• Tag 37: On the way to Milford Sound

    January 17 in New Zealand ⋅ ☁️ 11 °C

    🅿️ Achtung, fertig, los: Ben Lomond – das Parkplatzmassaker

    Queenstown, 08:12 Uhr. Mission: Parkplatz finden.
    Wir hatten das Karma auf unserer Seite und ergatterten tatsächlich den allerletzten freien Platz an der Talstation. Camper sind in Queenstown ungefähr so beliebt wie Wespen am Picknick – offiziell geduldet, praktisch verjagt.

    Während wir also für unsere Kinder Brötchen schmierten (man könnte meinen, sie würden ohne sofort verhungern), ertönte im Minutentakt das vertraute Konzert:
    „Ig ha Hunger… ig ha Durscht… Mami, ig ha sooo Durscht!“
    Es klang wie eine Herde durstiger Geissen, die um Wasser betteln. Nur lauter. Und penetranter.

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    🐜 Die Ameisenwanderung – wir gegen das Bähnli-Volk

    Der Grossteil der Menschheit nimmt gemütlich das Bähnli.
    Wir nicht. Wir sind ja nicht normal.

    Kaum gestartet, preschten ein paar junge Sportler an uns vorbei – voller Hoffnung, unsere Bergläufer abzuhängen. Zehn Minuten später hatten wir sie alle wieder eingesammelt. Sanna vorneweg, unaufhaltsam. Ob es an den Haaren lag, bleibt ungeklärt.

    Denn vor dem Start hatten wir bereits 45 Minuten gewartet, weil Lisa den Girls die Haare „gezöpfelt“ hatte. Dann war’s nicht schön genug. Der Strähl konnte es auch nicht richten. Also übernahm der Buff die Verantwortung für die wertvolle Pracht. Familienlogistik in Reinform.

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    🏔️ Rekordzeit zum Sattel – und dann allein zum Gipfel

    Bis zum Sattel liefen wir in Rekordzeit.
    Dann war Schluss: Niemand wollte mehr weiter – ausser Lisa. Also machte ich mich alleine auf den Weg zum Summit.

    Der Ausblick wäre bei schönem Wetter prachtvoll gewesen.
    Bei medium Wetter war er immerhin wunderschön.
    Nur die schneebedeckten Alpen blieben im Nebel versteckt – vermutlich im Wellness.

    Oben schnell ein Selfie, stilecht wie ein Mitglied einer asiatischen Reisegruppe. Danach ein Schwatz mit Georges aus Australien, ursprünglich aus Lille. Er war froh, endlich wieder Französisch sprechen zu dürfen. Ich war froh, wieder atmen zu dürfen.

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    🏃 Runterrennen statt Gondel – Queenstown-Ökonomie in Aktion

    Runter ging’s im Laufschritt.
    Schliesslich hatten wir keine Zeit, auf die Gondel zu warten. Und 50 Dollar pro Erwachsener war… sagen wir… Queenstown like.

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    🚗 Flucht nach Te Anau – die Strasse der Einsamkeit

    Queenstown konnten wir uns nicht länger leisten, also weiter nach Te Anau.
    Zwischen den beiden Orten gibt es praktisch nichts – ausser ein paar Häusern und Velofahrern, die die Tour „Summit to Ocean“ machen. Wenn man nicht überfahren wird, erreicht man das Ziel vielleicht.

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    🧺 Te Anau: Der LiquideLaundromat und der Belgier

    In Te Anau fand Lisa einen „liquide Laundromat“ und diskutierte mit einem Belgier über das Geschäftsmodell. Lisa glücklich, weil waschen. Ich glücklich, weil Summit geschafft.

    Bald werden wir die Kinder mit Dormicum behandeln – dann wird jede Autofahrt ein Wellness-Retreat.
    Im Moment spielen sie mit ihrem angeborenen Megafon Fussball. Ich warte nur darauf, dass der Custodian vorbeikommt, Rule 371 zückt und Sanktionen ausspricht.
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