wahre Grund für unsere Premium‑Sitzplätze auf dem Schiff
Gestern hatte ich ja geschrieben, dass wir tolle Plätze auf dem Schiff hatten.
Ich dachte, es lag an Sannas Seafood, das gerochen hat wie meine Füsse.
Turns out:
Es lag an meinen FÜSSEN.
Der Kapitän hat mich beim Aussteigen so freundlich verabschiedet, dass ich kurz dachte, er wolle mich adoptieren.
In Wahrheit war er einfach froh, dass der Geruch das Schiff verlassen hat.
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🧦 Zu meiner Verteidigung: Die chemische Zusammensetzung des Grauens
Die Schuhe wurden beim Kajakfahren nass.
Dann kam Sonnencreme dazu.
Dann Salzwasser.
Dann Schweiss.
Dann Gras.
Und daraus entstand ein Duft der nach Seafood roch.
Ich nenne ihn:
Eau de Wellington – J.A. EditionRead more





TravelerViel Kraft weiterhin für den Homescooling - Nahkampf🥋