• Tag 25: Wahle Watching

    January 5 in New Zealand ⋅ ⛅ 16 °C

    Heute Morgen ging’s ins Aquatic Center. Die Kinder sind sowieso Baderatten, also machen wir jetzt eine Art inoffizielle Tour de Suisse der neuseeländischen Badis. Eintrittspreise fair, Duschen mit genug Druck, um selbst die hartnäckigen Fossilien aus den Kinderhaaren herauszukärchern – und als Bonus weniger Sand im Camper. Ein seltener Moment, in dem man das Gefühl hat, das Leben im Griff zu haben.

    ---

    ⭐ Google‑Review‑Joel im Einsatz

    Ach ja, und wenn ich etwas richtig toll oder richtig schlecht finde, dann mache ich ein Review auf Google. Heute gab’s wieder eine richtig gute Bewertung. Von meinen 88 Reviews war bisher nur eine wirklich schlecht – an die erinnere ich mich noch lebhaft.
    Die von heute war wieder so positiv, dass es fast schon nach Bestechung klingt.

    Ich lese aber auch einfach gern Rezensionen. Und meine absolute Lieblingsdisziplin: Leserkommentare in Zeitungen zu Themen, die polarisieren. Das ist wie Popcornkino, einfach ohne Popcorn – und mit deutlich mehr Fremdscham.

    ---

    🏊‍♂️ Schweizerdeutsch als Tarnkappe

    Zum Glück ist Schweizerdeutsch im Ausland eine Art Geheimcode. Zurück in der Schweiz müsste ich mich wieder zusammenreissen, nicht jeden zweiten Badegast laut zu kommentieren wie Marc Berthod, wenn einer die Ski falsch herum anschnallt.
    Hier hingegen kann ich ungeniert flüstern, lästern und analysieren – niemand versteht’s, alle sind glücklich.

    ---

    🛟 Premium‑Escape‑Room‑Badmeister

    Das Public Pool war klein, aber fein, und der Badmeister war so freundlich, dass ich kurz dachte, wir hätten einen Premium‑Escape‑Room‑Rundgang gebucht. Er zeigte uns alles, erklärte alles und stellte dann noch aufblasbare Spielsachen hin.
    Die Kinder spielten für einmal tatsächlich miteinander statt gegeneinander. Ein Wunder. Vielleicht war Weihwasser im Pool. Oder der Badmeister ist eigentlich ein pädagogisches Genie.

    ---

    🐋 Whale Watching & medizinische Fachkompetenz

    Danach ging es zum Whale Watching. Also: die Girls. Ich habe sie nur abgeladen. Erstens werde ich seekrank, zweitens würden wir Männer Wale jagen und nicht fotografieren. Wir sind Wikinger.
    Spass beiseite – mir wird schnell übel, und ich habe standardmässig einen GCS wie ein Hockeyspieler nach zwölf Saisons Kopf‑an‑Kopf‑Training.

    Ich schwanke im Delir zwischen GCS 3, wenn ich schlafe, und maximal 10, wenn ich schreibe. Das ist das einzige intensivmedizinische Wissen, das ich in 19 Jahren gelernt habe. Aber es reicht, um mich selbst zu diagnostizieren – und das ist ja die Hauptsache.

    Die Bilder von Lisa sahen nach Erfolg aus. Die Forellen und Seepferdchen sehen super aus. Währenddessen haben mich die Jungs im Delir‑Modus zur gleichen Eisdiele geführt wie gestern. Für Tap to Pay hat’s noch gereicht. Immerhin.
    Man muss die kleinen Siege feiern.
    Read more